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Ist es nicht besser ein Eigenheim zu haben

Meine Güte, das passt doch. Wenn Du die Wohnung bereits in 10 Jahren abgezahlt hast, dann bist Du unter 50. Fällt Dir noch ein Grund ein?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Wohnort an sich "gut" finden würde. Wäre die Wohnung in meiner direkten Nachbarschaft, würde ich wohl nicht zögern.
Gerade eben haben mir meine Eltern gut zugeredet, den Sprung zu wagen.
Und gerade eben habe ich auch ein kleines Reihenhäuschen bei Immowelt gesehen, dass preislich ähnlich liegt, in einem Ort, der zumindest mal grob in Frage kommt (leider auch nicht in meiner direkten Nachbarschaft). Es bleibt also spannend...
 
Ich bin auch ein wenig schissig. Aber wenn Du jetzt die Wohnung kaufst, tilgst Du ja sofort. Falls der Supergau eintreten sollte und Du verkaufen musst, dann wirst Du sicherlich einiges an Geld übrig haben.
Ich habe mein Haus auch alleine gekauft und habe es nicht bereut. Der Wert ist inzwischen sogar stark gestiegen.

Naja aber macht ein Kauf nur deswegen Sinn, weil man innerhalb von 10 Jahren tilgen kann?

Sollilja schreibt:
Für den Kaufpreis+Nebenkosten könnte ich über 90 Jahre meine aktuelle Kaltmiete zahlen

Selbst wenn man also eine gewisse Mietprogression unterstellt, ist der Kauf der Immobilie für Sollilja für ihr eigenes Leben finanziell nachteilig. Der Kaufpreis der Wohnung ist gemessen an ihrer jetzigen Miete extrem hoch.

Bestenfalls freuen sich am Ende die Erben. Wobei die sich auch freuen würden wenn du das Geld in jährliche Aktienfonds einzahlt anstatt davon eine Immobilie abzuzahlen. Statistisch über sehr lange Zeiträume gerechnet sind Aktien die bessere Geldanlage.

Aber das ist eben nur die finanzielle Seite. Wenn es dir um das Eigentum und die Sicherheit geht und du dauerhaft in der gekauften Wohnung leben willst, why not?

Ich würde es nur nicht als Kapitalanlage sehen. Auch wenn alle Banken einem das erzählen, selbstgenutztes Wohneigentum ist keine Geldanlage. Es sind Kosten - für Kauf, für Unterhaltung usw. Nicht selten zahlt man für Eigentumswohnungen auch noch mehrere hundert Euro Hausgeld. Dazu die Kreditzinsen.
 
Naja aber macht ein Kauf nur deswegen Sinn, weil man innerhalb von 10 Jahren tilgen kann?

Sollilja schreibt:


Selbst wenn man also eine gewisse Mietprogression unterstellt, ist der Kauf der Immobilie für Sollilja für ihr eigenes Leben finanziell nachteilig. Der Kaufpreis der Wohnung ist gemessen an ihrer jetzigen Miete extrem hoch.

Bestenfalls freuen sich am Ende die Erben. Wobei die sich auch freuen würden wenn du das Geld in jährliche Aktienfonds einzahlt anstatt davon eine Immobilie abzuzahlen. Statistisch über sehr lange Zeiträume gerechnet sind Aktien die bessere Geldanlage.

Aber das ist eben nur die finanzielle Seite. Wenn es dir um das Eigentum und die Sicherheit geht und du dauerhaft in der gekauften Wohnung leben willst, why not?

Ich würde es nur nicht als Kapitalanlage sehen. Auch wenn alle Banken einem das erzählen, selbstgenutztes Wohneigentum ist keine Geldanlage. Es sind Kosten - für Kauf, für Unterhaltung usw. Nicht selten zahlt man für Eigentumswohnungen auch noch mehrere hundert Euro Hausgeld. Dazu die Kreditzinsen.
Ein Eigenheim ist keine Kapitalanlage.
Man muss es sich leisten können.
 
