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Muss man mit 24 ausziehen?

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Meine Mutter ist früher auch ausgezogen, als sie geheiratet hatte und mit meiner Schwester schwanger war. Auch meine ältere Schwester ist mit 28 erst ausgezogen, nachdem sie studiert hat und sich dann entschieden hat, erstmal ein Haus zu mieten mit ihrem Mann um zu heiraten. Nach 2 Jahren kam das erste Kind. Heute kann sich kaum noch jemand leisten zur Miete zu wohnen. Da kaufen lieber gleich die meisten Leute, die ich kenne. Nur eine Freundin wohnt zur Miete, die aber ihre Eltern im Ausland hat und wo sie weiß, sie geht später auch wieder zurück und will hier nicht bleiben. Aber die reist sowieso immer beruflich sehr viel.
 
Muss man mit 24 Jahren ausziehen? Wohne in meinem Elternhaus und bin 24 geworden. Wir haben ein sehr großes Haus. Meine Eltern sind zufrieden und nur eine neu zu gezogene Nachbarin meinte zu mir schon öfters, wann ich mein Nest verlasse um Lebenserfahrung durch eine Mietwohnung sammeln. Ich persönlich wüsste auch gar nicht, wie das ist, alleine zu wohnen, alles selbst alleine machen und so. Ich will nicht allein wohnen, nur weil es andere Leute sagen. Muss ich jetzt wirklich mir eine kleine Wohnung suchen? Ich habe einen guten Job, bin finanziell von niemandem abhängig. Aber dennoch will ich gar nicht ausziehen. Erst wenn ich heirate und jemanden wirklich vertrauen kann in einer Beziehung. Niemand aus meinem Freundeskreis wohnt allein. Nur ein paar, die sich ein Zimmer im Studentenwohnheim genommen haben, weil sie zum studieren weiter weg gegangen sind, aber ihr Zimmer Zuhause noch haben.

Ich hätte es mir niemals vorstellen können auch nur mit 21 noch zuhause zu wohnen. Eine eigene Wohnung bedeutet Freiheit, Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung.

Zudem halte ich es für belastend für eine zukünftige Beziehung, wenn ein Partner nie alleine gewohnt hat.

Man muss nicht, aber man sollte ausziehen.
 
Ich will nicht allein wohnen, nur weil es andere Leute sagen.
Da stimme ich dir zu.
Aber dennoch will ich gar nicht ausziehen. Erst wenn ich heirate und jemanden wirklich vertrauen kann in einer Beziehung.
Völlig ok.
Richte dich nach dem, was für DICH passt.
(Beteilige dich an Arbeiten im und am Haus und rede mit deinen Eltern über Kostgeld. Du solltest auch lernen, eigenständig einen Haushalt zu führen, damit das später nicht an deiner Partnerin hängen bleibt. Ansonsten finde ich es komplett ok, im elterlichen Eigenheim zu leben, bis man eine Familie gründet oder heiratet oder so.
Im Süden oder auf dem Land ist das ganz normal und kein Nachbar fragt blöd rum.)
 
Man kann auch selbständig werden, ohne früh von Zuhause auszuziehen. Meine Lebensgefährtin wird 45 und ist nie von zuhause ausgezogen. Die führt den Haushalt von ihr und ihrer Mutter ganz allein (die Mutter führt nämlich schon den Haushalt der 90-jährigen Oma). Sie kann und macht mehr, als manche Frau, die früh ausgezogen ist und in einer eigenen Wohnung lebt. Sie musste immer ihren Teil beitragen und ist eine unglaubliche "patente" Frau. Sie kann nämlich tapezieren, streichen, Teppich und Laminat verlegen, Lampen, Schalter und Steckdosen anbauen, verstopfte Abflüsse reinigen, Wasserleitungen reparieren und vieles mehr. Die braucht so schnell keinen Handwerker und hat ihrer Familie (und auch mir) dadurch schon eine Menge Geld gespart. Und vor allem hat sie dadurch eins gelernt: Sich selbst auch mal zurückzunehmen, sich anzupassen und Kompromisse einzugehen. Sie findet fast immer eine Lösung, mit der alle zufrieden sind. Und all das, obwohl sie ASS, ADS und Dysthymie hat und das Schicksal ihr und ihrer Familie immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen hat. Sie ist eine bewundernswerte Frau und ich bezweifle, dass sie heute so eine tolle Frau wär, wenn sie mit 18 von zuhause ausgezogen wär. Also: Nein, man muss nicht mit 18 ausziehen, um selbstständig zu werden und eigene Erfahrungen zu sammeln.
 
Warum fragst du, wenn du keine ehrlichen Antworten willst?

Du hättest die Nachbarin auch ignorieren können. Stattdessen reagierst du hier aggressiv auf Meinungen, die dir nicht passen. Sehr unreif.

Die hatten auch nichts mit Neid zu tun.
 
Leider ist es ein deutsches Problem. Kaum ist das Kind 18 geworden, schmeißt man es wie Dreck aus dem Elternhaus. Kein Wunder, dass die Kinder die Eltern ins Altersheim abschieben und sich nie wieder melden. Wenn ich solche Eltern hätte, würde ich sie ebenfalls wie Dreck entsorgen.

Ich finde es nicht schlimm so lange zu Hause zu wohnen. Stattdessen finde ich es klug die Situation zu nutzen, um dann vom Elternhaus direkt in eine Eigentumswohnung zu ziehen. Mache dich nicht verrückt. Konzentriere dich auf deine Ziele. Manche Ziele sind, wenn man alleine wohnt (ohne Partner) schwer umsetzbar. Z.b. eine Weiterbildung, die 13.000€ kostet und mehr.
 
@Claudia97: Lass´ dir von niemandem was einreden. Kochen, Putzen, Wäsche waschen, Bügeln, usw. kann man auch lernen, wenn man mit 24 noch bei den Eltern wohnt. An den anfallenden Kosten sollte man sich natürlich beteiligen, aber das tust du ja.

Ich kenne einen Mann, der gleich nach dem Abschluss seiner Lehre mit 18 von zu Hause ausgezogen ist. Trotz eigener Wohnung ist er weiterhin jeden Tag zu seinen Eltern gegangen und hat sich von der Mutter bekochen lassen. Seine schmutzige Wäsche hat er immer ihr zum Waschen vorbeigebracht. Jeden Samstag war sie bei ihm und hat seine Wohnung geputzt. Wenn er knapp bei Kasse war, hat sein Vater manche Rechnungen für den Sohn bezahlt.

Heute ist der Mann 63 Jahre alt. Sein Vater ist vor wenigen Jahren gestorben. Nach seinem Tod musste er lernen, besser mit seinem Geld auszukommen. Für Essen und Wäsche ist immer noch die Mutter (inzwischen 84) zuständig.

Nicht alle Menschen, die früh von zu Hause ausziehen, sind automatisch reif, erwachsen und selbständig ;-).
 
Ich finde, es gibt hier auch sehr viele kritikwürdige Antworten auf die Frage von Claudia97. Die Tatsache, dass jemand mit im Haus seiner Eltern lebt, zum gemeinsamen Unterhalt beiträgt, etc. ist doch nichts negatives. In vielen landwirtschaftlichen Betrieben leben Generationen unter einem Dach. Ist doch nichts schlimmes. Ich kann Claudia97 verstehen und sehe auch nichts negatives in ihrem Verhalten. Spricht sogar aus meiner Sicht für eine große Reifheit, die ich bei vielen anderen nicht feststellen kann.
 
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