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Ist es nicht besser ein Eigenheim zu haben

Eine Mietwohnung verliert man ziemlich fix, wenn man die Miete nicht zahlen kann. Bei einer Eigentumswohnung dauert es, bis sich genug Hauskosten angesammelt haben, daß sich ein Zwangsversteigerungsverfahren lohnen täte. Wer ein eigenes Haus hat, hat jederzeit Möglichkeiten, Geld zu sparen oder dazuzuverdienen (eigener Garten, zahlender Untermieter).
 
Wenn man schon mit einem guten Eigenkapital in den Kauf geht, dann könnte man die Immobilie in einer Notsituation ja auch wieder beleihen. Das Finanzielle halte ich in meinem Fall für machbar, nur mache ich mir Sorgen wegen einiger praktischer Dinge (Um- und Einzug, wo kriegt man Handwerker her..), und ob ich mich am neuen Wohnort wirklich wohlfühlen werde.
 
Wenn man schon mit einem guten Eigenkapital in den Kauf geht, dann könnte man die Immobilie in einer Notsituation ja auch wieder beleihen. Das Finanzielle halte ich in meinem Fall für machbar, nur mache ich mir Sorgen wegen einiger praktischer Dinge (Um- und Einzug, wo kriegt man Handwerker her..), und ob ich mich am neuen Wohnort wirklich wohlfühlen werde.
Das mit dem Wohlfühlen ist sehr wichtig. Ich würde immerzu dorthin fahren un dmich "rumtreiben", zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten.

Wozu Handwerker? Bei myhammer. de gibt es gute und günstig dazu.
 
Sehen wir es mal ganz krass: lebe ich 15 Jahre in einer "günstigen" Mietwohnung (sagen wir für 700 Euro kalt, das wäre hier spottbillig), dann werfe ich dem Vermieter sagenhafte 126.000 Euro in den Rachen.
Dafür, dort wohnen zu "dürfen" und sein Eigentum abzubezahlen.
Bei höheren Beträgen, steigt natürlich diese Summe. Wieso sollte ich das jemand anderem bezahlen??

Wäre Eigentum so unattraktiv, dann würde wohl der Immobilienmarkt nicht seit zig Jahren in die Höhe schnellen und die so angepriesene "Immobilienblase" auch mal platzen - was wohl nie passieren wird. Heute findet sich für jede Hundehütte ein Käufer, egal was sie kostet (ich wohne im Raum München, das ist hier extrem).

Wer sich nicht um Reparaturen oder Ähnliches etc. kümmern will, ist meist nur zu faul, jemanden zu finden. Zudem braucht man da ja nicht jeden Tag jemanden...
(und ich möchte anmerken, dass ich als Frau ohne jegliches Geschick auch selbst Laminat verlegen konnte und eine Waschmaschine anschließen kann...)

Meine beste Freundin lebt seit 10 Jahren im geerbten Eigentum - kümmert sich weder um die Nebenkosten, die Abrechnung, die anderen Bewohner oder sonst etwas. Was für Probleme sollte sie haben? Keine, sie wohnt genauso bequem wie zur Miete. Und muss keine Sorge haben, dass sie aus ihrer geliebten Wohnung gekündigt wird.

Heute kann man zudem fast alle Kosten auf seine Mieter umlegen und holt so noch gutes Geld raus. Ich könnte zB meine Wohnung für 990 kalt vermieten und fast alle Nebenkosten 1zu1 auch umlegen - und bezahle eine Kreditrate die nur halb so hoch ist. Bleibt also satter Gewinn. Was soll man da noch sagen?

Das große ABER, dass es einem im Eigentum nicht mehr gefallen kann, kann ich leider nachvollziehen. Kann einem aber ja in einer Mietwohnung genauso passieren (Nachbarn etc).
In beiden Fällen: was Neues suchen und umziehen 😉
 
Das sagt man leicht, wenn es einem immer gut ging.

Wenn du schon die Erfahrung gemacht hättest, wie es sich anfühlt, Angst vor jedem Brief zu haben weil eine Rechnung drin sein könnte, würdest du nicht so locker von Risiko reden.
Bei soetwas Wichtigem wie Wohnraum, den man verlieren könnte.
Deshalb habe ich „ein gewisses Maß“ geschrieben. Wenn die Finanzierung bei 115% des Wertes liegt, kaum Geld zum Leben bleibt, dass Konto immer überzogen ist, der Job nicht sicher ist, dann wäre es irgendwann zu riskant.
 
