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Sex vor der Ehe aus biblischer Sicht

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Nun, wenn Du und Dein Vater davon ausgehen, dass alles auf keinen wahrhaften Fakten gebaut ist, dann halte ich es nicht für klug, "daran" zu glauben.

Bei mir darfst Du genervt sein, auch wenn ich das wirklich nicht beabsichtige. Tut mir sogar leid ! Jedenfalls bin ich Dir nicht böse, wenn Du an etwas glaubst, von dem Du zu wissen scheinst, dass es nicht auf wahrhaften Fakten aufgebaut ist.

LG, Nordrheiner
Hochmut kommt vor dem Fall - auch ein Bibeltext. 😛

https://de.wikiquote.org/wiki/Hochmut
 
Es ist ja durchaus bekannt, dass bei der Erstellung der Bibel nicht alle Texte aufgenommen wurden. Stichwort "Apokryphen". Die Vermutung, dass sie teilweise auch aus politischen Gründen weggelassen wurden, liegen durchaus nahe.

Ich selber gebe immer an, dass ich zwar gläubig, aber nicht religiös bin. Auf meine Nächsten zu achten empfinde ich als wichtiger, als regelmäßig die Kirchenbank zu drücken und mich penibelst an jedes Kirchengesetz zu halten. Denn ICH muss mich mal vor Gott rechtfertigen. Es ist doch nicht das Problem meines Nachbars, wenn ich in der Hölle lande, weil ich es mit "kein Sex vor der Ehe" nicht so genau genommen habe. Soll er doch besser zuschauen, seine eigene Seele zu retten.

Vor allem: ab wann definiert man eine "Ehe vor Gott"? Wenn wir auf dem Standesamt waren? Wenn ein Pfarrer seinen kirchlichen Segen aufdrückte? Oder sind ich und mein Freund (vor Gott) schon versehentlich im Wohnzimmer eingegangen, als wir uns versprachen, den anderen nie im Stich zu lassen, komme was wolle?
 
Du warst weder bei der Erstellung , noch bei der Überlieferung der Evangelien dabei, daher kannst Du den Sachverhalt so wenig beurteilen wie ich oder jeder andere.

Muß man denn überall selbst dabei gewesen sein, um eine sachliche Beurteilung erstellen zu können? Historiker würden Deiner merkwürdigen Ansicht sicher nicht folgen. Oder siehst Du das anders?


Sicher wissen tust Du es auch nicht.

Bevor wir entscheiden, was als sicheres Wissen angesehen werden kann, stell doch erstmal fest, welches Wissen heute über die Entstehung des NTs vorhanden ist.

Und da hast Du selbst geschrieben, dass es eben kein Verbot für vorehelichen Sex in der Bibel gibt.

Nein, hab ich nicht. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass vorehelicher Sex explizit nicht als Verbot formuliert wurde. Dieses Verbot lässt sich aus verschiedenen Textstellen leicht ableiten. Violetta hat es verstanden. Ich habe es nochmal erklärt. Warum hast Du es nicht verstanden? 😕
 
Muß man denn überall selbst dabei gewesen sein, um eine sachliche Beurteilung erstellen zu können? Historiker würden Deiner merkwürdigen Ansicht sicher nicht folgen. Oder siehst Du das anders?




Bevor wir entscheiden, was als sicheres Wissen angesehen werden kann, stell doch erstmal fest, welches Wissen heute über die Entstehung des NTs vorhanden ist.



Nein, hab ich nicht. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass vorehelicher Sex explizit nicht als Verbot formuliert wurde. Dieses Verbot lässt sich aus verschiedenen Textstellen leicht ableiten. Violetta hat es verstanden. Ich habe es nochmal erklärt. Warum hast Du es nicht verstanden? 😕

Zu dieser Erkenntnis, lb. Nordrheiner, bedurfte es aber keinerlei großer theolgischer/historischer Klimmzüge, gilt diese Info doch schon lange als gesichert.

Burbacher
 
Es ist ja durchaus bekannt, dass bei der Erstellung der Bibel nicht alle Texte aufgenommen wurden. Stichwort "Apokryphen". Die Vermutung, dass sie teilweise auch aus politischen Gründen weggelassen wurden, liegen durchaus nahe.

