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Wie könnte man langzeit arbeitslose dazu bekommen wieder Arbeiten zu gehen?

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Sowohl Betriebe als auch die Gesellschaft müssten wirklich daran interessiert sein, Langzeitarbeitslose wieder einzugliedern.
Bedeutet für die Gesellschaft eventuell Kosten für: Weiterbildungen, Eingliederungshilfen etc.
Die Betriebe müssten Langzeitarbeitslose intensiv einarbeiten und auch auf persönliche, gesundheitliche und andere Probleme Rücksicht nehmen.
Und akzeptieren, dass sie diese Mitarbeiter nicht sofort als vollwertige Arbeitskraft einsetzen können.
Alle Beteiligten müssten tolerant sein und offen miteinander umgehen und vor allem Durchhaltevermögen besitzen ( das fehlt leider vielen).
 
Sowohl Betriebe als auch die Gesellschaft müssten wirklich daran interessiert sein, Langzeitarbeitslose wieder einzugliedern.

Sind sie aber nicht... das hat seine Gründe, wie gleich sehr schön selber ausführst:

Bedeutet für die Gesellschaft eventuell Kosten für: Weiterbildungen, Eingliederungshilfen etc.
Die Betriebe müssten Langzeitarbeitslose intensiv einarbeiten und auch auf persönliche, gesundheitliche und andere Probleme Rücksicht nehmen.

Vieles davon wird jetzt schon getan... bringt aber nicht viel, wenn man es auf der anderen Seite mit Menschen zu tun hat, deren Arbeitsmoral nicht gerade die Beste ist und oft Suchtproblematiken einen fetten Strich durch die Rechnung ziehen.

Und akzeptieren, dass sie diese Mitarbeiter nicht sofort als vollwertige Arbeitskraft einsetzen können.
Alle Beteiligten müssten tolerant sein und offen miteinander umgehen und vor allem Durchhaltevermögen besitzen ( das fehlt leider vielen).

Achso ja... natürlich... das muss man dann akzeptieren, dass diese Menschen, nachdem man massiv Resourcen in sie investiert hat, dann erneut in ihrer Arbeitsleistung hinten anstehen und andere erneut für sie mitbuckeln müssen.

Das Fehlleitende an all diesen Überlegungen ist schlichtweg, dass das System in seinem jetzigen Zustand für den leistungswilligen Teil der Bevölkerung besser funktioniert.
Klar gibt es Mangelberufe... aber dieser Zustand ist scheinbar (weil nach wie vor existent) immernoch besser als das, was die Herzen unserer Inklusionsbefürworter höher schlagen lässt.
 
Sowohl Betriebe als auch die Gesellschaft müssten wirklich daran interessiert sein, Langzeitarbeitslose wieder einzugliedern.
In Zeiten, wo es nur noch um maximalen Gewinn geht und Langzeitsarbeitslose als faul und undiszipliniert abgestempelt werden, dürften die Betriebe wohl eher nicht daran interessiert sein. Es wird also wohl leider Utopie bleiben.

Bedeutet für die Gesellschaft eventuell Kosten für: Weiterbildungen, Eingliederungshilfen etc.
Wenn man endlich mal diese unseeligen Sinnlos-Massnahmen streichen würde, in denen Langzeitsarbeitslose Mandalas für Kinder ausmalen, mit Lamas spazierengehen, Laternen aus Papier basteln, Aufgaben auf Grundschulniveau lösen und all solchen Schwachsinn machen müssen, wär dafür mehr als genug Geld da. Meine Lebensgefährtin wollte früher mal gern einen SAP-Kurs machen, weil sie den für einen Bürojob gebraucht hätte, stattdessen wurde sie in einer Sinnlos-Massnahme geparkt, wo sie unter Anderem für andere Teilnehmer Bewerbungen schreiben durfte, weil die "Dozenten" auf deutsch gesagt zu blöd dazu waren. Sie sollte da auch Computer-Grundlagen lernen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt schon längst den Europäischen Computerpass "Xpert Master" in der Tasche hatte und besser Bescheid wusste, als der Dozent. Wie hirnrissig ist sowas? Nur damit ein paar Leute für eine Weile aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden und die Arbeitslosenzahl etwas netter ausschaut?