Sehen wir es mal ganz krass: lebe ich 15 Jahre in einer "günstigen" Mietwohnung (sagen wir für 700 Euro kalt, das wäre hier spottbillig), dann werfe ich dem Vermieter sagenhafte 126.000 Euro in den Rachen.
Dafür, dort wohnen zu "dürfen" und sein Eigentum abzubezahlen.
Bei höheren Beträgen, steigt natürlich diese Summe. Wieso sollte ich das jemand anderem bezahlen?

Das ist zu kurz gedacht. Man muss alle Kosten gegenüberstellen.

Bei der Miete ist das sehr leicht: Es gibt im wesentlichen nur Kaltmiete + Nebenkosten.

Beim Eigentum sind dies:
1. der Kaufpreis (falls finanziert die Zinsen / falls bar erworben, die entgangene Rendite für das eingesetzte Kapital)
2. Alle Erhaltungs- und Sanierungskosten
3. Grundsteuer und andere Abgaben
4. Gebäudeversicherung
5. Sonstiges (z.B. der Nachteil eine gewisse Liquidität für plötzliche Dinge vorhalten zu müssen)

Das Problem ist, dass die wenigsten Käufer dies tun. Und auch hier im Thread dies nicht getan wird. Es bleibt bei sehr oberflächlichen Aussagen wie "lieber kaufen anstatt dem Vermieter das Geld in den Rachen werden".
 
Bei der Miete ist das sehr leicht: Es gibt im wesentlichen nur Kaltmiete + Nebenkosten.

Wieso rechnest du hier keine Rendite dazu welche die Mietkosten reduziert? Schließlich legt doch jeder Mieter massig Kohle an der Börse an! 😉

3. Grundsteuer und andere Abgaben
4. Gebäudeversicherung
5. Sonstiges (z.B. der Nachteil eine gewisse Liquidität für plötzliche Dinge vorhalten zu müssen)

Bekomme ich als Mieter alles auferlegt.

Bei den Zinsen hast du Recht. Manche Objekte zahlt man fast 2x.
Deshalb ist es ratsam das erste Objekt überschaubar zu halten und sich hoch zu arbeiten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir haben ein kleines Häuschen und sind recht froh darum. Beim Auszug aus der Mietwohnung hatten wir ausgerechnet, dass wir (genauer: mein Freund) über die gesamten ca. 10 Jahre etwa 80.000€ Kaltmiete haben liegen lassen. Dabei war es sogar eine verhältnismäßig günstige Wohnung. Auch hatten wir uns regelmäßig über das uralte Bad und die Küche geärgert, die sicher seit 30 Jahren keinen Handwerker mehr gesehen hatten. In unserem eigenen Zuhause tauscht man das einfach mal aus, bei einem Mietobjekt macht man das nicht eben so. Vorausgesetzt, das Eigentum ist bezahlbar ist es zumindest nach Tilgung aller Raten und Kosten recht chillig, wenn man nur noch die Nebenkosten + einen gewissen Grundstock für Reperaturen an der Backe hat. Das sehe ich vor allem bei meinen Eltern, die trotz geringer Renten finanziell prima durchkommen.

Mieten hat allerdings auch Vorteile. Eine Immobilie ist - wie der Name schon sagt - immobil. Wenn ich jetzt ein top Jobangebot in der Schweiz oder anderswo kriege, kann ich nicht einfach den Mietvertrag kündigen und dem Job hinterherziehen. Ist man noch single, kann noch dazu kommen, dass der neue Partner ganz woanders wohnt - und in die Gegend in der die Immobilie steht partout nicht ziehen will. Wenn es dumm läuft, hat man dann nach dem Verkauf weniger Geld als vor dem Kauf.

Auch ist es so: als Eigentümer muss man selbst für alle Kosten aufkommen. Als wir in der Mietwohnung mal nen Wasserschaden beim Mieter über uns hatten, der fleißig zu uns runtertropfte, musste der Vermieter dies auf seine Kosten beheben, ebenso wenn die Heizung mal wieder kaputt war. Weht ein Sturm die Dachplatten runter, ist es ebenso nicht mein Problem, wie die Bude versichert war - der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass schnellstmöglichst wieder ein ordentliches Dach da drauf ist.

Wenn die Heizung jetzt bei uns streikt, müssen wir die Rechnung selber blechen. Da kommen schon mal ein paar hundert € auf einen Schlag zusammen. Ein 5-stelliger Geldbetrag sollte schlicht immer auf irgendeinem Konto liegen, für wenn mal was ist. Auch muss man sich besser mit Versicherungen auskennen sowie der Verkehrssicherungspflicht.

