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Ist es nicht besser ein Eigenheim zu haben

Wir haben erst kürzlich gekauft und ich muss sagen, hätte ich gewusst wieviel Arbeit, Probleme und Konfliktpotenziql ein solches Projekt mit sich bringt hätte ich länger überlegt...
 
Ich hätte auch so gern ein Haus....

Leider ist mir das einfach zu teuer:/
Ich verdiene etwa 30-35k Netto im Jahr davon spare ich ca 50% und lege es in Etfs an

Seid 3 Jahren liegt mein Vermögenszuwachs über mein Netto im Jahr
Zurzeit 15k in 2021 gespart und 25k "Depotwert" gewonnen.

Klar geht es immer Mal hoch und runter...
Aber die Inflation in 2021habe ich geschlagen.
Dann bist Du aber ziemlich sparsam. Hätte? Du scheinst doch schon eine recht hohe Summe auf Deinem Depot zu haben. Statt Hauskauf kannst Du ja vielleicht auch etwas früher in Rente gehen, wenn Dein Depot es zulässt.
 
Dann bist Du aber ziemlich sparsam. Hätte? Du scheinst doch schon eine recht hohe Summe auf Deinem Depot zu haben. Statt Hauskauf kannst Du ja vielleicht auch etwas früher in Rente gehen, wenn Dein Depot es zulässt.
Ja schon und ja

Aber meine Ehefrau ist fast 6jahre jünger.... Und steigt erst nächste Jahr als Ärztin mit 80% wegen Kind ein.

Meine Rentenvorsorge ist gut ihre nicht vorhanden...

Also viel eher wird das nicht😉
 
Ich frage mich gerade bei jungen Menschen immer: Wie können die sich das leisten?
Mittlerweile denke ich, die haben irgendwie noch geheime Geldquellen.
Mit Sicherheit sponsern da Mama und Papa vieles oder sie haben reich geerbt.
Es ist zwar sicher ein ganz netter Gedanke, aber ich denke auch viele unterschätzen die langfristigen Kosten.
Und mit Schulden zu schlafen und das nicht wenig stelle ich mir auch nicht so prickelnd vor.
Bedenke auch, es geht alles irgendwann mal kaputt und dann gehst du nicht ohne mehrere tausend Euro aus.
Außerdem kannst du nicht weg ziehen, bist nicht flexibel.
Und was, wenn man sich scheiden lässt oder einer stirbt? Da hast du das ganze Haus mitunter alleine an der Backe. Von Krankheit rede ich nicht erst.
Urlaub und Luxus ist, wenn man nicht großzügige Sponsoren hat dann auch erstmal dahin.
Es sei denn, man hast wie gesagt Sponsoren.
Als Frau ist es noch bescheidener, denn die meisten Frauen verdienen eben nicht so viel wie Männer.

Ich finde, das lohnt sich eigentlich wirklich nur, wenn beide extrem gut verdienen (wer tut das schon?) oder wenn man noch die Eltern in einem abgegrenzten Teil des Hauses wohnen hat.
Hab das jetzt erst im Umfeld erlebt. Sie und er haben jahrelang darauf hin gespart. Sie leben 5 Jahre im Haus, dann stirbt er und sie hat jetzt alles alleine an der Backe.

Meine Eltern haben auch ein Haus. Das kommt jetzt langsam in die Jahre und nacheinander geht alles kaputt. Vater hat Bandscheibe. Mutter ist nicht handwerklich geschickt. An Handwerker zu kommen ist ein Staatsakt. Mein Vater jammert täglich, ob es nicht besser gewesen wäre zu Miete zu wohnen.
Garten und Haus sind schon schön. Machen aber auch viel Arbeit, wenn man nicht alles verwildern lassen will.
Nach der Arbeit ging in den letzten Jahren noch die Arbeit weiter.
Dann wird man älter, braucht ein behinderten und altersgerechtes Bad, weil man nicht mehr in die Badewanne kommt.
Klar hat man das Haus irgendwann abbezahlt, aber wenn man nicht gerade Arzt ist oder Anwalt, ist das ein langer Weg und meistens arbeitet man dann nur noch um das Haus abzubezahlen.
Von Kindern rede ich nicht erst. Pro Kind, ein Einfamilienhaus.
Das kommt ja dann auch noch dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Mutter sagt heute, sie würde nienienie wieder ein Haus bauen. Sie ist jetzt 70, alles macht Arbeit, was sie nicht selbst machen kann, kostet ordentlich Geld, die Treppen machen sie fertig und sie stört sich an der Unflexibilität. Sie sagt, in Retrospektive, lieber Miete.
 
