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Was ist am Leben so schön, wenn es fast nur aus Arbeit besteht?

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Es ist deine freie Entscheidung wenn du einen Beruf ergreifst, der dir auf unwillkommene Weise so viel Lebenszeit raubt. Niemand zwingt dich genau diesen Beruf auszuüben und so viele Stunden zu arbeiten.

Liebe Weltwanderin,

da hast du Recht, mich zwingt niemand aber ich kann mit MItte 30 beruflich nicht noch mal umsatteln. Und wenn ich Teilzeit arbeiten würde...dann bleibt halt die Arbeit liegen und ich muss in kürzerer Zeit das gleiche Pensum schaffen.

Danke für Deine Antwort!

Nizelle
 
Was mich interessieren würde, geht es eigentlich nur mir so,dass ich die Arbeit so als Belastung empfinde? Wenn ich mir vorstelle, dass ich eine glückliche Partnerschaft hätte oder/und Kinder, dann wäre dies zwar ein erfüllteres Dasein, aber dann wäre es wohl noch bitterer, fast keine Freizeit zu haben, die man dann mit den Lieben verbringen kann. Oder was mache ich eurer Ansicht nach falsch? Oder ist das Leben einfach nicht schön und man muss sich damit abfinden?
Für das Leben gibt es keine einfachen schnellen Lösungen die in einem Buch stehen.
Die Dinge sind nie so, wie sie sind, die sind immer das, was man aus ihnen macht.
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.
Leben ist das, was passiert, während du andere Dinge im Kopf hast, die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.
Gedanken sind keine Tatsachen, damit machst du dir das Leben schwer.
Wenn du nur mit dem Kopf lebst, die Gefühle außen vor lässt, Real sind Gedanken nicht
Die eigene Haltung dem Leben gegenüber entscheidet nämlich über Zufriedenheit und Glück.
Je verbissener wir nach dem vermeintlich großen Glück, etwas besonderem suchen, desto weniger sehen wir, das Gute, das wir schon haben.
 
Wieso muss man sich denn was leisten können, um ein schönes Leben haben zu können? Soll dann der Konsum das Lebensgefühl ersetzen? Sich eine neue Spielerei zu leisten, wie z.B. einen neuen Fernseher, erzeugt nur ein kurzzeitiges Hochgefühl und kann mangelnde Lebensfreude nicht lange wirksam kompensieren. (Deswegen muss laufend was neues her.)

Nein, es gibt noch andere, die sich fragen, was das ganze eigentlich soll.

Du bist nicht alleine. 😉 🙂

Lieber Mr. Pinguin,

erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ich bin nicht wirklich so wahnsinnig konsumorientiert, d.h. z.B. ein neuer Fernseher, teurer Schmuck oder Klamotten oder ein teures Handy...das ist mir alles nicht wichtig. Ich habe da z.T. schon seit vielen Jahren das gleiche. Es geht mir mehr um Erlebnisse z.B. ins Kino gehen, sich einen Film ausleihen, Bücher kaufen, ein gutes Klavier kaufen, weil ich das Klavier spielen liebe, und das kostet halt auch alles Geld.

Das mit der Teilzeit will ich irgendwann bestimmt machen aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich es mir jetzt schon leisten kann. Zumal ich nicht weiss, wie ich wirklich weniger Stunden arbeiten soll, weil meine Arbeit niemand anders macht, wenn ich die Beschäftigungsprozente reduziere. Meine Kollegen werden deshalb nicht mehr arbeiten. Irgendwann, in 5-10 Jahren, werde ich reduzieren oder mir vielleicht einen anderen Job suchen, aber ich habe auch Angst, dass ich nichts mehr finde...

Es tut gut zu hören, dass ich nicht die Einzige bin, die sich fragt, was das alles soll, danke🙂

Liebe Grüße,
Nizelle
 
Die Antwort meines Vorredners hört sich so einfach an, aber das ist nicht die Lösung. Ich kenne das von mir selber. Gehe zur Zeit einem 1,50 € Job nach, danach weiß ich nicht weiter, keine Berufsperspektive. Arbeite 30 Std. die Woche und merke in der Spätschichtwoche und auch so, das ich nur noch für die Arbeit lebe. Freizeitgestaltung bietet sich nicht, da keine Freunde und nicht genug Geld dafür. Das was ich da verdiene ist irgendwann für einen Urlaub gedacht. Früher habe ich in meinem alten Job 40 Std. in manchen Wochen sogar 50 Std. gearbeitet und habe nichts mehr gebacken bekommen. Ich sehe in meinem momentanen Leben auch keinen Sinn. Gehe für kleines Geld arbeiten, beziehe Hartz4 und erlebe nichts. Kann Dir leider keinen Tipp geben, aber ich kann Dir nur sagen, das Du nicht alleine mit Deinen Gedanken bist. Ich empfinde genauso und das Leben besteht leider überwiegend aus Arbeiten. Vergnügen ist rar und immer zu schnell vorbei.

