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Spiritualität und Gesellschaft

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In einer oft von der Materie dominierten Welt ist eine Besinnung auf das "geistliche" ein erforderliches Gegengewicht.
 
Für mich ist irgendwie wichtig das göttliche in mir selbst zu finden. Ich habe mich unter anderem intensiv mit dem Satanismus von Anton Szandor LaVey und dem Okkultismus von Crowley beschäftigt. Ich finde es wichtig und richtig, dass dort der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht eine von mir getrennte göttliche Kraft. Die destruktiven Aspekte und die ständige Opposition empfinde ich inzwischen als störend. Der Übermensch nach Nietzsche oder Luzifer als weiterentwickelte Prometheus Figur stehen immer in Opposition zum Vater und haben irgendwie einen pubertären Aspekt.
Die Sehnsucht nach Harmonie und eine Aufhebung der Trennung vom göttlichen also die Sehnsucht nach einem vorgeburtlichen Urzustand haben mich inzwischen zum Tai Chi und zur Samarpan Meditation geführt. Ich habe damit wahnsinnige Ergebnisse, aber gestern bei der Gruppen Meditation ist mir der Personenkult um den Guru Samiji voll auf den Sack gegangen. Das einzige was zählt sind ich und das göttliche. Warum brauchen diese Schafe immer diese Vaterfiguren. Vielleicht sind sie einfach im Grunde ihres Herzens kleine Kinder. Es wird Zeit sich weiter zu entwickeln.
Die Maria mit Kind als Verkörperung der Urmutter oder der erleuchtete Buddha veranschaulichen für mich viel besser das Göttliche als der Leidende am Kreuz.
https://m.youtube.com/watch?v=rBEdQW9n81k
 
Zuletzt bearbeitet:
Würde dem vollkommen zustimmen.

Aus der Sicht von Marianne ist es so, dass schon immer alles Gott war und immer Gott sein wird. Und ich stimme dem als Atheist vollkommen zu.

Genau. Das hat schliesslich der Satan in Gestalt der Schlange Eva auch versprochen. (nachzulesen 1. Mose 3) Darum haben wir jetzt so ein wunderschönes Leben auf dieser Welt.
 
@Tsunami

ja so eine Vorstellung von Gott hatte ich auch mal als ich meine Atheist-Phase hatte 🙂 Aber für mich ist Gott mittlerweile so real und existent wie eine reale Person. Ich habe mich sehr gewandelt.... glaube ganz fest. Für mich fühlt es sich wie "wissen" an. Ich warte nur auf den Tag endlich "nach Hause" fliegen zu können...

Wissen ohne zu spüren, dass es für einen selbst die Wahrheit ist, ist totes Wissen und Wissen zusammen mit diesem Gefühl nennt man wohl Glauben. Wenn Wissen gleich Macht ist... Was ist dann Glauben? Ein weiterer Punkt in meiner Assoziationskette wäre an diesem Punkt die Trennung zwischen Wissenschaft und Glaube... irgendwie nicht Stimmig, aber da muss ich noch eine Weile drüber Nachdenken...
Ich beschäftige mich nun seit ungefähr 23 Jahren mit Spiritualität auf einer theoretischen Ebene. Das sich bestimmte Dinge wahr anfühlen habe ich erst seit wenigen Wochen. Durch dieses spirituelle Erwachen ergibt das Puzzle plötzlich ein Bild und ich spüre die vielen Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Religionen, Weltanschauungen...
 
In einer oft von der Materie dominierten Welt ist eine Besinnung auf das "geistliche" ein erforderliches Gegengewicht.
Wobei nicht jeder "nicht spirituelle Mensch" automatisch ein Materialist ist, oder? Siehst du den Begriff Materialist als das exakte Gegenteil zum spirituellen Menschen? Wie würdest du zum Beispiel Kunst, Kultur, Musik, (nichtreligiöse) Philosophie, Dichtung etc. einordnen? Materialistisch? Spirituell? Oder irgendwas dazwischen?
 
Wobei nicht jeder "nicht spirituelle Mensch" automatisch ein Materialist ist, oder? Siehst du den Begriff Materialist als das exakte Gegenteil zum spirituellen Menschen? Wie würdest du zum Beispiel Kunst, Kultur, Musik, (nichtreligiöse) Philosophie, Dichtung etc. einordnen? Materialistisch? Spirituell? Oder irgendwas dazwischen?

Das ist natürlich nicht ganz einfach auseinanderzudröseln.

