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Krankenpflege/Pflege- Die Würde des Menschen/Persönliche Abgrenzung

ich habe Zuhause meine Mutter mit Pflegestufe3 fünf Jahre gepflegt da war die Würde des Menschen vorhanden ab und an mußte sie in eine Geriatrie und da erlebte ich was würde des Menschen bedeutet
dieser Arzt dem ich Mitteilte das ich Mutter wieder mitnehme und sie auf keinen Fall hier lassen werde sagte:
ich kann genau sehen was sie denken und sie bewegen sich in einer Grauzone
ich dachte:
Du bist nicht ganz richtig
ich beobachtete wie er eine Rollstuhlfahrerin ziemlich grob weg schob nur weil sie etwas aneckte an ihm
Mutter saß die ganze zeit da und Weinte mir brach es das Herz und letztlich hab ich sie auch wieder mitgenommen nach Hause
mir hat diese Zeit sehr zugesetzt es ist eine Schwerstaufgabe mit Guten und schlechten Tagen zwischen Hoffen und Bangen aber im Nachhinein durfte Mutter friedlich in ihrem Bett und Zuhause Sterben!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie versprochen ein kleiner Lagebericht.

Nachdem ich heute morgen bewusst mit meiner dicken fetten Tasse 10 Minuten gar nichts gemacht habe und nur müde vor mich hingechillt habe hab ich mir nochmal bewusst Gedanken über alles gemacht und beschlossen einfach irgendwie ruhig zu bleiben.
Auf der Arbeit habe ich in einem Punkt ruhig gesagt, ich übernehme keinerlei Verantwortung für eine heutige Aufgabe, die ich hätte machen sollen. Das wäre eh in die Hose gegangen.
10 Minuten später ohne Diskussion kam der 2. Fall auf die Intensiv, nach einem ärztlichen Anruf.
Mehr wollte ich nicht.
Einfach, dass anständig gehandelt wird. Zum Wohle des Patienten und auch für unser Wohl.
Ich wurde weder blöd angemacht, noch angezickt.
Ich bin mir sicher, es wurden medizinische Gespräche geführt, dass man dies nicht so lassen kann.

Desweiteren hab ich ein langes Gespräch mit einer Kollegin geführt. Es hat gut getan und wir hatten die richtigen Basics, was ich für mich tun kann.

Ich möchte auch nicht resignieren und stumpf meine Arbeit weitermachen. Auf Missstände natürlich hinweisen, denn es bringt nichts zu schweigen, wenn einem was auffällt.
Aber nicht auf Kosten meiner Emotionen.

Es gibt gute Erlebnisse, aber auch einiges was schief läuft.
Vielleicht muss man manchmal einfach das Sprachrohr sein für Patienten, denen es eh nicht gut geht und für sie einstehen, wenn wie es selbst nicht können.
Aber auch das hat gewisse Grenzen.

Nach einem weiteren Gespräch mit einer Freundin, die mich sehr gut kennt, geht es mir wieder gut.

Aber ich denke es wird immer Tage geben an denen ich mich einfach immer wieder von Neuem darauf hinweisen muss: Keep Cool.

Ich bedanke mich sehr für eure Antworten. Das hat mir sehr gut getan.
💐🌷🌺🌸 für euch.

Liebe Grüße
 
Huhu,

wollte schon viel früher schreiben, aber hatte einiges zu tun. 😉
Ich kenne das auch aus dem Krankenhaus, sowohl als auch aus dem Altenheim.

Ich habe KS gelernt und dort habe ich immer ein offenes Ohr im Team erlebt, wenn es Notfallsituationen gab.

Bei mir auf meiner aktuellen Stelle, im Altenheim, sind solche Gespräche eher selten. Oft fehlt die Zeit.

Ich funktioniere da "einfach", in Notfallsituationen...
Vor meinem geistigen Auge weiß ich was zu tun ist, und bin "dissoziiert" vom Geschehen.

Erst danach kommen meine Emotionen.
Ich habe auch schon geweint. Und? Es ist menschlich.
Wir sind Menschen die ihren Dienst am Menschen tun.

