Ich frage mich, ob es auch Liebe von seiten des Sex-Konsumenten ist, wenn er sich bereitwillig seine Befriedigung mit Erlaubnis des Partners außerhäusig abholt.
Man kann selbst nur entscheiden, ob man den Partner liebt - nicht umgekehrt. Es wäre natürlich schön, wenn der Partner einen auch liebt. Aber das kann nur er entscheiden. Liebe ist einseitig und kein Vertrag. Liebe ist ein Geschenk, was man dem Partner macht. Also kann ich entscheiden, ob ich den Partner liebe.
Auch zweifle ich in vielen Fällen die angebliche Freizügigkeit des "Erlaubnis-Erteilenden" an. Vielleicht redet er oder sie sich die Sache schön oder sie redet unter Druck. Die Leute wissen ja teilweise gar nicht, was wirklich in ihnen vorgeht. Manches wird verdrängt etc.
Einen Druck in Richtung offene Beziehung gibt es in unserer Gesellschaft nicht. Eher umgekehrt.
Wenn es um's Konsumieren von Annehmlichkeiten geht, so drückt man ja gerne mal ein Auge zu. Ein "Hauptsache, Dir geht's gut" vom Partner wird dann gerne schnell akzeptiert.
Es geht nicht darum, ein Auge zuzudrücken. Du hast es immer noch nicht verstanden. Es geht darum, das Glück des Partners zu wollen - zu 100%. Und damit auch Sex mit anderen Partnern zu unterstützen. Etwas anderes ist nicht Liebe, sondern Besitzergreifung. Aus dem Mangelgefühl gespeist, zu wenig Liebe erhalten zu haben und wenigstens noch das kleine bißchen festhalten zu müssen. Nur wer losläßt wird Liebe bekommen.
Ist zwar kein Beweis, aber ich kenne kein einziges Paar, das glücklich eine offene Beziehung lebt.
Das ist wirklich kein Beweis. Bei Deiner Einstellung würdest Du das noch nicht mal bemerken. Nur in einer offenen Beziehung kann es 100%-iges Glück geben, weil man nur in ihr über alle Bedürfnisse offen sprechen kann. So wächst Vertauen und vollständige Liebe.