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Geständnis

Gardenrose

Neues Mitglied
Hallo liebe Community,

das ist mein 1. Beitrag und ich hoffe ich kann mir hier Ratschläge holen.
Ich habe vor 1 1/2 Jahren mein Geschichtsstudium abgeschlossen und arbeite nun an einer (Privat)schule. Ich unterrichte 9. und 10. Klasse. In einer der 9. Klasse ist ein Junge, der einmal sitzen geblieben ist. Er ist zwar faul und macht nicht sonderlich viel im Untericht aber er ist intelligent.

Vor ein paar Monaten fiel mir auf das er öfters nach der Stunde ans Lehrerpult kam und mich etwas zum Schulstoff fragte. Er sagte mir auch schon 2-3x das ich seine Lieblingslehrerin bin und ihm mein Geschichtsunterricht zum ersten Mal im Leben Spass macht. Ich bin dann immer ziemlich schnell aus der Situation geflüchtet weil ich kein gutes Gefühl dabei hatte.

Heute kam dann der Hammer. Ich ging um 8.00 zur Geschichtsstunde und stellte irgendwann einmal die Frage an die Klasse: "welche Siegermächte des 2. Weltkrieges haben die Deutschen masgebend beeinflusst?".

Niemand meldete sich außer ihm. Nichts ahnend nahm ich ihn dran und er antwortete nicht auf die Frage sondern sagte: " ich liebe Sie und das schon länger".

Ich war dann erstmal platt denn das hatte ich so nicht kommen sehen und erst recht nicht so offensiv und und und.

Ich bin jetzt komplett überfordert wie ich damit umgehen soll. Deshalb hoffe ich man kann mir hier mit Rat zur Seite stehen.
 

Hallo Gardenrose,

schau mal hier: Geständnis. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Gardenrose, hin und wieder passiert das schon, dass Schüler ihre Schwärmereien übertreiben, wie in Deinem Fall. Da hilft nur eine klipp und klare Ansage. Nimm den Schüler zur Seite und ziehe eindeutige Grenzen. Du hast doch bestimmt im Studium erfahren, dass es solche Dinge geben kann und dass es da nur eine Lösung gibt. Ansonsten solltest Du professionell darüber stehen.
 
Als Lehrer kennt man das und sollte damit umzugehen wissen!


Als mir ein hübsches Mädchen meiner Religionsklasse sagt, daß sie mich liebe,
antwortete ich ganz spontan:

"Das freut mich aber, denn ich mag dich ja auch!"

Und damit war der Fall für mich erledigt!

Man muß den jungen Leute ihre harmlosen Schwärmereien lassen, denn das ist für sie ja doch ein wichtiges Übungsfeld, um ihre seelische Schwingungsfähigkeit zu erproben!

Die Aufgabe des Lehrers ist, dies in die richtigen Bahnen zu lenken:

"Wenn Du mich liebst, dann könntest Du mir helfen,
den schlechteren Schülern kostenlosen Nachhilfeunterricht zu geben!"

Oder:

"Mein Sympathisanten und alle die mich lieben, lade ich am Samstag-Nachmittag zu einer Exkursion in den Stadtwald ein, um die alte Schwedenschanze zu erforschen, worüber wir dann einen Zeitungsbericht mit Fotos erstellen werden!"

Im übrigen ist der richtig verstandene pädagogische Eros eine wichtiger Motor für ein frohes und schöpferisches Miteinander von Lehrern und Schülern und sollte weder gering geschätzt noch gleich in die schummerige sexuelle Ecke gedrängt werden!
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Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gartenrose,

liebe Kollegin,

wenn bei den Youngstern die Hormone das Gehirn fluten, passiert so etwas schon mal. Da hilft nur eins: Freundliche, aber konsequente Abgrenzung und Zurückweisung.

Sag dem Jüngling, dass er sich übernimmt, wenn er Dich zum Objekt seiner Begierde macht und er sich tunlichst unter den gleichaltrigen Girls umsehen soll.

Hilft das nicht, dann bestell die Eltern ein und ziehe ein Mitglied der Schulleitung zu dem Gespräch hinzu.

Das wird sein Mütchen sicher kühlen und die Hormone dämpfen.

LG

Burbacher
 
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