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Gast
Hey Blättchen, es ist ein schweres und blödes Thema und ich habe lange überlegt dir zu schreiben. Es ist auch schwer die richtigen Worte zu finden, womit du etwas wirklich anfangen kannst. Aber ich versuche es mal.
Ich weiß ganz genau, wie es ist einsam zu sein und wenn man alles versucht daraus zu kommen, geht es nicht. Irgendwie will dies und das nicht funktionieren und es kommt einen vor, als wäre dies ein Fluch. Dann trifft man auf Leute die überglüklich sind und die dir sagen, "alles wird gut" und "du wirst schon noch den richtigen finden". Dann drehen die sich um und gehen.
Ich dagegen halte von Therapien gar nichts. Es gibt zwar da Leute die meinen es ernst und bei denen Therapien gut funktioniert haben. Aber sind wir doch mal ehrrlich, selbst helfen kannst nur du dir selber.
Weißt du, als Kind hatte ich mir eingeredet, das ich der letzte aus der Familie sein werde. Das ich einsam enden werde.
Jetzt bin ich Erwachsen und breue den Satz. Klar ich bin immer noch einsam und ich vermisse eine zärtliche Weibliche Seit, die mir Wärme und Liebe gibt.
Ich bin / war schon deswegen sehr oft depressiv und verstand einfach nicht, warum die anderen immer Glück haben, nur ich nicht.
Aber versuche darüber nicht nachzudenken.
Bei mir ist es aber so (zum Glück) das ich mich mit der Zeit automatisch aufpeppe. Ich bekomme dann immer so ein Gefühl und innere Stimme, die mir neuen Mut und Kraft gibt.
Dann frage ich mich nach Monaten / Jahre, warum all dieser Mut und diese Kraft, wenn noch nichts eingetroffen ist? Warum all dieser Glaube, wenn ich immer noch einsam bin?
Aber ich mache dennoch weiter.
Du schreibst, die Zukunft macht dir Angst? Ich kann dich gut verstehen. Man hat solche enorme Angst, vor der einsamkeit, das es einen zerfriesst.
Doch lass erstmal die Zukunft, Zukunft sein und konzentriere dich lieber auf das hier und jetzt. Noch ist die / deine Zukunft nicht verloren.
Die Leute hier im Forum interessiert es oder warum denkst du, Antworten sie dir?
Ist das dein Glaube? Wie wäre es mit den Wort "Hoffnung"?
Was dann? Was ist, wenn du aufgegeben hast? Möchtest du einfach nur liegen bleiben und auf ein Ende warten?
Gab es in dein Leben irgendetwas, was dich zum Lachen brachte? Auch wenn es nur ein kleines Lächeln war? Wenn ja, dann setzt mal da an.
Das Glaube ich nicht. Irgendetwas macht dir sicherlich Freude. Aber weißt du woran ich noch Glaube? An dich.
Klar wir kenne uns nicht, aber spielt dies eine große Rolle? Ich glaube einfach an dich und darauf, das du es zu etwas bringen wirst. Ich glaube daran, das du deine Goldenen Mitte findest und wieder Freude haben wirst.
Ich finde, du bist Stärker als du denkst / glaubst. Du bist viel mehr Wert, als traurig zu sein und aufzugeben.
Erzwinge dir nichts und gib dir selber die Zeit die du brauchst.
Ist bei dir gerade die Sonne? Wenn ja, dann gehe doch mal nach draußen, stell dich an eine guten Platz, schließe die Augen und lass dich von der Sonne anleuchten / die Energie geben die du brauchst. Fühle die Wärme und versuche mal an nichts zu denken. Höre tief in dir hinnein. Oder fragst du dich gerade, "Warum sollte ich dies machen, ich weiß doch was mir fehlt"? Denk einfach nicht darüber nach. Veruche es mal, was hast du schon zu verlieren?
Dieser Tipp ist mir gerade eingefallen, weil die Sonne in mein Zimmer knallt und ich finde, die Idee gar nicht mal so blöd.
Jetzt liegt es an dir. Willst du immer noch aufgeben? Oder lächelst du gerade?
Danke für deine aufmunternden Worte. Es tut immer gut sich verstanden zu fühlen. Auf Menschen zu treffen, denen es zumindest in Teilen ähnlich geht.
Woher kommt das bei dir, dass du von alleine nach einer Zeit wieder neuen Mut und neue Kraft bekommst?
Ach, Freude habe ich schon lange nicht mehr empfunden. Und aufgeben...ich lebe nicht richtig. Ohne Freude, kaum Antrieb, ohne Erfüllung....das ist nur noch ein Existieren.