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Verliebt in meine lehrerin

Hallo an alle,

Kann mir jemand Erfahrungen mit Schüchternheit mitteilen?

Ich bin irgendwie enttäuscht von mir selbst. Ich bin überhaupt nicht schüchtern! Kein Stück. Auch nicht bei neuen Leuten, aber bei ihr(B), bin ich es und mittlerweile nervt mich das. Sie ist sehr offen und ich habe immer so viele Chancen weiter mit ihr zu reden, aber ich raff nicht, wieso das nicht klappt. Und wenn sie dann weg ist, bin ich einfach traurig und bereu das alles. Ich kann mich natürlich nicht beklagen, weil ich glaube, dass sie das auch nicht stört bzw. gar nicht so richtig merkt, auch so ist alles eigentlich perfekt, aber ich merk das und ich denke mir dann immer, dass es noch viel schöner hätte sein können.

Bräuchte ein paar Tipps. 🙁

Viele Grüße
 
Wenn jemand Lust bzw. Zeit hat zu erzählen würde es mich mal interessieren von denen die ihre Lehrer nicht mehr im Unterricht habe, wie sich eure Gefühle verändern haben (viele behaupten ja immer wenn man wen nicht mehr täglich sieht dann verschwindet auch irgendwann dieLiebe) oder auch wie oder auf welche Weise die Beziehung zu der Lehrerin bzw. dem Lehrer sich verändert hat. Würde mich mal sehr interessieren... Ich stelle mir im Moment oft die Frage wie sehr man jemanden lieben kann, den man womöglich kaum mehr sieht...

Ich schätze mal, das kommt sehr stark darauf an, inwieweit nach der Schulzeit noch weiterhin Kontakt besteht. Meine Lehrerin (N) ist vor über einem Jahr gegangen, weil sie ihr Kind bekam. Vielleicht machte es das rückblickend sogar etwas leichter für mich: Die Hoffnung, dass ich nicht komplett loslassen muss, sondern dass sie vielleicht noch während meiner Schulzeit zurückkommt (ironischerweise ist genau das inzwischen meine Horrorvorstellung). Während der ersten Monate habe ich noch versucht, den Kontakt mit ihr per Mail zu halten. Wir hatten uns aber ohnehin schon deutlich entfremdet und irgendwann blieben ihre Antworten aus. Das hat mich wahnsinnig gemacht, da ich sie unglaublich vermisste und ständig meinen Posteingang anstarrte, wartend ... Die Zeit war schlimm, ich hatte ständig Albträume, die meistens nur daraus bestanden, dass sie mich ignorierte.
Ich habe ihr irgendwann nochmal gemailt, vor etwa einem halben Jahr, kurz und ohne eine Antwort herbeiführen zu wollen (zwei Sätze ohne irgendwelche Fragen). Eine kurze Antwort kam von ihr. Ich habe ihr nie darauf geantwortet. Und für mich war das der richtige Weg; nun weiß ich, dass ich es war, die bewusst den Kontakt abgebrochen hat. Ich muss nicht mehr warten und das ist unendlich befreiend.
Seitdem denke ich tatsächlich kaum mehr an sie, und wenn, dann relativ neutral. Natürlich ist sie mir weiterhin irgendwie wichtig und ich will, dass es ihr gut geht. Aber mehr ist es nicht mehr. (Deshalb auch die Angst, dass sie zurückkommt und das Ganze wieder anfängt.)

Ich muss gestehen, dass ich eure Geschichten noch nicht ganz im Kopf gespeichert und euch zugeordnet habe, also kann ich zu dir gerade nicht spontan Bezug nehmen ... Möchtest du denn den Kontakt zu deiner Lehrkraft halten? Ich möchte nicht prinzipiell davon abraten, es zu versuchen; hätte ich damals ein besseres Verhältnis zu jener Lehrerin gehabt, hätte das vielleicht auch funktionieren können, ohne dass ich völlig unglücklich geworden (/geblieben) wäre.


@Foxy7:
Ich bin wahrscheinlich viel zu schüchtern (wenn nicht gar soziophob), um das gut beantworten zu können ... Wie ist das denn, traust du dich vor allem nicht, wenn du sie siehst? Oder weißt du nicht, was du sagen sollst? Es mag merkwürdig klingen, aber um ins Gespräch mit meiner Lehrerin (A) zu kommen, in die ich aber übrigens nur platonisch verliebt bin 😀, habe ich mir früher zeitweise tatsächlich Listen mit möglichen Gesprächsthemen angelegt, die ich dann aufgreifen konnte. Ich habe dann meistens ein schulisches Thema als Einstieg und Grund zum Ansprechen genommen (da ich mich sowieso sehr für ihr Fach interessiere) und bin dann zum Privaten übergegangen, dank ähnlicher Interessen. Und natürlich verlaufen diese Gespräche dann nie so, wie man sie hinterher plant; meistens bin ich bei A kaum dazu gekommen, viel zu sagen, da sie selbst so unglaublich gerne redet. 😉


