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Organspende

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Der Hirntod ist nur ein Teil des Sterbeprozesses, aber wirklich und endgültig tot ist man damit noch nicht. Auch bei Hirntoten laufen fast alle organischen Prozesse unverändert weiter und man kann sie bei Pflege und angeschlossen an Herzlungenmaschinen Monate und sogar Jahre noch "am Leben" erhalten, nur die höheren Hirnfunktionen sind endgültig hinüber.

Außerdem ist die Diagnose durch zwei Ärzte auch nicht so sicher, wie immer getan wird, jedes Jahr wieder werden Fälle in der Presse veröffentlicht, wo Leute trotz ärztlicher Diagnose Hirntod wieder aufgewacht sind (sogar in diesem Forum hat sich mal jemand gemeldet, dem das passiert ist - Kollaps nach Alkoholexzeß, scheinbar keine Hirnfunktionen mehr, ist zum Glück von selber wieder aufgewacht, da die Eltern sich geweigert haben, einer Organentnahme zuzustimmen - wenn die Eltern zugestimmt hätten, wär er/sie? heute nicht mehr am Leben, laut eigener Aussage.)

Deshalb und wegen der allgemeinen Aasgeiermentalität der Transplantationsmedizin, und weil ich Ärzten ohnehin nicht weiter traue als ich sie werfen kann, habe ich schon lange einen Papier-Spenderausweis im Geldbeutel, wo klipp und klar "nein ich spende nicht!" angekreuzt ist.
 

Hallo Daoga,

schau mal hier: Organspende. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Z.b. verstehe ich auch nicht, warum bei uns eine Organspende nur nach Hirntod, nicht aber nach Herztod möglich ist. In anderen Ländern aber schon. Was daran (wie in der doku gesagt wird) unethischer sein soll...an der Organentnahme nach Herztod.

Viele Menschen waren schon "herztot" sprich hatten Herzstillstand und sind trotzdem nach wie vor unter den Lebenden, weil sie rechtzeitig wiederbelebt wurden. Auch während Herzoperationen ist man herztot - da dann eine Herzlungenmaschine für das Pumpen des Blutes sorgt, während am Herzen herumgebastelt wird.
Mit Organspende nach Herztod verdammst Du viele Menschen zum Tod, die locker überleben könnten. :mad:
 

Ich würde eher zum Alternativvorschlag "Regelmäßige Abfragen" tendieren. Es gibt
sich vielfältige Gründe, für oder gegen eine Organspende zu sein und was ist einfacher,
diese Gründe zu Lebzeiten mitgeteilt, im Fall des Falles zu akzeptieren.

Beispiel
Ich nehme seit vier Jahrzehnten Krotison und benötige seit Jahren noch andere Medis,
um ein halbwegs menschenwürdiges Leben führen zu können. Ich habe also einen
Spenderausweis mit entsprechenden Hinweisen dabei, um eine Verpfanzung möglicher-
weise oder tatsächlich vorgeschädigter Organe zu vermeiden.

Meine Freunde wissen, dass ich keine Wiederbelebung wünsche und ich habe nichts
dagegen, wenn mein Sportlerherz einem anderen Sportler eingepflanzt wird.
(Für Otto Normlverbraucher ist es vermutlich etwas zu groß)

Ich bin kein Ersatzteillager und lasse mich durch die neuen Pläne auch nicht dazu nötigen, ein solches zu werden.

Ok, jede(r), wie sie/er will.

...
Und die katholische Kirche lässt dies auch nicht zu wegen Auferstehung etc. Echt wahr! 😱

Die katholische Kirche ist nicht der Meinung, dass der Hirntod der Tod des ganzen
Menschen ist. Die Details brauchen wir hier nicht zu diskutieren. Wer als gläubiger
Katholik einen Spenderausweis dabei hat, landet deswegen aber nicht in der Hölle. 🙄
 
Ich moechte auch kein Ersatzteillager sein, ebensowenig wie ich Ersatzteile erhalten moechte.

Bei wem ich es etwas anders sehe, sind Kinder jeglichen Alters und evtl. noch ganz junge Erwachsene. Aber da kann man natuerlich keine Grenze ziehen. Entweder...oder. Der Rest der Menschen, die auf Spenden warten, sollten sich mit der Endlichkeit des menschlichen Lebens befassen. Der eine stirbt frueher, der andere spaeter. Das ist traurig, aber der Lauf des Lebens. Ich werde einmal zur ersten Gruppe gehoeren, aber damit habe ich mich abgefunden.