Ich würde ehrlich gesagt kein Eigenheim haben wollen. Ich lebe mit meinem Mann zusammen sehr günstig zur Miete. Wir leben in einer ruhigen Gegend. Die Nachbarn sind alle i.O. Der Vermieter kümmert sich, wenn mal was kaputt geht oder ersetzt werden muss. Letztens erst ein Problem mit der Klospülung gehabt und ein paar Tage später stand schon der Handwerker auf der Matte. Fußböden wurden auch erst erneuert - natürlich auf Kosten des Vermieters. Nächstes Jahr bekommen wir auch neue Türen.
Klar, ein Eigenheim hat natürlich auch Vorteile, aber würde ich persönlich nicht da bauen oder kaufen, wo ich aktuell lebe. Einbrüche sind hier an der Tagesordnung. Das muss ich echt nicht haben.
 
Ich kenn auch einige begeisterte Hausbesitzer die sich für mega clever halten und ihr Leben als einzig wahre Lebensform verstehen und promoten ;-)

Das ist immer so lange super... bis sich die Partnerschaft erledigt, jemand krank wird, oder den Job verliert und nix gleichwertiges findet.

Man sollte nicht unterschätzen was der Besitz eines Hauses an Arbeit mit sich bringt.
Wem das Spaß macht, wer seine Aufgaben und Hobbys darin sieht... zu werkeln, zu basteln, zu bauen, Rasen zu mähen etc. für den ist das toll.
Aber bei vielen läuft es halt nicht über 10-30 Jahre wie geplant.

Meine Eltern hatten erst ein Haus gekauft, abbezahlt, zweite Haus gebaut 20 Jahre drin gewohnt... dann zu alt und krank um alles zu erhalten, zu bewirtschaften.
Klar haben sie nach dem Verkauf einiges an Geld bekommen aber was da all die Jahre rein geflossen ist das ist später schwer aufzurechnen.
Hätten sie in ner Mietwohnung gewohnt und regelmäßig einen Teil Geld investiert in fonds etc. wäre es auch nicht anders gewesen im Alter.

40 Jahre Arbeit, immer renovieren, Dach decken, Garten, unzählige Instandsetzungen, neue Küche, Wasserschaden usw. usw.
Wäre mein Vater bei anderen Leuten in der Zeit arbeiten gegangen und hätte dafür Geld bekommen... ohhhh ;-)
Geschafft mit den Kindern haben sie das... weil sie ewig verheiratet waren, immer fleißig, immer arbeiten + Haus, Garten, Kinder.

Man muß das von Herzen wollen... dann kann es schön sein.
Ein Leben im selben Ort, im Urlaub immer jemand der sich kümmert suchen, wenig Spontanität, wenn was kaputt geht -> selber zahlen.

So ein herausblicken auf die armen Mieter... mit so ner leichten Überheblichkeit... da wäre ich etwas vorsichtig.
Kann ganz schnell auch ein Scherbenhaufen werden, die gedachte Goldgrube.

Ich möchte dieses Leben nicht...
fühle mich "leichter" in meiner Mietwohnung,
reise gern und rufe gern den Hausmeister an... wenn in der Waschküche das Wasser nicht abfließt. ;-)
 
Das ist immer so lange super... bis sich die Partnerschaft erledigt, jemand krank wird, oder den Job verliert und nix gleichwertiges findet.
Deshalb bin ich auch froh, dass ich die Hausfinanzierung alleine stemmen kann. Wenn man alle möglichen negativen Fälle einkalkulieren will, dann sollte man sich gleich im hintersten Stübchen verstecken und gar nichts mehr entscheiden. Ein gewisses Maß an Risikobereitschaft macht das Leben gleich ein wenig interessanter.
 
. Ein gewisses Maß an Risikobereitschaft macht das Leben gleich ein wenig interessanter.
Das sagt man leicht, wenn es einem immer gut ging.

Wenn du schon die Erfahrung gemacht hättest, wie es sich anfühlt, Angst vor jedem Brief zu haben weil eine Rechnung drin sein könnte, würdest du nicht so locker von Risiko reden.
Bei soetwas Wichtigem wie Wohnraum, den man verlieren könnte.
 

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