Auch von mir eine Frage in die Runde:
Und (an alle): Wie verhaltet ihr euch gegenüber jenen Lehrkräften? Packt ihr nach den Stunden extra langsam zusammen, sprecht ihr sie ständig an, seid ihr oft zufällig dort, wo sie Aufsicht hat? Und falls ihr bereits am Ende eurer Schulzeit seid oder längst nicht mehr SchülerInnen: Was würdet ihr rückblickend anders machen, wie würdet ihr euch verhalten und mit euren Gefühlen umgehen?
In meinem Kopf hatten diese Fragen noch wesentlich mehr Sinn ergeben, ich hoffe, es macht so trotzdem noch halbwegs Sinn.
Unterdrücken ist vermutlich nicht hilfreich, richtig? Ich bin, was Gefühle für Lehrkräfte betrifft, nämlich Wiederholungstäterin und es nervt.

Viele Grüße
Berry
 
Ich dachte immer meine Gefühle werden weniger, wenn sie nicht mehr da ist oder spätestens dann, wenn ich selbst nicht mehr zur Schule gehen muss. Da habe ich mich wohl getäuscht. Meine Gefühle sind noch genauso wie am Anfang. Es hat sich rein gar nichts daran geändert...

Naja Herzchen, Loslassen fängt mit Loslassenwollen an.
Du hältst das ganze ja auch mit aller Macht in Deinem Erleben und Empfinden wach.

Wenn Du nicht loslassen WILLST, wird alle Zeit der Welt nichts nutzen.
 
Ich habe ihr irgendwann nochmal gemailt, vor etwa einem halben Jahr, kurz und ohne eine Antwort herbeiführen zu wollen (zwei Sätze ohne irgendwelche Fragen). Eine kurze Antwort kam von ihr. Ich habe ihr nie darauf geantwortet. Und für mich war das der richtige Weg; nun weiß ich, dass ich es war, die bewusst den Kontakt abgebrochen hat. Ich muss nicht mehr warten und das ist unendlich befreiend.
Seitdem denke ich tatsächlich kaum mehr an sie, und wenn, dann relativ neutral. Natürlich ist sie mir weiterhin irgendwie wichtig und ich will, dass es ihr gut geht. Aber mehr ist es nicht mehr. (Deshalb auch die Angst, dass sie zurückkommt und das Ganze wieder anfängt.)

Naja, einen ohnehin quasi nicht (mehr) existenten Kontakt durch ein Nichtantworten auf eine Antwort auf die EIGENE Kontaktaufnahme als Kontaktabbruch zu werten ...puh...lügst Du Dir da nicht ganz schön selbst in die Tasche?

Ich denke, es ist eher eine Illusion von Kontrolle über die Situation, die Du naturgemäß nun mal nicht kontrollieren konntest (ihre Gefühle und ihr Verhalten)


Wenn Du wirklich abgeschlossen und wirklich "bewusst" den Kontakt abgebrochen hättest, müsstest Du ihre Rückkehr nullkommanull fürchten.
Echtes Loslassen hat auch etwas mit Ehrlichkeit sich selbst gegenüber zu tun.
 
@Foxy7:
Ich bin wahrscheinlich viel zu schüchtern (wenn nicht gar soziophob), um das gut beantworten zu können ... Wie ist das denn, traust du dich vor allem nicht, wenn du sie siehst? Oder weißt du nicht, was du sagen sollst? Es mag merkwürdig klingen, aber um ins Gespräch mit meiner Lehrerin (A) zu kommen, in die ich aber übrigens nur platonisch verliebt bin 😀, habe ich mir früher zeitweise tatsächlich Listen mit möglichen Gesprächsthemen angelegt, die ich dann aufgreifen konnte. Ich habe dann meistens ein schulisches Thema als Einstieg und Grund zum Ansprechen genommen (da ich mich sowieso sehr für ihr Fach interessiere) und bin dann zum Privaten übergegangen, dank ähnlicher Interessen. Und natürlich verlaufen diese Gespräche dann nie so, wie man sie hinterher plant; meistens bin ich bei A kaum dazu gekommen, viel zu sagen, da sie selbst so unglaublich gerne redet. 😉

Ja, ich bin unglaublich nervös, wenn ich sie sehe, habe aber keinen Grund dazu. Naja, ins Gespräch zu kommen ist nicht das Problem, wir haben zu viele Themen über die wir reden könnten 😀. Aber ich würde ihr einfach gerne viel mehr über mich selbst erzählen, damit das alles noch vertrauter wird, aber ich bekomme z.B. nur ein ,,Ja'' und ,,Bei mir auch'' raus. Ja, sie redet auch sehr sehr gerne und ich höre ihr so gerne zu, führt schließlich bestimmt auch dazu, dass ich gar nicht reden will. :herz:
 
Hallo zusammen!