Nicht alles, was moeglich ist, sollte gemacht werden. Wenn jemand schon einmal ein Interview mit einem Elternteil eines als Ersatzteillager vorgesehenen jungen Menschen gehoert hat, weiss um die grossen Zweifel, ob der Eingriff fuer den Sterbenden tatsaechlich vertretbar war. Es laeuft einem kalt den Ruecken runter. Immerhin handelt es sich bei der Organentnahme nicht um Tote, sondern um im Sterbeprozess befindliche Menschen, die kuenstlich am Leben erhalten werden, damit ein anderer weiterleben kann. Gruselig finde ich auch, dass der Sterbende bei der Entnahme narkosemaessig und op-maessig genauso behandelt wird wie ein Lebender. Also wuerde er "ohne" die Schmerzen spueren, sich aber nicht aeussern / wehren koennen?

Ich bin der Meinung, jeder, der sich nicht ausdruecklich selbst fuer die Organentnahme entscheidet, sollte die Moeglichkeit haben, in Ruhe zu sterben.
 
Viele Menschen waren schon "herztot" sprich hatten Herzstillstand und sind trotzdem nach wie vor unter den Lebenden, weil sie rechtzeitig wiederbelebt wurden. Auch während Herzoperationen ist man herztot - da dann eine Herzlungenmaschine für das Pumpen des Blutes sorgt, während am Herzen herumgebastelt wird.
Mit Organspende nach Herztod verdammst Du viele Menschen zum Tod, die locker überleben könnten. :mad:

Ich verdamme überhaupt niemanden zu überhaupt garnix.
Ich möchte lediglich mehr Informationen zu diesem und jenem was ich nicht verstehe oder nachvollziehen kann.
Ausserdem meint Herztod hier ja jede Art von Tod ausser dem Hirntod.
Und wiederbelebt (versucht) wird ja trotzdem auf jeden Fall.
Ich sehe, ich bin hier nicht die einzige, die zu wenig greifbare Infos zum Thema Organspende hat🙄
Ausserdem solltest du vielleicht mal versuchen ein wenig runterzukühlen und andere Beiträge genauer zu lesen bevor du in Rage antwortest.
 
Gruselig finde ich auch, dass der Sterbende bei der Entnahme narkosemaessig und op-maessig genauso behandelt wird wie ein Lebender. Also wuerde er "ohne" die Schmerzen spueren, sich aber nicht aeussern / wehren koennen?

Genauso ist es. Was glaubst Du, warum diese Narkose eingeführt wurde? Aus den Zeiten, wo Organe ohne Narkose entnommen wurden, gibt es echte Horrorgeschichten von "Hirntoten", die sich tatsächlich gewehrt haben, als sie die schneidenden Messer spürten - natürlich vorausgesetzt, sie waren tatsächlich hirntot, denn so 100%ig sicher ist diese Diagnose nie gewesen. :mad:
 
Mir käme der Alternativvorschlag mehr entgegen. Eine Organfarm möchte ich nämlich nicht sein und will mir auch keine fremden Organe einpflanzen lassen. Wer garantiert mir, daß der Widerspruch respektiert wird, wenn mit Organhandel eine Unmange an Geld gemacht werden kann und ob man auch wirklich die letzten Zuckungen aller Art, abgewartet hat? Niemand! Deshalb möchte ich mich auch nicht ausweiden lassen müssen, wenn mein Widerspruch auf irgendwelchen Wegen verschwunden sein könnte usw. wie es so häufig vorkommt, wenn dagegen eine ganze Organfarm in greifbarer Nähe ist, abgeerntet zu werden und damit sehr viel Geld gemacht werden kann. Ich vertraue den Behörden schon seit langer Zeit nicht mehr (wie oft ist auf geheimnisvoller Weise etwas verloren gegangen und wie oft war ich froh nur Kopien abgegeben zu haben) und in so einer Sache, würde ich das schon dreifach nicht.
 
Nun ist es also entschieden.

Die Widerspruchslösung wurde abgelehnt , die Zustimmungslösung bevorzugt.
 
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