Oh je das tut mir leid, dass Du auch gerade eine schwierige Zeit durchmachst. Aber ich finde es echt super, dass Du für so wenig Geld arbeitest. Es ist ganz wichtig im Arbeitsmarkt am Ball zu bleiben und das wirkt sich sicherlich sehr positiv auf Deinen Lebenslauf aus und vielleicht ergibt sich beruflich unverhofft eine neue Chance! Nur nicht aufgeben!
Ja, finde auch, dass das Vergnügen immer viel zu kurz ist...abends die 2,3 Stunden vor der Glotze oder einmal im Jahr ein Urlaub. Dafür lebt man das ganze Jahr:wein:
 
Hallo zusammen,

einige hier lesen sich, als ob sie etwas gegen Arbeit hätten.

Die Wechselwirkung ist doch ganz einfach: Ihr wollt leben/überleben (Selbsterhaltungstrieb). Also müßt Ihr etwas dafür tun. Um für das Leben etwas tun zu können, müßt Ihr leben. Damit seid Ihr nicht allein, jedes Lebewesen muß das. Die Natur hat das Wechselspiel vom Werden und Vergehen nun mal so angelegt. Wenn Ihr da ausbrechen wollt, dann bleibt Euch nur der Untergang, denn die Natur kennt kein Erbarmen.
Was der Mensch darüber hinaus ER-leben will, muß er, man ahnt es, sich erarbeiten.

Viele Grüße

Ja, Du bringst es auf den Punkt. Dann verstehe ich aber nicht wieso immer gesagt wird, dass das Leben schön ist😕
 
Von einfach hab ich nichts gesagt. Kenne das selber.
Was für Freizeitbeschäftigungen sind denn das? Essen gehen und Kino und sowas geht natürlich ins Geld.
Aber um mit Freunden z.B. eine Runde Karte zu spielen, braucht man eigentlich kein Geld (außer man spielt drum 😉 ).

Das stimmt, aber ich habe keine Freunde:wein:
 
Hallo Nizelle,

von dem, was du schreibst, kommt mir vieles sehr bekannt vor. Ich bin zwar verheiratet aber auch meine Frau ist voll berufstätig. In der Woche bleibt wenig Zeit und die Wochenenden sind dann oft, wie bei dir, mit Hausarbeit ausgefüllt. Die Highlights im Leben sind Urlaube. Willkommen im Club!

Ein paar Ideen habe ich. Da du alleinstehend bist, nehme ich an, dass du nicht unbedingt auf das Geld angewiesen bist. Du musst eine Balance zwischen Leben und Arbeit finden. 45 Stunden sind sehr viel, vielleicht kannst du das reduzieren. Ich habe Kollegen die nur 35 oder 30 Stunden arbeiten. Das hängt aber auch von Job ab, ob das geht.

Zur Rente: Mal an selbst genutztes Wohneigentum gedacht. Das ist eine wertvolle Altersvorsorge. Und natürlich auch Geld ansparen.

Du solltest dir ein kleines Hobby zulegen. Etwas was dir Freude macht und wofür du deine Zeit gerne investierst.

Schade, dass es mit einem Lebenspartner nicht funktioniert hat. Vielleicht klappt es ja doch noch mal.

Viele Grüße
Andreas
 
Wieso muss man sich denn was leisten können, um ein schönes Leben haben zu können? Soll dann der Konsum das Lebensgefühl ersetzen? Sich eine neue Spielerei zu leisten, wie z.B. einen neuen Fernseher, erzeugt nur ein kurzzeitiges Hochgefühl und kann mangelnde Lebensfreude nicht lange wirksam kompensieren. (Deswegen muss laufend was neues her.)

