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Die weltbewegende Musik stirbt

Ich war ja der totale David Bowie Fan. Zu meiner Zeit gabs ja noch Schallplatten. Die hatte ich alle von ihm. 3 Konzerte hab ich besucht. Sogar meine 12 Jahre jüngere Schwester war ein Fan von ihm.
 
Ich bin 24 und höre auch viel alte Musik. Die ist einfach besser als die heutige Musik, ich bin aber einfach nicht daran gewöhnt.

Ich kenne Michael Jackson oder Madonna nicht, ich habe ihre Karrieren nicht mitbekommen. Als ich bewusst Musik gehört habe, waren deren Zeiten doch schon vorbei. Trotzdem kenne ich beide Künstler und mindestens einen Song, das heißt nicht, dass ich die nicht wertschätze aber ich kenne die nicht so.

Bei uns waren's damals Nelly Furtado, Shakira, Timberlake, Britney Spears, viel Hip-Hop, Timberland, Bushido... dann kam irgendwann Lady Gaga, deren Karriere ich von Beginn an mitbekommen habe. Die ganzen Frauen im Musikbusiness sind plötzlich aufgestiegen: Beyoncé, Pink, Adele, Rihanna.
Früher waren Bands en vogue, jetzt versucht jeder auf solo zu machen.
Tokio Hotel singt plötzlich englisch und Schlager ist gerade in Deutschland ganz oben...

Aber die Musik ist einfach schlechter geworden. Durch Social Network ist auch alles etwas oberflächlicher geworden, es geht nur noch darum, Likes abzustauben, beliebt und berühmt zu sein.

Es gibt mittlerweile keinen Sänger, wo ich sagen würde: wow, der hat mich richtig geflasht. Wann habe ich mir mal das letzte physische Album gekauft? Puh, das war lange her. Was ist der letzte große Hit gewesen? "Despacito" wurde mal kurzzeitig gehyped und auf YouTube totgespielt. Den hört mittlerweile auch keiner mehr, deswegen hat der Sänger schnell einen Nachfolger produziert, damit er nicht in Vergessenheit gerät.

Ich bin mittlerweile auf Türkische Popmusik umgestiegen - dort sieht es auch nicht besser aus, aber dort sind die Sänger/Sängerinnen zumindest nicht so verbraucht wie in Amerika.

Vielleicht wird die Popmusik auch aussterben, wenn nicht mal eine neue Revolution kommt.

Stattdessen versuchen die Plattenlabel entweder die alten Knacker von damals wieder ins Rampenlicht zu zerren, kurz vor die abkratzen oder man versucht diese einfach durch junge Stars zu ersetzen.
Als ich "I feel it coming" von Weeknd im Auto abgespielt habe, hat meine Mutter ernsthaft gedacht, das wäre Michael Jackson. Der Typ hat sogar den Gesangsstil mit der Schnappatmung von Jackson imitiert. Das wurde doch mit Absicht so gemacht. Wenn man sich sein Video anschaut, merkt man auch verdächtige Dancemoves.
Bruno Mars sieht mittlerweile auch aus wie Jackson mit Anfang 20.

Und diese Alina ist ein billiger Abklatsch von Adele. Sogar ihr Video hat den gleichen Farbfilter wie "Hello"...also bitte.
 
Du sagst es: Es scheint, als würde es momentan an neuen Ideen fehlen, aber das glaube ich nicht: Neue Ideen sind da- es fehlt lediglich am Mut der Investoren, neue Ideen auf den Markt zu bringen. Da macht man dann lieber ein billiges Cover von irgendwas bewährtem, als dass man zB einer pickligen Jungsband mit tollen Ideen und eigenem Sound einfach mal eine Chance gibt. Heute will keiner mehr ein Risiko eingehen: Es geht nur noch um Gewinnmaximierung, aber nicht mehr darum, neues zuzulassen. Das ist wohl in allen Stilrichtungen inzwischen so. Egal ob Rock, Pop oder Klassik.
Diese typische Geschichte: "vom Tellerwäscher zum Millionär" ist deswegen leider unmöglich geworden. Wer keine Connections hat und keine Lust hat (oder nicht die Figur) sich beim singen im Bikini zu räkeln, der hat kaum mehr eine echte Chance. Egal wie gut er/sie ist.
 
Ich glaube das nicht. Gute und "weltbewegende" Musik wird immer da sein. Die Beatles, Bob Dylan, die Stones und viele, viele andere werden ( oder sind bereits ) Klassiker, die genau wie bestimmte klassische Musik sicher Jahrhunderte überleben werden.
 
AW: Die Musik stirbt

Ich werde mir wohl einige Feinde machen, wenn ich das jetzt schreibe, aber: mir geht dieses "Elitedenken" ziemlich auf den Senkel. "Du bist nur dann ein echter Fan, wenn du die Kriterien X, Y und Z erfüllst!" Was soll das? Ist es nicht egal, was man hört und seit wann, solange man Spaß an der Musik hat?
Ich z.B. fand schon als Kind Rammstein und Oomph! ziemlich geil, aber fragt mich bitte nicht, welches Lied von welchem Album ich am besten finde. Ich kann die Namen der Bandmitglieder nicht aufzählen, ich kenne ihre Gründungsjahre nicht aus dem Kopf, ich war noch nie auf einem Konzert, besitze gerade mal zwei CDs von Oomph!, . . . Wenn man Echte Fans[SUP]TM[/SUP]​ fragt, bin ich wohl einer dieser schrecklichen Mitläufer. So what? Was ist so schlimm daran, wenn ich die Musik genieße, ohne zig Eckdaten zu kennen?

