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Quarterlife-Crisis im 2. Studium

anon9911

Neues Mitglied
Servus,
kurz zu mir: ich studiere gerade Infrastrukturmanagement 1. Semester und habe davor 4 Semester Naturwissenschaften studiert und abgebrochen, da ich mich einfach nicht mehr in dem Bereich gesehen habe. Der Stress hat alles kaputt gemacht. Hab mich direkt für einen neuen Studiengang beworben und ihn angefangen, was ich vielleicht hätte nicht machen sollen, da ich nun mit Orientierungslosigkeit, extremen Druck und Unsicherheit zu kämpfen habe, weil ich nicht wirklich weiß, ob es wieder das Falsche ist.

Nachdem ich beschlossen habe mein vorheriges Studium abzubrechen, hatte ich nicht viel Zeit, da die Bewerbungsfrist schon in einem Monat war. Da ich auch schon 22 bin und gesehen habe, wie alle anderen meiner Freunde ihr Studium/Ausbildung langsam abschließen, habe ich mich auf Druck beworben und stand vor der Auswahl IT, WiIT und ISM zu studieren. Ich habe alle drei Modulhandbücher gelesen und fand ISM als das geringste Übel.

Ich finde die ÖPNV-Infrastruktur zwar interessant (Bus, Bahn, Netzpläne, ...) und das wird auch in diesem Studiengang vorgenommen, aber es sind nur 2 Module und ich weiß nicht, ob sich das lohnt, die anderen Module, die mich kein Stück interessieren, durchzugehen, nur um zu hoffen, dass mir der ÖPNV-Teil gefällt. Zudem sich die aufgelisteten Inhalte dieser 2 Module auch nicht wirklich überzeugend anhören. Ansonsten weiß ich einfach nicht, was ich sonst machen kann. Bin zwar auch offen für eine Ausbildung, aber wieder die Frage: Was genau?

Während den letzten Monaten seit Semesterbeginn (und auch am Ende des letzten Studiums), habe ich durch diese Krise mehrere Nervenzusammenbrüche und "Down-Phasen" gehabt. Verstärkt wurde dies durch eine Blockveranstaltung, bei der die Module näher vorgestellt wurden. Beim Thema Verkehr, wo ich diese Hoffnung gelegt hatte, kam nichts interessantes vor, außer die Pläne. Natürlich haben sie nicht alles vorgestellt, aber vor der Veranstaltung hieße es, wenn einem nichts angesprochen hat, dann sollte man an einen Wechsel erwägen; mich hat nichts angesprochen.

Ich habe auch schon einen Termin bei der psychotherapeutischen Beratung der Uni nach meinen Prüfungen nächsten Monat.

Hoffe, dass mir jemand einen Rat geben kann.
 
Servus,
kurz zu mir: ich studiere gerade Infrastrukturmanagement 1. Semester und habe davor 4 Semester Naturwissenschaften studiert und abgebrochen, da ich mich einfach nicht mehr in dem Bereich gesehen habe. Der Stress hat alles kaputt gemacht. Hab mich direkt für einen neuen Studiengang beworben und ihn angefangen, was ich vielleicht hätte nicht machen sollen, da ich nun mit Orientierungslosigkeit, extremen Druck und Unsicherheit zu kämpfen habe, weil ich nicht wirklich weiß, ob es wieder das Falsche ist.

Nachdem ich beschlossen habe mein vorheriges Studium abzubrechen, hatte ich nicht viel Zeit, da die Bewerbungsfrist schon in einem Monat war. Da ich auch schon 22 bin und gesehen habe, wie alle anderen meiner Freunde ihr Studium/Ausbildung langsam abschließen, habe ich mich auf Druck beworben und stand vor der Auswahl IT, WiIT und ISM zu studieren. Ich habe alle drei Modulhandbücher gelesen und fand ISM als das geringste Übel.

Ich finde die ÖPNV-Infrastruktur zwar interessant (Bus, Bahn, Netzpläne, ...) und das wird auch in diesem Studiengang vorgenommen, aber es sind nur 2 Module und ich weiß nicht, ob sich das lohnt, die anderen Module, die mich kein Stück interessieren, durchzugehen, nur um zu hoffen, dass mir der ÖPNV-Teil gefällt. Zudem sich die aufgelisteten Inhalte dieser 2 Module auch nicht wirklich überzeugend anhören. Ansonsten weiß ich einfach nicht, was ich sonst machen kann. Bin zwar auch offen für eine Ausbildung, aber wieder die Frage: Was genau?

Während den letzten Monaten seit Semesterbeginn (und auch am Ende des letzten Studiums), habe ich durch diese Krise mehrere Nervenzusammenbrüche und "Down-Phasen" gehabt. Verstärkt wurde dies durch eine Blockveranstaltung, bei der die Module näher vorgestellt wurden. Beim Thema Verkehr, wo ich diese Hoffnung gelegt hatte, kam nichts interessantes vor, außer die Pläne. Natürlich haben sie nicht alles vorgestellt, aber vor der Veranstaltung hieße es, wenn einem nichts angesprochen hat, dann sollte man an einen Wechsel erwägen; mich hat nichts angesprochen.