Zur Spiritualität rechne ich vor allem das freie Individuum im Gegensatz zum passiven Subjekt (das nur von biochemischen Gesetzen regiert wird etc.). Zur Spiritualität gehören in diesem Sinne freies Denken oder allgemeiner freies Handeln.

Jeder ist auch Materialist. Das ist das Tier in ihm. Ich muss essen, atmen etc. Aber als Mensch verfüge ich normalerweise über Freiheit (und Vernunft). Wenn ich mich also den ganzen Tag nur um Essen und Sex bemühe, so könnte man mich als Materialist bezeichnen. Damit werfe ich mein Menschsein weg zu dem auch dieser Spiritualismus gehört.

Eigentlich müßte man den Begriff "Geist" mehr hervorheben, um den des Spiritualismus besser zu verstehen. Materie ist nur der Stoff, der mich umgibt. Der ist zwar auch wichtig, weil ich mich in ihm als freies (und gutes oder nicht so gutes Wesen realisiere). Aber der Geist verschafft mir die Möglichkeit, mich als Mensch einzuordnen und mich nicht blindlings meinen Instinkten oder Trieben zu überlassen.

Das Erkennen der Relation zu Gott ist wohl schon sehr wichtig dabei. Mit Musik und Kunst alleine muss das noch nicht gehen. So mancher Schlagersänger oder Rockstar dürfte Musik eher zum Lustgewinn (zum Spielen derselben oder wegen der Groupies oder des Geldes) ausüben. Bach hatte dagegen wohl einen durchaus spirituellen Bezug.

Zur Spiritualität gehört denn wohl auch eine Art bewußte Verinnerlichung der Erkenntnisstruktur "Gott - Welt - Mensch". Und zu dieser Erkenntnisstruktur ist jeder Mensch von seiner Anlage her fähig und bedürftig.
 
Und zu dieser Erkenntnisstruktur ist jeder Mensch von seiner Anlage her fähig und bedürftig.
Fähig möglicherweise. Bedürftig ist wohl nur ein Teil der Menschen. Ich selbst habe dieses Bedürfnis nie verspürt und erlebe stattdessen meine Bedürftigkeit in Richtung Kunst, Kultur, Musik, Natur, auch ohne spirituellen Bezug.

Deswegen meine Frage, um mich selbst richtig einordnen zu können (bin ich Materialist oder nicht?).
 
Fähig möglicherweise. Bedürftig ist wohl nur ein Teil der Menschen. Ich selbst habe dieses Bedürfnis nie verspürt und erlebe stattdessen meine Bedürftigkeit in Richtung Kunst, Kultur, Musik, Natur, auch ohne spirituellen Bezug.

Deswegen meine Frage, um mich selbst richtig einordnen zu können (bin ich Materialist oder nicht?).

Ich denke, dass jeder Mensch nicht nur Materialist sein sollte und es auch wirklich nicht ausschließlich ist, wenn er sein Menschsein realisiert.

Die Bedürftigkeit zur Spiritualität merkt man dadurch, dass das Weltbild als Nur-Materialist einfach nicht mehr stimmig oder konsistent ist. Vereinfacht ausgedrückt: dem ausschließlich materialistischen Lustmenschen fehlt die Erdung. Vor allem, wenn irgendwann mal die die Lust begünstigenden Faktoren wegfallen und Krankheit, Armut, Einsamkeit Hallo sagen 😉. Dann bricht das materialistische Weltbild zusammen.
 
Dann bricht das materialistische Weltbild zusammen.
Aber habe ich denn ein materialistisches Weltbild? Was gehört zu diesem Weltbild dazu? Habe ich automatisch ein materialistisches Weltbild, sobald ich keine spirituellen Bedürfnisse habe? Und wieso würde dann mein Weltbild zusammenbrechen, wenn ich alt oder krank werde?
 
Zur Spiritualität gehört denn wohl auch eine Art bewußte Verinnerlichung der Erkenntnisstruktur "Gott - Welt - Mensch". Und zu dieser Erkenntnisstruktur ist jeder Mensch von seiner Anlage her fähig und bedürftig.

Ich gebe dir recht, dass die meisten Menschen ein Bedürfnis nach irrationalen Erklärungsmodellen haben.

Wir haben Angst vor dem Tod -> wir möchten gerne weiter leben
Wir möchten gern einen Sinn in unserem Dasein sehen.
Wir haben gern vorgefertigte Erklärungsmodelle -> damit wir nicht selber denken müssen
Uns gefällt die Idee, dass es irgenwann eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt
 
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