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verzweifelt, hoffnungslos, einsam, nichts hilft

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 63394
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G

Gelöscht 63394

Gast
Ich leide seit mehreren Jahren schon an Depressionen. Im Moment weiß ich eigentlich gar nicht genau was ich hier suche. Vielleicht Austausch oder einfach meine Gedanken ordnen.
Mir haben Therapien überhaupt nicht geholfen. Habe mich durch die Gespräche nicht besser gefühlt. Sie haben mir auch nicht Schwung gegeben um etwas an meiner Situation zu ändern.
Bin sehr verzweifelt und frage mich was man überhaupt über Depressionen gesichert weiß und wie es überhaupt dazu kommt, dass Therapien und Medikamente als wirksam eingestuft wurden.
 
Hallo, ich habe mich heute hier angemeldet, weil es mir ähnlich geht.

Ich habe bereits zwei Therapeutinen gehabt, aber beide könnten mir nicht wirklich helfen.

AD nahm ich auch ein Jahr, aber es veränderte mich so sehr, dass ich es nicht mehr nehmen wollte. Es machte mich so kühl und emotionslos.

Leider stehe ich immer noch am selben Punkt wie zuvor und weiß nicht, wieso ich nicht einfach wieder aktiv am Leben Teil nehmen kann und offen für neues bin.

Stattdessen finde ich im vornherein alles neue Negativ
 
Hallo Blättchen. Gleiches Problem. Mir hilft prinzipiell Sport (sofern ich den Antrieb finde), die richtigen Menschen um mich herum, eine Perspektive zu haben, und halbwegs geordnete Strukturen/ein geregelter Alltag (sofern er Möglichkeiten für gewisse Pausen und auch mal eine Rückzugsmöglichkeit beinhaltet).

Hast du eine Ahnung, woher deine Depressionen kommen?
Was sind Gründe und Auslöser dafür?
 
Depressionen,,, ja hatte ich auch und kenne dieses blöde Gefühl, was sich kein gesunder Mensch vorstellen kann.

Meine Meinung darüber entspricht aber nicht der offiziellen Doktrin.
Ich denke vielmehr, das es eine kindliche Erinnerung an etwas ist, das man als Kind nicht ertragen konnte. Traurigkeit und Angst sind da wie "Geschwister". Leider ist es so, das man als Kind diese Sachen ins Unterbewußtsein schiebt (aus Schutz), es also einem jetzt garnicht als Erinnerung zur Verfügung steht. Aber da ist dieses Gefühl mit einmal da, diese Traurigkeit (oder starke Angst) von der viele garnicht wissen warum sie eigentlich so traurig sind.

Immer mußte ich mir anhören, das es eine Stoffwechselstörung im Hirn sei. Friss Tabletten und mach die Farmaleute reich. Ja zum Kuckuk wie speichert denn das menschliche Hirn Erinnerungen? Nicht durch Siliziumtransistoren sondern durch chemische Prozesse. Und wenn da eine "Erinnerung" ist, dann schüttet die auch "Chemie" aus um das zugehörige Gefühl zu erzeugen..
Was dafür spricht ist, das man ja als Mensch nicht seit der Geburt so war, sondern das es irgendwann mit einmal DA ist. Immer hat ein Trigger die Vergangenheit aktiviert.

Immer wird nur an den Symptomen rumgebastelt. Am schlimmsten fand ich immer Gespräche. Über was soll man denn reden, wenn es in einem verborgen ist, man es ja selber nicht weis?
Seelisch gesehen empfand ich das Unverständnis der eigenen Umwelt auch sehr schlimm... Jeder Gesunde denkt einfach nur: DER will ja bloß nicht...

Alles was ich mit der offiziellen Seite der Seele erlebt habe war Schrott. Gut, das ist über 20 Jahre her und es wird sich was geändert haben, hoffe ich mal...

Naja, man muß eben wissen woher, dann geht das auch weg.... LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Depressionen,,, ja hatte ich auch und kenne dieses blöde Gefühl, was sich kein gesunder Mensch vorstellen kann.

Meine Meinung darüber entspricht aber nicht der offiziellen Doktrin.
Ich denke vielmehr, das es eine kindliche Erinnerung an etwas ist, das man als Kind nicht ertragen konnte. Traurigkeit und Angst sind da wie "Geschwister". Leider ist es so, das man als Kind diese Sachen ins Unterbewußtsein schiebt (aus Schutz), es also einem jetzt garnicht als Erinnerung zur Verfügung steht. Aber da ist dieses Gefühl mit einmal da, diese Traurigkeit (oder starke Angst) von der viele garnicht wissen warum sie eigentlich so traurig sind.