Urlaub machen zu müssen, wird uns glaub ich auch nur durch die Reiseindustrie eingeredet und den Nachbarn und den Kollegen, die alle fleißig reisen und erwartungsvoll nachfragen, wo man denn selber gewesen sei. Man macht Partyurlaub, um dem ganzen Zwang und Druck durch die Erwartungshaltung der Verwandten, des Freundeskreises und im Beruf auzukommen und dann das Ventil aufmachen zu können und das Aufgestaute von einem Jahr rauslassen zu können. Oder Wellnessurlaub und relaxen, weil einem der ganze Stress unterm Jahr zu viel ist. Daraus folgt, wenn man sich von den Erwartungshaltungen und dem Stress befreit oder dieses zurückschraubt, braucht es auch keinen kostspieligen Urlaub mehr. Man arbeitet um das verdiente Geld wieder für die Arbeit auszugeben (damit man wieder erholt arbeiten kann). Das ist eigentlich ziemlich unsinnig. Oder man macht eine Kultur- Städte- oder Studienreise. Aber sowas macht man glaub ich auch eher, um seine eigene intellektuelle Anspruchshaltung erfüllen zu können, was auch eher weniger Erholungswert hat und was den "Druck im Kessel" bestenfalls konstant hält (Ventil zu 😉 ).

Wenn man also von vorneherein in Teilzeit arbeitet und man mit seiner Lebenszeit was anstellen kann, worin man mehr Sinn und Freude sehen kann, bräuchte es also gar nicht den ganzen monetären Dingsbums um was auszugleichen. Man könnte sich selber seine kleinen Projekte suchen, sich sozial wo einbringen, im Naturschutz, sich evtl. um seinen Garten kümmern, was handwerkeln, künstlerisch betätigen, Muße machen,... Voraussetzung ist halt, dass man vor lauter Arbeit noch nicht verlernt hat, mit sich selber was anzustellen.


Naja, in Deutschland lässt man niemanden verhungern und auch nicht erfrieren. Ich denke auch nicht in 35 oder 40 Jahren... Von daher liegt da denke ich auch ein Denkfehler vor, dass man Geld haben muss um leben zu können. Leben tut man so oder so 😉 . Man muss halt von dem Gedanken wegkommen, eine Kreuzfahrt oder ähnliches machen zu müssen, weil man sonst keine schönen Erlebnisse haben kann. Das ist meiner Meinung nach Unsinn. Man kann es sich auch (vielleicht auch gerade) mit einfachen Mitteln lebenswert machen. Wichtig ist halt, dass man sozial eingebunden ist. Genau da liegt meiner Meinung nach ein Kernproblem, dass sich die Menschen allgemein mit der Leistungsgesellschaft allzu identifiziert sehen und dann Vorgaben machen, dass man seinen Wert in einer Vollzeitbeschäftigung beweisen muss. Weil dann sonst so Vorwürfe und Verächtlichkeiten kommen wie z.B. "hockt der wohl nur zu Hause rum, ich wüsste nicht, was ich da anstellen sollte" und dann ist es zum sozialen Ausschluss nicht weit.


Das ist ganz natürlich. Selbstverständlich hat, ich denke doch mal, so gut wie jeder junge Mensch den Wunsch nach einer Partnerschaft. Dahinter steht der ganz simple Wunsch der Natur und des Lebens nach Reproduktion. Mit einem Partner, zu dem man sich hingezogen fühlt, wo man füreinander da sein kann und sich um den anderen sorgt, damit kleine Kinder werden können, für die man da sein kann, bis diese flügge sind. Das ist der grundsätzlichste Sinn des Lebens überhaupt. Wenn man das hinter sich hat und ein bestimmtes Alter überschritten hat, tritt dieses Bedürfis selbstversändlich zurück, weil es nach den Wechseljahren halt wirklich nur noch Schmarrn wäre. Aber eben als junger Mensch, ist dieses Bedürfnis völlig gesund und normal und auch legitim und ich wüsste beim besten Willen nicht, was daran problematisch sein sollte.


Nein, es gibt noch andere, die sich fragen, was das ganze eigentlich soll.