Meine Mutter sagt heute, sie würde nienienie wieder ein Haus bauen. Sie ist jetzt 70, alles macht Arbeit, was sie nicht selbst machen kann, kostet ordentlich Geld, die Treppen machen sie fertig und sie stört sich an der Unflexibilität. Sie sagt, in Retrospektive, lieber Miete.

Meine Eltern sagen das gleiche. Sinn gemacht hat es eigentlich nur, als wir Kinder klein waren. Mit unserem Auszug waren plötzlich die Räume leer, irgendwann war auch das Kindergeld weg und keiner der im Alter mal nach kommt. Ich ziehe nämlich nicht wieder aufs Land.
Ich sag mal, klar ist es schön die Kinder nicht in der 10. Etage in Berlin Marzahn oder Köln-Porz im Hochhaus aufwachsen zu lassen. Auch, weil man eben nicht will, dass sie mit 5 Jahren schon den ersten Drogendeal live mitbekommen oder vom Wohngebiet schlechten Umgang haben, aber die Kinder sind eben irgendwann mal groß.
Zumal es als Kind auch nicht schön ist, mit Mittelklasseeltern aufzuwachsen, die deine ganze Kindheit lang gar nicht oder nur auf dem Campingplatz um die Ecke Urlaub machen, weil man ja das Haus abbezahlt.
Daueransage: Wir bauen. Können wir dir nicht kaufen. Kino ist zu teuer. Wir müssen ja das Haus abbezahlen.
Heute kann ich es verstehen, aber als Kind hab ich das manchmal echt verflucht.

Nicht falsch verstehen. Es ist schon toll, wenn man sich in die eigenen 4 Wände zurück zieht. Ich mache immer mal Housesitting, z.B. als mein Vater zur Reha war und ihn meine Mutter besuchte oder als sie früher endlich die lang ersehnten Urlaubsreisen gemacht haben, die sie sich früher nicht leisten konnten.
Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich das Haus abbezahle und das Haus eigentlich der Bank gehört und ich nur noch auf Arbeit gehe, um die Schulden zu begleichen, würde ich extrem unter Druck geraten.

Ich halte von Schulden nichts und finde den Gedanken recht gruselig.
Auch denke ich, dass das eine Ehe oder Beziehung echt belasten kann.
Zumindest dann, wenn man eben nicht ein Monatseinkommen von 6000 Tacken hat und das Haus locker abbezahlt.

Realistisch gesagt: Wenn man jung ist, versucht man nur zu arbeiten, um das Haus abzubezahlen. Ist man alt, ist man oft krank oder das Haus ist zu groß oder es geht irgendwas kaputt und ein wirklicher Genuss ist das Haus dann auch nicht mehr, denn auch in der Rente will das Haus ja erhalten werden.
Ich sehe den eigentlichen Vorteil eigentlich nur noch in der Altersvorsorge. Man kann sich damit eben seinen Heimplatz finanzieren. Wenn man nicht vorher tot umfällt und dann noch etwas davon übrig ist.

Erbe ist auch wieder so ein Thema. Spätestens wenn man 2 Kinder hat und vor dem Heimplatz den Löffel abgibt, geht der Spaß dann los, wer was bekommt. Spätestens wenn die Nachfolger den Bruder oder die Schwester auszahlen sollen und die Hütte dann schon abgewohnt ist, macht es für die Nachkommen kaum Sinn oder Spaß, weil man dann oftmals mehr rein stecken muss, als man für ein gebrauchtes Haus ausgeben würde.
 
