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100.000 Eur schulden. Wie komme ich da runter? 😢😢😢

Das ist das fiese am Glücksspiel : man rutscht da oft hinein und süchtig werden geht schneller, als man denkt.
Aus meiner Sicht gibt es da drei wichtige Schritte, die du angehen solltest:

1. Schau weiterhin nach einer Therapiemöglichkeit, lass dich notfalls einweisen.

2. Such dir eine Vertrauensperson und schaue, dass du dein Geld vorübergehend abgibst, damit du es nicht mehr verspielen kannst.
Bankkarten, Kreditkarten, etc- schütze dein Geld vor dir selbst!

3. Schenke deiner Familie reinen Wein ein: du hast da ein massives Problem. Du wirst einen Teil der Schulden nicht zurückzahlen können.
Deine Tochter braucht Klarheit. Kläre mit deiner Familie, dass niemand dir Geld leiht.

Das klingt alles einfach, ist aber hart. Sehr hart sogar - mach dir da nichts vor.
Dein großer Vorteil ist, dass du weißt, wie es vor 5 Jahren war- du kannst zu diesem Zustand wieder herstellen, es braucht aber viel Kraft und Zeit.

Was deine Suizidgedanken betrifft :
ich kann gut nachvollziehen, dass dich die Situation belastet, du dich hilflos und wertlos fühlst. Das bringt eine Sucht leider mit sich.
Ja, du hast viel Falsch gemacht und das belastet dich.
Am Ende des Tages ist es aber nur Geld - bring dich deswegen bitte nicht um!
Meine Mutter war alkoholkrank und hat sich am Ende das Leben genommen - ich hätte gerne 20,30,40 Tausend Euro gezahlt, wenn sie ihr Problem so eingesehen und sich Hilfe gesucht hätte, so wie du.
Der Selbstmord reißt nur tiefe Wunden in andere Herzen und deine Familie wird lange darunter leiden. Das ist das Geld nicht wert.
Absolut nicht. Du kannst das überwinden.

Alles Gute!
Vielen lieben Dank für deine unterstützenden Worte. Du hast bis jetzt als einziger, zusammen mit Maya111, zwischen meinen Zeilen gelesen und erkannt wie ich mich fühle und wie sehr es mich bedrückt.
Zu Punkt 1: ich habe schon nach Hilfe gefragt, sollte auch zum Psychiater, weil meine Ärztin Depressionen erkannt hat. Einweisungen in eine Klinik zu Überwindung der Sucht gibt es aber diese kostet Geld und ist eine Tagesklinik. Aber ausser meine Sucht muß ich ja meine Schulden abzahlen, das heißt ich muß arbeiten um Geld zu verdienen. Eigentlich ist die Arbeit auch eine gute Therapie, weil so lange ich arbeite denke ich nicht ans spielen oder wie ich die Situation reglen könnte.
Punkt 2 und 3: ich bin ganz deiner Meinung, ich muß nur den Mut sammeln, zu groß ist meine Scham.
Es tut mir Leid für deine Mama. Der einzige Gedanke nicht mit meinem Leben zu spiele ist der Gedanke wie sich meine Tochter fühlen würde und ich möchte nicht vor meiner Verantwortung wegrennen. Ich möchte den Leuten ihr Geld zurückzahlen, und tot kann ich das nicht tun.
Ich danke dir nocheinmal, deine Worte haben mich berührt.
Alles Gute dir auch!
 
Ich war in einer ähnlichen Situation. Allerdings habe ich mit Aktien viel Geld verloren.

Viel später habe ich erst gelesen, dass einen Zusammenhang zwischen Depression und Spielsucht gibt. Die Depression wird verdrängt und äußert sich dann in Spielsucht oder Alkoholmißbrauch.
Will man die Spielsucht erfolgreich bekämpfen, ist es wichtig, die Depression in den Griff zu bekommen.

Du musst jetzt höllisch aufpassen, keine weiteren Dummheiten zu begehen. Und du musst wieder ein normales, geregeltes Leben führen. Sobald du Einnahmen hast, kannst du etwas davon aufsparen, um wenigstens einen Teil wieder zurückzuzahlen.

Aus dem Christentum kennen wir das Prinzip von Reue und Buße.

Für die Reue braucht es das ehrliche Eingestehen einer schlechten Tat. Die Buße ist eine Umkehr des Lebenswandels. Beides ist wichtig, damit deine Familie dir vergeben kann.
Danke. Ich wußte das nicht. Depressionen habe ich eigentlich nur dadurch erkannt das ich manchmal nur Tagelang schlafen wollte, keine Lust für nichts hatte, nicht mehr optimistisch war, alles war einfach schwarz und machte keinen Sinn mehr.
 
