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Zwangsstörung - möchte zurück zu ehemaligen Arbeitgeber

Für Dich sind alle anderen arm und verbittert. Den einzigen Zwang den ich verspüre ist, so Typen wie Dich auszusortieren, wenn ich deren Mappen auf den Tisch bekomme. Ich kann nicht verstehen, wie man so verbissen sein kann, an der Firma festzuhalten. Ich glaube, daß ist bei Dir mit allem so. Wenn eine Frau oder sonstjemand Dir klare Kannte zeigt oder NEIN sagt und Dich abserviert, dann startest Du immer wieder einen Versuch. Du rennst quasi mit dem Kopf durch die Wand. Naja, lass Dir Pillen verschreiben und lass von Deinem tun ab. Dein Analytiker rät Dir vermutlich auch dahingehend.
 
Fakt ist doch, dass du selber weißt, dass bei dir nicht alles normal ist. Du bist ja auch in Therapie und das ist ja auch gut.
Anhand deiner Reaktion hier sieht man auch , dass du noch lange noch nicht so weit bist, dich wieder dort zu bewerben. Unabhängig davon, dass ich das generell empfehle, dich erneut dort zu bewerben. Was ist seine wahre Intention dahinter? Callcenter mit 600 MA wird es sicherlich einige mehr geben. Hört sich jetzt nicht nach einem Traum IGM Konzern an wo man unbedingt rein muss. Also sei bitte ehrlich zu dir und zu uns. Jeder nimmt sich die Zeit um dir hier zu antworten und klar, man soll nicht draufhauen wenn die Leute eh schon unten sind, aber vielleicht haben einige hier das Gefühl, dass du es auf die subtile Art nicht verstehst.
Alles Gute dennoch.
 
Man muss jetzt sehen, ob bei der neuen Arbeit nicht auch wieder was vorfällt. Aber Zwangsgedanken drückt man ja nicht einfach weg. Das muss professionell angegangen werden und da bist doch du, TE, auf einem guten Weg.

Ich rate ja auch von einer Bewerbung bei der alten Arbeitsstelle ab, aber ich gehe nicht davon aus, dass eine Wiedereinstellung möglich sein würde, auch wenn das natürlich beim Abschied möglichst neutral und freundlich formuliert war.
 
Ich habe auch Bedenken, ehrlich gesagt. Du möchtest zeigen, dass du an dir gearbeitet hast, die Situation überwunden hast. Aber ich denke, dass ist wieder Teil dieses Zwangs, dich zu rechtfertigen. Die Dinge gerade zu rücken. Dich zu erklären und die Situation aus der Welt zu schaffen. Also eigentlich genau die selbe Intention.

Kann das sein?
 
Ich finde, gewisse User sind hier absolut selbstgefällig und harsch. Ob das nötig ist, will ich mal so dahingestellt lassen.

@Feri788 Ich kann deine Verhaltensweisen im Ansatz sehr gut nachvollziehen. Man hat das Gefühl eventuell falsch verstanden worden zu sein und hat dann das Bedürfnis, das klar zu stellen bzw. sich zu entschuldigen. Dass du damit übertrieben hast, weißt du ja. Ich finde es gut, dass du daran arbeitest. Das Bedürfnis gemocht zu werden ist vermutlich dein Hauptproblem. Verständlich aber einfach extrem überzogen.

Ich würde allerdings an deiner Stelle nicht wieder in die alte Firma zurückgehen. Bist du dir sicher, dass du nur wegen den von dir genannten Bedingungen zurück willst? Nicht um dich irgendwie mit deiner Bekannten gut zu stellen und zu beweisen, dass du doch ganz normal bist? Das wäre der falsche Ansatz und würde dein Bedrüfnis gemocht zu werden nur wieder anstacheln.
Ich glaube auch nicht, dass es für die Betroffene besonders angenehm ist, wieder mit dir zu arbeiten. Dafür ist zu viel vorgefallen. Ihr solltet beide damit abschließen können.
 
Ich bin selbst in der Vergangenheit zurück zu meiner alten Firma und ein anderes Mal hab ich eine Kündigung zurückgezogen. Ich würde es nicht mehr tun und empfehlen. Die Gründe warum man wegwill holen einen schneller ein als man denkt.
 
Der Arbeitgeber wird sich schon sehr stark überlegen, jemanden wieder einzustellen, der den Betriebsfrieden erheblich gestört hat, und sich nicht an die Regeln gehalten hat.

Und es sich noch mal beweisen wollen, ist kein hinreichendes Motiv, sich genau wieder da zu bewerben, wo einem in der Probezeit nach 2 Monaten gekündigt wurde.

Ein Neuanfang und nicht mehr auffällig werden, fände ich persönlich viel zielführender.
 