Ich denke, wenn man schon den richtigen Partner hat, den eigenen Wunschjob und in der Wunschgegend ein halbwegs günstiges Objekt findet, dann ist es durchaus richtig, sich was eigenes zu leisten. Gibt es im eigenen Leben jedoch noch viele ungeklärte Bereiche (Job, Partner, unsicheres Einkommen), dann ist Miete vielleicht doch erst mal besser. Erst recht, wenn man die Immobilie nicht allein stemmen könnte, sondern nur mit einem Partner (was, wenn der andere sich trennt oder schlicht arbeitslos/arbeitsunfähig wird?).
 
Wenn man schon mit einem guten Eigenkapital in den Kauf geht, dann könnte man die Immobilie in einer Notsituation ja auch wieder beleihen
ich kenne jemanden, der macht es genau umgekehrt. Der geht mit minimal wenig Eigentkapital in den Kauf rein...also gerade so viel, dass die Bank noch Kredit gibt. Und er wählt minimale Laufzeiten für seine Kredite und hält die Zinsbindung kurz, um die Raten möglichst gening zu halten. Dabei will er aber den Kredit möglichst lange hinauszögern und die Tilgung gering halten. Also er hat gerade NICHT das Ziel möglichst schnell Schuldenfrei zu sein: Also im Grunde macht er alles genau umgekehrt, als man es normalerweise machen würde.
Seine Taktik erklärt er ungefähr so (Ich hoffe, ich gebe das einigermaßen richtig wieder): er kalkuliert damit, dass die Inflation einen Teil des Kredits automatisch auffrisst: Es wäre also Schwachsinn, den Kredit schnell loswerden zu wollen: Je länger er ihn zu Zeiten der Inflation hält, desto besser.
Sein sonstiges Vermögen, das er nicht ins Eigenkapital steckt legt er an der Börse an wo es sich vermehrt (würde er es gleich in die Immobilie stecken wäre es ja weg und er könnte davon nicht mehr profotieren): Also sein Vermögen wächst und die Kredisumme schrumpft.
Am Ende einer Zinsbindung will er dann jeweils schauen, ob es sich lohnt einen gewissen Batzen sofort zu zahlen (je nachdem wie hoch DANN wieder die Inflation ist) und dann will er jeweils wieder einen neuen Kredit aufnehmen (den er dann ja zu günstigeren Konditionen bekommen, weil er ja einen immer größer werdenden Teil des Hauses als Sicherheit besitzt). Bis das ganze Ding abbezahlt ist.
Außerdem kalkuliert er mit einer deutlichen Wertsteigerung seines Hauses, was ja bedeutet, dass Anschlusskredite nochmal bessere Konditionen haben könnten.

Also so habe ich das zumindest verstanden.
Keine Ahnung, was ich von so einem Vorgehen halten soll: Entweder ist das totaler Irrsinn oder unglaublich clever. Kann ich nicht beurteilen. Mir wäre das zu heiß.
Aber er ist beruflich Bänker und macht den ganzen Tag Anlagen für Großkunden...
Naja... trotzdem fand ich das schon ziemlich krass aber eben auch spannend. Vor allem eben der Gedanke, dass man im Grunde keine Eile haben muss, einen Kredit loszuwerden, so lange die Inflation so hoch ist: Dann ist es ja vielleicht tatsächlich nicht die dümmste idee, sich Zeit zu lassen: Zumindest wenn man noch Reserven in der Hinterhand hat, falls was passiert.
Heutzutage gibt es vielleicht auch keine wirklich guten Strategien, sondenr jeder muss irgendwie schauen, was für ihn persönlich das richtige ist. Für mich zB wäre jederzeit das Eigenheim die deutlich bessere Alternative. Das würde ich immer vorziehen. Aber das hat viel mit persönlichem Geschmack zu tun und mit der eigenen Sesshaftigkeit. Wer oft den Wohnort wechselte, für den stellen sich ganz andere Fragen.
ich denke auf jeden Fall, dass man an die Anschaffung eines Eigenheims komplett anders rangehen muss, als an die Anschaffung einer Immobilie zu Geldanlage. Das beobachte ich leider immer wieder: Dass Leute, die eigentlich etwas für sich und die Familie zum bewohnen suchen, dann anfangen, die gleichen Kriterien anzusetzen, als würden sie eine Immobilie zur Kapitalanlage suchen. DAs geht irgendwie immer schief, denn wenn man so rangeht verzweifelt man auf dem aktuellen Markt und kommt nie zum Eigenheim.
 

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