Sehe ich mich in meinem Umfeld um, sehe
ich Menschen, die jeden Tag die Regale im Markt füllen, an der Kasse sitzen, für Nachschub sorgen.
Ich würde mal sagen, dass sind die Sklaven des Kapitalismus. Manche hinterfragen eben lieber gar nichts. Andere schon.
Tolle Sache: die Aerzte haetten dann nur noch 15 Std./Woche Sprechzeiten, Krankenhaeuser? die naechste Moeglichkeit einer dringenden OP ist in 10 Jahren, die Geschaefte nur 15 Std./ Woche geoeffnet, Kindergarten: 15 Std./Woche geoeffnet, Bauern arbeiten nur 15 Std./ Woche........und natuerlich wird nichts teurer......ja, du hast die Loesung gefunden!
Ich würde behaupten, wir haben genügend Kräfte in Deutschland, dass genau das realisierbar wäre. Da wir aber im Kapitalismus leben, ist das überhaupt nicht so gewollt. Hier geht es nur um Geld, Waffen und Macht. Wenn man das begriffen hat, ist das viel Wert.
Spaß hin oder her. Wenn man am Ende des Monats mit fast gleicher Arbeit nahe am Hartz 4 ist, bringt das auch nichts mehr. Es erinnert mich teilweise an meine gutgläubigen Kommilitonen, die mit ihrem Helfersyndrom denken, dass sie die Welt retten können und sich dann mit 8,50 Euro abspeisen lassen und mit zerstochenen Reifen nach Hause fahren, sich aber einbilden, dass sie dem Gegenüber weiterhelfen konnten.
Ich habe nichts gegen Arbeit, aber man muss auch davon leben können.
Um Spaß geht's doch schon lange nicht mehr. Heute ist man froh, wenn man überhaupt unbefristet Arbeit hat und wenn überhaupt mit 40 Stunden. Denn drunter ist ja gar nichts los.
Wenn ich die Stellenanzeigen nach 5 Jahren Studium anschaue kommt mir das Essen hoch. Befristet für ein Jahr und dann nur 20 Stunden und dann soll man sich auch noch bedanken mit 8,50 Euro bezahlt zu werden.
Ich kenne Leute, die sich seit 2 Jahren von befristeter Stelle zu Stelle hangeln und jedes Mal viel Energie und Mühe rein packen, in der Hoffnung übernommen zu werden und sich mit Grippe und Angina auf Arbeit schleppen und jedes Mal wird der Vertrag nicht verlängert.