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Eigene Abteilung - aber Chef mischt sich ein?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 72890
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G

Gelöscht 72890

Gast
Hi.
Nachdem meine Ausbildung jetzt zu Ende ist, habe ich in unserem Geschäft eine eigene Warengruppe zugewiesen bekommen, die ich samt Bestellungen, Dekorationen und Kunden betreue. Ich geb da echt mein bestes.
Parallel dazu mache ich jetzt eine Fortbildung zm Fachwirt und übernehme teilweise Verantwortung für größere Projekte z.B. die Organisation unserer Inventur.
Mir fällt in letzter Zeit auf, dass Dinge, die ich entschieden und aufgebaut habe, von meinem Chef geändert und neu geordnet werden. Kommentarlos. Außerdem ändert Er Sachen im Laden und nutzt dafür Möbelstücke aus meiner Abteilung. Durch unseren Warendruck kriege ich dann Probleme, Meine Ware unterzukriegen.
Eigentlich hatten wir immer ein sehr gutes Verhältnis, also habe ich mal angesprochen, dass ich mich freuen würde, wenn er große Änderungen In meiner Abteilung mit mir bespricht (wenn ich da bin). Er hat das nicht so ganz verstanden, und dachte, ich hätte generell ein Problem mit Ideen anderer und Veränderungen. Das habe ich grundsätzlich nicht. Aber wenn ich mir bei Blickfängen und der Warenpräsentation Mühe geben, und dann wer anders meine Deko/Möbel wegnimmt und das Bild auseinanderreißt? Ist doch doof. Das hat er dann schon irgendwie verstanden aber er meinte, dass es dann wohl schwierig für mich wird, weil bei uns eben alles für alle offen und verwendbar und änderbar ist... und da hat er recht, das ist für mich schwierig...
Habt ihr eine Idee, wie ich damit gelassener umgehe? Denn Ich fühle mich in diesen Momenten wirklich übergangen und werde wütend. Wenn er mir Aufgabe und Anregungen gibt bzw sich Änderungen wünscht, gehe ich dem immer nach. Aber wenn mir was nicht gesagt und einfach verändert wird... das macht mich irre. Außerdem war meine Abteilung mal seine und ich habe den Eindruck, das spielt da mit rein...
letztendlich ist er aber der Chef und hat folglich das letzte Wort. Weiß nicht, ob ich da nochmal ein Gespräch führen oder die Sache ruhen lassen und mit mir selbst ausmachen sollte.
habt ihr Ideen oder Tips?
Viele Grüße
 
Wenn das bei euch so ist kann man keine Waren/Abteilungsgruppen strukturieren.
Wenn du eine Abteilung leitest hat der Chef nicht ohne Rücksprache darin rumzufuschen.
Tut er es dennoch dann muss er sich nicht wundern wenn das Ergebniss schlecht ist. +

Ich würde ihm sagen das ich die "leitung" abgebe. Denke mal ihr seit ein kleiner Betrieb richtig?
 
Klingt für mich so, als hättest du nicht die Leitung. Du machst es zwar eigenverantwortlich, er kann aber aendern und verfügen, wie er möchte. Ich würde noch mal mit ihm sprechen.
 
Tja, so was nennt man: "Ober sticht Unter". Abteilungsleiter hört sich immer so großartig und ungeheuer wichtig an, aber nicht in jeder Organisation bedeutet diese Bezeichnung dasselbe im Hinblick auf die erforderliche Qualifikation und die Entscheidungskompetenzen. Und Vorgesetzte dürfen und müssen sich "einmischen", weil sie letztlich die Gesamtverantwortung tragen.

Abteilungsleiter in einem kleineren Betrieb ist nun mal nicht mit der Leitung einer Abteilung in einem Bundes- oder Landesministerium vergleichbar, wo der AL Abitur und ein abgeschlossenes Hochschulstudium (meist auch noch einen staatlichen Vorbereitungsdienst nebst Abschlussexanen) benötigt und nur noch die Staatssekretärs- und Ministerebene über sich hat. Abteilungsleiter dort ist ein Amt mit Spitzenbesoldung in fünfstelliger Eurohöhe (Besoldungsgruppe B 7 oder mehr).
 
Zuletzt bearbeitet:
😀 Willkommen im Handel.

Schau, was sagt es über ein Unternehmen, was Du erzählst (frisch ausgelernt eigener Bereich, chaotische Vorgehensweisen)?
Das ist irgendeine (Billig)Kette.
Hoffentlich hattest Du Glück und Deine Ausbildung war halbwegs akzeptabel, ist sie in solchen Betrieben nämlich oft nicht.