Immer mußte ich mir anhören, das es eine Stoffwechselstörung im Hirn sei. Friss Tabletten und mach die Farmaleute reich. Ja zum Kuckuk wie speichert denn das menschliche Hirn Erinnerungen? Nicht durch Siliziumtransistoren sondern durch chemische Prozesse. Und wenn da eine "Erinnerung" ist, dann schüttet die auch "Chemie" aus um das zugehörige Gefühl zu erzeugen..
Was dafür spricht ist, das man ja als Mensch nicht seit der Geburt so war, sondern das es irgendwann mit einmal DA ist. Immer hat ein Trigger die Vergangenheit aktiviert.

Immer wird nur an den Symptomen rumgebastelt. Am schlimmsten fand ich immer Gespräche. Über was soll man denn reden, wenn es in einem verborgen ist, man es ja selber nicht weis?
Seelisch gesehen empfand ich das Unverständnis der eigenen Umwelt auch sehr schlimm... Jeder Gesunde denkt einfach nur: DER will ja bloß nicht...

Alles was ich mit der offiziellen Seite der Seele erlebt habe war Schrott. Gut, das ist über 20 Jahre her und es wird sich was geändert haben, hoffe ich mal...

Naja, man muß eben wissen woher, dann geht das auch weg.... LG
Nein, dann geht es nicht weg. Es liegt an Einsamkeit. Und nicht jeder kann etwas an Einsamkeit ändern.
Außerdem geplatzte Lebensträume. Keine Persepktive.
 
Nein, dann geht es nicht weg. Es liegt an Einsamkeit. Und nicht jeder kann etwas an Einsamkeit ändern.
Außerdem geplatzte Lebensträume. Keine Persepktive.

Warum gibt es Menschen die mit Einsamkeit sehr wohl glücklich sind und Andere nicht? Warum gibt es Menschen die Todesangst bekommen, wenn sie auf eine Leiter steigen und Andere die sich aus 3km Höhe glücklich aus dem Flugzeug schmeissen?
Nichts von Alldem ist angeboren sondern es wird geprägt, programmiert und erlernt.
Auch geplatzte Lebensträume haben sehr Viele aber sind die alle so unglücklich? Ich wollte Pilot werden, doch ich hätte "rot leuchten" um das zu dürfen. Bin auch nicht unglücklich deswegen...

LG
 
@Baffy

Ich sehe es ziemlich ähnlich wie du.

Das, was du "offizielle Doktrin" nennst, ist mir so nicht bekannt. Ich lese oder höre, wie sog. "Experten", über die Depression Dinge sagen oder schreiben, die nur zeigen, dass es hierüber verschiedene Ansichten gibt.

Das Problem mit Depressionen ist in Bezug auf die Heilbarkeit sehr ähnlich wie mit sehr vielen anderen psychischen Problemen: Die Schwierigkeit einen Therapeuten zu finden, der in der Lage ist, wirklich zu helfen.
Und da kommt der Punkt, wo ich mit dir übereinstimme: Wenn ein Therapeut gewisse Fähigkeiten und den Mut hat, tief verborgene Konflikte zu suchen, dann kann er vielen Patienten helfen, oft inkl. Heilung.

Freilich gibt es keine Garantie, dass geheilt werden kann, denn es hängt von mehreren Faktoren ab und niemand kann im Voraus sagen, wie es ausgehen wird. Das weiß man einfach nicht.

In dem Punkt, wo ich so sehr mit dir übereinstimme, nämlich in der tief verborgenen Quelle aus der Kindheit, genau in dem Punkt sehe ich aber etwas auch anders als du: Du schreibst "Über was soll man denn reden, wenn es in einem verborgen ist, man es ja selber nicht weis?". Das stimmt.
Ja, natürlich weiß man es (oft) nicht, aber es geht ja auch nicht darum, dass man hingeht und gleich nach 4-5 Sitzungen auf das Problem zu sprechen kommt.

Eine Psychotherapie kann lange dauern, sehr lange. Oft so lange, dass die Krankenkasse sie nicht mehr bezahlt. Das ist ein Problem, ein sehr großes sogar, ganz sicher.
Wenn man aber die Zeit hat und wenn der Tharapeut einer ist wie oben beschrieben, dann tauchen nach einem, nach zwei, nach 6 oder 7 Jahren doch Dinge auf, die einem vorher nicht, gar nicht bewusst waren - wie aus einem anderen Leben.

