einmalig50
Mitglied
Vielen lieben Dank für deine unterstützenden Worte. Du hast bis jetzt als einziger, zusammen mit Maya111, zwischen meinen Zeilen gelesen und erkannt wie ich mich fühle und wie sehr es mich bedrückt.Das ist das fiese am Glücksspiel : man rutscht da oft hinein und süchtig werden geht schneller, als man denkt.
Aus meiner Sicht gibt es da drei wichtige Schritte, die du angehen solltest:
1. Schau weiterhin nach einer Therapiemöglichkeit, lass dich notfalls einweisen.
2. Such dir eine Vertrauensperson und schaue, dass du dein Geld vorübergehend abgibst, damit du es nicht mehr verspielen kannst.
Bankkarten, Kreditkarten, etc- schütze dein Geld vor dir selbst!
3. Schenke deiner Familie reinen Wein ein: du hast da ein massives Problem. Du wirst einen Teil der Schulden nicht zurückzahlen können.
Deine Tochter braucht Klarheit. Kläre mit deiner Familie, dass niemand dir Geld leiht.
Das klingt alles einfach, ist aber hart. Sehr hart sogar - mach dir da nichts vor.
Dein großer Vorteil ist, dass du weißt, wie es vor 5 Jahren war- du kannst zu diesem Zustand wieder herstellen, es braucht aber viel Kraft und Zeit.
Was deine Suizidgedanken betrifft :
ich kann gut nachvollziehen, dass dich die Situation belastet, du dich hilflos und wertlos fühlst. Das bringt eine Sucht leider mit sich.
Ja, du hast viel Falsch gemacht und das belastet dich.
Am Ende des Tages ist es aber nur Geld - bring dich deswegen bitte nicht um!
Meine Mutter war alkoholkrank und hat sich am Ende das Leben genommen - ich hätte gerne 20,30,40 Tausend Euro gezahlt, wenn sie ihr Problem so eingesehen und sich Hilfe gesucht hätte, so wie du.
Der Selbstmord reißt nur tiefe Wunden in andere Herzen und deine Familie wird lange darunter leiden. Das ist das Geld nicht wert.
Absolut nicht. Du kannst das überwinden.
Alles Gute!
Zu Punkt 1: ich habe schon nach Hilfe gefragt, sollte auch zum Psychiater, weil meine Ärztin Depressionen erkannt hat. Einweisungen in eine Klinik zu Überwindung der Sucht gibt es aber diese kostet Geld und ist eine Tagesklinik. Aber ausser meine Sucht muß ich ja meine Schulden abzahlen, das heißt ich muß arbeiten um Geld zu verdienen. Eigentlich ist die Arbeit auch eine gute Therapie, weil so lange ich arbeite denke ich nicht ans spielen oder wie ich die Situation reglen könnte.
Punkt 2 und 3: ich bin ganz deiner Meinung, ich muß nur den Mut sammeln, zu groß ist meine Scham.
Es tut mir Leid für deine Mama. Der einzige Gedanke nicht mit meinem Leben zu spiele ist der Gedanke wie sich meine Tochter fühlen würde und ich möchte nicht vor meiner Verantwortung wegrennen. Ich möchte den Leuten ihr Geld zurückzahlen, und tot kann ich das nicht tun.
Ich danke dir nocheinmal, deine Worte haben mich berührt.
Alles Gute dir auch!