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Die schwache Frau?

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Genau. Hättest du deine Tochter da bevormundet und ihre Grenzen nicht respektiert, du hättest ihr damit beigebracht dass es falsch wäre für ihre Grenzen einzustehen. Sich selbst mehr zuzutrauen. Sondern dass sie dazu keine Berechtigung hat.

Und so war das in meiner Kindheit.
Wann immer ich etwas selbst machen wollte war es ein Kampf mit meiner Mutter. Alles musste nach ihr gehen und nur so wie sie es wollte.

Mit 14 wollte ich selbst auf einen Englischtest lernen. Das durfte ich nicht. Nur mit ihr zusammen. Obwohl sie mir keine wirkliche Hilfe war.
Oder wollte ich mir mit 16 von meinem eigenen Geld eine Hose kaufen, musste ich sie wieder zurück geben, mit einer schreienden Mutter im Schlepptau, weil sie nicht so waschbar war wie sie es verlangte.
Und noch viele solcher Dinge. Wollte ich mich abhaben oder etwas selbstständig machen, musste ich regelrecht darum kämpfen.

Doch dieses Misachten eigener Grenzen scheint für viele hier vollkommen okay. Sonst ist man keine brave Frau. Sondern ein emanzenhaftes Zickdnmonster, das aus einer Mücke einen Elefanten macht. Und natürlich hat man kein Selbstbewusstsein wenn man bei einer klaren Überschreitung der eigenen Grenzen nicht noch dankend lieb darüber lächelt.

Nein. Du vermischt Themen, Du lieferst Dir in Gedanken - real kannst Du Dich dem vielleicht noch nicht stellen - einen Stellvertreterkampf mit dem Getränkeverkäufer.

Altes schwappt ins Jetzt und bestimmt Deine Reaktion, die dadurch überzogen ausfällt. Und ja, das wirkt (!) zickig, dahinter stehen aber ganz wichtige Themen.
Die Du sogar bereits erkennst.
 
Gegen Höflichkeit spricht nichts, auch nicht gegen das Angebot als Mann mir das Tragen schwerer Gegenstände abzunehmen.
Aber wenn ich das ablehne, dann übergangen zu werden, das finde ich nicht mehr höflich. Sondern da denke ich mir dass du als Mann es nötig hast wohl deine Stärke zu beweisen, statt mich als Frau machen zu lassen.
Warum muss ich dir dann entgegen lächeln? Und brav danke sagen, wo ich doch sagte, danke aber nein danke, das kann ich such selbst und möchte deine Hilfe nicht.

Wenn das, was auf etwas ungeschickte Weise hilfsbereit, zuvorkommend und nett gemeint ist, jedoch immer wieder zurückgewiesen werden würde, braucht sich niemand wundern, wenn dies ebenso in Folge dessen andere Höglichkeiten wie das Aufhalten einer Tür verschwinden.

Mit Gelassenheit klappt das Miteinander viel reibungsloser.
Rückgrat sollte man da haben, wo es einem wichtig ist.
Und wenn es Dir wichtig ist Getränkekisten zu schleppen, dann steh für Dich ein.
Aber ohne den Mann anzupampen oder hier über ihn zu meckern.
Denn dieser Ärger gehört woandershin: zu Deiner Mutter.

Dem Verkäufer kannst Du einfach gelassen, aber bestimmt sagen: "Nein danke, ich trage das selbst!" Und das dadurch verstärken, dass Du die Hand auf den Kasten legst, ihm fest in die Augen siehst.
Ich verstehe nicht, wo da das Problem liegen soll.
 
Wenn das, was auf etwas ungeschickte Weise hilfsbereit, zuvorkommend und nett gemeint ist, jedoch immer wieder zurückgewiesen werden würde, braucht sich niemand wundern, wenn dies ebenso in Folge dessen andere Höglichkeiten wie das Aufhalten einer Tür verschwinden.

Mit Gelassenheit klappt das Miteinander viel reibungsloser.
Rückgrat sollte man da haben, wo es einem wichtig ist.
Und wenn es Dir wichtig ist Getränkekisten zu schleppen, dann steh für Dich ein.
Aber ohne den Mann anzupampen oder hier über ihn zu meckern.
Denn dieser Ärger gehört woandershin: zu Deiner Mutter.

Dem Verkäufer kannst Du einfach gelassen, aber bestimmt sagen: "Nein danke, ich trage das selbst!" Und das dadurch verstärken, dass Du die Hand auf den Kasten legst, ihm fest in die Augen siehst.
Ich verstehe nicht, wo da das Problem liegen soll.

