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Nun doch der Anfang vom Ende....?!

Froileinchaos

Neues Mitglied
Einen wunderschönen Guten Morgen...

Ich müsste mir mal ein paar Ratschläge,Tipps oder einfach nur Meinungen einholen...

Zu Mir, ich bin 27, verheiratet, haben zwei Kinder.

Meine Beziehung startete schon sehr früh, Anfang 2009...
Ich habe meinen Mann kennengelernt, wir wollten auch nur eine "Freundschaftplus-Beziehung" - diese wurde nachher dann doch schneller Ernst als gedacht, da ich im Mai 2009 von ihm trotz Verhütung schwanger geworden bin.

So ging es eigentlich Schlag auf Schlag...Er ist nach einem weiteren halben Jahr zu mir gezogen. Er kam aus einer 5 Jährigen Beziehung, weswegen es immer wieder Ärger mit seiner Ex gab.

Nunja, wir sind trotzdem zusammen geblieben, es gab viele Höhen und Tiefen, sind dann nachher umgezogen in eine größere Wohnung, 2014 bin ich wieder schwanger geworden, kurz vor der Geburt haben wir standesamtlich geheiratet.

Da ich 2009 schon schwanger war, hatten wir eigentlich nie eine richtige Beziehung. Wir haben als Paar vor der Geburt des ersten Kindes viel unternommen, dass hat natürlich nach der Geburt aufgehört. Wir hatten keinen, der mal auf das Kind aufpassen wollte...Wobei ich ehrlicherweise es anfangs auch nicht wollte.

Aber das hat sich bis heute so hartnäckig gehalten. Wir sind nächstes Jahr 9 Jahre zusammen, und von dieser Beziehung sind wir eigentlich von Anfang an nur "Eltern".

Bis vor der zweiten Geburt war ich eigentlich relativ zufrieden, wir hatten oft Sex, uns Nähe und Liebe gezeigt. Aber wir sind trotzdem nie als Paar raus gekommen. Nie.

Er hat im Juni 2017 eine neue Arbeitsstelle angefangen, wo er ziemlich glücklich ist & das freut mich natürlich für Ihn. Ich bin noch immer Zuhause, da der Kleinste erst nächstes Jahr in die Kita kommt. Er hat auf seiner Arbeitsstelle einen ziemlich guten Freund gefunden, auch verheiratet, 2 Kinder, die zwei haben auch mehrfach schon etwas unternommen und auch abgesehen von der Arbeit ziemlich viel Kontakt.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass in unsere Ehe einiges fehlt. Mir jedenfalls. Mir fehlt einfach dieses "Paar sein" .
Klar ist nach 9 Jahren nicht alles rosarot, natürlich. Aber trotzdem fehlt es einfach. Es fehlt mir und mittlerweile sogar so extrem, dass ich echt einfach alles hinschmeißen möchte. Obwohl ich Ihn liebe.

Der Entschluss kam nun in den vergangenen Tagen. Ich bin Anfang September ungeplant schwanger geworden. Ich war so durcheinander, weil für mich direkt klar war, dass ich nicht noch ein Kind möchte, und ich wieder "zurück stecken muss". Ich hätte wieder nächstes Jahr zuhause bleiben müssen, die Kinder behüten, warten bis Er Feierabend hat, um dann aber schlafen zu gehen & am nächsten Tag fängt wieder alles von vorne an.

Es war die Hölle für mich, zu wissen, ich bin schwanger & möchte das Kind nicht. Ich war wie in einem schlechten Film, als Komparse. Ich habe mich dazu entschlossen, die Schwangerschwaft beenden zu lassen. Und das habe ich vergangene Woche. Sein Herz war für das Kind - meins auch, aber unser Verstand nicht.

Seitdem fühle ich mich noch beschissener, abgesehen von den Komplikationen.