Die Betriebe müssten Langzeitarbeitslose intensiv einarbeiten und auch auf persönliche, gesundheitliche und andere Probleme Rücksicht nehmen.
Tja, die Betriebe wollen heutzutage aber lieber die eierlegende Wollmilchsau haben, als jemanden, der in irgendeiner Weise eingeschränkt ist. Rücksicht? Fehlanzeige!

Und akzeptieren, dass sie diese Mitarbeiter nicht sofort als vollwertige Arbeitskraft einsetzen können.
In nicht wenigen Fällen werden sie diese Mitarbeiter wohl eher nie als vollwertige Arbeitskraft einsetzen können. Behinderungen, chron. Krankheiten und ähnliches lösen sich nämlich leider nicht einfach in Luft auf.

Alle Beteiligten müssten tolerant sein und offen miteinander umgehen und vor allem Durchhaltevermögen besitzen ( das fehlt leider vielen).
Die Toleranz fehlt vor allem den Arbeitgebern, die eine eierlegende Wollmilchsau haben wollen, die zum Hungerlohn fleissig Überstunden schiebt. Dass dabei vielen Langzeitarbeitslosen das Durchhaltevermögen abhanden kommt und sie sich fragen, wofür sie sich eigentlich abrackern, wundert wohl kaum. Dabei bitte auch nicht vergessen, dass Langzeitarbeitslose ein halbes Jahr lang vom Mindestlohn ausgenommen sind.
 
Das ist ganz einfach - Hahn zu !!! Dann kommen "Geldnot, Hunger" - und schon wird gearbeitet.

Aber in einem System das sich um bedürftige wirklich kümmern will, sollte einkalkuliert sein, das es eine geringe Anzahl Trittbrettfahrer gibt, die gibt es nämlich immer.
 
Sind sie aber nicht... das hat seine Gründe, wie gleich sehr schön selber ausführst:



Vieles davon wird jetzt schon getan... bringt aber nicht viel, wenn man es auf der anderen Seite mit Menschen zu tun hat, deren Arbeitsmoral nicht gerade die Beste ist und oft Suchtproblematiken einen fetten Strich durch die Rechnung ziehen.

Ja das wiederholte Bewerbungstraining.
Bei dem dann wieder festgestellt wird, das vielen Teilnehmern wichtige Qualifikationen fehlen.
Aber für Weiterbildungen sind Arbeitslose ja eh zu blöd.


Achso ja... natürlich... das muss man dann akzeptieren, dass diese Menschen, nachdem man massiv Resourcen in sie investiert hat, dann erneut in ihrer Arbeitsleistung hinten anstehen und andere erneut für sie mitbuckeln müssen.

Ich rede nicht von mibuckeln.
Sondern davon, dass eine ordentliche Einarbeitung gewährleistet wird.

Das Fehlleitende an all diesen Überlegungen ist schlichtweg, dass das System in seinem jetzigen Zustand für den leistungswilligen Teil der Bevölkerung besser funktioniert.
Klar gibt es Mangelberufe... aber dieser Zustand ist scheinbar (weil nach wie vor existent) immernoch besser als das, was die Herzen unserer Inklusionsbefürworter höher schlagen lässt.
 
In Zeiten, wo es nur noch um maximalen Gewinn geht und Langzeitsarbeitslose als faul und undiszipliniert abgestempelt werden, dürften die Betriebe wohl eher nicht daran interessiert sein. Es wird also wohl leider Utopie bleiben.

Wenn man endlich mal diese unseeligen Sinnlos-Massnahmen streichen würde, in denen Langzeitsarbeitslose Mandalas für Kinder ausmalen, mit Lamas spazierengehen, Laternen aus Papier basteln, Aufgaben auf Grundschulniveau lösen und all solchen Schwachsinn machen müssen, wär dafür mehr als genug Geld da. Meine Lebensgefährtin wollte früher mal gern einen SAP-Kurs machen, weil sie den für einen Bürojob gebraucht hätte, stattdessen wurde sie in einer Sinnlos-Massnahme geparkt, wo sie unter Anderem für andere Teilnehmer Bewerbungen schreiben durfte, weil die "Dozenten" auf deutsch gesagt zu blöd dazu waren. Sie sollte da auch Computer-Grundlagen lernen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt schon längst den Europäischen Computerpass "Xpert Master" in der Tasche hatte und besser Bescheid wusste, als der Dozent. Wie hirnrissig ist sowas? Nur damit ein paar Leute für eine Weile aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden und die Arbeitslosenzahl etwas netter ausschaut?

