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Ehe in Gefahr nach Tod von Schwiegervater

  • Starter*in Starter*in Lalelu201520112018
  • Datum Start Datum Start
Ich finde es ja normal, wenn er seiner Mutter nach dem Tod seines Vaters hilft, aber ein Jahr lang?
Es scheint so, als hätte es sich seine Mutter mit der aktuellen Situation recht bequem gemacht, indem sie ihren Sohn alles machen lässt und somit auch gleichzeitig Gesellschaft hat.
Dein Mann kann seiner Mutter nicht nein sagen, was ihr auch sehr zurecht kommt. Es ist nicht normal, dass sie selbst ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes ihr Leben nicht mehr alleine bewältigen kann. Außerdem frage ich mich, was es denn bitte jeden Tag im Haus Deiner Schwiegermutter zu tun gäbe...Hört sich eher nach einem Vorwand an, weil die Frau nicht alleine sein möchte.

Es klingt nicht so, als würde Dein Mann da alleine rauskommen. Wenn sie tatsächlich so gebrechlich und schwach ist, könnte man auch überlegen, ob ein Seniorenheim nicht das richtige für sie wäre, wobei das für Deinen Mann wahrscheinlich nicht infrage kommt.
Ich sehe hier leider auch keine einfache oder angenehme Lösung...
Also meine Schwiegermutter ist Ende 50 🙃
Sie ist weder schwach noch gebrechlich und geht genau wie wir vollzeit arbeiten.

Ich bin auch nicht vonmeinem Mann abhängig. Ich glaube viele schätzen uns gerade älter. Wir sind beide Ende 20.
Deswegen wurmt es mich doch sehr,dass scheinbar ständig Hilfe notwendig ist.

Ich bin auch jeden Tag bei meinen Eltern und habe mich dennoch von ihnen gelöst. Finde es seltsam, dass das manche merkwürdig finden.

Wie gesagt: ich komme mit ihr gut aus und ich bin gerne dort. Auch schon immer gewesen.
Meine Eltern verstehen sich auch gut mit ihr.
Wir sind wohl eine typische Großfamilie, bei der alle immer etwas miteinander unternehmen.

Eine Trennung kommt für mich derzeit nicht in Frage. Ich hätte nur gerne eventuell verstanden, warum es für meinen Mann und auch für seine eine Schwester so wichtig ist, dort so viel zu leisten. Für mein Verständnis zu viel zu leisten. Denn Starthilfe und Unterstützung ist das nicht mehr. Das Menschen mehrere Monate und Jahre trauern können, ist mir sehr wohl bewusst (das gehört zu einem Teil zu meinem Beruf).
Dennoch sehe ich eben momentan keine Weiterentwickling mehr. Jedes kritische Wort über seine Mutter oder auch über den toten Vater enden in einen Streit. Er fühlt sich davon sehr angegriffen. Vor dem Tod seines Vaters war das eben nicht so. Kann sein es liegt sich, kann sein nicht...
 
Also meine Schwiegermutter ist Ende 50 🙃
Sie ist weder schwach noch gebrechlich und geht genau wie wir vollzeit arbeiten.
Dann ist das alles umso schwerer nachzuvollziehen. Wenn sie fit ist und arbeiten geht, kann sie samstags auch mal ihren Rasen alleine mähen, das Haus saubermachen usw...Das läuft dann wohl tatsächlich darauf hinaus, dass sie nicht alleine sein möchte bzw. alleine sein kann. Sie hat den Tod ihres Mannes offensichtlich nicht überwunden (ist, wie Du schon gesagt hast ja auch nicht ungewöhnlich), aber sie zieht da leider auch ihre Kinder mit rein, und dass darunter auch andere Menschen leiden, sieht sie nicht.
 
Normalerweise, wenn Angehörige sich im Betütteln der alten Mutter/Erbtante überschlagen, sagt der zynische Volksmund, die erhoffen sich eine fette Erbschaft und rivalisieren miteinander, wer von ihnen wird im Testament bedacht und wer kriegt die A*karte. Klingt in Deinem Fall aber nicht danach. Sondern eher nach einem Symbiose/Sklavereiverhältnis.
Aber egal wie, solange Du Deine eigenen Bedürfnisse nicht klar äußerst, notfalls auch mit Zwangsmaßnahmen und der Faust auf dem Tisch, wird sich nichts ändern.
 
