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Familienhilfe? Verzweifelt

G

Gast

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Hallo, hoffe jemand hat ihre eine Antwort für mich:
morgen möchte ich beim Jugendamt Anrufen um eventuell eine Familienhilfe zu beantragen. Die Frage die ich mir stelle ist: kann ich das überhaupt, bzw besteht bei uns eine Notwendigkeit? Ich komme eigentlich super mit meiner Tochter klar (sie ist 2 Jahre). Einzigen Probleme die wir haben sind: das schlafen gehen & ihre Ausraster. Und Kleinigkeiten, die mich zum Verzweifeln bringen. Ich nehme aber an, jedes Kind hat diese Phasen und jede Mutter auch. Ansonsten hört sie gut, ist lieb etc. Also eigentlich keine großartige Problematik. Ich weiß auch das ich mich super um sie kümmere, denn kinderaugen Lügen nicht. Sie klammert nun aber auch extrem, und möchte zu keinem außer mir.
Naja also, ich brauche eher Hilfe bei Alltagsproblemen wie Gängen zum Amt, Anträgen, Finanzen etc. Denn ohne wird es nicht mehr lange gut gehen ( viel viel Mist gebaut, in der Vergangenheit, Probleme, Schulden, vorbestraft etc.) Klar, auch bei der Erziehung, denn dieses Extreme Klammern etc ist sehr anstrengend und ja.
Ich bin seit 2 Jahren 24 Stunden Mutter, war bisher auch nicht einmal ohne sie.
Durch eine Familienhilfe möchte ich meinen Alltag besser meistern, evtl auch mit Ihrer Hilfe einen Kindergartenplatz bekommen ( wegen der Finanzierung ist es problematisch, seit 3 Monate rufe ich bei zig stellen an und bekomme immer andere Antworten) damit ich wieder arbeiten gehen kann und Strafstunden machen kann...(Momentan zahle ich 3 Strafen zu je 50 euro) Ich möchte das sie mir erklärt, wie ich mich Verhalte wenn die Kleine wieder so extrem ist.
Mein Partner möchte diese Familienhilfe nicht, er meint so stellt man sich beim Jugendamt als schlechte Familie da.. ich würde die Termine dann immer so legen, wenn er nicht da ist. (natürlich mit seinem Wissen)

Meint ihr das würde funktionieren. Habe einfach Angst, dass alles den Bach runter geht sonst (Finanzen, Erziehung und meine Person)
Eine Freundin meinte, Familienhilfe begleitet bei den Behördengängen, hilft bei der Erziehung, geht auch mal einkaufen mit einem, vermittelt bei Problemen etc.

Achso Schuldenberatung bin ich vorstellig, das habe ich geschafft zu regeln🙂!

Ich habe keinerlei Familie oder Freunde in der Nähe, da diese über 200 km weit weg wohnen.
Habe keinerlei Kontakte zu anderen Menschen hier, nachdem mehrere Versuche gescheitert sind.
Ich möchte nicht das mir jemand irgendwas abjimnt. Meinen Haushalt etc schaffe ich alleine.
Mein Partner hilft mir kaum, er arbeitet und sitzt sonst am PC, wird sich auch nichts ändern bei.

Denkt das Jugendamt dann schlecht?
Nimmt man mir das Kind weg wegen den Vorstrafen?
 
Mit der Familienhilfe da kenne ich mich nicht so aus, mit Erziehung an sich, schon.
Was sind denn das für Ausraster, die deine Tochter hat und was für Kleinigkeiten, die dich aufregen?

Wie gehst du bisher damit um? Wie sieht deine Erziehung generell aus? Unternimmst du viel mit deiner Kleinen? Redest du oft mit ihr? Überlässt du sie öfter dem Fernseher oder anderen Medien?
Sieht sie ab und zu mal mit andere Spielkameraden?
Also kennst du andere Mütter mit Kindern, mit denen du dich mal triffst?