Entscheidend ist der Wille des Therapeuten, danach zu suchen und sein Mut, denn das, was da hochkommt, sind keine Kleinigkeiten.
Das ist ja auch der Grund, warum sie so gut versteckt sind. Der Patient selber hat oft eine unbeschreibliche Angst davor, sich daran zu erinnern. Diese Zustände können oft mit einem Gefühl einhergehen, die einen glauben lassen, dass man das nicht wird überleben können.
Es sind extreme Erregungszustände möglich.
Das ist auch mit ein Grund, warum viele Therapeuten selber Angst davor haben (unbewusst!) und gar keine Bereitschaft und keinen Mut, nicht einmal den Willen, danach zu suchen.

Ohne aber den Willen des Therapeuten, wirklich danach zu suchen, kann man als Patient sogar viele Jahre reden und reden und es bringt nichts, weil das Problem nicht berührt wird.
Der Therapeut hat Angst und weiß nichts von seiner Angst, der Patient hat auch Angst und so bleibt das eigentliche Problem weiter bestehen und mit ihm meistens die Depression.
Man bekommt dann oft Tabletten und "gut" ist.
Und manche "Experten" (Psychiater, darunter sogar manchmal ziemlich bekannte oder Psychotherapeuten) verkünden dann, Depressionen seien unheilbar etc.
Nicht alle sehen es so, aber doch auch nicht wenige.

Und Laien oder Betroffene glauben dann entweder dem einen oder dem anderen.
 
Das mit den Erfahrungen mag stimmen. Diese müssen aber nicht (nur) in der Kindheit gemacht worden sein, und es muss nicht einmal eine ("objektiv") besonders schwerwiegende Erfahrung sein, es geht dabei viel eher um die Überzeugung, die aus der gemachten Erfahrung/den gemachten Erfahrungen entsteht.

Diese sind meistens eben die Überzeugungen, dass es hoffnungslos ist, dass man wenig/weniger/nichts wert ist, dass man machtlos ist, dass grundsätzlich das Negative die Realität ist.

Aufgrund dieser inneren Überzeugungen entwickeln sich dann alle weiteren Symptome, weil das Ganze dem Gehirn "logisch" vorkommt und damit "real" wird.

Also müssen diese "Überzeungen" korrigiert werden. Und das geht tatsächlich nur dann, wenn man in der Logik argumentiert, die das Gehirn bereit ist zu gehen. Man muss gemachte Überzeugungen/Erfahrungen für das Gehirn logisch und nur damit glaubhaft und damit real, verändern, dann ist, die Formulierung beinhaltet es schon, die Realität bereits anders - und die Depression erledigt.

An die Punkte zu kommen, an denen die "logische Schlussfolgerung" in die falsche Richtung ging, und sie dann korrigieren zu können, kann mitunter tatsächlich schwierig sein. Es baut eben alles auf gemachten Erfahrungen und dadurch gewonnen "Erkenntnissen" auf, jeder Gedanke. Das Gehirn handelt grundsätzlich logisch. Es kann also mitunter weit zurückliegen - muss aber nicht.
 
Hi "heute"..

Ich stimme mit dem meißten deines Textes überein, habe aber auch meine eigenen Erfahrungen gemacht.

Mir sind immer wieder Menschen über den Weg gelaufen die einfach sagen: Nein in meiner Kindheit war nix, ich war ein glückliches Kind und hatte gute, liebevolle Eltern. (das dachte ich auch, bis ich durch meine Erinnerungen das Gegenteil bewiesen bekommen habe)

Therapeuten sind auch nur Menschen und wenn sie gesund sind, ist es sehr schwierig den Zustand von plötzlich auftretender Todesangst oder extremer Traurigkeit zu verstehen. Wenn man das nie selber erlebt hat weis man eigentlich garnichts. Seelisch gesunde Menschen begreifen einfach nicht, das man gegen sein Unternewußtsein nicht ankommt, das man ihm nichts befehlen kann.

Mir hat es das Leben gerettet, das da ein Mensch war, der mir in logischen Zusammenhang das alles erklärt hat. Wie und woher Depressionen und Todesängste kommen, wie sie entstehen und warum. Wie ein Mensch und dessen Hirn und Seele zusammenarbeiten. Etwas, was ich nie in meiner 15-jährigen Leidensgeschichte von einem dieser "Experten" zu hören bekommen habe.

Für mich waren das Dinge über die ich nachdenken konnte. Letztendlich ganz ohne Gespräche oder Psychologen kam mir die lange verdrängte Ursache für mein persönliches Leid vor die "Augen".


LG
 

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