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S&M - Schlimm?

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von Seiten der Medizin wird der Sadomasochismus als Störung klassifiziert.

geht das wieder los :/
natürlich gibt es auch pathologischen sadomasochismus. doch der hat mit bdsm nicht das geringste zu tun. wer eine vorliebe für krimis hat, ist wohl auch auf dem besten weg zum serientäter?

bdsm ist ein reales spiel.
 
@Kimi:

Den Sadismus kann man als Quälsucht bezeichnen. Und Süchte erscheinen mir generell als behandlungsbedürftig.

Der Masochismus ist eine Lust am Leiden. Hier ist für mich bereits ein behandlungsbedürftiger Leidensdruck vorhanden. Wie verquer ist das denn, dass ein Mensch das Leiden sucht?!!!

Der Mensch ist bestimmt nicht dazu erschaffen, sich von anderen erniedrigen zu lassen. Das geht gegen jeglichen Sinn. So macht man sich kaputt (oder besser: man ist schon kaputt, wenn man daran Lust empfindet)!!!
 
geht das wieder los :/
natürlich gibt es auch pathologischen sadomasochismus. doch der hat mit bdsm nicht das geringste zu tun. wer eine vorliebe für krimis hat, ist wohl auch auf dem besten weg zum serientäter?

bdsm ist ein reales spiel.

Wenn sich Erwachsene regelmäßig treffen würden, um zu spielen, dass einer den anderen umbringt (also eine gespielte Exekution) - wäre das ein harmloses Spiel?

Das ist kein Spiel, sondern Ernst. Wenn einer TV schaut und sagt: diesen Mord finde ich toll. Dabei empfinde ich richtig Lust. Ist das noch normal?
 
Und wie lässt sich Selbstliebe damit vereinbaren? Ich besorge mir meine "Droge" und bin damit lieb und gut zu mir?
 
Das ist so nicht ganz richtig, denke ich. Masochistische wie auch sadistische Fähigkeiten sind in jedem Menschen angelegt. Der Mensch kann Veranlagungen fördern oder auch bremsen. Selbst dem Sexualtrieb sind wir nicht hilflos ausgeliefert.

na prima. und homosexualität ist heilbar, ja?
die angst vor solchen veranlagungen, das verdrängen und das "normal funktionieren wollen/müssen" führen mmn zu sehr viel mehr menschen, die mit ihren vorhandenen neigungen/veranlagungen nicht klarkommen und sie auf ungesunde weise dann doch ausleben, weil der druck ein ventil braucht.
geht man hingegen sachlich damit um und akzeptiert die existenz dieser veranlagung als gegeben, kann man lernen, damit umzugehen und die neigung im ssc (safe-sane-consensual) rahmen ausleben, ohne dass irgendjemand zu schaden kommt, im gegenteil so, dass die beteiligten genuss und freude empfinden.


Hallo Gast,

von Seiten der Medizin wird der Sadomasochismus als Störung klassifiziert.

unsinn. wie schon geschrieben wurde, es ist eine störung (-->perversion, hört man ja so gern), wenn leidensdruck vorhanden ist.
ansonsten nennt sich das deviantes ("abweichendes") sexualverhalten.


Was soll zB daran gesund sein, wenn man Lust aus dem Fesseln anderer Menschen zieht? Das ist doch eigentlich sehr bedenklich, oder?

nö.
solange beide(!) mit den fesselspielen(!) einverstanden sind und es zum zwecke der lustgewinnung ausgeführt wird, ist das sehr gesund. genauso wie der sogenannte "vanilla- oder blümchen-" sex auch.

dass es für die einen nicht nachvollziehbar ist, woraus die anderen ihre lust ziehen, finde ich völlig normal und ok. viele wege führen nach rom bzw. zum ziel der sexuellen erfüllung.


So eine "Vorliebe", wie Du es (verharmlosend) ausdrückst, ist wohl nicht OK.

ach. und wer bestimmt das? du? die sexualpolizei? die moralpolizei?
ich bin wirklich, wirklich erstaunt. ich dachte, die zeiten hätten wir hinter uns.