Ja, diese Vermutungen sind bekannt. Jedoch halte ich sie nicht für zutreffend, weil klare, für alle Beteiligte nachvollziehbare Kriterien für die Zusammenstellung der Schriften des NTs sorgten.

Ich selber gebe immer an, dass ich zwar gläubig, aber nicht religiös bin. Auf meine Nächsten zu achten empfinde ich als wichtiger, als regelmäßig die Kirchenbank zu drücken und mich penibelst an jedes Kirchengesetz zu halten. Denn ICH muss mich mal vor Gott rechtfertigen. Es ist doch nicht das Problem meines Nachbars, wenn ich in der Hölle lande, weil ich es mit "kein Sex vor der Ehe" nicht so genau genommen habe. Soll er doch besser zuschauen, seine eigene Seele zu retten.

Klingt für mich nach einer klugen Einstellung.

Vor allem: ab wann definiert man eine "Ehe vor Gott"? Wenn wir auf dem Standesamt waren? Wenn ein Pfarrer seinen kirchlichen Segen aufdrückte? Oder sind ich und mein Freund (vor Gott) schon versehentlich im Wohnzimmer eingegangen, als wir uns versprachen, den anderen nie im Stich zu lassen, komme was wolle?

Auf Grund aktueller gesellschaftlicher Gegebenheiten: Standesamt gibt den Ausschlag n.m.M. Ersatzweise würde ich auch die kirchliche Trauung als Antwort akzeptieren. Das bindende Versprechen vor der Öffentlichkeit und deren Akzeptanz ist das Kriterium. Das Standesamt liefert bzw. bestätigt die Akzeptanz für die gesamte Gesellschaft, die Kirche nur für den kirchlichen Bereich. Eine Traurede mit Versprechen in der Mensa halte ich nicht für gesellschaftlich bindend.

Aber so ein Versprechen im Wohnzimmer ist schon echt wertvoll. Das sollte jeder Trauung vorausgehen!
 
Muß man denn überall selbst dabei gewesen sein, um eine sachliche Beurteilung erstellen zu können? Historiker würden Deiner merkwürdigen Ansicht sicher nicht folgen. Oder siehst Du das anders?

Aber es ist auch nicht alles, was in der Bibel steht historisch belegt. Ganz einfach.


Bevor wir entscheiden, was als sicheres Wissen angesehen werden kann, stell doch erstmal fest, welches Wissen heute über die Entstehung des NTs vorhanden ist.

Jedenfalls weniges das schriftlich aus erster Hand stammt.

Nein, hab ich nicht. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass vorehelicher Sex explizit nicht als Verbot formuliert wurde. Dieses Verbot lässt sich aus verschiedenen Textstellen leicht ableiten. Violetta hat es verstanden. Ich habe es nochmal erklärt. Warum hast Du es nicht verstanden? 😕

Eine Ableitung aus irgendwelchen Textstellen, also eine freie Interpretation ist kein Verbot. Ableiten kann man viel und mit viel Spielraum und in jede Richtung.

Es steht jedenfalls nirgends geschrieben "vorehelicher Sex ist verboten".

Und von damals bis heute ist es eine lange Zeit und falls ein Gott existiert , so wird er vermutlich nicht so beschränkt sein, ausser Acht zu lassen, dass sich die Lebensumstände geändert haben.

Niemand weiß, was Gott heutzutage dazu zu sagen hätte, wenn er könnte.
 
Oh, das ist toll, wenn Du da tieferes Wissen hast.Lässt Du uns daran teilhaben, welche Kriterien das waren?

klar.


Wer fragt, wer die Bücher ´gewählt´ hat, die in die Bibel kommen, der unterstellt mit dieser Frage gleichzeitig, dass überhaupt eine ´Auswahl´ stattgefunden hat. Das ist so, als würde man fragen, wer hat den Gewinner des Marathons ´gewählt´. Die Antwort lautet natürlich: Niemand hat den Gewinner des Marathons ´gewählt´, sondern Gewinner ist derjenige, der das Rennen als erster gemacht hat.

Die zielführende Frage lautet: Warum haben uns heute bekannte Schriften das Rennen gemacht und andere eben nicht?