Manchmal kann ich meine Arbeit auch verfluchen, besonders wenn etwas nicht so läuft wie es laufen sollte, aber wem ergeht es nicht ab und zu so, egal in welcher Branche.

Wir stehen genau zwischen dem Patienten, den Ärzten, den Angehörigen und den Behörden. Wir sind oft der Prellbock, der so einiges aushalten muss. ..

Was mir hilft ist, sich bewusst Zeit zu nehmen für sich selbst, sich etwas Gutes tun, auch wenn es "nur" der Kaffee ist oder nach dem Dienst ein Bad, oder ein schöner Abend mit Freunden.

Was du möglicherweise gebrauchen kannst ist ein Ausgleich zu deiner Arbeit, wie zb. Sport oder ein Hobby.
Der Ausgleich zum Beruf sorgt für ein gutes Gefühl und lässt aufgestauten Stress, mindern.

Alles Liebe dir @Bücherpuppe 😘
 
in diesem Beruf hat es keiner leicht und es gibt welche die es zum wohl des Patienten tun aber auch andere die einfach nach Protokoll agieren
nach meinen Unfall hatte ich Glück das mich eine Intensivschwester versorgte die mit den Herzen ihre Arbeit tat und ich bin ihr bis heute Dankbar und wir sind Freundschaftlich verbunden geblieben
wenn man selbst in die Lage kommt auf Hilfe anderer angewiesen sein muß ist es das größte Geschenk gut Behandelt zu werden
auf den normal Zimmer sah es da schon anders aus neben mir lag eine alte Frau mit gebrochenem Arm und ich habe ihr sehr oft ihre sachen zurecht gerückt weil sie sonst auf den Boden landeten
dann wurde eine Frau mit Oberschenkelhalsbruch in das Zimmer gebracht es war für sie jedesmal eine Tortur mußte sie aufs Klo wohin sie unter Schmerzen gebracht wurde
irgendwann fragte ich dann die Schwestern warum sie nicht am Kadeter angeschlossen wird
ich wurde blöd angeguckt aber später war sie angeschlossen und das für sie Schmerzhafte rumgezerre hatte ein Ende
für mich wäre das keine Arbeit ich würde innerlich daran zugrunde gehen
deshalb meinen höchsten Respekt für diejenigen die es noch als Herzenssache tun!
 
Das mit dem Katheter ist individuell zu betrachten. In diesem Falle eine Erlösung für den Patienten, in anderen Fällen ist es wichtig, die Eigenständigkeit des Menschen zu bewahren.
Ja es dauert manchmal einfach länger Fr. Xy zur Toilette zu begleiten, aber auch in einer stressigen Schicht hat sie das Anrecht darauf.
Dann müssen andere Tätigkeiten halt warten.

Es gibt viele Angehörige, die helfen mit und dafür sind wir sehr dankbar.
Genauso gut gibt es aber auch einige, die verschwinden wenn es Arbeit oder Essen gibt.

Man könnte jetzt von dem Kleinsten bis zum Tausendstel kommen....

Aber Respektvoll und freundlich kann man auch im größten Stress bleiben.
 
ich hatte auch einen Katheter(sorry hatte es falsch geschrieben)ich war in einem zustand wo ich wirr um mich Redete und von aussen nichts mehr war nahm das Ding saß wohl nicht richtig weil ich ins Bett machte und 4Mann beschäftigt damit waren mich zu heben und das Bett neu zu machen das bekam ich in einer art verschwommenen Wahrnehmung mit
2mal war ich nahe am Jenseits einmal im RTW und im KH wo mein Schädeldruck so hoch war wo sie überlegten zu Operieren das Mittel was ich bekam hat geholfen(oder die Droge)es kam nichts mehr an mich ran mir war alles egal auch mein zerfetztes Gesicht störte mich nicht da störte mich eher wenn meine liebe Krankenschwester mehrmals in der Nacht kam und mir mit dieser Lampe in die Augen leuchtete
und jetzt schluß damit 😳manche Dinge sollten man irgendwo ablegen und vergessen!
alles Gute Euch Schwestern und Pfleger!
 
