Heutzutage wird kaum eine Frau mit 40 Oma.
Vielleicht in der Stadt nicht, aber auf dem Land ist es nicht ungewöhnlich. Eine meiner besten Freundinnen war mit 38 zweifache Oma und wurde mit 39 noch einmal selbst Mutter.
Den erhöhten Risiken gewisser Fehlbildungen steht ein hohes Maß an Bildung und wirtschaftlichen Vorteilen gegenüber. Man ist versucht da zu sehr auf alle zu schließen, wenn man ein Negativbeispiel kennt.
Darf ich Dir da mal ganz entschieden widersprechen? Ein(?) Negativbeispiel kennt? Da lache ich doch hellauf. Das musste ich tatsächlich tun.
In den 40ern steckt man schlaflose Nächte am Stück nicht mehr so weg, wie man es früher mal tat. Das kann einen schon gut an seine Grenzen bringen. Hat man dann noch ein (einen)forderndes Baby/Kleinkind, gehst Du irgendwann am Stock. Die Großeltern des Kindes (Betreuungs-Back-Up) sind nicht mehr in dem Ausmaß belastbar, werden krank oder sterben sogar weg.
Mir ist das schon klar, warum ältere Eltern da gechillter sind und sich nicht mehr aufregen...die haben einfach nicht mehr die Kraft und die Kinder laufen aus dem Gleis, weil sie noch weniger Grenzen kennenlernen, als sonst schon.
Ich kenne einige Ehen, die zerbrachen (in natura und virtuell), weil der anfangs "begeisterte" KV dem Alltag mit Kind nicht gewachsen war oder dem Kinderwunsch zugestimmt hat in der Hoffnung, es klappt nicht. Da gibt es einige Väter, die sich dann auf die ein oder andere Weise absentiert haben.
Mit 50 und einem Kind im Grundschulalter findest man noch seltener einen tollen Partner, der sich in dem Alter noch das alles antun möchte.
Bekommt man Anfang bis Mitte 40 ein Kind, hat man u.U. ein Pubertier, wenn man selbst gerade mit den Wechseljahren zu kämpfen. Das gibt erst einmal ein Hormonknäuel. Das macht Spaß.
Das muß alles nicht passieren, vielleicht läuft es bilderbuchmäßig, aber mit zunehmendem Alter steigen auch die Schwierigkeiten an.
Ich selbst habe mit 43/44 unregelmäßige Zyklen bekommen, erst einmal auf beginnende Wechseljahre geschoben. Als mal die Mensis über einen Monat ausblieb, habe ich eine SS in Betracht gezogen. Habe mich dann mit mir bekannten Frauen kurzgeschlossen, was im Fall des Falles usw.
Das Ergebnis war nicht enthusiastisch, der direkteste Kommentar war, falls ich mit einem Abbruch leben kann, soll ich diesen Weg wählen. Mein Verstand hätte den Weg gewählt, aber Teile von mir wollten tatsächlich das eventuelle Buzerl haben. Ich bin froh, daß es anders kam.
Ich könnte auch noch ins Feld führen, daß die Sterblichkeitsrate (der Eltern) mit dem Alter ansteigt.
Ein Verwandter hat sich gerade mit 50 den Oberschenkelhald gebrochen und es läuft nicht gut, was sollen dessen Kinder sagen, besser gleich gar keine eigenen bekommen.
Das habe ich sogar mit guten 30 geschafft, durch einen einfachen Sturz. Bei mir lief es auch nicht prickelnd.
Aber was ich noch gerne erwähnen würde:
In DE ist es eigentlich unmöglich, mit 40 einen Säugling/Kleinkind zu adoptieren. Die Altershöchstgrenze liegt da einiges unter 40. Links reiche ich gerne nach, wenn gewünscht.
Warum? Warum, wenn es doch so toll läuft und mehr Vorteile als Nachteile hat?
In DE zahlen viele KKs eine ICSI nur bis 40/42.
Mir persönlich ist es völlig egal, ob die TE in ihrem Alter ein Kind oder drei bekommt und was ihre Motive dafür sind. Aber es ist eine Entscheidung, die man gut abwägen sollte.