Mir scheint, dass hier eine Art Psychotherapie vonnöten ist. Sinnvoll wäre es, zufriedenstellend zu leben, ohne das Bedürfnis nach Erniedrigung seiner Mitmenschen zu haben. In der Forschung werden übrigens unter anderem gestörte Beziehungen zu Vater oder Mutter als Ursache angeführt.

da wird aber schön alles in einen topf geworfen und drin rumgerührt.
ja, man muss sich schon darüber klar werden, ob die neigung eine neigung ist oder eine kompensation oder eine störung. und ja, es gibt gerade bei den femsubs und maledoms so einige, die kompensieren. der rat, sich in menschenkenntnis zu üben, ist kein schlechter.
aber es gibt nun mal die neigung/veranlagung dazu, es sexuell erfüllend zu finden, wenn man seinen partner erniedrigt/schlägt/beherrscht/fesselt/.... bzw. es sexuell erfüllend zu finden, wenn der partner das mit einem tut.
das ist deviantes sexualverhalten, weil die biologie es darauf anlegt, dass sexuelle erfüllung durch gv erfolgt. die biologie hat da ja auch gute gründe dafür.
aber nicht jedes deviante sexualverhalten ist auch gleich eine psychische störung. diese undifferenziertheit, nur weil man es nicht versteht undoder davor angst hat, ist ärgerlich.

Ein weitsichtiger potentieller Partner von Dir müßte sich fragen, ob er in einer Beziehung mit Dir in (nervenaufreibende) "Machtspielchen" etc. verwickelt werden würde. Man kann sich leicht vorstellen, dass eine Beziehung mit einem psychisch gestörten Partner sehr anstrengend sein kann.

ja, eine beziehung mit einem psychische gestörten partner ist anstrengend bis unmöglich. machtspielchen, die nicht der sexuellen erfüllung dienen, sind zumeist destruktiv für eine beziehung und rühren zumeist aus unbearbeiteten themen dessen, der sie nötig hat. soweit stimme ich dir zu.

aber was hat das bitte mit sex zu tun?
was hat es damit zu tun, dass menschen, die miteinander sex haben, den eben auf abweichende art und weise miteinander haben als die mehrheit?
was hat es damit zu tun, dass diese menschen vorher eingehend besprochen haben, was dem jeweils anderen lust macht und was nicht?
was hat es damit zu tun, dass nur dinge miteinander getan / einander angetan werden, die lustfördernd und luststeigernd sind?

bdsm ist eine sexuelle spielart. manche haben die veranlagung dazu, manche nicht. manche neigen einer seite zu, manche beiden. solange sich beide partner einig sind, was getan wird und wie es getan wird, ist alles gut.
ein unterschied zwischen deviantem sexualverhalten und pathologischer störung ist durchaus an markern feststellbar. dieser "aller bdsm ist krank"-eintopf ist vollkommen unnötig und falsch.
'nuff said.

Jo. Die Welt ist bunt. Was pathologisch ist und was nicht, unterliegt zudem einem Wandel - nicht zu vergessen die Grauzone.

yep. und ich finde, man sollte es den fachleuten überlassen, zu definieren, was pathologisch ist und was nicht.


an die te:
es ist nicht ungewöhnlich, dass man in deinem alter alles mögliche ausprobiert und auch alles mögliche als anregend empfindet. die smjg wurde hier schon genannt, die würde auch ich dir dringend ans herz legen.
von einschlägigen foren würde ich dir hingegen abraten.
grundsätzlich: es gibt mehr bdsmer auf der welt, als man denkt und du wirst schon den/die richtigen partner finden.

und um deine eingangsfrage zu beantworten: nein, s&m ist nicht schlimm. du solltest nur wissen bzw. lernen, was du willst und dir genau anschauen, mit wem du es tun willst. und die möglichkeiten zur eigensicherung kennenlernen. bei all dem kann dir die smjg. helfen.
 
Und wie lässt sich Selbstliebe damit vereinbaren? Ich besorge mir meine "Droge" und bin damit lieb und gut zu mir?

wenn es zur droge wird, läuft irgendwas falsch. genauso wie wenn stino-/vanilla-/blümchensex zur droge wird.
selbstliebe übe ich aus, wenn ich auf mich achte und das tue, was mir gut tut.

hier also:
wenn ich bdsm ausübe, weil ich die neigung dazu habe
wenn ich dabei darauf achte, dass mein partner genausoviel lust dabei empfindet wie ich.
 
Also wenn ich ein fünfzehnjähriges Kind hätte, dass Lust am Quälen anderer hat und sich auch selbst gerne erniedrigt, würde ich das nicht ignorieren oder als normales Verhalten ("jeder hat halt seine Vorlieben"...) abtun.

Ich würde mich unter anderem fragen, ob ich etwas in meiner Erziehung falsch gemacht habe.
 
unsinn. wie schon geschrieben wurde, es ist eine störung (-->perversion, hört man ja so gern), wenn leidensdruck vorhanden ist.
ansonsten nennt sich das deviantes ("abweichendes") sexualverhalten.
Man kann auch krank sein, ohne bewußt zu leiden.

Jemand zB mit Wahnvorstellungen kann ich mir auch also relativ unleidend vorstellen.
 
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