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Teilzeit statt Vollzeiteinstieg- Lebenssinn besteht nicht aus Arbeit

Ich kann das auch sehr gut nachvollziehen, mir ist mein Vollzeitjob ehrlich gesagt auch zu viel. Ich würde liebend gern auf einen Teil des Geldes verzichten, wenn ich mehr Zeit für mich haben könnte. Aber mein Arbeitgeber ist ziemlich stur - Teilzeitverträge gibt es nur für Mütter mit kleinen Kindern. Es gibt insgesamt nur wenig Verständnis für Menschen wie mich, ich werde oft angeschaut wie ein Rätsel, und die Leute fragen mich, warum ich mehr Zeit brauchen würde. Kaum einer kann das nachvollziehen...
 
Ich sehe das zwar prinzipiell genauso, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht; aber ich gehe z.B. 39h arbeiten und habe z.T. auch Überstunden und kann mich trotzdem mit Freunden treffen, ein Buch lesen, zum Sport gehen oder was weiß ich, und das können viele andere auch, die ich kenne. Dazu fahre ich am Tag noch 2,5h... während der Fahrt höre ich meine Musik, lese meine Bücher, whatsappe usw.

Zum anderen ist es tatsächlich in vielen Fällen so, dass man mit dem Gehalt von Teilzeitstellen nicht hinkommt. Ich hätte, wenn ich meinen einen Job ausschließlich mit den 20h machen würde, nur 920 Euro netto. Habe einen zweiten Job und dadurch 1700 netto.
Da ich zwei Schuldenraten zahle (die ich bis 2024/2030 gerne mal los wäre) und auch noch mal für die Rente vorsorge (ich mache Riester und nen Fonds-Rentenversicherungsmist), will ich unter 1600 netto gar nicht mehr arbeiten gehen.
Was wollt Ihr z.T. für ne Rente haben?

Zum anderen habe ich fast 10 Jahre nur mit 600-1000 Euro auskommen müssen im Monat, und habe darauf mittlerweile keinen Bock mehr.
Ich will nicht immer darüber nachdenken müssen, ob ich mir mal einen Coffee to go kaufe oder sonstiges.
Zum anderen übernehme ich quasi ein Haus bzw. habe es quasi schon übernommen und da muss ich auch mal das eine oder andere an Geld reinstecken... Mit Teilzeit geht das nie und nimmer...
 
Mal nur so nebenbei

35 Std sind in vielen Großbetrieben die volle Wochenarbeitszeit.

Und ich finde auch jeder kann soviel arbeiten wie er will, solange ihm das Geld reicht.
 
Ich lebe zur Zeit von ALG II und einem Minijob.
Das ist natürlich nicht zufriedenstellend und ich möchte gern wieder einen "richtigen" Job haben. Doch am liebsten wäre mir ein Teilzeitjob, d.h. zwischen 20 und 30 Std. wöchentlich, denn ich würde einen Vollzeitjob psychisch nicht mehr schaffen.

Ich müsste im Falles eines Teilzeitjobs mit ALG II aufstocken, aber das wäre mir egal. Lieber wenig Geld als sich kaputt zu machen.
 
Mal nur so nebenbei

35 Std sind in vielen Großbetrieben die volle Wochenarbeitszeit.

Und ich finde auch jeder kann soviel arbeiten wie er will, solange ihm das Geld reicht.
Ja, sicher. Aber es wird ja mitunter so hingestellt, als ob das bei jedem so hinzubekommen sein müsste. Wenn jemand aber lediglich Stundensätze mitz 16-17 Euro hat so wie ich bspw., kann man davon TZ nicht leben oder muss sich eben nur einschränken. Ich habe als Student und als Referendar und auch später als selbstständige Lerntherapeutin immer nur auf Hartz IV-Niveau gelebt, sprich zwischen 670-1000 Euro. Es ist ja legitim zu sagen: mir ist das einfach zu wenig, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass ich Studienschulden habe und mein Geld in einer Heizungsanlage vom Haus steckt, die abzuzahlen ist. 😉 Ich habe es zumindest seit dem letzten Jahr geschafft, ca. 3000 Euro an Schulden abzubezahlen... v.a. Dank der neuen Arbeitsstellen, einiger Verkäufe und weil ich es in Kauf nehme, mitunter 46h in der Woche zu arbeiten...
 
Aber wenn einem das Geld reicht ist es doch völlig legitim weniger zu arbeiten.

Und wenn das Geld nicht reicht, dann bleibt sowieso nichts anderes übrig als mehr zu arbeiten.
 
Aber wenn einem das Geld reicht ist es doch völlig legitim weniger zu arbeiten.

Und wenn das Geld nicht reicht, dann bleibt sowieso nichts anderes übrig als mehr zu arbeiten.

Japp...😉

Mich hat es irgendwo nicht groß zu interessieren, ob ich arbeiten gehen kann oder nicht... lol
(Ironie off)
 
aber ich gehe z.B. 39h arbeiten und habe z.T. auch Überstunden und kann mich trotzdem mit Freunden treffen, ein Buch lesen, zum Sport gehen oder was weiß ich, und das können viele andere auch, die ich kenne.

Ist doch gut, wenn du das kannst und die das auch können. Ich stelle hier aber noch gern ein drittes Mal die Frage: Was genau ist das Problem? Ihr macht es so, andere so. Nur, weil man etwas kann, muss man es nicht tun, und wenn Person B etwas nicht tun kann, ist das Argument von Person A: "Ich kann das aber und C und D auch!" eben kein sinnvolles Argument.

Zum anderen ist es tatsächlich in vielen Fällen so, dass man mit dem Gehalt von Teilzeitstellen nicht hinkommt. Ich hätte, wenn ich meinen einen Job ausschließlich mit den 20h machen würde, nur 920 Euro netto. Habe einen zweiten Job und dadurch 1700 netto. Da ich zwei Schuldenraten zahle (die ich bis 2024/2030 gerne mal los wäre) und auch noch mal für die Rente vorsorge (ich mache Riester und nen Fonds-Rentenversicherungsmist), will ich unter 1600 netto gar nicht mehr arbeiten gehen.

Das ist dann ein Argument, ja. Wenn für dich teilzeit nicht reicht, reicht es nicht, dann musst du vollzeit arbeiten.

Zum anderen habe ich fast 10 Jahre nur mit 600-1000 Euro auskommen müssen im Monat, und habe darauf mittlerweile keinen Bock mehr. Ich will nicht immer darüber nachdenken müssen, ob ich mir mal einen Coffee to go kaufe oder sonstiges. Zum anderen übernehme ich quasi ein Haus bzw. habe es quasi schon übernommen und da muss ich auch mal das eine oder andere an Geld reinstecken... Mit Teilzeit geht das nie und nimmer...

Find ich total legitim, da hätte ich auch keinen Bock drauf. Ich komme mit 19,5 Stunden auf gut 1,200 netto, in der nächsten Tarifrunde wird's etwas mehr. Mit Kindergeld, Unterhaltsvorschuss plus ab und an freiberuflich ein paar hudnert Euro reicht uns das vollkommen. Ich hab halt keinen Bock auf die 39 Stunden. Oder auf ein Haus, ich wohne viel lieber zur Miete. So sind die Lebensentwürfe halt unterschiedlich.
 

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