Du machst Dir sicher keine Feinde wenn Du Deine Meinung kundtust. Zumindest nicht bei mir. 🙂

Und um Elitedenken geht es nicht, vielmehr um das Beispiel mit dem Typen, was Rose gebracht hat. Der wusste noch nicht einmal wer der Sänger auf der Bühne war, ging davon aus, es handele sich um Bon Scott - der seit 1980 tot ist...ich denke, daran erkennt man, welchen Stellenwert eine Band und ihre Musik für denjenigen wirklich hat.

Nämlich offenbar gar keine.

Klar kann jeder jede Musik genießen, aber es zeigt sich halt, wer sich wirklich mit der Band, der Musik und dem ganzen Kontext beschäftigt, wem das alles wirklich etwas wert ist oder wer nur 2, 3 Songs mal irgendwo aufgeschnappt hat ohne sich Gedanken zu machen.

Und um auf Rose´ Beispiel zurückzukommen, ich finde schon dass man wissen kann / sollte, dass einer der berühmtesten Sänger aller Zeiten leider längst verstorben ist und wer stattdessen auf der Bühne steht. Ich zumindest würde mich, ehrlich gesagt, in Grund und Boden schämen, wäre ich dieser Typ auf dem Konzert gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube das nicht. Gute und "weltbewegende" Musik wird immer da sein. Die Beatles, Bob Dylan, die Stones und viele, viele andere werden ( oder sind bereits ) Klassiker, die genau wie bestimmte klassische Musik sicher Jahrhunderte überleben werden.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es die Erde noch hunderte Jahre gibt. Nicht einmal 1hundert.

Aber gute Musik bleibt, das denke ich auch.


Und auch, dass wir nicht verlangen können, dass sie den Jüngeren auch gefällt. Da kommt ja auch unsere Jugendzeit dazu, die Erlebnisse, die man mit den Sängern und Gruppen verbindet.

Ist ja auch ok so. Wenn die Generationen unterschiedliche Geschmäcker haben. So krasse Unterschiede wie früher, wo Mutter statt mit Roy Black "schön ist es auf der Welt zu sein..." plötzlich mit Deep Purple beschallt wurde, gibt es ja auch nicht mehr.
 
AW: Die Musik stirbt

Jeder Sänger ist fast "belibig" austauschbar. Das spürt eigentlich jeder, der sich mit dem Kontext beschäftigt und die Stimmen vergleicht, die von immer wieder - den selben "Machern und Produzenten" und bei allerlei Bands, egal ob der Sänger mal gestorben ist oder weiterlebt...ins Mikrofon, synchronisiert, verändert und angepasst werden.

Deshalb; Wer meint sich mit dem Thema zu beschäftigen und deshalb "die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben", der hat noch lange nicht die Quellen gefunden, wo Musik herkommt, welchen Sinn und Macht sie hat.

Es klingt dann ähnlich so, wie wenn Kinder sich unterhalten;

"Was, Du hast keine Levis-Jeans, dann kannst Du auch nicht mitreden."


Es kommt auf das Genre an. Ein Mitglied einer Boygroup ist austauschbar. Aber als Till Lindemann, James Hetfield, oder Campino bist du nicht austauschbar, um mal ein paar bekannten Namen zu nennen.


Klar kann man das wissen.
Es ist halt NULL-Aussagefähig und kann für keinerlei Klassifizierung, Einordnung, oder Herabwürdigung anderer, die das nicht so machen herhalten, wenn man schön auswenig lernen kann.

Wenn Du und Rose sich dafür in Grund und Boden schämen möchten, Rose gar deshalb in Hass gerät, dann kann man Euch u.A. in dem Fall eigentlich auch nur bemittleiden und Euch gute Besserung wünschen.


:lautlachen:


Sowas gehört zur Allgemeinbildung und der Typ hat sich komplett zum Horst gemacht.
 
Naja, auf der einen Seite halte ich es schon für wichtig, dass man sich mit Musik einigermaßen auskennt und die großen Künstler, die unsre Musik prägen kennt, aber ich habe mich in gewisser Weise mit der Unwissenheit abgefunden und ich weiß auch garnicht, ob dads unbedingt schlimm sein muss. Zumindest sagt es nicht darüber aus, ob die Musik wirklich weltbewegend ist, oder ob der Zuhörer ein tiefes Empfinden hat.
Ich meine: Mal ehrlich- Bach, Beethoven, Mozart und co haben unsere Musik viel mehr geprägt als die Beatles: Aber Hand aufs Herz: wer von euch kann Leute wie Bach, Beethoven, Mozart, Chopin usw zeitlich einordnen oder einmal gehörte Stücke diesen Komponisten zuordnen?😀
Das können die wenigsten und im Grunde muss das auch nicht sein: Die Musik kann man trotzdem spüren und genießen. Sie kann einen trotzdem bewegen und mitreißen.
Ich habe mal einem Freund ein Stück aus der Matthäuspassion von Bach vorgespielt (ohne dass er wusste, was es ist) und seine Antwort war: "Wow ist das geil, DAS ist wirklich toll- Solche Musik mag ich gerne, aber die Sachen von Bach oder so mag ich nicht"😀😀😀
Das kommt davon, wenn man mit Schubladendenken an die Musik rangeht.
 

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