Wir reden seit dem Eingriff eigentlich garnicht mehr & ich möchte auch, dass er mich nicht anfasst und mir zu nahe kommt. Warum das so ist, weiß ich allerdings auch nicht. Er vermittelt mir aber auch das Gefühl, dass es für ihn ein normaler Eingriff war der stattfinden musste. So als wäre es halt "nichts" gewesen. Ich hingegen weiß sehr genau, wofür ich mich da entschieden hatte & was in mir passiert ist.

Ich könnte auch noch viel viel mehr schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen.
Ich bin einfach unzufrieden mit unserer "Ehe" - sonst läuft alles gut, unseren Kindern geht es gut, finanziell geht uns auch sehr gut . Mir fehlt einfach die "Partnerschaft" ... und den Gedanken hatte ich bereits schon öfters...
 
Eine Ehe basiert darauf, dass man in guten wie in schlechten Tagen zusammen hält.
Eine Beziehung beginnt meist damit, dass wir einen Menschen treffen, der uns fasziniert. Mit seinen Ansichten, seiner Art, seinen Interessen , seinem ganzen Wesen.

Du hast dich in den letzten 8 Jahren quasi für die Familie aufgeopfert und nun bist du an einem Punkt wo du einen Wandelt willst (verständlich). Er hatte Kontakt nach außen und hat die Gelegenheit genutzt , sich seine Abwechslung, seinen eigenen Freundeskreis quasi aufzubauen. Und das ist gut.
Ich denke nicht, dass er allein dafür verantwortlich ist, dich zu bespaßen. Du kannst ja auch alleine zum Sport oder dir ein Hobby suchen (bei dem du dann wahrscheinlich schnell Menschen kennen lernen wirst). Es ist aber auch ok zu sagen, dass du ein wenig Starthilfe von ihm brauchst.

Ich glaube aber fest daran, dass es deiner Beziehung sehr nützen würde, wenn du dich selbst nicht mehr nur als "ausschließlich" mutter siehst, sondern dir quasi interessen und hobbies aufbaust, über die ihr euch austauschen könnt, wo ihr vielleicht auch stolz aufeinander sein könnt etc.
und das würde deiner Beziehung sicherlich auch helfen 🙂
 
Du kannst ja auch alleine zum Sport oder dir ein Hobby suchen (bei dem du dann wahrscheinlich schnell Menschen kennen lernen wirst). Es ist aber auch ok zu sagen, dass du ein wenig Starthilfe von ihm brauchst.

Ich glaube aber fest daran, dass es deiner Beziehung sehr nützen würde, wenn du dich selbst nicht mehr nur als "ausschließlich" mutter siehst, sondern dir quasi interessen und hobbies aufbaust, über die ihr euch austauschen könnt, wo ihr vielleicht auch stolz aufeinander sein könnt etc.
und das würde deiner Beziehung sicherlich auch helfen 🙂

Danke erst einmal für deine Antwort.
Natürlich wäre das eine Option, aber ich glaube ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt.

Es geht sich ja darum, dass mir einfach die Beziehung als Paar fehlt. Es ist viel zu viel Alltag, dass würde sich zwischen uns beiden nicht ändern, wenn ich meiner Hobbys nachgehen würde.

Und ich denke, dass haben wir einfach so hingenommen, dass es so ist. Wir haben schon so oft über diese Probleme gesprochen, dann ging es auch für ein paar Tage und dann kommt der alte Trott.

Ich bin 27 - und frage mich ernsthaft, ob das so nun die nächsten Jahre weiter gehen soll.

Er scheint glücklich zu sein, und sagt es auch. Mich nimmt er nicht ernst, er überspielt es und tut es dann damit ab, dass ich einen stressigen Tag hatte.

Erwische mich schon oft genug dabei, wenn ich nachdenke, wie es wohl wäre - wenn wir getrennte Wege gehen würde bzw. wie es wäre, wenn ich einen neuen Partner hätte.
 
Es geht sich ja darum, dass mir einfach die Beziehung als Paar fehlt. Es ist viel zu viel Alltag, dass würde sich zwischen uns beiden nicht ändern, wenn ich meiner Hobbys nachgehen würde.

