Ich finde es schade, wenn einen der Job nur ankotzt und man mit Bauchschmerzen aus dem Urlaub oder Wochenende kommt.
Meine Arbeit übe ich jetzt seit fast 27 Jahren aus. Und ich mach es gern. Dass ich aus Vorfreude auf die Arbeit nach dem Urlaub nicht schlafen kann, wäre übertrieben, aber irgendwie ganz dicht dran. Ich mag meine Arbeit an sich, sie ist vielseitig, ich trage eine gewisse Verantwortung und kann mein Arbeitsumfeld aktiv mitgestalten. Ich habe tolle Kollegen (ok, nicht nur, aber man arrangiert sich). Wir sind ehrlich untereinander, aber auch kritisch. Ich arbeite übrigens in einer Behörde mit wissenschaftlichem Einschlag. Da haben wir auch eine recht große Außenwirkung.
Anfangs kam ich gar nicht zurecht, war die Jüngste, meine Kollegen fast alle (gefühlt) 50+, ich musste jede Menge Erfahrungen sammeln und bin wohl ziemlich oft angeeckt. Daher kenne ich das Gefühl, nach dem Urlaub oder Wochenende wieder "dorthin" zu müssen. Noch nicht mal bis zum Ende der Probezeit wollte ich bleiben, aber ich musste, denn die Joblage war damals unterirdisch.
Im letzten Jahr meinte ich, mich verändern zu müssen und habe mich ganz spontan bei einer anderen Behörde beworben (mit ganz nah an 50), und tatsächlich wäre ich genommen worden. Hab dann aber abgesagt, ich Schisser. Aber es hätte geklappt, also rate ich allen, die mit ihrem Job gar nicht leben können, sich noch einmal zu verändern