Ich danke für eure tollen Beiträge.

Nun manchmal ist es schwer ruhig zu bleiben, aber das liegt nicht an Krisensituationen, sondern eher an lauten Telefonen, wenn jeder sofort was will oder wenn man seine Arbeit nicht in Ruhe machen kann, weil man minütlich unterbrochen wird.
Wenn jeder einen auf den Gang anspricht, nur weil man dort gerade steht und versucht sein Zeug zu dokumentieren 😅.

Aber so wird es vielen gehen, ob im Baumarkt oder im Supermarkt oder wo auch sonst.

Ich setze mich wohl manchmal einfach selbst unter Druck, will mein Bereich ordentlich hinterlassen, und bin eine von denen, die im größten Stress einem Patient noch einen Tee bringt, oder 2 Zucker oder einen Löffel oder was auch immer. Einfach, weil sie es nicht selbst können und ich sie nicht spüren lassen will, dass es hektisch ist und sie sich störend fühlen.

Äußerlich bin ich dann ruhig und innerlich mit den Gedanken bei der Liste, was noch zu tun ist.
Da muss ich noch üben, mir den Druck rauszunehmen.
 
Das kenne ich auch. Manchmal sind Kleinigkeiten "störend" bzw. kommen zu einem unpassenden Zeitpunkt. Aber das gehört dazu.
Versuch dich zu entspannen, du arbeitest, gehst auch über die eigenen Grenzen hinaus (was viele tun).
Du machst deinen Job bestimmt gut und das darfst du dir auch sagen.

Vor zwei Jahren lag ich auf der Intensivstation, im Koma, beatmet.
Daher kenne ich auch die Sicht als Patient.

Als ich wach war habe ich mir oft auch Nähe gewünscht vom Personal, es gab keine großen Unterhaltungen, nicht weil das Personal nicht wollte, sondern, weil die Zeit nicht da war.
Nachts, nach dem aufwachen, hatte ich Halluzinationen und am nächsten Vormittag wurde ich in ein anderes KH verlegt.
Ich fühlte mich wie vom LKW überrollt, keine Kraft. Laufen viel sehr schwer, und ich schnappte nach Luft, weil mir die Kraft einfach gefehlt hat.
Sie brauchten das Bett.

Es war beängstigend. Mir wurde nur gesagt von den Ärzten, das ich es gerade so geschafft habe, aber keine Worte darüber was sie mit mir gemacht haben.
Das weiß ich bis heute nicht.

Daher, die Patienten haben Angst, vielleicht auch Fragen, die sich sofort nicht abrufen lassen.

Es ist schwer im allgemeinen allen gerecht zu werden. Das ergeht mir bei meiner Arbeit auch so.
Es ist einfach nur traurig. Morgen fehlen bei uns zwei Leute im Spätdienst. Aber auch das bekomme ich gestemmt, irgendwie.

Ich schweife ab, sorry.

Mehr als deine Arbeit machen kannst du nicht. Flexibel bleiben. 😉😘
 
Ich war selbst mal auf der Intensivstation nach einer OP. Eigentlich war ein Tag angedacht, es wurden drei Tage. Hatte wohl auch einen unüblich aufgeblähten Bauch, und mir war immer absolut übel.

In der Visite wurde mir gesagt, dass ich eigentlich die gesündeste Patientin auf der ITS sei, und dass man aufgrund meiner niedrigen HB Werte, dachte, ich könnte doch noch bleiben. Das kam so rüber, als hätte ich es mir selbst ausgesucht, auf der ITS zu bleiben und dafür sollte ich dankbar sein. Dabei hatte ich gar keine Ahnung, worum es überhaupt ging. Und es ist auch kein gutes Gefühl, wenn man gesagt bekommt, man sei die gesündeste Patientin, wenn man gerade eine schwere Krebsoperation hinter sich hat.

Naja, dann ging es noch darum, ob ich nochmal operiert werden müsste, auch noch auf der Normalstation. Ich hatte wohl einen Darmverschluss. Konnte aber dann doch konservativ behandelt werden.

Der Unmgang mit Patienten will gelernt sein.
 

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