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Organspende

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Kleine Anmerkung zu einer Intensivstation, auch wenn das vllt schon genannt wurde: Da ist man nicht zwingend an lebenserhaltenden Maschinen angeschlossen. Oft dient der Aufenthalt dort auch lediglich der Überwachung.
 

Hallo Gelöscht 86383,

schau mal hier: Organspende. Hier findest du vielleicht was du suchst.

In anderen europäischen Ländern gilt die Widerspruchslösung, und dennoch werden dort nicht reihenweise menschen für ihre Organe gekillt. Es scheint gut zu funktionieren.

ich denke, bevor man sich Gedanken macht, dass am Ende hier in unserem Land irgendwelche Organhändler ihr Unwesen treiben könnten, sollten man eher darüber nachdenken, dass Organhändler ja eher eine Folge des Organmangels in der westlichen Welt sind: Wer hier keins kriegt, geht vielleicht ins Ausland und dort kann man nicht wirklich sagen, ob es seriös von statten ging. Hier ist die Kontrolle ja doch sehr sehr intensiv.
Und schon wieder ist der böse Westen im Alleingang schuld, oder wie? Glaubt hier etwa jemand, daß es in China, Indien, Brasilien, Arabien, Südafrika keine kranken und reichen Menschen gibt, die dringend Organe brauchen - in Ländern, wo es keine geregelte Organspende gibt? Wo kriegen die ihre Organe wohl her? :mad:

Zumindest bei den Chinesen weiß man es: aus den Gefängnissen, wo Gefangene speziell für die Organentnahme hingerichtet werden. Kann man nachlesen!
 
Und schon wieder ist der böse Westen im Alleingang schuld, oder wie? Glaubt hier etwa jemand, daß es in China, Indien, Brasilien, Arabien, Südafrika keine kranken und reichen Menschen gibt, die dringend Organe brauchen - in Ländern, wo es keine geregelte Organspende gibt? Wo kriegen die ihre Organe wohl her? :mad:

Zumindest bei den Chinesen weiß man es: aus den Gefängnissen, wo Gefangene speziell für die Organentnahme hingerichtet werden. Kann man nachlesen!

Aber wo ist der Zusammenhang? Glaubst Du, dass es in China für Chinesen einen Unterschied macht, ob wir die Widerspruchslösung haben oder nicht? Oder was meisnt Du?

Mein Punkt ist einfach der: WIR hier in unserem Land können dann wenigstens für UNSER Land einen kleinen Teil dafür tun, dass hier genug Organe da sind und eben keiner mehr auf die Idee kommt, sich eins im Ausland zu beschaffen.
Einen anderen Einfluss können wir auf das Geschehen in anderne Ländern ja leider nicht nehmen.

Also zumindest nicht in Punkt der Spenderfrage: was die Menschenrechte allgemein angeht und die Verhältnisse in China und ähnlichen Systemen würde ich mir in der Tat mehr Konsequenz vom "bösen Westen"🙄 wünschen. Aber das ist ein anderes Thema.


Aber wenn Organhandel als Argument für oder gegen eine Widerspruchslösung in DEUTSCHLAND angeführt wird, so sollte man mit der Betrachtung auch in Deutschland bleiben: Und da ist mein Punkt: ich bin nicht der Meinung, dass die Widerspruchlösung einen Organhandel in unserem Land (bzw in den Ländern mit denen wir bzgl Organspende kooperieren) befördern würde. Eher noch würde diese Regel bewirken, dass niemand aus unserem Land eben auf illegale Weise ein Organ zu beschaffen versucht.
DAS ist der Zusammenhang.

Die Gefahr eines Organhandels in unserem Land sehe ich nicht als Geggenargument gegne die Widerspruchslösung!
 