Das ist nicht das erste Mal gewesen, sondern das dritte Mal. Bei demselben Kerl.
Also ich rege mich nicht einfach grundlos auf.
Und wenn man schon direkt frontal ihm gegenüber steht und die Hände ausstrecken, dass man die Kistr entgegen nehmen will... wenn er das nicht versteht mit tiefem Frontslblick, dann bleibt mir als nächstes wohl nur noch ihn anzubringen.
Weil höflich mit einem Lächeln, direkt ihm frontsl gegenüberstehen scheint er es nicht zu verstehen.
 
Kann mich nur anschließen. Das Abnehmen schwerer Sachen empfinde ich ebenfalls als Höflichkeit und nicht als Abwertung und schwach machen.

Wenn es dir aber so wichtig ist, liebe TE, dann musst du in dieser Situation das nächste mal höflich aber bestimmt darauf bestehen, die Kisten selber zu tragen. Das ist dann dein Moment der Selbstermächtigung und Emanzipation und der ist aufgrund des Verhaltens deiner Mutter sicher sehr wichtig für dich. Alles andere ist - sorry - Gefasel. Man muss bereit sein, sich den schwierigen Situationen und möglichen Konfrontationen zu stellen. Hinterher meckern kann man immer. Aber wenn es dir wichtig ist und du glaubst, der Lieferant hält dich einfach für schwach, dann kannst du ihn dadurch eines besseren belehren. Und du wirst für dich persönlich das Gefühl der Selbstständigkeit mitnehmen, das dir früher verwehrt wurde.

Wir können das nur wirklich nicht auf die gesamte Gesellschaft übertragen. Viele Frauen nehmen es anders wahr und die meisten Männer meinen das auch nicht abwertend. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert.

👍

Liebe TE, Weltenwandlerin hat es perfekt zusammengefasst.
 
Wenn das, was auf etwas ungeschickte Weise hilfsbereit, zuvorkommend und nett gemeint ist, jedoch immer wieder zurückgewiesen werden würde, braucht sich niemand wundern, wenn dies ebenso in Folge dessen andere Höglichkeiten wie das Aufhalten einer Tür verschwinden.

Wenn ich als Frau mal Hilfe ablehne, dann befürchtet du hören sämtliche Höflichkeiten von männlicher Seite auf?
Ernsthaft?
Das ist schon überdramatisiert.
 
Hi!

Man kann sich streiten wie wichtig das Beispiel mit der Kiste ist. Aber wenn du klar gesagt hast, dass du sie selbst tragen kannst, dann ist es weder nett noch sonstwas, wenn er sie trägt, sondern lediglich das Zeichen, dass er nicht zuhört. Ob er dann gleich deswegen auf Macho macht, muss ja nicht sein, aber hin gehört hat er nicht. Und darüber darf man dann auch genervt sein!
Danke!
 
Es ist doch wirklich simpel.
1. Männern fällt es aufgrund größerer Körperkraft in der Regel leichter Dinge zu heben.
2. Menschen lehnen oftmals Hilfe im ersten Augenblick ab, obwohl sie angenehm, in manchen Fällen sogar wichtig wäre.
3. Bei Männern wird der Beschützer- und Imponierinstinkt geweckt, wenn einer Frau geholfen werden kann.

Das funktioniert alles ganz gut, es ist kein gesellschaftliches Umdenken erforderlich und diskriminierend ist es ebenfalls nicht.

Was aber stimmt: Grenzen sollten nicht überschritten werden, wenn sie deutlich gezogen wurden. Das ist durch die Punkte 2 und 3 und den Charakter mancher Männer hin und wieder nicht ganz so einfach, fällt aber einfach in die Kategorie Nervige Kleinigkeiten beim Umgang mit anderen Menschen.

Eben genau das ist es. Wenn Grenzen gezogen wurden ist es alles andere als höflich diese dennoch zu überschreiten.
Wenn jemand sagt er will seine Ruhe, du meinst aber dennoch ihn nicht in Ruhe zu lassen, dann ist das übergriffig.
Ganz egal was deine "gut gemeinten" Intentionen auch sein mögen.

Dreist wird es dann dem anderen dann die Berechtigung sich darüber sufzuregrn, dass du seinen Wunsch nach Ruhe nicht respektiert hast, abzusprechen. Weil es ja wichtigeres gäbe und man bloß nicht rumzicken soll.

Es ist nett, wenn du als Mann mir deine Hilfe anbietest, lehne ich diese aber ab, erwarte ich auch, dass du mir als Mann zuhörst.
Machst du dennoch was du willst, dann braucht man ja auch gar nicht reden, weil es dann sinnlos ist. Du hörst dann ja eh nicht zu.

Ich sehe es eben nicht locker wenn man meine Grenzen überschreitet.

Wenn manche Frauen das anders sehen ist das okay. Aber kein Grund übergriffig und ausfallend zu werden.
Da muss ich mich als Frau für manche Frauen hier schämen.
 
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