Als erstes vielen dank für die ganzen lieben antworten! Ich freue mich echt sehr das alles lesen zu dürfen! Ich würde gerne auf jede Antwort einzeln eingehen, aber die Hälfte habe ich schon beim Anfang vom Lesen wieder vergessen, da es echt viele antworten mit eigenen Erlebnissen und Erfahrungen waren, die mich wieder motiviert haben. Ich bin wieder total durcheinander. Ich weiß selbst nicht wieso, aber ich denke so sehr wie ich die Gefühle verdrängen wollte, sind sie alle wieder auf einmal genauso stark wieder hochgekommen. Man ist echt in so einer misslichen Lage, wo man sich echt machtlos fühlt. Wisst ihr, ich bin mir selbst nicht mehr so sicher beim Gestehen der Gefühle. Ich will es schon gerne, nur denken ich, sowie ich mich kenne, werde ich es gar nicht erst wagen, einfach weil ich keinen Mut habe es zu tun. Theoretisch habe ich ja nach meinem Abschluss nichts mehr zu verlieren.
Wie ist es bei euch zur Zeit?

LG.
 
Wenn jemand Lust bzw. Zeit hat zu erzählen würde es mich mal interessieren von denen die ihre Lehrer nicht mehr im Unterricht habe, wie sich eure Gefühle verändern haben (viele behaupten ja immer wenn man wen nicht mehr täglich sieht dann verschwindet auch irgendwann dieLiebe) oder auch wie oder auf welche Weise die Beziehung zu der Lehrerin bzw. dem Lehrer sich verändert hat. Würde mich mal sehr interessieren... Ich stelle mir im Moment oft die Frage wie sehr man jemanden lieben kann, den man womöglich kaum mehr sieht...

Die Beziehung zueinander hält seit nunmehr 20 Jahren und ist stärker denn je.. Sehr close, sehr vertraut... Und die Liebe.. ja... ich dachte wir hätten uns auf der besten Freundinnen Ebene entwickelt... aber wie sagt man so schön, alte Liebe rostet nicht und machmal kommt der Zeitpunkt, da muss man dann erkennen, dass die Schmetterlinge sich über all die Jahre zu ausgewachsenen Adlern entwickelt haben - beidseits.
 
Und (an alle): Wie verhaltet ihr euch gegenüber jenen Lehrkräften? Packt ihr nach den Stunden extra langsam zusammen, sprecht ihr sie ständig an, seid ihr oft zufällig dort, wo sie Aufsicht hat?

Den Wunsch danach verstehe ich gut. Hauptsache Kontakt, Hauptsache in ihrer Nähe sein-.
Aber....
im Leben hätte ich das nicht gemacht. So ein Kindergartenverhalten bringt nicht nur nichts- ich hätte Angst gehabt, mich als peinlich und unreif zu outen und mich so komplett uninteressant zu machen.


Was würdet ihr rückblickend anders machen, wie würdet ihr euch verhalten und mit euren Gefühlen umgehen?

Schwer zu sagen.
Ich bin ihr sehr, sehr nahegekommen. Oberflächlich betrachtet könnte man also sagen : alles richtig gemacht.

Dennoch würde ich etwas anders machen: ich würde mich nicht noch einmal auf eine Beziehung zu einer ehemaligen Lehrerin einlassen.....
 
So, ich hab mich auch mal angemeldet, ich bin die ehemalige Gast2310 🙂 Würde mich freuen wenn jemand auch Lust hat mit mir sich ein wenig über privat Nachrichten auszutauschen weil man hier ja auch nicht alles schreiben möchte aus Angst vielleicht erkannt zu werden.

@ilmli: das klingt toll... wie hat es sich bei dir nach der Schulzeit ergeben dass der Kontakt aufrecht erhalten ist?
@Strawberry @foxy7: bei mir ist das so eine Sache, denn auf der einen Seite möchte ich auch immer so viel es geht mit ihm reden, aber auch wie foxy beschreibt manchmal verschlägt es einem förmlich die Sprache. Ich habe jetzt für mich den weg gefunden ihn zumindest manchmal von mir aus anzusprechen auf irgendwas, um dem Eindruck entgegenzuwirken das ich mich vielleicht nicht für ihn interessieren könnte. Weil sonst im Gespräch schaffe ich es auch oft nicht so offensiv zu sein...😉
 

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