Mit Organhandel - Kriminalität! - hat die Widerspruchslösung in der Tat wenig bis nichts zu tun, aber mit dem Anspruchsdenken, es gäbe ein "Recht" auf Organe anderer Leute. Ein "Recht", bei dem die Gefahr besteht, daß die Medizin sich zum Erfüllungsgehilfen macht, denn bessere Verfügbarkeit - durch Spenden, die nicht immer freiwillig erfolgen, denn ein nicht eingelegter Widerspruch ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Zustimmung! - erhöht natürlich das Anspruchsniveau.
 
Es gibt einen Punkt, bei dem ich ins Nachdenken komme:
Deutschland hat viel zu wenige Organspender. Das ist Fakt. Das Verhältnis ist 8🤐 Heißt auf 8 Wartende kommt ein Organ. Deutschland kauft sehr viele Organe im Ausland - liefert aber selbst nichts.
Kinder! Oft warten kleine Kinder auf ein Spenderorgan und müssen sterben, weil nichts da ist.

Ich sage das ohne Wertung - aber es zwingt zum Nachdenken.
 
Warum werden die Menschen nicht einfach bei der Verlängerungen des Personalausweises automatisch gefragt, ob sie Organspender sein wollen? Dann könnte es auch direkt auf dem neuen Perso vermerkt werden.
 
Warum werden die Menschen nicht einfach bei der Verlängerungen des Personalausweises automatisch gefragt, ob sie Organspender sein wollen? Dann könnte es auch direkt auf dem neuen Perso vermerkt werden.
So ist der Plan und so soll es wohl kommen.
 
Ich finde, dass der Gesetzentwurf von Herrn Spahn zu weit ging. Der Eingriff in das Recht des Einzelnen auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit auch im Falle eines Hirntodes wäre zu groß gewesen. Wichtig wäre ein massiver Ausbau der Aufklärung über das Thema Organspende, damit sich wesentlich mehr Menschen als bisher auf freiwilliger Basis dafür entscheiden. Den Vorschlag von Rose finde ich sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, das mit dem auf dem Perso vermerken geht deswegen nicht, weil es sich ja beim Perso um ein rechtsverbindliches Dokument handelt und man soll zu jeder Zeit das recht und die Möglichkeit haben, seine Entscheidung zu ändern. das hätte man ja beim Perso nicht: Da müsste man das kompliziert beanstragen usw.

Ich denke, genau das will man vermeiden. Und ich muss auch sagen: auch wenn ich eher für Organspende bin würde ich es nirgendwo verbindlich und schwer widerrufbar stehen haben wollen. Das fände ich heikel: Am ende fällt mir ganz plötzlich ein, dass ich es doch nicht will und genau an dem Tag kommt der Autounfall....ne da hätte ich Schiß davor und vermutlich gehts vielen so.

Was ich gut fände wäre, wenn zB der Hausarzt das regelmäßig mit dem Patienten besprechen würde und wenn der Hausarzt eben dann gemeinsam mit dem patienten in die Patientenakte eintragen würde ob Pro oder Kontra: Dann könnten im fall des Falles Angehörige oder Klinik den Hausarzt fragen, was der Patient gewollt hat. (und man müsste auch keinen Spenderausweis suchen, der wer weiß wo rumliegt.

Und wenn man sich umentscheidet, könnte man einfach schnell beim Hausarzt vorbeikommen und die Eintragung ändern lassen: Das wäre unkompliziert.
Also etwas in der Art fände ich sinnvoll: Also leicht zu ändern aber dennoch mit einer gewissen Beartung und auch mit der Aufforderung, es wirklich zu entscheiden und aufzuschreiben.

Ich denke, das ist eben auch für Angehörige wichtig: Dass sie nicht in einen Gewissenskonflikt kommen: Man tut es letztlich ja auch für die Angehörigen, wenn man seine Entscheidung klar formuliert.
 
Wieso Perso?

Wer ins KKH kommt braucht keinen Perso, sondern eine Versicherungskarte.
Wenn diese im Falle einer Notfallbehandlung fehlen sollte, fragt jedes KKH
gerne bei der Versicherung nach.

Außerdem fande ich es etwas seltsam, wenn jede(r) die/der meinen Perso
sehen möchte, bei der Gelegenheit ...
 
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