Du kannst das nicht mit einander vergleichen. Denn dann könntest du solche Foren ja gleich dicht machen, mit der Begründung "Heul nicht, anderen geht’s Schlimmer" Dann bräuchtest du auch keine Psychologen und Therapeuten. Antwort auf alles: "Heul nicht, anderen geht’s Schlimmer"
Diese Aussagen habe ich nie getätigt. Die legst du mir in den Mund.
Was glaubst du, warum in Japan die Selbstmordrate so unfaßbar hoch ist ? Wegen der Industrialisierung. Wegen,
Streß, Hektik und mehr.
Unsinn. So "unfassbar hoch" ist die Selbsttötungsrate da gar nicht. Mal ganz davon abgesehen das ich das Wort "Selbstmord" sehr herablassend finde (Mord = besonders verwerfliche Art der vorsätzlichen Tötung) Aber das ist deine Sache
Japan schafft es nicht mal in die Top Ten. Die höchste Suizidrate gibt es in Nordkorea und Guyana. Das sind beides nicht unbedingt Länder der ersten Welt.
Japan liegt allerdings tatsächlich über dem Durchschnitt und im Vergleich zur sonstigen, westlichen Welt an der Spitze. Um das zu verstehen muss man aber auch die japanische Kultur verstehen.
Während in der christianisierten Welt Selbsttötung tatsächlich als Selbstmord stigmatisiert ist, ist das in Japan anders. Die traditionelle Selbsttötung (Sepukku) ist dort tief in der Kultur verankert. Es gilt als ehrbar und gängiger Weg, auch heute noch. Wer mehr darüber wissen will und nicht allzu weit in der Geschichte zurück gehen, mag sich einfach mal mit dem Vergleich von Japan und Deutschland im 2. Weltkrieg beschäftigen. Insbesondere auch der Vergleich der Nürnberger Prozesse gegen die Tokioer Prozesse.
Auch wenn die Regierung versucht dagegen anzukämpfen, das traditionalistische Weltbild bleibt bestehen. Während hier in Deutschland eine Selbsttötung oft als der letzte Ausweg erscheint, ist es dort ein gangbarer Weg auf (vermeintlich) persönliches Versagen usw. zu reagieren. In der japanischen Gesellschaft ist "persönliches Versagen" übrigens viel schneller geschehen als hier. Da ist es vollkommen normal Überstunden bis zur Vergasung zu machen und derjenige der als erster geht (selbst wenn er meinetwegen schon 20 Stunden da war) entschuldigt (!!!!!) sich bei seinen Kollegen das er jetzt schon geht.
Den Punkt das man dort eine ganz andere Lebenseinstellung hat einfach mit einem "Ja ist halt Industrialisierung, Streß und Hektik" wegzuwischen ist schon grenzwertig.
Deutschland übrigens laut Statistik auch Steigend.
Wenn du schon den erstbesten Wikipedia-Artikel nimmst, dann solltest du ihn auch komplett lesen und dich auch mit den Hintergründen beschäftigen, speziell Alters-Suizide. Das Durchschnittsalter liegt nämlich bei 58,3 Jahren bei Männern und 57,1 Jahren bei Frauen.
Die Zahl der Suizide bei über 90-jährigen liegt höher als die bei Menschen zwischen 15-20 (was ja eigentlich das Alter ist, indem man am wenigsten gefestigt im Leben steht). Das ist doppelt interessant weil die Anzahl der über 90-jährigen weitaus geringer ist als die der 15-20 Jährigen. Die höchste Rate liegt übrigens bei den Menschen zwischen 50-55. Nun ist die Frage wieso diese Menschen soo lange unsere ach so furchtbare Gesellschaft ertragen und dann sagen "Ach ne, doch lieber nicht!" Dies dann alles auf Lärm, Stress usw. zu schieben ist ein Schlag ins Gesicht. Viel mehr spielt hier Krankheit usw. eine Rolle.
Klar gibt es hier mehr Menschen die sich entleiben wenn sie meinetwegen mit 50 die Diagnose Krebs bekommen. Das mag in Afghanistan weniger ein Problem sein, was aber auch daran liegen könnte das hier die durchschnittliche Lebenserwartung bei 43.12 Jahren liegt. (und damit sind sie noch nicht mal am Ende der Kette. Das Swasiland hat gerade mal 32.1 Jahre)
aber deine Devise: "Heul nicht, anderen geht’s Schlimmer"
Deine aussage ist schon ein wenig Geschmackslos. Gerade wenn man bedenkt, das in diesem Forum wohl enorm viele Leute unterwegs sind, die deiner Meinung nach auf "hohem Niveau jammern"
Echt? Zeig mir einen Beitrag wo ich zu jemanden gesagt habe "Na du jammerst aber auf hohem Niveau" Das heißt, du wirst dabei glaube ich genau einen finden. Und da ging es um jemanden der sich beschwert hat, dass er keine Freundin kriegt und das Frauen so derb gemein sind.
Alles was ich tue ist aufzuzeigen, dass dieses Forum keineswegs als repräsentatives Abbild der Gesellschaft zu sehen ist und das deine Argumentation oberflächlich ist.
Deiner aussage nach geh ich fast davon aus, das bei dir die Welt bis jetzt, aus reinen Regenbögen bestand ?
