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Ist Fremdverlieben ein Betrug?

Ich frage mich, ob es auch Liebe von seiten des Sex-Konsumenten ist, wenn er sich bereitwillig seine Befriedigung mit Erlaubnis des Partners außerhäusig abholt.

Man kann selbst nur entscheiden, ob man den Partner liebt - nicht umgekehrt. Es wäre natürlich schön, wenn der Partner einen auch liebt. Aber das kann nur er entscheiden. Liebe ist einseitig und kein Vertrag. Liebe ist ein Geschenk, was man dem Partner macht. Also kann ich entscheiden, ob ich den Partner liebe.

Auch zweifle ich in vielen Fällen die angebliche Freizügigkeit des "Erlaubnis-Erteilenden" an. Vielleicht redet er oder sie sich die Sache schön oder sie redet unter Druck. Die Leute wissen ja teilweise gar nicht, was wirklich in ihnen vorgeht. Manches wird verdrängt etc.

Einen Druck in Richtung offene Beziehung gibt es in unserer Gesellschaft nicht. Eher umgekehrt.

Wenn es um's Konsumieren von Annehmlichkeiten geht, so drückt man ja gerne mal ein Auge zu. Ein "Hauptsache, Dir geht's gut" vom Partner wird dann gerne schnell akzeptiert.

Es geht nicht darum, ein Auge zuzudrücken. Du hast es immer noch nicht verstanden. Es geht darum, das Glück des Partners zu wollen - zu 100%. Und damit auch Sex mit anderen Partnern zu unterstützen. Etwas anderes ist nicht Liebe, sondern Besitzergreifung. Aus dem Mangelgefühl gespeist, zu wenig Liebe erhalten zu haben und wenigstens noch das kleine bißchen festhalten zu müssen. Nur wer losläßt wird Liebe bekommen.

Ist zwar kein Beweis, aber ich kenne kein einziges Paar, das glücklich eine offene Beziehung lebt.

Das ist wirklich kein Beweis. Bei Deiner Einstellung würdest Du das noch nicht mal bemerken. Nur in einer offenen Beziehung kann es 100%-iges Glück geben, weil man nur in ihr über alle Bedürfnisse offen sprechen kann. So wächst Vertauen und vollständige Liebe.
 
Jusehr und Amatio, ihr diskutiert über zwei gänzlich unterschiedliche Partnerschaftsmodelle. Das ist Stoff für nen eigenen Beitrag

hier finde ich es OT
 
Naja ich meine, wenn ich einen Mann - bei dem es sich nicht um meinen Gatten handelt - nicht mehr aus dem Kopf bekomme und ständig mit ihm auf Arbeit oder in der Freizeit konfrontiert werde, so nach dem Motto Steter Tropfen höhlt den Stein denke ich auch, das in der Beziehung einiges nicht stimmen kann.

Warum flüchtet man sich in Schwärmer- und Träumereien?
Offensichtlich fehlt dann etwas in der Beziehung....
 
Es ist ein für Frauen ganz typischer Irrtum, Sexualität müßte immer etwas mit Liebe zu tun haben. Hat sie aber nicht immer: Es gibt sehr geilen Sex ohne Liebe; und es gibt auch Liebe ohne Sex. Liebe und Sex sind nicht das gleiche; überschneiden sich aber (und dann wird es natürlich besonders schön). Im Rahmen der offenen Beziehung gibt es jedoch sehr wohl einen Zusammenhang zwischen Liebe und Sex mit anderen Partnern: Es geht um den Teil der Sexualität, den man vom Partner in der Beziehung nicht bekommen kann. Und diesen Teil erlebt man dann mit anderen Partnern. Und es ist ein Zeichen von 100%-iger Liebe, wenn man seinem Partner sagt: "Das, was ich Dir nicht geben kann, kannst Du gerne mit anderen Partnern ausleben. Ich habe Dich so lieb, daß ich mir wünsche, daß Du alles bekommst, wonach Du Dich sehnst. Ich freue mich für Dich, wenn Du dadurch zu 100% glücklich bist."
Obwohl schon leicht OT noch ein Tipp dazu: so altruistisch denken die wenigsten. Das Motto lautet mehrheitlich: "Ganz oder gar nicht.". In Partnerschaften und gar schon in Ehen wird (mehrheitlich) genau damit der Exklusivanspruch auf den Partner im Bezug auf Intimitäten begründet. Lieben kann/darf man viele. Doch ist es am Ende des Tages die Frage, ob man weiß, wohin man gehört.
 
