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Einsamkeit und Perspektivlosigkeit

M

Mirar

Gast
Hallo,

ich glaub ich will mir einfach nur mal die Gedanken von der Seele schreiben. Weiß sonst nicht wohin mit.
Kurz zu mir: Ich (23,m) hab eigentlich keine Freunde, höchstens ein paar Bekanntschaften in der Uni, mit denen ich außerhalb aber auch nichts zu tun habe. Hatte nie eine Beziehung und natürlich auch noch nie mit einem Mädel geschlafen (klar, 23 ist noch im Rahmen und andere haben das vllt auch nicht, aber wenn man dann so Bemerkunden hört wie: "WAAAAS du hattest noch nie 'ne Freundin..." Das klingt wie: was ist denn falsch mit dir. Natürlich bind ich das keinem auf die Nase ^^.)
Das Problem ist: Mir fällt es sehr schwer daran was zu ändern. Ich selbst bin psychisch krank und mir fallen deshalb schon die kleinen Sachen im Alltag unglaublich schwer (ich bin aber dabei das anzugehen, will eine Therapie machen, bin aber noch auf der Warteliste). Ich hab auch oft keine Motivation, dann fühlt sich alles so schwer an. Und das schaukelt sich dann auf: Keine Beziehungen zu anderen Menschen zu haben vermindert weiter das Selbstwertgefühl und ohne Selbstwertgefühl trau ich mich noch weniger raus. Ich fühl mich dann immer wie ein Vertreter, der irgendwelchen Fremden ein defektes Produkt (=mich) andrehen will...
Ich studiere und gerade in Semesterferien, wie jetzt, bin ich ziemlich isoliert, habe fast keinen Kontakt zu Menschen und dann wenn das Semester wieder startet tuts irgendwie total weh, die ganzen anderen Menschen zu sehen, zu sehen was ich verpasse und was ich nicht habe. Dann muss ich natürlich auch wieder Ansprüche erfüllen, Leistung bringen, halt einfach funktionieren, obwohl ich genau das nicht tue...
Das ganze ist einfach so festgefahren, ich hab überhaupt keine Ahnung wie das besser werden soll... das mit der Psyche kann noch Jahre dauern bis ich das wirklich im Griff hab. Aber ich kann doch nicht bis dahin abwarten und immer allein sein?
Es fühlt sich einfach dann alles so sinnlos an, ich weiß überhaupt nicht mehr, wieso ich mich noch anstrengen soll.

Ich erwarte nicht, dass mir jemand eine Lösung für mein Problem findet, aber mir gehts einfach nicht so und allein das zu schreiben tut schon irgendwie gut.

Danke
 
(...) klar, 23 ist noch im Rahmen und andere haben das vllt auch nicht, aber wenn man dann so Bemerkunden hört wie: "WAAAAS du hattest noch nie 'ne Freundin..." Das klingt wie: was ist denn falsch mit dir.
Was 'im Rahmen liegt' und was nicht, mache dies nicht von irgendwelchen Menschen abhängig, welche ein anderes Vorstellungs-, Einstellungs-, Meinungsvermögen, andere Denkweisen besitzen wie Du sie hast. Hier geht es um Dich. Du entscheidest, was Du möchtest, mit welchem Handeln es Dir gut ergeht und was für Dich sinnvoll, welche Art und Weise für Dich lebenswert erscheint.
Nur, weil 'andere Menschen' nicht die Fähigkeit besitzen über den Tellerrand hinaus zu blicken, solltest Du Dich hiervon nicht beeinflussen lassen. Humbuck. Du setzt Dir Deinen eigenen Maßstab. Es existieren in dieser großen Welt eben auch Menschen, welche sich nicht einfach zu einem x-beliebigen Menschen gesellen möchten, um der Erfahrungen willen; sondern Menschen, welche durchaus weiter denken und abzustecken wissen, was sie sich vom Leben, von einem Partner/einer Partnerschaft wünschen. In dieser großen Welt einem Menschen zu begegnen, welcher ebenso fühlt, denkt, handelt, lebt, das mag eine spannende Herausforderung sein.



Das Problem ist: Mir fällt es sehr schwer daran was zu ändern.
Ich wünsche Dir, Du magst Dich nun in erster Linie um Dich kümmern können. Verstehen kann ich, dass Sehnsüchte und Wünsche entstehen, sich im Kopf tummeln und Gedanken an Zukunft da sind. Doch bedenke: Nach dem, was Du äußerst und ganz klar zu reflektieren, in Angriff zu nehmen weißt, ist es wichtig, dass Du Dich mit Dir selbst beschäftigst, vielmehr Dir geholfen wird. Hat sich das geregelt, wird es unbefangen auf Dich zukommen können - auf Zwang, Teufel komm raus wird sich Dir weniger etwas eröffnen, Du die funkelnden Liebeligkeiten Deiner Umwelt weniger wahrnehmen, weil Du mit dem Kopf woanders erscheinst und die Wunderbarkeiten zu übersehen vermagst.