Es scheint als wärst du schnell bei der Hand jeden, der nicht deiner Linie folgt in eine Kategorie zu stecken. HA, jetzt konnte ich mir auch ein völlig unqualifziertes Werturteil über dich bilden was mir im wesentlichen, trotz deiner spärlichen Ausführungen bisher, schwerer zu fallen schien als dir.
Mal ganz davon abgesehen, dass es eigentlich unerheblich ist ob mein Leben aus Regenbögen bestand (was es nicht tat) oder nicht kann ich dir so viel sagen. Ich habe die andere Seite gesehen und bin Menschen begegnet den es wirklich dreckig ging.
Natürlich ist es für jemanden ein Schicksalsschlag wenn er keinen Job bekommt, ihm das Herz gebrochen wird oder er Stress hat. Aber fahr doch mal, meinetwegen nach Angola. Guck dir mal an wie die Menschen dort leben und was für Probleme die haben. Wenn das mehr Leute machen würden, wäre zum Beispiel auch das Wort "Wirtschaftsflüchtling" kein Schimpfwort mehr.
Deine Frage WANN man den Bitte krebs bekommt, ist wiederum seltsam. Denn das kann dich jederzeit treffen. Herzinfarkt statistisch ab 40. Teil weiße sogar früher. Ich kann dir gerne alle Fakten verlinken. Aber tu mir nen gefallen, und Vergleich keine Äpfel mit Birnen.
Wahnsinn. Ich sage dir noch was. Du kannst jederzeit, rund um die Uhr daran sterben wenn lediglich eine Ader in deinem Hirn platzt. Dabei ist es ganz egal ob du nun jede Woche 80 Stunden arbeitest und dein Quartier unter einer 24-Stunden Kegelbahn aufgeschlagen hast oder ob du in einer ruhigen Waldhütte lebst und dir täglich die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.
Natürlich macht es einen Unterschied in welchem Alter man statistisch eine Erkrankung bekommt, zumal Krebs heutzutage nicht unbedingt ein Todesurteil ist. Weil man sonst keinen Zusammenhang zwischen der Gesellschaft und dem erhöhten Risiko an XY zu erkranken feststellen kann. In einer Gesellschaft wo alle mit 60 sterben kann zum Beispiel niemand mit 61 einem Herzanfall haben. (ich könnte jetzt auch noch darauf eingehen in wieweit, speziell bei Krebs, wir gar nicht wissen können wie die Zahlen früher waren da es damals mit der Erkennung noch nicht so weit her war. Wobei die Mortalität auch gesunken ist, womit dein Argument auch schon wieder widerlegt wäre)
Aber ja es kann jeden treffen, auch im jungen Alter. Aber wenn wir schon beim Vergleich von Äpfel mit Birnen sind, du kausalisierst hier zwischen unserer Gesellschaft (Lärm, Industrialisierung usw.) und Einzelschicksalen. Natürlich ist es heutzutage statistisch wahrscheinlicher dass ich einen Herzinfarkt kriege als das mir meinetwegen eine Kugel durch den Kopf gejagt wird. Das heißt aber noch lange nicht, dass Kugeln gegen Herzinfarkte helfen (bzw. bleibt das Endergebnis ja gleich wenn wir mal von dem Fall ausgehen das beide in letzter Konsequenz tödlich sind)
Dann überleg dir doch mal wie es vor der Industrialisierung war (und wie gesagt, du kannst es auch heute noch live miterleben wenn der nächste Ferienflug nicht bsp. nach Mallorca geht. Aber sei mit dem Trinkwasser vorsichtig, sonst hast du nichts mehr von der Erfahrung)
Da reichte eine Pestratte aus und es war Essig mit dem Leben. Eben weil es noch keine umfassende, medizinische Versorgung gab. Du bist Bauer und verlierst einen Arm? Pech, keine Sozialversicherung. Wenn du nicht viele Kinder hast die dich durchschleppen, kannst du dir gleich nen Strick nehmen.
Oh und hin und wieder kommt auch mal der Landvoigt vorbei und zwangsrekrutiert dich für den nächsten Krieg.
Im übrigen musst du auch gar nicht soo weit zurück gehen. Vor 70 Jahren stand Deutschland auf einmal in Polen und keinen hat es wirklich gestört. Vor 100 Jahren gab es die letzte, große Pandemie in Europa. Die spanische Grippe hat zwischen 25-50 Millionen Menschen hingerafft. (zum Vergleich, der davor stattfindende erste Weltkrieg hat "nur" 9.7 Millionen Todesopfer gefordert)
Und was dann eben 20 Jahre später passiert ist, dass brauch ich ja nicht erwähnen. Nachfolgende Späße wie der "deutsche Herbst" in den 70er Jahren erscheinen da ja fast marginal.
Jeder der über die böse Gesellschaft, die böse Industrialisierung usw. schimpft und sagt wie hundsgemein heute alles hier ist sollte sich einfach mal überlegen was denn die Alternativen wären. Diejenigen die hier im Forum schreiben gehören entweder zur 1., 2. oder maximal 3. Generation die Worte wie "Krieg", "Hunger" und "Seuchen" nur noch theoretisch kennt. Davor war das Jahrhundert, ja Jahrtausende lang anders.
Der Lärm, der Stress (wobei sich die Art des Stresses ja nur verändert hat. Im Schützengraben zu liegen war auch streßig) usw. sind nunmal der Preis den man dafür zahlen muss das man den Luxus hat sich überhaupt Gedanken darüber zu machen wie stressig doch heute alles ist.