Die Schriften des NTs wurden nach einem bekannten Kanon zusammengestellt.

Was ist einKanon?
Kanon bedeutetso viel wie Maßstab. In diesem Fall handelt es sich um den Maßstab, der letztlich entschieden hat, welche Schriftrollen zum Neuen Testament anerkannt wurden und welche nicht.

Angewendeter Maßstab bestand aus Apostolizität, Kanonizität und Katholizität


Apostolizität: Der Autor musste bekannt und anerkannt sein, „ein Apostel sein“- Pseudepigraphien wurden nicht zugelassen (z.B. das sog.„Thomas-Evangelium“, da der Jünger Thomas nicht der Autor war).

Kanonizität: Die Lehren der Schriften mussten zwingend übereinstimmen (Beispiel: „Thomas-Evangelium“ stimmte in seiner Lehre nicht überein mit den anderen Schriften, wurde darum abgelehnt).

Katholizität: Die Schriften mussten bereits in allen christlichenGemeinden bekannt sein und öffentlich gelesen und gelehrt werden.
Dieser Maßstab war ebenfalls keine Entscheidung irgendeines Gremiums, sondern ergab sich in „natürlichem Einverständnis“ über die drei höchsten Werte, die eine Schrift erfüllen konnte.

Warum sindmanche in der Bibel und andere nicht?
Im 4. Jh.n.Chr. hatte sich das Christentum bereits sehr weit ausgebreitet und von den Schriften der Apostel gab es überall genaue Kopien, teils zehnfach bis hundertfach (absolut einmalig in der ganzen Antiken Geschichte), denn jede Gemeinde wollte selber eine Abschrift der vier Evangelien und der Apostelgeschichte haben (die am meisten verbreiteten Schriften). Gleiches galt für die Briefe des Paulus, Johannes, Petrus und der Brüder Jesu (Jakobus und Judas).

Diese Schriften waren gewissermaßen die „Klassiker“, die wirklich jeder Christ kannte. Zum Vergleich kann man sich das so vorstellen wie: „Jane Austen: Stolz und Vorurteil“ oder „Karl May: Winnetou“.

Selbst Menschen, die diese Bücher nicht selber gelesen haben, kennen sie doch. Genau das traf auch auf die Schriften (Matthäus bis Offenbarung) zu. Es ging entsprechend nie darum, dass man plötzlich eine einzelne Schriftrolle fand und irgendein auserlesenes Gremium dann darüber brütete und überlegte, ob diese Schrift authentisch, also autoritativ sei oder nicht. Die „heutigen“ Schriften der Bibel waren die, die von Anfang an „das Rennen“ gemacht hatten. Das bedeutet, diese Schriften standen nicht ernsthaft zur Diskussion, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird.

Das Problem war, dass es neben den „Klassikern“ noch viele andere Schriften gab – zum Teil verfasst von Kirchenvätern, aber auch von falschen Aposteln. Diese Schriften galt es auszusortieren. Man darf sich das an einem vereinfachten Beispiel folgendermaßen vorstellen:
Es kam ein Bischof aus einer Gemeinde in Syrien, einer aus einer Gemeinde in Frankreich und einer aus Rom. Alle drei hatten sehr unterschiedliche Ansichten. Alle drei brachten eine Sammlung von Schriften mit. Die übereinstimmenden Schriften „machten das Rennen“.

Es musste folglich niemand „wählen“, weil alle mit den „Klassikern“ bereits einverstanden waren, die sie ja schon lange kannten und denen sie vertrauten. Genau diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die schon damals so schwer gespaltene und zerstrittene Christenheit, sich in Bezug auf die autoritativen Schriften einig war.

Fazit
Die Bibel hält immer wieder aufs Neue allen Vorwürfen stand. In der Bibel zu forschen und sich über entsprechende, seriöse Literatur zu informieren ist gut und sehr empfehlenswert. Doch am Ende kommt es nicht darauf an, wie viel man in der Theorie weiß, sondern ob man sich auf eine persönliche Beziehung zu diesem einzigartigen Gott einlässt oder nicht. „Denn alles, was in der Schriftsteht, ist von Gottes Geist eingegeben, und dementsprechend groß ist auch der Nutzen der Schrift.“

LG, Nordrheiner
 
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