Genau richtig.
Für Weiterbildungen ist kein Geld da.
Nur für weitere Sinnlosmaßnahmen.
Ja natürlich geht es nur um die Statistik.

Tja, die Betriebe wollen heutzutage aber lieber die eierlegende Wollmilchsau haben, als jemanden, der in irgendeiner Weise eingeschränkt ist. Rücksicht? Fehlanzeige!

In nicht wenigen Fällen werden sie diese Mitarbeiter wohl eher nie als vollwertige Arbeitskraft einsetzen können. Behinderungen, chron. Krankheiten und ähnliches lösen sich nämlich leider nicht einfach in Luft auf.

Das stimmt natürlich auch.
Das sollte die Gesellschaft auch akzeptieren.

Die Toleranz fehlt vor allem den Arbeitgebern, die eine eierlegende Wollmilchsau haben wollen, die zum Hungerlohn fleissig Überstunden schiebt. Dass dabei vielen Langzeitarbeitslosen das Durchhaltevermögen abhanden kommt und sie sich fragen, wofür sie sich eigentlich abrackern, wundert wohl kaum. Dabei bitte auch nicht vergessen, dass Langzeitarbeitslose ein halbes Jahr lang vom Mindestlohn ausgenommen sind.
 
Das Problem ist einfach, dass die Medien dieses Thema total stigmatisiert haben.
Natürlich gibt es Menschen die aufgrund von Suchterkrankungen nicht arbeiten.
Sucherkrankungen ( vor allem Alkohol) gibt es aber in allen Bevölkerungsschichten.
Das ist kein alleiniges Phänomen von Arbeitslosen und Menschen in prekären Lebensverhältnissen.
Viele Langzeitarbeitslose sind chronisch krank ( körperlich und oder psychisch).
Damit ist man auf dem heutigen Arbeitsmarkt tatsächlich sehr stark aufgeschmissen ( auch wenn es Schwerbehindertenquoten gibt).
Darüber kann man sich als Außenstehender ärgern.
Bringt allerdings nichts, denn keiner sucht sich eine Erkrankung aus.
Wenn auf es auf dem heutigen Arbeitsmarkt tatsächlich schwer bis unmöglich ist Menschen mit Einschränkungen zu vermitteln, muss die Gesellschaft das leider akzeptieren.
Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.
Sinnlosmaßnahmen und rumpöbeln bringt gar nichts.
Wer das macht darf sich über die Folgen z.B Wahl von Randparteien, Ablehnung der Gesellschaft etc. nicht wundern.
 
In Zeiten, wo es nur noch um maximalen Gewinn geht und Langzeitsarbeitslose als faul und undiszipliniert abgestempelt werden, dürften die Betriebe wohl eher nicht daran interessiert sein. Es wird also wohl leider Utopie bleiben.

Wenn man endlich mal diese unseeligen Sinnlos-Massnahmen streichen würde, in denen Langzeitsarbeitslose Mandalas für Kinder ausmalen, mit Lamas spazierengehen, Laternen aus Papier basteln, Aufgaben auf Grundschulniveau lösen und all solchen Schwachsinn machen müssen, wär dafür mehr als genug Geld da. Meine Lebensgefährtin wollte früher mal gern einen SAP-Kurs machen, weil sie den für einen Bürojob gebraucht hätte, stattdessen wurde sie in einer Sinnlos-Massnahme geparkt, wo sie unter Anderem für andere Teilnehmer Bewerbungen schreiben durfte, weil die "Dozenten" auf deutsch gesagt zu blöd dazu waren. Sie sollte da auch Computer-Grundlagen lernen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt schon längst den Europäischen Computerpass "Xpert Master" in der Tasche hatte und besser Bescheid wusste, als der Dozent. Wie hirnrissig ist sowas? Nur damit ein paar Leute für eine Weile aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden und die Arbeitslosenzahl etwas netter ausschaut?

Tja, die Betriebe wollen heutzutage aber lieber die eierlegende Wollmilchsau haben, als jemanden, der in irgendeiner Weise eingeschränkt ist. Rücksicht? Fehlanzeige!

In nicht wenigen Fällen werden sie diese Mitarbeiter wohl eher nie als vollwertige Arbeitskraft einsetzen können. Behinderungen, chron. Krankheiten und ähnliches lösen sich nämlich leider nicht einfach in Luft auf.