Obwohl schon leicht OT noch ein Tipp dazu: so altruistisch denken die wenigsten.

Hallo Einhorn_das_echte,

ich glaube gar nicht, daß das Altruismus ist, sondern stattdessen emotionale Intelligenz: Denn wenn der Partner glücklich ist, bin ich auch glücklich und dann ist auch die Beziehung glücklich. Und wenn ich großzügig zu meinem Partner bin, dann ist er auch großzügig zu mir.

Das Motto lautet mehrheitlich: "Ganz oder gar nicht.". In Partnerschaften und gar schon in Ehen wird (mehrheitlich) genau damit der Exklusivanspruch auf den Partner im Bezug auf Intimitäten begründet.

Genau das ist das Problem: Kein Mensch hat einen Anspruch auf einen anderen Menschen. Jeder Mensch gehört nur sich selbst. Außerdem: Wenn man glaubt, diesen Anspruch zu haben, engt man sich gegenseitig ein und alles wird Routine. Wenn man dagegen weiß, die Liebe des Partners ist ein Geschenk, daß er Dir macht - das schönste und größte Geschenk, das es auf der Welt gibt! - dann ist man auch jeden Tag aufs Neue dankbar für dieses Geschenk!
 
@Aminato: Ich finde deine Gedankengänge grundsätzlich richtig. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich vorher auf diese Art von Partnerschaft verständigt. In der Ausgangsfrage ging es aber darum, ob "Fremdverlieben" Betrug ist und da ist selbst die "offene Beziehung" am Ende.


Ich weiß nicht, welches die genaue Definition von "Fremdverlieben" ist, aber Niemand wird mir meine Gedanken und Emotionen nehmen und wenn ich plötzlich etwas für einen Menschen empfinde und dieser Mensch möglicherweise auch für mich, dann kann ich zunächst einmal nichts dagegen tun, außer mich zusammenzureißen und rational über die Konsequenzen nachzudenken, bevor ich den nächsten Schritt gehe.

Betrug ist aber ein Verbrechen und für ein Verbrechen wird man üblicherweise bestraft. Gedanken, Emotionen und Gefühle überleben jedoch jede noch so üble Strafe. Insofern ist es eigentlich egal, ob man es als Betrug auslegt oder nicht.

Und dann noch ein paar Worte zu der so genannten "Warmwechsler"-Theorie (Ich musste selbst erst nachschlagen, was das überhaupt ist): Nach meinem Verständnis wird jemand ein Warmwechsler bezeichnet, der eine neue Beziehung anfängt, bevor er die vorige aufgelöst hat, weil er sie nicht mehr will, aber auch nicht allein sein möchte. Das mag für einige Fälle vielleicht zutreffen, aber ganz allgemein ist mir diese Theorie ehrlich gesagt einfach zu flach. Klingt für mich wie aus 'nem Lehrbuch für Psychoanalytiker, hat aber oft nichts mit der Realität zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Einhorn_das_echte, ich glaube gar nicht, daß das Altruismus ist, sondern stattdessen emotionale Intelligenz: Denn wenn der Partner glücklich ist, bin ich auch glücklich und dann ist auch die Beziehung glücklich. Und wenn ich großzügig zu meinem Partner bin, dann ist er auch großzügig zu mir. Genau das ist das Problem: Kein Mensch hat einen Anspruch auf einen anderen Menschen. Jeder Mensch gehört nur sich selbst. Außerdem: Wenn man glaubt, diesen Anspruch zu haben, engt man sich gegenseitig ein und alles wird Routine. Wenn man dagegen weiß, die Liebe des Partners ist ein Geschenk, daß er Dir macht - das schönste und größte Geschenk, das es auf der Welt gibt! - dann ist man auch jeden Tag aufs Neue dankbar für dieses Geschenk!
Da scheiden sich wohl die Geister. Den meisten ist Treue und Loyalität nun mal wichtig, Treue auch und vor allem im Bezug auf Intimitäten. Der Exklusivanspruch darauf ist noch kein Eigentumsanspruch am Partner in Form etwa einer Leibeigenschaft. Man hat doch die Wahl. Paßt es nicht, fehlt ein wichtiger Teil in der Beziehung, dann kann man sich trennen/scheiden lassen. Das ist m. E. konsequenter und ehrlicher als: "ich bin glücklich, wenn Du das, was ich Dir nicht geben kann/will, bei anderen bekommst.". Bin ich damit glücklich? Wirklich? ich denke, die meisten verneinen das. Ehrlicher ist da meine Haltung: "Wenn Du ohne mich glücklicher bist, dann trennen sich unsere Wege.". 🙂
 
in meinen augen ist fremdverlieben kein betrug, deutet aber sehr stark darauf hin, dass man mit dem/der falschen zusammen ist - sonst würde man sich nicht verlieben.