Ich studiere und gerade in Semesterferien, wie jetzt, bin ich ziemlich isoliert, habe fast keinen Kontakt zu Menschen und dann wenn das Semester wieder startet tuts irgendwie total weh, die ganzen anderen Menschen zu sehen, zu sehen was ich verpasse und was ich nicht habe (...).

Aber ich kann doch nicht bis dahin abwarten und immer allein sein?
Du bist ein Einzelstück, damit will ich hervorheben: Du bist einmalig wertvoll, wie Du bist. Du hast erkannst, dass Du jemanden brauchst, welcher Dir bei Deinem Befinden behilflich ist - das zu erkennen ist sehr wertvoll für Dich. Das angehenen zu wollen und Schritte eingeleitet zu haben noch sehr viel mehr!

Ich wünsche Dir, dass Du bald die Möglichkeit finden wirst mit jemand Professionellen für Dich da zu sein; dass Du Dich um Dich kümmern kannst. Mache Dir keinen Druck, das hast Du nicht nötig. Du solltest nun in erster Linie für Dich da sein, sodass es Dir besser ergeht und Du die Augen dafür öffnen kannst, was die Welt Dir Einzigartiges bietet. Und dieser professionelle Jemand kann dir einen Weg ebnen, das anzugehen, was Dich belastet, Dich beschäftigt.


Eines noch:
Ich bin aber dabei das anzugehen, will eine Therapie machen, bin aber noch auf der Warteliste
Die Frage: Hast Du Dich bei mehreren Psychologen o.ä. auf die Warteliste setzen lassen? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Therapeuten Wartelisten bis zu einem Jahr hegen, teils länger. Dass es schier unmöglich erscheint jemanden zu finden, welcher Dir bei akuter Erkrankung der Psyche geeignete Hilfe geben kann. Sollte all jegliches Dich weniger voran bringen, könntest Du mit Deinem Hausarzt sprechen, welcher auf anderen Wege Dich schneller ans Ziel der professionellen Hilfe bringen könnte.
Darüber hinaus existiert in meiner Gegend ein psychologisches Beratungszentrum, dessen Wartenzeiten bis zu 6 Wochen (oder kürzer) viel humander erscheinen - und Du ebenfalls kompetente Hilfe erlangen kannst. Je nachdem, welches Problem Du schilderst, bekommst Du diesbezüglich einen professionellen Psychologen an die Seite gestellt, welcher mit Dir an Deinem Problem arbeitet; oder auch die Hilfe schneller an einen Termin beim Psychiater zu kommen. Vielleicht existiert eine derartige Stelle auch in Deinem Wohnort oder zumindest erreichbar für Dich.

Alles Liebe für Deinen Weg.
 
Was hälst du davon, einfach mal Dinge zu machen, die Dir Spaß machen? Nur wenn du dich selbst überwindest, wirst du auch Anschluss finden.

Warum machst du nichts mit deinen Bekannten außerhalb der Uni?
 
Oh tut mir leid dass ich so spät antworte. hatte meinen beitrag gar nicht wieder gefunden und dachte schon ich hätte etwas falsch gemacht und der ist gar nicht erstellt worden

Vielen Dank Lile für deine lieben Worte. Ich versuch mein bestes, versuche auch selbst etwas zu tun, das werde ich ohnehin in der Therapie tun müssen, deshalb ist das bis ich wirklich nen platz habe keine verschwendete Zeit. Ich habe mich bei einigen Psychologen in der Umgebung erkundigt, aber die Wartelisten waren geschlossen bei denen, die in Frage kamen. Nur einer hatte noch eine offene. Beim Hausarzt war ich auch schon. Ich glaube jetzt ist einfach noch warten angesagt. Vielen lieben Dank dir 🙂

@Kleines Seelchen: Ja ich versuche ab und zu was schönes zu machen. Aber das ist halt meist alleine (lesen, Serien schauen etc.), weil ich halt keine Freunde habe. Und mit Bekannten hab ich teilweise schon was probiert, aber irgendwie fühl ich mich da total unwohl, sie sind ok, ich komm mit ihnen aus, aber es sind halt keine Leute, mit denen ich jetzt eine innige Freundschaft haben könnte, dazu sind wir zu verschieden. Ich weiß... ich bin da vllt sehr anspruchsvoll. Aber ich kann mich da weniger dazu zwingen dann jemanden toll zu finden oder so. Danke auch dir für deine Antwort
 

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