Ich habe auch schon einen Termin bei der psychotherapeutischen Beratung der Uni nach meinen Prüfungen nächsten Monat.

Hoffe, dass mir jemand einen Rat geben kann.

Ich würde eine Ausbildung in Deiner Situation machen. Ein cooles mittelständisches Unternehmen wählen und mir dort eine interessante Aufgabe zusichern lassen.
Am Ende macht das viele Leute glücklicher als ein Studium mit schlechten Noten, was man vielleicht auch nie fertig macht,
 
Finden wird sich auf jeden Fall ein Arbeitgeber, bei dem du eine Ausbildung machen kannst - auch mit zwei abgebrochenen Studiengänge. Mit 22 ist da bei Weitem noch kein Zug abgefahren. Und die Option Studium wäre auch nach einer Ausbildung ja nicht vom Tisch, das könntest du immer noch draufsetzen, wenn und falls du etwas findest, dass dich interessiert und mit dem du dich nochmal in der Intensität auseinandersetzen möchtest. Mit der Ausbildung könntest du aber zumindest erstmal auf eigenen Beinen stehen, hättest einen Abschluss in der Tasche und könntest (Berufs)Erfahrungen sammeln.

Hast du denn schonmal irgendwo gearbeitet? Ein Praktikum gemacht etc.?
 
Ich würde eine Ausbildung in Deiner Situation machen. Ein cooles mittelständisches Unternehmen wählen und mir dort eine interessante Aufgabe zusichern lassen.
Am Ende macht das viele Leute glücklicher als ein Studium mit schlechten Noten, was man vielleicht auch nie fertig macht,
Kann mir sehr gut vorstellen, dass es mich glücklicher machen würde. Hast du das auch so gemacht?
 
Finden wird sich auf jeden Fall ein Arbeitgeber, bei dem du eine Ausbildung machen kannst - auch mit zwei abgebrochenen Studiengänge. Mit 22 ist da bei Weitem noch kein Zug abgefahren. Und die Option Studium wäre auch nach einer Ausbildung ja nicht vom Tisch, das könntest du immer noch draufsetzen, wenn und falls du etwas findest, dass dich interessiert und mit dem du dich nochmal in der Intensität auseinandersetzen möchtest. Mit der Ausbildung könntest du aber zumindest erstmal auf eigenen Beinen stehen, hättest einen Abschluss in der Tasche und könntest (Berufs)Erfahrungen sammeln.
Danke, deine Worte haben mich etwas beruhigt.
Hast du denn schonmal irgendwo gearbeitet? Ein Praktikum gemacht etc.?
Bis jetzt hab ich nur ein Minijob nach meinem Abitur gehabt, während des 1. Studiums wäre es zeitlich gar nicht möglich gewesen.
 
Ich würde dir auch zu einer Ausbildung raten. Seien wir mal ehrlich: Viele Studiengänge sind oft langweilig und entweder zieht man es durch um später den erwünschten Beruf auszuüben oder weil es einen (meist) interessiert. Bei dir ist ja beides nicht gegeben und du hast noch dazu durch deine psychischen Probleme Schwierigkeiten. In einer Ausbildung wird all das besser wenn du dich diesmal vorher ausreichend informierst.

Für dieses Jahr wird es in vielen Bereichen jetzt aber schon knapp, also würde ich an deiner Stelle in den kommenden Wochen 2 Dinge tun:
1. herausfinden ob du dir einen erneuten Studiengangwechsel zutraust und dann ein Fach finden das dich interessiert und du durchziehen kannst
2. dasselbe im Bezug auf Ausbildungsplätze machen

Sobald du eins von beiden ausgeschlossen hast, konzentrierst du dich zu 100% auf die andere Seite, dann bitte kein "was wäre wenn-" mehr.

Bezüglich Ausbildungen, die dieses Jahr im Spätsommer/Herbst beginnen, musst du dann auch Gas geben, am besten ein Berufsfeld aussuchen und alle Firmen kontaktieren, die Ausbildungen in dem Bereich anbieten. Und dann anrufen, auch gerne anbieten, Praktika zu machen vorher um
1. auszuschließen, erneut etwas Falsches zu wählen
2. Motivation zu zeigen und vlt. doch noch dieses Jahr starten zu können

Schlimmstenfalls ist für dieses Jahr der Zug schon abgefahren dann bewirbst du dich eben für 2023. Die Zeit dazwischen solltest du eingeschrieben bleiben, als Studi hast du deutlich mehr Vorteile. Nebenher arbeiten (vlt. sogar im zukünftigen Ausbildungsbetrieb) geht ja trotzdem.
 

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