fremdverlieben kann aber ganz schnell zu betrug werden, wenn man entweder dem verliebtsein nachgibt (sich treffen, küssen usw), oder sich den "neuen" z.b. beim sex mit dem eigentlichen partner vorstellt.

für mich wäre fremdverlieben ein absoluter einschnitt in die beziehung und ich würde sofort alles hinterfragen, wenn nicht schon vorher geschehen.
 
Da scheiden sich wohl die Geister.

Hallo Einhorn_das_echte,

ja, das stimmt! Beim Thema offene Beziehung gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Viele verstehen auch nicht, was tiefe, bedingungslose Liebe ist, weil unsere Gesellschaft auf dem Prinzip: "Gibts Du mir, dann geb ich Dir!" beruht. Bedingungslose Liebe dagegen ist ein Geschenk, was man einem Menschen macht, ohne dafür etwas zurückzuerwarten; einfach nur deshalb, weil man diesen Menschen so mag.

Den meisten ist Treue und Loyalität nun mal wichtig, Treue auch und vor allem im Bezug auf Intimitäten.

Mir ist Treue und Loyalität auch sehr wichtig. Mir ist nur schleierhaft, warum das ständig mit Monogamie gleichgesetzt wird. Für mich ist Treue 100% zu meinem Partner und seinen Bedürfnissen zu stehen - auch zu denen, die ich ihm nicht erfüllen kann.

Der Exklusivanspruch darauf ist noch kein Eigentumsanspruch am Partner in Form etwa einer Leibeigenschaft.

Eine Leibeigenschaft ist das natürlich nicht, aber eben ein Anspruch. Ich finde es eine absurde Einstellung zu glauben, ich hätte einen exklusiven Anspruch auf Sex mit meinem Partner! Das ist in etwa so, als würde ich von meinem Partner verlangen, er solle nur mit mir sprechen und mit niemandem sonst. Und es ist auch genauso beknackt: Denn wenn mein Partner nur mit mir sprechen würde, wäre er garantiert kein guter Gesprächspartner! Und da Sex - wie sprechen - auch eine Form der Kommunikation ist, gilt hier genauso: Hat mein Partner Sex mit anderen Partnern - am besten eine ganze Menge anderer Partner! - dann ist er auch für mich ein toller Sexpartner! Das Ideal der Monogamie vernebelt einem Großteil unserer Gesellschaft bis heute das Hirn!

Man hat doch die Wahl. Paßt es nicht, fehlt ein wichtiger Teil in der Beziehung, dann kann man sich trennen/scheiden lassen.

Warum soll man sich trennen, wenn man sich liebt und sehr gut harmoniert? Das wäre völlig verrückt!

Das ist m. E. konsequenter und ehrlicher als: "ich bin glücklich, wenn Du das, was ich Dir nicht geben kann/will, bei anderen bekommst.". Bin ich damit glücklich? Wirklich?

Natürlich bist Du dann nicht glücklich, was aber nur an Deiner eigenen Einstellung zu dem Thema liegt. Wenn Du die änderst, dann bist Du glücklich!

"Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen.

Epiktet (griechischer Philosoph 50 - 138)

Es ist also nicht das Fremdgehen, unter dem Menschen leiden, sondern die mehrheitlich von der Gesellschaft dazu verbreitete Vorstellung und Meinung, man habe gefälligst darunter zu leiden. Du willst nicht unter Fremdgehen leiden? - Dann laß es doch einfach! Du bist der Boss in Deinem Leben!

ich denke, die meisten verneinen das. Ehrlicher ist da meine Haltung: "Wenn Du ohne mich glücklicher bist, dann trennen sich unsere Wege.". 🙂

Der Partner ist aber nicht ohne Dich glücklicher, sondern Du kannst ihm vielleicht 90% geben und die restlichen 10% lebt er mit anderen Partnern aus. Insofern ist Deine Einstellung dazu sehr merkwürdig!
 