Liebe User,

Ihr habt natürlich recht das ein Neuanfang mit einer Unvoreingenommenheit in einer anderen Firma viel einfacher wäre, sicherlich wäre es das. Aber wisst ihr, abseits meines Verhaltens hab ich das Unternehmen sehe gemocht, es war nicht irgendein Callcenter, es war einfach toll.

Natürlich mögen die Chancen für eine Rückkehr schlecht stehen, aber ich möchte es versuchen. Mir würde es zumindest viel bedeuten wenn man mich nochmal einlädt zu einem Gespräch, ich möchte der Firma unbedingt sagen: Ich habe mich mit mir selbst auseinandergesetzt, habe Fehler gemacht die ich mir sofort eingestanden habe, ich wollte niemanden was böses, und erst recht nicht Person X. Ich habe mich einfach völlig in Gedanken verloren und keine Ruhe gefunden. Ich möchte um eine 2. Chance bitten, dass es nicht mehr in meinem Interesse liegt Beruf und Privat zu vermischen. Das mir die Arbeit Spaß gemacht hat und ich einfach nur meine Arbeit machen will.

An der Frau liegt mir nichts mehr. Ich möchte nicht zurück um was gerade zu biegen. Und ich bin auch kein kranker Stalker der sie permanent anruft, irgend jemandem auflauert. Mein Kopf war besessen von Zweifeln ob ich was falsch gemacht hab. Sie hat mir 3 Mal gesagt es ist alles gut, sie wolle mich nach wie vor kennenlernen aber ich solle mir nicht so viel Gedanken machen. Ich dann wieder: oh mein Gott was denkt sie jetzt wohl von mir. .wieder fing es an.

Versteht ihr diesen Kreislauf, dass ich einfach nicht zur Ruhe komme? Das mich meine Gedanken beherrsche und es Macht hat über mich? Was glaubt ihr wie hart ich selbst zu mir bin, dass ich diesen Job verloren habe. Für mich war das nicht nur irgend ein Callcenter. Ich habe diese Firma geliebt.

Und nur das ihr vielleicht versteht was ich mit Gedanken machen meine: ich überlege bereits jetzt schon wie ich was formulieren soll
Lesen die sich überhaupt mein Anschreiben durch?

Soll ich nicht doch lieber um ein Gespräch bitten mit der Personalabteilung?

Soll ich im Lebenslauf schreiben das ich eine Therapie mache/gemacht habe. Klar geht es keinen was an, aber ich möchte einfach beweisen das ich an mir gewillt bin was zu ändern. Natürlich bin ich noch ganz am Anfang. Aber ich bin dran an der Sache.

Wäre vielleicht die Strategie besser das der Kollege für mich nochmal ein gutes Wort einlegt?

Wäre 6 Monate zu früh such zu bewerben, soll ich länger warten?

Soll ich bei der Bewerbung angeben im Lebenslauf das ich momentan wo angestellt bin? (Sie können ja denken der hat doch Arbeit wieso bewirbt er sich wieder?)

Das sind Gedanken in meinem Kopf/Szenarien die ständig da sind. Wisst ihr jetzt ungefähr wie ich mich fühle? Genau so war das wegen der Kollegin....
 
Wie würde SIE sich fühlen wärest DU wieder da?
a.) es ist dir egal
b.) du bist inzwischen zu Empathie in der Lage
Egal ob A oder B - ein Guter Mensch würde nicht riskieren, dass es IHR wegen DIR schlecht geht.
Viele wie deine Kollegin möchten gar nicht, dass der Stalker/die Stalkerin strafrechtlich verfolgt wird, insbesondere, wenn es sich um ihren Ex-Partner oder ihre Ex-Partnerin handelt. Sie möchten einfach nur, dass es endlich aufhört.

Du wirst schon wieder von Zwangsgedanken geleitet.

Richte mal deine Aufmerksamkeit nach und nach auf deine Gedanken. Du kannst deine Gedanken nicht hören oder sehen, aber Du kannst sie registrieren – als interessante Phänomene im Kopf, die kommen und gehen. Wie Schneeflocken, die auf einen heißen Stein fallen. Manchmal ist das ein regelrechter Schneesturm. Vielleicht rieseln die Gedanken aber auch nach und nach wie einzelne Schneeflocken vom Himmel. Oder, gerade wenn du sie beobachten möchtest,tauchen einige Momente lang gar keine Gedanken auf. Alle Erfahrungen, die du machst, sind in Ordnung. Versuche einfach, immer weiter zu beobachten. Wenn du dich von deinen Gedanken ablenken lässt, kehre einfach wieder zur Übung zurück, sobald du es bemerkst. Wenn du auf diese Weise übst, kannst du dich mit der Zeit immer besser mit dem entspannten Zuschauer und weniger mit dem unangenehmen Film identifizieren.

Wenn du einige Minuten lang deine Gedanken beobachtet hast, nimm wieder wahr, was du sonst über deine Sinne erfährst. Sei neugierig auf alles, was du siehst, fühlst, schmeckst, riechst und hörst und beende dann die Übung.
 

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