Ich verstehe und du hast in vielen Sachen Recht, auch das meine Familie Opfer sind. Ich habe so viel Dummes gemacht, zu erst um mir selber zu helfen (war natürlich falsch) und danach mich aus dem Schlamassel rauszuholen (war noch falscher).
Sucht ist eine Krankheit. Süchtige machen vieles was sie nie machen würden wenn sie nicht diese Krankheit hätten. Ich habe es selbst erlebt. Als ich noch "normal" war, hatte ich nie das Bedürfnis etwas zu entwenden was mir nicht gehört.
Ja ich brauche eine Therapie. Wurde auch schon zum Psychiater geschickt, aber der Termin war als die Koronakrise anfing und alles abgesagt wurde. Jetzt muß ich 6 Monate auf einen neuen Termin warten.
Ich habe hier mein Leid geschrieben, weil es sich hier um mich geht und ich nach Rat suche um mir und meiner Familie zu helfen. Wie sich meine Familie fühlen wird wenn ich reinen Tisch mache, kann ich mir nur vorstellen. Vielleicht würde dann einer von ihnen hier schreiben "wie überwinde ich den Betrug meiner Tochter/Mutter/Schwester"
Ich suche kein Mitleid, nur hilfe mit Rat... auch mit Tat wem es möglich ist.

Du hast die einzig sinnvollen Ratschläge erhalten, die es gibt:

Sei realistisch.

Sei ehrlich und steh zu dem, was Du getan hast.

Sei auch ehrlich zu Dir selbst und gestehe Dir ein, dass Du suchtkrank bist, versuche aber nicht dies als Entschuldigung zu missbrauchen.

Sorge dafür, dass Dein Erbanteil als Wiedergutmachung jetzt direkt von Deinen Eltern an Deine Tochter und Deine Brüder geht.

Sorge dafür, dass Du kein Erbe verspielen kannst, sondern leite alles in die Wege um dies zu verhindern.

Sorge dafür, dass niemand Dir Geld leiht.

Sorge dafür, dass Dein Geld vor Dir geschützt ist, Du nur einen notwendigen Betrag für Lebensmittel etc. zur Verfügung hast.

Kümmere Dich um Therapie (da bist Du ja dran) und lass Dich bei einer Suchtberatung unterstützen.

Arbeite hart und zahle zurück was zu schaffen ist.

Einen anderen Rat kann man Dir im Sinne von Gerechtigkeit, Ehre, Familiensinn, Liebe, ..., Moral, nicht geben.

Natürlich kannst Du auch sagen "Scheizz drauf!" und weitermachen wie bisher oder Dich selbst bemitleiden, den Kopf in den Sand stecken und nichts tun.
Beides ziemlich schwache Optionen, oder? Damit verspielst Du definitiv den letzten Hauch Respekt und Deine Familie wird sich vermutlich völlig von Dir abwenden. Ich würde es jedenfalls tun.

Wirst Du aktiv und jammerst nicht, sondern tust was Du kannst, hast Du die Chance, dass sie Dir eines Tages verzeihen können.

Nachtrag, vergessen:
Tu alles um zu verhindern, dass Du spielen kannst!
 
Danke. Ich wußte das nicht. Depressionen habe ich eigentlich nur dadurch erkannt das ich manchmal nur Tagelang schlafen wollte, keine Lust für nichts hatte, nicht mehr optimistisch war, alles war einfach schwarz und machte keinen Sinn mehr.

Ich wusste es leider auch nicht. Sonst wäre ich damals nicht in diese Falle gelaufen.
Das habe ich erst später mit großem Abstand herausbekommen.
 
Könntest du dir vorstellen auch deinen jetzigen Grundbesitz komplett zu verkaufen? Und dem Erlös an die übrigen Familienmitgliedern aufzuteilen und somit einen Teil ab zu bezahlen? Oder ist Eure Familienehre mehr als als das ganze Geld wert?
Ich habe noch Land was ich erben sollte. Diese werde ich aber zu Gunsten meiner Brüder lassen. Meine Tochter soll die Wohnung im Familienhaus erben. Dieses kann ich sowieso nicht als Einzelwohnung verkaufen da alles gebunden ist (Wasser, Strom, Wärme) als ob es ein Einfamilienhaus wäre.
 
Lass dich in den Kasinos sperren, schau, ob es Beratungsstellen gibt bei euch für Spielsucht und setze dich damit in Verbindung.

So kannst du deiner Familie gegenüber wenigstens zeigen, dass du etwas unternimmt um von der Sucht wegzukommen.
Es gibt Beratungsstellen, auch eine Gruppe für anonyme Spielsüchtige, aber alles muß man zahlen, und es ist nicht wenig.
 

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