Hallo Einhorn_das_echte, ja, das stimmt! Beim Thema offene Beziehung gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Viele verstehen auch nicht, was tiefe, bedingungslose Liebe ist, weil unsere Gesellschaft auf dem Prinzip: "Gibts Du mir, dann geb ich Dir!" beruht. Bedingungslose Liebe dagegen ist ein Geschenk, was man einem Menschen macht, ohne dafür etwas zurückzuerwarten; einfach nur deshalb, weil man diesen Menschen so mag.
Bedingungslose Liebe mußt Du mir nicht erklären. Aus diesem Grund habe ich schon mehr als einen Menschen ziehen lassen. Es bleibt einem am Ende sowieso keine Wahl.
Mir ist Treue und Loyalität auch sehr wichtig. Mir ist nur schleierhaft, warum das ständig mit Monogamie gleichgesetzt wird. Für mich ist Treue 100% zu meinem Partner und seinen Bedürfnissen zu stehen - auch zu denen, die ich ihm nicht erfüllen kann.
In gewisser Weise hast Du Recht. Monogamie wurde erst durch größere Gesellschaften eingeführt, damit die Aufzucht des Nachwuchses gewährleistet ist - wovon sich die moderne Gesellschaft ja schon so langsam wieder trennt, Stichwort: Alleinerziehende. Da hüpfen oft Nachkommen von mehr als zwei biologischen Eltern herum, weil es den klassischen "Ernährer" heute nicht mehr gibt.
Eine Leibeigenschaft ist das natürlich nicht, aber eben ein Anspruch. Ich finde es eine absurde Einstellung zu glauben, ich hätte einen exklusiven Anspruch auf Sex mit meinem Partner! Das ist in etwa so, als würde ich von meinem Partner verlangen, er solle nur mit mir sprechen und mit niemandem sonst. Und es ist auch genauso beknackt: Denn wenn mein Partner nur mit mir sprechen würde, wäre er garantiert kein guter Gesprächspartner! Und da Sex - wie sprechen - auch eine Form der Kommunikation ist, gilt hier genauso: Hat mein Partner Sex mit anderen Partnern - am besten eine ganze Menge anderer Partner! - dann ist er auch für mich ein toller Sexpartner! Das Ideal der Monogamie vernebelt einem Großteil unserer Gesellschaft bis heute das Hirn!
Rational verstehe ich Dich schon. Aber erkläre es mal den Milliarden Eifersüchtigen.
Warum soll man sich trennen, wenn man sich liebt und sehr gut harmoniert? Das wäre völlig verrückt!
Da widersprichst Du Dir, Stichwort: bedingungslose Liebe. Wenn der Partner "frei" glücklicher ist...
Natürlich bist Du dann nicht glücklich, was aber nur an Deiner eigenen Einstellung zu dem Thema liegt. Wenn Du die änderst, dann bist Du glücklich!
Wie eben schon geschrieben, die Monogamie wurde abstrakt "erfunden".
"Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen. Epiktet (griechischer Philosoph 50 - 138) Es ist also nicht das Fremdgehen, unter dem Menschen leiden, sondern die mehrheitlich von der Gesellschaft dazu verbreitete Vorstellung und Meinung, man habe gefälligst darunter zu leiden. Du willst nicht unter Fremdgehen leiden? - Dann laß es doch einfach! Du bist der Boss in Deinem Leben!
Vom Leiden bin ich weit entfernt, weil ich mich eben an gesellschaftliche Konventionen halte. Das führt uns zu den Vorstellungen und Meinungen zum Thema, daß größtenteils anerzogen wird - genauso wie z. B. der eigentlich mehrheitlich unterstützte Codex, daß man Frauen nicht schlägt.
Der Partner ist aber nicht ohne Dich glücklicher, sondern Du kannst ihm vielleicht 90% geben und die restlichen 10% lebt er mit anderen Partnern aus. Insofern ist Deine Einstellung dazu sehr merkwürdig!
Es kann aber vorkommen, daß dem Partner die 10% wichtiger erscheinen als der große Rest. Dann greift wieder die bedingungslose Liebe - wenn man die Einsicht denn hat.
 

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