Realistisch gesagt: Wenn man jung ist, versucht man nur zu arbeiten, um das Haus abzubezahlen. Ist man alt, ist man oft krank oder das Haus ist zu groß oder es geht irgendwas kaputt und ein wirklicher Genuss ist das Haus dann auch nicht mehr.
Ich sehe den eigentlichen Vorteil eigentlich nur noch in der Altersvorsorge. Man kann sich damit eben seinen Heimplatz finanzieren. Wenn man nicht vorher tot umfällt und dann noch etwas davon übrig ist.
Meine Eltern vermieten einen Teil als Ferienwohnung und wir auch.
So schlecht ist das nicht.
 
Meine Eltern vermieten einen Teil als Ferienwohnung und wir auch.
So schlecht ist das nicht.

Da musst du aber auch erstmal investieren und alles herrichten, damit es als Ferienwohnung taugt. Ich hätte keine Lust irgendwen in meinem Haus zu haben, wenn ich oben lebe. Anders herum kann man auch Pech mit Nomaden haben, die dir das ganze Mobiliar hin klingeln oder einem die Bude abfackeln. Kann gut gehen, oder auch nicht.
Meistens lebst du ja als Eigentümer noch im Haus. Ich hätte keine Lust da fremde Leute zu beherbergen.
Als ich früher studiert habe, war ich 6 Monate im Ausland und hab meine Wohnung untervermietet. Würde ich nie wieder machen. Hinterher waren sämtliche Sachen demoliert und der damalige Student auf nimmer Wiedersehen im Nirvana verschwunden. Meine Anzeige ist bis heute im Sand verlaufen. Der muss sich kurz darauf ins Ausland abgesetzt haben. Mein Anwalt hat dann noch versucht zu erwirken, dass sie den irgendwo auffinden, aber wir wissen bis heute nicht wo der abgeblieben ist.
Davon, dass er regelmäßig Party machte und ich hinterher bei allen Nachbarn durch war, rede ich lieber gar nicht erst.
Bin dann auf meinem Schaden sitzen geblieben. Und nein, es sah alles super seriös aus. Der hatte sogar eine Adresse angegeben, bei der er durchaus gewohnt hat.Nur hat er eben rechtzeitig Lunte gerochen und die Kurve gekratzt.
Niemals würde ich einen Teil meines Eigenheims an Fremde vermieten. Die können dir 5 Wohnadressen und 2 Personalausweise kopieren und am Ende haben sie sich trotzdem abgesetzt. Hinterher unverschuldet von allen Nachbarn gehasst zu werden, ist auch kein schönes Gefühl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich gerade bei jungen Menschen immer: Wie können die sich das leisten?
Mittlerweile denke ich, die haben irgendwie noch geheime Geldquellen.
Mit Sicherheit sponsern da Mama und Papa vieles oder sie haben reich geerbt.
Es ist zwar sicher ein ganz netter Gedanke, aber ich denke auch viele unterschätzen die langfristigen Kosten.
Und mit Schulden zu schlafen und das nicht wenig stelle ich mir auch nicht so prickelnd vor.
Bedenke auch, es geht alles irgendwann mal kaputt und dann gehst du nicht ohne mehrere tausend Euro aus.
Außerdem kannst du nicht weg ziehen, bist nicht flexibel.
Und was, wenn man sich scheiden lässt oder einer stirbt? Da hast du das ganze Haus mitunter alleine an der Backe. Von Krankheit rede ich nicht erst.
Urlaub und Luxus ist, wenn man nicht großzügige Sponsoren hat dann auch erstmal dahin.
Es sei denn, man hast wie gesagt Sponsoren.
Als Frau ist es noch bescheidener, denn die meisten Frauen verdienen eben nicht so viel wie Männer.

Ich finde, das lohnt sich eigentlich wirklich nur, wenn beide extrem gut verdienen (wer tut das schon?) oder wenn man noch die Eltern in einem abgegrenzten Teil des Hauses wohnen hat.
Hab das jetzt erst im Umfeld erlebt. Sie und er haben jahrelang darauf hin gespart. Sie leben 5 Jahre im Haus, dann stirbt er und sie hat jetzt alles alleine an der Backe.