Du bist nicht alleine. 😉 🙂


Kann Deine Aussage nicht so ganz verstehen. Wenn man arbeitet möchte man sich hin und wieder auch was gönnen, sich für die harte Arbeit belohnen. Klar können Anschaffungen wie Möbel, Elektronik, ein Auto oder sonst irgendwas nicht die Unzufriedenheit eindämmen und damit kompensieren, aber wofür arbeiten wir überhaupt?
Ich finde es nicht verwerflich in den Urlaub zu fliegen und andere fremde Länder zu bereisen. Man wird natürlich durch seinen Freundeskreis, Arbeitskollegen angeregt und hat den Druck mithalten zu können, aber wollen wir nicht alle mal raus aus dem Alltag, andere Kulturen kennenlernen und mal in eine andere Welt eintauchen. Jede Reise gibt einem neue Eindrücke, Anregungen und man lernt viel neues auf einer Reise kennen. Mich persönlich tut eine Reise immer so gut, ich fühle mich immer gut und bin glücklich. Jeder sollte selbstverständlicherweise die Dinge tun, die einen zufrieden stimmen. Dem einen reicht ein toller Spaziergang, der andere will die Welt erkunden. Es gibt kein richtig und kein falsch. Wenn ein Mensch lieber alleine ist ohne Partner und damit glücklich ist dann ist das ok. Verstehst Du was ich meine?
 
Ja, Du bringst es auf den Punkt. Dann verstehe ich aber nicht wieso immer gesagt wird, dass das Leben schön ist😕
Ja, wenn das alles so erbarmungslos sein soll.

Mit Lebenspartner soll es aber besser (schön) sein. (Ich hab ja auch niemanden.) :blume: 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt doch auf das an , was man aus dem Leben macht. Siehst man nur die Zeitschleife und den mäßigen Verdienst den man hat , die Arbeit , die man dafür macht , betrachtet mit Unzufriedenheit sein Single Dasein , so zieht man sich vielleicht auch noch zurück und das gehirn speihert ab , wieder so ein blöder Tag.

Erfüllt man seinen Soll , Putzen, Waschen, Kochen, Einkaufen, Papierkram , Reparaturen , Neuanschaffungen, etc. so ist das oftmals vom Geld abhängig.

Schaut man auf die Freizeitaktivitäten, wie Ausgehen, Konzerte, Besuche, Feste unter der Prämisse, was das schon wieder gekostet hat ...kann man sich das auch vermiesen.

Es kostet halt alles Geld, weil einfach das Geld die Gesellschaft regiert.

Das ganze System ist darauf aufgebaut und wir leben nun einmal in diesem System.

Herrscht aber ein gesundes Ungleichgewicht zwischen dem Geld was Du verdienst und dem Geld das Du ausgibst, dann bist Du trotzdem nicht gezwungen das Geld auf den Kopf zu hauen, sondern kannst es anlegen , liegenlassen oder vermehren . Das heißt, Du mußt Dir keine Rolex kaufen , nur weil Du es Dir leisten kannst.

Probleme entstehen meist da , wo man mehr Geld ausgeben will , als man hat oder mehr Geld haben will aber keinen Weg sieht, wie das gehen soll , eine Unzufriedenheit macht sich breit und irgendwie ein Ungleichgewicht der Gefühle , na und der fantastische Gedanke man könne einfach ganz toll so leben ohne zu arbeiten , den kann man sich ganz gut ziehen, wenn man das auch mal tut .

Wenn man in ne Selbstversorgergruppe geht , die wie im Mittelalter lebt , sich mal selbst das Mehl mahlen muß um sich selbst das Brot zu backen, dann weiß man was Arbeit ist , da gibt es aber noch viele Beispiele mehr . Die Kartoffeln erst mal ausbuddeln und abwaschen vom Dreck , am besten wenn es regnet, dann weiß man was man sich erspart , wenn man sie einfach kaufen kann.

Die Beeren für den Nachtisch erstmal sammeln und säubern etc. alles ist im Grunde Arbeit und die lassen sich halt auch alle bezahlen.

Schafft man aber für sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein Gleichgewicht zwischen Arbeiten und Ruhephase, zwischen dreckig machen und putzen , zwischen Anspruch und Erfüllung , so wird man nicht sagen das Leben ist mieß oder schlecht und wenn man dafür sorgt, das das positive überwiegt , das ist natürlich für jeden Menschen individuell etwas anderes, so wird man sagen ich lebe gerne oder das Leben ist schön.

Natürlich muß man sich auch das erarbeiten.

Da es viele Länder gibt, wo das nicht geht , wegen politischer Mißwirtschaft, sieht die Lage da nämlich ganz anders aus , da gehts ums nackte Überleben, kann man doch froh sein, daß man es hier noch kann , sich seine Selbstverwirklichung zu erarbeiten. Das machen auch viele und keiner davon sagt, das Leben ist scheiße.

Selbst dann nicht, wenn sie auch eine Zeitschleife durchleben und fast denselben Tagesablauf haben, auch das kann man sich schön gestalten.
 
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