Das Gesetz macht Sinn, das bestreitet ja gar niemand. Es hilft aber nicht, wenn es nur Aussage gegen Aussage gibt.
Doch ich bestreite es...
1. Alles andere als ein klares und wörtliches "Ja" zur Einwilligung kann fehlinterpretiert und als Einwilligung gedeutet werden, obwohl diese nicht vorhanden ist. -> Das Problem ist die meisten Menschen fragen aber nicht vorher explizit, sondern die Einwilligung wird eher beiläufig durch Gestiken und Mimiken etc. eingeholt (Gefahr der Fehlinterpretation)
2. Einwilligung kann auch während des Aktes enden, aus welchen Gründen auch immer, ist es dann plötzlich keine Vergewaltigung mehr, weil sie vorher "Ja" gesagt hat, aber mittendrin merkt sie möchte es doch nicht, aber jetzt hört er/sie nicht mehr auf? Ja heißt schließlich ja...
🙄
3. Nein heißt Nein reicht vollkommen. Frauen sind erwachsene Menschen und ich erwarte von solchen, genauso wie von Männern, dass diese Nein sagen, wenn sie etwas tatsächlich nicht wollen. Menschen denen zugetraut wird zu wählen, sollte so viel Selbstverantwortung schon zugetraut werden (Ausnahme sind natürlich Androhung von Gewalt oder VG im Schlaf, eben wenn Opfer sich nicht wehren können.
-> Stattdessen soll sich die ganze Welt auf absurde weise ändern, nur um sicher zu gehen, dass keine Vergewaltigung stattgefunden hat. Dabei tut es das nicht, siehe oben, es wird auch nicht leichter Täter/in zu bestrafen/finden etc. weil am Ende immer noch Aussage gegen Aussage besteht.
-> Was wird der nächste Punkt sein, wenn man merkt, dass das Gesetz scheiße ist? Tatsächliche Beweiskehrumlast? Noch absurdere Methoden Einwilligung zu dokumentieren.
Jede Vergewaltigung ist scheußlich und ich wünsche allen Tätern egal ob m/w nur das schlechteste, aber diese sexual Straftaten machen nur einen sehr kleinen Teil aus, gott sei dank, und ja jede VG ist zu viel, aber hier sollen wieder 95% ihr Verhalten umändern, die nie Probleme hatten, weil 5% sich nicht benehmen können und die sich von solche Sachen wie Ja heißt Ja / Nein ist Nein, nicht scheren.