Du bist günstiger als ein erfahrener Mitarbeiter und Du bist noch dynamisch, hast Ziele. Dein Arbeitgeber ist nicht dumm und weiß das für sich zu nutzen; was Du erlebst, ist eine gängige Vorgehensweise und ein verbreiteter, wenn dadurch auch nicht weniger eigenartiger Führungsstil.
Dass Du Dich als "Abteilungsleiter" fühlen darfst, ist nur etwas Zuckerbrot, um Dich motiviert zu halten; etwas kurzsichtige Denkweise, aber wie gesagt verbreitet.

Nur eine Vermutung, ohne Anspruch auf Richtigkeit:
Dein Vorgesetzter hat von Mitarbeiterführung vielleicht gerade mal so viel Ahnung, wie in internen Schulungen vermittelt wurde, im schlimmsten Fall beschränkt sich das auf eine Online-"Academy". Manche Youtube-Tutorials bieten da besseren Input.

Du kannst mit den Gegebenheiten dort leben und Dich arrangieren, wobei Du Gefahr läufst, gefrustet Deine Motivation zu verlieren und nach und nach Dienst nach Vorschrift abzuleisten. Oder Du streckst Deine Fühler nach anderen Möglichkeiten aus.
 
Hallo, danke für die vielen Antworten, ich bin ganz überrascht! 😁

Na ja, meine Ausbildung war in Ordnung, denn ich habe mir alles, was im Plan stand, eingefordert, nachgefragt und bin sehr hartnäckig geblieben. Sie war von drei auf 1,5 Jahre verkürzt. Und jetzt wird mir auch die Fortbildung samt Aufenthalten an der Schule finanziert. Deswegen Kann ich mich *noch* nicht woanders umsehen, denn der Abschluss ist mir sehr wichtig.

Ich habe beschlossen, auch wegen eurer Antworten, mich mehr auf meine Fortbildung zu konzentrieren und im Laden keine Überstunden etc. mehr zu schmeißen. Ich fühle mich nämlich jetzt noch mehr wie der motivierte Trottel, der nicht merkt, dass er für andere nur ein Esel, der ruhig noch mehr tragen kann, ist. Seit meine Ausbildung beendet ist, habe ich noch mehr Aufgaben bekommen und diese überschneiden sich immer häufiger mit denen anderer, auch was so Tageseinsatzplanung, E-Mails, eine bestimmte andere Warengruppe, Werbemittelverteilung etc. angeht...

Und wie ihr schon vermutet, wir sind ein kleiner Betrieb (9 MAs) und es ist oft chaotisch. Habe überlegt, nochmal mit meinem Chef zu sprechen, aber er argumentiert idR. mit Dingen wie„Das ist aber so.“, „damit musst du umgehen.“ oder er verdreht mir die Worte im Mund und verallgemeinert meine Worte ins Absurde. Darauf habe ich keine Lust. In dem Fall passe ich mich lieber an...

Übrigens haben in unserer Branche (Buchhandel) die meisten Abitur oder sogar ein abgeschlossenes Studium. Die Nase wird gegenüber anderen Einzelhandelsunternehmen recht weit oben getragen... und letztendlich unterscheiden wir uns wohl doch kaum.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kam mit den verschiedensten Branchen in Berührung, habe viele BWL-ler und Fachwirte kennengelernt, die im Verkauf tätig sind. Und letztlich nichts anderes tun als eine angelernte Kraft, die bereit ist sich fortzubilden.
WAS verkauft wird, spielt dabei doch gar keine Rolle.

Der Handel ist hart und wer da bestehen will, sollte es auch sein und aufpassen nicht verheizt zu werden.
 
Du bist doch dann nicht für einen riesigen Bereich zuständig, meinetwegen Kinderbuch oder aehnliches. Und wie dekoriert wird, entscheidet letztlich der Chef.

Ja, lass dich nicht verheizen. Mach das weitere Jahr und schau, dass du was besseres findest.
 
Bei 9 Mitarbeitern im Betrieb kann man wohl nicht von Abteilungsleitung sprechen. In meiner Abteilung hatte ich 70 Mitarbeiter. Ist wohl doch eine andere Situation. Ich würde den Betrieb als Team mit Aufgabenfeldern betrachten, aber nimmer ein Teil davon als Abteilung.
 
Alles klar, bei uns sind Abteilungen halt Warengruppen. Dann habe ich mich doof ausgedrückt.
Trotzdem nervt es mich, wenn andere In meinen Aufgaben mitmischen, wenn es nicht abgesprochen ist. Oder Sachen einfach geändert werden.
und ich habe ja Eingangs gefragt, wie man darauf gelassener reagiert. Anscheinend ist es ja wirklich üblich bei kleinen Läden. Aber mich stört es echt. Denn es gibt Kollegen, bei denen wird das halt nicht gemacht. Oder immer gefragt. Wieso bei mir nicht? Das ist es, was mich so stört.
 

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