Du hast das Kernproblem doch erkannt - ihr macht nichts als Paar.
Und da stelle ich mir die Frage, warum nicht?
Warum lasst ihr das beide zu?

Natürlich ist er zufriedener als Du, er hat ja auch in der Arbeit eine grosse Erfüllung.

Und eine andere Sache noch: Einmal ungewollt schwanger werden kann ja passieren, aber wieso passiert es ein zweites Mal?
 
Hmm ich glaube , das hängt miteinander zusammen. Das habe ich dann unglücklich ausgedrückt.
Ich glaube, wenn du eigene Interessen hast und glücklicher bist mit deinem Leben, dann wirst du auch aus seiner Sicht interessanter. Und von da aus, ist es auch wahrscheinlicher, dass er Zeit mit dir verbringen will. Nicht um als Paar an euch zu arbeiten, nicht aus schlechtem Gewissen, nicht weil du ihn bittest, sondern einfach weil du, wenn du dich liebst und glücklich mit dir selbst bist, für ihn auch interessanter wirst und begehrenswerter
 
Hallo liebe TE,

ich kann vieles von dem, was du schreibst, schon gut nachvollziehen.

Wie eure Beziehung sich über die Zeit entwickelt hat, von fehlender "Paarsphäre" und dem Gefühl, was sich daraus für dich entwickelt hat.

Ich denke, um diese Probleme zu lösen wäre es sehr wichtig, dass du (sehr viel mehr) mit deinem Partner redest. Ihm von deiner Gefühlswelt berichtest, Deinen Sehnsüchten, was dir so sehr fehlt und so weiter. Und ihr dann gemeinsam nach Lösungen bzw Wegen sucht und diese findet, damit du glücklicher wirst. Dass es diese gibt steht ausser Zweifel, da andere Paare mit kleinen Kindern letztendlich ähnliche Probleme durchmachen.



Es gibt aber eine Sache, die ich absolut nicht verstehe, und ich hoffe du erlaubst mir diese kleine "Kritik". Du bist zu Beginn eurer Beziehung trotz Verhütung schwanger geworden - das kann passieren, denke ich. Es spricht für euch, dass ihr diese doch unerwartete und irgendwo auch ungewollte Situation so gemeistert habt.

Was du schreibst klingt aber etwas danach, dass du 2014 ERNEUT eher ungewollt schwanger wurdest (evtl interpretiere ich da zuviel hinein, aber zumindest ein wenig lese ich das zwischen den Zeilen), da du wusstest, dass dies eben weiterhin nur dazu führt, dass ihr als PAAR und du auch besonders, dadurch zu kurz kommen werdet.

Und jetzt, 2017, wurdest du ERNEUT schwanger, erneut ungeplant/ungewollt, und für dich war auch direkt klar, dass du kein Kind möchtest, Gründe wie eine Zeile höher erwähnt, du möchtest nicht zurückstecken (verstehe ich SEHR gut!) -

Ich verstehe einfach nicht, warum ihr nicht vernünftig verhütet habt (in diesem Fall dann vor allem du selbst, da für dich ja klar war, dass du kein weiteres Kind möchtest) - sowas kann einmal schiefgehen (2009), aber dann noch mindestens EIN weiteres Mal?

Nehm dein Leben und dein Glück bitte selbst in die Hand. Plane, was du ändern willst und wirst, mit deinem Partner. Dieser Plan scheint zu fehlen (das ist mein Gefühl), denn sonst wäre es nicht zu den weiteren Schwangerschaften gekommen. Wenn man so genau wie du weiss, was einem fehlt, sollte man alles dafür tun, dass gerade das Ereignis, was alles noch schwieriger machen würde, nicht eintreten kann. Und im Gegenzug alles dafür tun, das "nützliche" Ereignisse wahrscheinlicher werden.


Ich wünsche dir viel Glück, auch was die Abtreibung angeht, dass du damit gut fertig wirst, bzw dir verzeihen kannst. Sei deinem Mann nicht böse, dass er damit so umgeht, wie er es tut. Jeder hat seinen eigenen Weg mit solchen Extremsituationen umzugehen.
 

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