Die Toleranz fehlt vor allem den Arbeitgebern, die eine eierlegende Wollmilchsau haben wollen, die zum Hungerlohn fleissig Überstunden schiebt. Dass dabei vielen Langzeitarbeitslosen das Durchhaltevermögen abhanden kommt und sie sich fragen, wofür sie sich eigentlich abrackern, wundert wohl kaum. Dabei bitte auch nicht vergessen, dass Langzeitarbeitslose ein halbes Jahr lang vom Mindestlohn ausgenommen sind.
Ich glaube gescheite Ausbildungen zu finanzieren wäre teurer als die sinnlos Maßnahmen. Es werden da ja die billigsten Angebote genommen, was vor dem Hartz IV System wohl nicht so war. Es schönt aber die Statistik und ist daher gut für die Politiker und lohnt sich daher insgesamt für sie.
Für die betroffenen Langzeitarbeitslosen, die zu solchem Quatsch verdonnert werden, ist es extrem frustrierend.
Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie du sie hier schilderst.
Habe schon gehört, dass diejenigen, die solche Bildungseinrichtungen ins Leben gerufen haben, Millionäre geworden sind. Denn sie bezahlen die dortigen Mitarbeiter ja auch grottenschlecht weswegen dort oft Leute arbeiten, die ohne diesen Job selbst von Arbeitslosigkeit betroffen wären. Die Motivation derer und auch die Qualifikation ist oft nicht die beste, was auch verständlich ist.
 
Das ist ganz einfach - Hahn zu !!! Dann kommen "Geldnot, Hunger" - und schon wird gearbeitet.

Aber in einem System das sich um bedürftige wirklich kümmern will, sollte einkalkuliert sein, das es eine geringe Anzahl Trittbrettfahrer gibt, die gibt es nämlich immer.


Das klingt brutal hart und doch muss ich dir recht geben, zumal es leider auch meinen ältesten Sohn betrifft....
Er ist einige Male mit Prokjekten/familiären Situaitonen gescheitert und hat irgendwann dann innerlich aufgegeben.
Und das Amt zahlt - aber warum, ist mir nicht ersichtlich. Denn er kann arbeiten und er hat unzählige Fähigkeiten - es gibt keinen Grund, warum er also weiter HartzIV bezieht.
Doch da muss endlich auch mal das Amt einen Riegel vorschieben - und dazu müssen auch endlich mal die Ämter untereinander besser vernetzt sein!
Denn sonst wird das echt nix, die Langzeitarbeitslosen, die sich ihr Dasein irgendwie so "eingerichtet" haben, aus ihrer Lethargie herauszuholen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist ganz einfach - Hahn zu !!! Dann kommen "Geldnot, Hunger" - und schon wird gearbeitet.
Du denkst da zu einfach. Erstens gibt es immer noch die, die nicht mehr so viel Leistung bringen können, weil sie z. B. behindert oder krank sind oder die keinen Schulabschluss haben und die deswegen keiner einstellen will, bzw. die dann n8cht genug verdienen würden, um sich selbst zu versorgen. Willst du die einfach verhungern lassen? Und zweitens hast du nicht bedacht, dass sich dann auf Dauer die Arbeitsbedingungen für alle verschlechtern würden. Sind dann ja genügend Leute da, die jeden noch so beschissenen Job zu jedem noch so unmenschlichen Lohn machen müssten,weil sie sonst verhungern müssten.

Wenn auf es auf dem heutigen Arbeitsmarkt tatsächlich schwer bis unmöglich ist Menschen mit Einschränkungen zu vermitteln, muss die Gesellschaft das leider akzeptieren.
Macht sie aber ja nicht. Die Gesellschaft schert lieber alle Langzeitarbeitslose über einen Kamm und stempelt sie als faul und undiszipliniert ab.

Ich glaube gescheite Ausbildungen zu finanzieren wäre teurer als die sinnlos Maßnahmen.
Eine Ausbildung würde ein Langzeitarbeitsloser in der Regel einmal machen, aber Sinnlos-Massnahmen macht er in der Regel viel öfter.

Denn sonst wird das echt nix, die Langzeitarbeitslosen, die sich ihr Dasein irgendwie so "eingerichtet" haben, aus ihrer Lathargie herauszuholen!
Wie gesagt, es steckt nicht immer nur Lethargie dahinter. Und diejenigen, die wirklich nicht arbeiten wollen, würden sich dann wohl eher der nicht legalen Arbeit zuwenden.
 
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