Ich bin auch jeden Tag bei meinen Eltern und habe mich dennoch von ihnen gelöst. Finde es seltsam, dass das manche merkwürdig finden.

Ich gebe zu, dass ich das überhaupt nicht nachvollziehen kann. Mit Ende 20 wollte ich in erster Linie - unabhängig davon, ob ich gerade in einer Beziehung war - meine Freizeit mit Gleichaltrigen verbringen und nicht ständig bei meinen Eltern sitzen.

Einerseits wirfst du deinem Mann vor, dass er zu viel Zeit in seinem Elternhaus verbringt. Auf der anderen Seite machst du das auch. Ich finde es ganz und gar nicht erwachsen, jeden Tag die Eltern zu besuchen, wenn man verheiratet ist und die Eltern nicht unbedingt alt sind oder schwere gesundheitliche Probleme haben. Meiner Meinung nach habt ihr euch beide noch nicht aus euren Elternhäusern abgenabelt. Ich frage mich, warum ihr überhaupt geheiratet habt, wenn ihr nicht mal ein paar Tage in der Woche ohne Mama und Papa leben könnt.
 
Ich bin auch jeden Tag bei meinen Eltern und habe mich dennoch von ihnen gelöst. Finde es seltsam, dass das manche merkwürdig finden.

Schau auf deinen Mann, dann weißt du die Antwort.
Ehrlich gesagt fällt es mir schwer den Ehealltag funktionierend, geschweige denn existierend, vorzustellen, wenn BEIDE Parteien dauerhaft zu Mami und Papi laufen.
 
Schau auf deinen Mann, dann weißt du die Antwort.
Ehrlich gesagt fällt es mir schwer den Ehealltag funktionierend, geschweige denn existierend, vorzustellen, wenn BEIDE Parteien dauerhaft zu Mami und Papi laufen.
Na, dann sind hier bei uns wohl alle komisch, denn sowohl bei Freunden als auch Nachbarschaft scheint das normaler Alltag zu sein....
Ich renne nicht zu Mami und Papi. Aber danke :-D
So wie es aussieht kann mir hier eh keiner sonderlich weitere Tipps geben, außer sich zu trennen. Seid darum. Ein Versuch wars wert.
 
Ich finde das eigentlich eine wichtige Info, um dir weitere Ratschläge geben zu können. 🤔

Was wünschst du dir denn konkret? Also was ist quasi dein Ziel?
Einfach nur mehr Paarzeit? Dann richte sie euch fix ein und kündige ihm das an. Sag ihm "Schatz, heute möchte ich dass wir beide romantisch zu Abend essen. Ist um neun Uhr okay für dich?"

Damit machst du ihm klar dass du seine Zeit möchtest und gibst ihm die Möglichkeit, zu handeln, ohne dass er sich unter Druck fühlen muss.
 
Ich wäre da auch sehr deutlich. "Ich will Zeit mit Dir verbringen und möchte, dass Du zwei Nachmittage und Abende pro Woche so wie einen ganzen Tag am WE zu Hause bist und mit mir Zeit verbringst. So lange wir da keinen Konsens finden, kann ich mir keine Kinder vorstellen, denn zur Zeit wäre ich alleinerziehend und das möchte ich nicht."
 
Nachtrag: wenn alle auf einem Dorf und in Laufnähe zueinander wohnen, ist es sehr üblich, dass man seine Familie täglich sieht/ kurz reinschaut. Das kenne ich auch so von meiner Ursprungsfamilie und hat nichts mit fehlendem Abnabeln zu tun. Wenn allerdings der Ehepartner quasi nicht mehr nach Hause kommt, ist das einfach ein anderer Schuh.
 
Ich würde dir empfehlen, dass du nur noch selten deine Eltern besuchst. Warum besuchst du sie überhaupt jeden Tag? Wenn du nicht willst, dass dein Mann ständig bei seiner Mutter hockt solltest du in der Hinsicht ein gutes Vorbild sein und deinen Kontakt zu deinen Eltern zurückschrauben. Vielleicht ist dann dein Mann empfänglicher für ein Gespräch, was den Kontakt zu seiner Mutter betrifft.
 

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