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Gast
Genau. Hättest du deine Tochter da bevormundet und ihre Grenzen nicht respektiert, du hättest ihr damit beigebracht dass es falsch wäre für ihre Grenzen einzustehen. Sich selbst mehr zuzutrauen. Sondern dass sie dazu keine Berechtigung hat.
Und so war das in meiner Kindheit.
Wann immer ich etwas selbst machen wollte war es ein Kampf mit meiner Mutter. Alles musste nach ihr gehen und nur so wie sie es wollte.
Mit 14 wollte ich selbst auf einen Englischtest lernen. Das durfte ich nicht. Nur mit ihr zusammen. Obwohl sie mir keine wirkliche Hilfe war.
Oder wollte ich mir mit 16 von meinem eigenen Geld eine Hose kaufen, musste ich sie wieder zurück geben, mit einer schreienden Mutter im Schlepptau, weil sie nicht so waschbar war wie sie es verlangte.
Und noch viele solcher Dinge. Wollte ich mich abhaben oder etwas selbstständig machen, musste ich regelrecht darum kämpfen.
Doch dieses Misachten eigener Grenzen scheint für viele hier vollkommen okay. Sonst ist man keine brave Frau. Sondern ein emanzenhaftes Zickdnmonster, das aus einer Mücke einen Elefanten macht. Und natürlich hat man kein Selbstbewusstsein wenn man bei einer klaren Überschreitung der eigenen Grenzen nicht noch dankend lieb darüber lächelt.
Nein. Du vermischt Themen, Du lieferst Dir in Gedanken - real kannst Du Dich dem vielleicht noch nicht stellen - einen Stellvertreterkampf mit dem Getränkeverkäufer.
Altes schwappt ins Jetzt und bestimmt Deine Reaktion, die dadurch überzogen ausfällt. Und ja, das wirkt (!) zickig, dahinter stehen aber ganz wichtige Themen.
Die Du sogar bereits erkennst.