Ich kenn auch einige begeisterte Hausbesitzer die sich für mega clever halten und ihr Leben als einzig wahre Lebensform verstehen und promoten ;-)
Das ist immer so lange super... bis sich die Partnerschaft erledigt, jemand krank wird, oder den Job verliert und nix gleichwertiges findet.
Man sollte nicht unterschätzen was der Besitz eines Hauses an Arbeit mit sich bringt.
Wem das Spaß macht, wer seine Aufgaben und Hobbys darin sieht... zu werkeln, zu basteln, zu bauen, Rasen zu mähen etc. für den ist das toll.
Aber bei vielen läuft es halt nicht über 10-30 Jahre wie geplant.
Meine Eltern hatten erst ein Haus gekauft, abbezahlt, zweite Haus gebaut 20 Jahre drin gewohnt... dann zu alt und krank um alles zu erhalten, zu bewirtschaften.
Klar haben sie nach dem Verkauf einiges an Geld bekommen aber was da all die Jahre rein geflossen ist das ist später schwer aufzurechnen.
Hätten sie in ner Mietwohnung gewohnt und regelmäßig einen Teil Geld investiert in fonds etc. wäre es auch nicht anders gewesen im Alter.
40 Jahre Arbeit, immer renovieren, Dach decken, Garten, unzählige Instandsetzungen, neue Küche, Wasserschaden usw. usw.
Wäre mein Vater bei anderen Leuten in der Zeit arbeiten gegangen und hätte dafür Geld bekommen... ohhhh ;-)
Geschafft mit den Kindern haben sie das... weil sie ewig verheiratet waren, immer fleißig, immer arbeiten + Haus, Garten, Kinder.
Man muß das von Herzen wollen... dann kann es schön sein.
Ein Leben im selben Ort, im Urlaub immer jemand der sich kümmert suchen, wenig Spontanität, wenn was kaputt geht -> selber zahlen.
So ein herausblicken auf die armen Mieter... mit so ner leichten Überheblichkeit... da wäre ich etwas vorsichtig.
Kann ganz schnell auch ein Scherbenhaufen werden, die gedachte Goldgrube.
Ich möchte dieses Leben nicht...
fühle mich "leichter" in meiner Mietwohnung,
reise gern und rufe gern den Hausmeister an... wenn in der Waschküche das Wasser nicht abfließt. ;-)