Hallo Trampelzwerg!
Das finde ich jetzt sehr spannend. Darf ich fragen, worauf dein Glaube basiert? Wie stellst du dir Gott vor, wenn du es überhaupt tust? Ist dein Gottesbild geprägt von....(wenn nicht von der Bibel)?
Das ist eine sehr schwierige Frage, die besser zu beantworten sich wohl lohnen könnte. Ich versuche mal einen kleinen Ansatz.
Sicher bin ich wohl auch geprägt. Ich hatte mal als Kind was von Gott gehört etc. Aber mit den Jahren macht man sich ja auch seine Gedanken (unabhängig davon, was andere sagen oder in der Bibel geschrieben steht). Man kann blödsinnige Aussagen über Gott als solche erkennen und sich ein eigenes (möglichst) stimmiges Bild über ihn (den Begriff "Gott") machen.
Der Begriff Gott drängt sich einem doch geradezu auf. Er taucht an den Grenzen unserer Erfahrung auf. Er übersteigt (und krönt) diese Erfahrung(, weil man sich nichts Größeres denken kann).
Betrachtet man alle Elemente des Denkens und deren Beziehungen untereinander, so fällt das auf, was man Gott nennt, weil er eben außerordentlich anders neben den Dingen der Welt steht. Er ist so etwas wie das Hauptelement. Man verwendet Begriffe wie Anfang und Ende. Sinn und Zweck. Einze unbedingte Ursache der Welt etc.
Dies läßt sich alles denken ohne jegliche Vorerfahrung mit irgendeiner Religion. Solches Denken hängt schlicht und einfach von den formalen Bedingungen des Denkens ab. Jeder kann sich ein (göttliches) Maximum etc. leicht vorstellen.
Meine
Vorstellungen von Gott sind sehr allgemein( weil man ja auch konkret schlecht etwas sagen kann). Logisch sind wenige Eigenschaften auszumachen. Es kann nur
einen einzigen geben. Sonst wäre er nicht allmächtig. Außerdem muss er
allwissend sein, denn sonst könnte er nicht "
gerecht in die Welt eingreifen". Um gerecht eingreifen zu können, muss er
allmächtig sein. Würde er nicht eingreifen, wäre es ein ignoranter Gott. Ein ignoranter Gott würde keinen Sinn machen (jegliche Hoffnung wäre tot und sinnlos).
Er untersteht derselben Moral wie wir Menschen, erfüllt dieselbe aber im Unterschied zu uns vollkommen.
Soweit erst mal.