Meine Eltern haben auch ein Haus. Das kommt jetzt langsam in die Jahre und nacheinander geht alles kaputt. Vater hat Bandscheibe. Mutter ist nicht handwerklich geschickt. An Handwerker zu kommen ist ein Staatsakt. Mein Vater jammert täglich, ob es nicht besser gewesen wäre zu Miete zu wohnen.
Garten und Haus sind schon schön. Machen aber auch viel Arbeit, wenn man nicht alles verwildern lassen will.
Nach der Arbeit ging in den letzten Jahren noch die Arbeit weiter.
Dann wird man älter, braucht ein behinderten und altersgerechtes Bad, weil man nicht mehr in die Badewanne kommt.
Klar hat man das Haus irgendwann abbezahlt, aber wenn man nicht gerade Arzt ist oder Anwalt, ist das ein langer Weg und meistens arbeitet man dann nur noch um das Haus abzubezahlen.
Von Kindern rede ich nicht erst. Pro Kind, ein Einfamilienhaus.
Das kommt ja dann auch noch dazu.

Naja aber so machen es halt viele.

Fast ein Viertel der Deutschen finanziert seine Immobilie ohne Einsatz von Eigenkapital (22,87 Prozent). Insgesamt bringen 71 Prozent der Bauherren höchstens 50.000 Euro mit.
(Quelle: www.immobilienscout24.de)

Viele verschulden sich extrem hoch und zahlen den Betrag dann über mehrere Jahrzehnte ab.

Natürlich birgt das Risiken. Wie zurecht sagst, z.B. die Trennung einer Partnerschaft, Arbeitslosigkeit oder sonstwas. Solche Fälle kenne ich aus meinem persönlichen Umfeld.

In den letzten 20 Jahren hat das aber für die meisten dennoch gut funktioniert, weil die Immobilienpreise drastisch gestiegen sind. So hatte man ein teures Haus, welches man erneut beleihen konnte wenn z.B. eine Renovierung anstand. Und irgendwann erben viele Immobilienbesitzer etwas, spätestens dann ist wieder finanzieller Spielraum da und auch das 15 Jahre alte Auto zu ersetzen.

Im Endeffekt muss dabei eben nur klar sein, dass man "alles" in die Immobilie packt und sich Jahrzehnte darauf festlegt. Abgesehen von Preisspekulationen lohnt sich das nur wenn man sehr lange dort wohnen will und wird.
 
Na, ja ganz so einfach wie du sagst ist es nicht, denn die Preise steigen und einen Kredit kann man auch nicht ohne weiteres bekommen.
Und wenn ich mir mein Umfeld so ansehe, finanziert da kaum einer was selbst oder zahlt dann ab. Die, die eins haben bekommen mächtig Starthilfe von Mama und Papa oder der Oma.
Wenn ich ehemalige Schulfreunde so ansehe, die nach Klasse 10 abgegangen sind, ist da keiner dabei, der nicht von seinen Eltern unterstützt wurde.
Das verschleiert es.

Und die, die nicht erben oder gesponsert werden und aus der Mittelschicht kommen, für die ist es kaum finanzierbar und extrem risikoreich. Es ist so schon alles schweineteuer geworden. Mittlerweile bekommt man beim Gang zum Bäcker oder der Tankstelle fast Tränen in die Augen. Krankheit, Tod, steigende Preise, Arbeitslosigkeit oder Scheidung mal nicht einkalkuliert.
Und man muss eben auf vieles verzichten. Ob das auf Dauer so Spaß macht, stelle ich mal sehr stark in Frage.
Wenn man Kinder hat wird es noch knapper Ich habe eine Stieftochter. Ich würde nicht wollen, dass ich dem Kind ständig dieses oder jenes nicht kaufen kann, weil wir ja bauen und mir die Klassenfahrt Schweißperlen auf die Stirn bringt, weil zeitgleich die Waschmaschine kaputt ist.
Das ist alles ganz schön, aber Sachen gehen auch mal kaputt.
Ich glaube, dass so ein Haus auch eine Beziehung kaputt machen kann.
Du arbeitest dann eben für das Haus und nichts anderes. Das muss man echt wollen.
 

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