Das waren erstmal genug Fragen 🙂
 
Hallo,
es ist immer besser, sich selbst beim Jugendamt zu melden, wenn man merkt dass man Hilfe bracht, als zu warten bis alles den Bach runter gegangen ist und die plötzlich auf der Matte stehen, weil sie fremdinformiert wurden.
Eine Familienhilfe kann sehr hilfreich sein, wenn man Hilfe möchte. Sie kann in all den Bereichen helfen die du aufgezählt hast, selbst beim knüpfen von Kontakten kann sie hilfreich sein. Wichtig ist, dass du auch hinschauen möchtest, wenn sie mal sagt, das machen sie falsch, Frau XXX. Jede Mutter macht fehler, das ist das normalste auf der Welt, aber nicht jede Mutter möchte die Fehler gerne aufgezeigt bekommen. Und das wird mit einer Familienhilfe passieren.
Das Jugendamt wird dir deine Tochter nicht wegnehmen, weil du vorbestraft bist. Sie sehen das eher positiv, wenn jemand von selbst erkennt, dass er/sie schwierigeiten hat und sich dann um Hilfe/Abhilfe kümmert.
Meine Erfahrungen mit Familienhife sind durchweg positiv. Ich selber habe fast 5 Jahre Familienhilfe in Anspruch genommen und meine Tohter nimmt derzeit Familienhilfe in anspruch. Ich kann dir nur dazu raten und dir Mut machen, dass es dir wirklich helfen kann, wenn du dich dann auch darauf einlässt.
 
Ich bin die Fragestellerin:
Also Ausraster bekommt sie, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. Ich sage ihr dann nein, erkläre wieso und verlasse den Raum das sie ausrasten kann.
Danach nehme ich sie in den Arm und Sage Schatz, mama meint das nicht böse, aber du musst lernen, dass nicht alles so funktioniert wie du es magst.
Was mich stört sind:
Das ich egal was sie macht, daneben Sitzen muss, heißt sie spielt selten alleine etc

Und das Schlafen ist ein riesen Problem...sie schläft nicht alleine... spätestens nach 1 Stunde alleine im bett ist sie wach. (Familienbett..bin daran selber Schuld)
Es ist für mich anstrengend, da ich keinerlei Zeit habe zur Ruhe zu kommen. Abends liege ich um 8 im Bett.

Naja Fernsehen schauen sie nie, interessiert sich nicht dafür. Was sie eine halbe Stunde am Tag macht ist über mein Handy Videos schauen (Kikaninchen) damit ich den Haushalt Machen kann, was sonst kaum Funktioniert
Sie kann auch keine 5 Minuten alleine Bleiben, wir wohnen im 5 Stock, gestaltet sich schwer immer die Wäsche zu holen mit ihr auf dem arm (wenn mein Partner nicht da ist) und wenn er da ist weint sie auch wenn Ich runter gehe

Wir gehen jeden Tag 2 Stunden raus, es sei denn es Regnet...gehen zu den Tieren oder auf den Spielplatz, einkaufen etc.
Freunde habe ich hier nicht, und auf dem Spielplatz sind leider nie Kinder
 
Hallo,
erstmal vielen Dank für deinen Mut,dich als " hilfesuchend" zu erkennen zu geben.
Ich kann Silan nur zustimmen,denn ich habe jahrelang bei der Sozialpädagogischen Familienhilfe gearbeitet, so nennt sich das imFachjargon.
Als allererstes: Dein Kind wird man dir nicht wegnehmen wegen deiner Vorstrafen,es sei denn, sie haben etwas mit Kindesmisshandlung/Tötung zu tun.
Davon gehe ich aber absolut nicht aus,bei dem,was du schreibst....du scheinst ja sehr reflektiert und selbstkritisch zu sein deinem Post nach zu urteilen.
2.Es ist immer gut,sich Hilfe zu holen,wenn man es allein nicht schafft!:daumen:
3.Die meisten Familien,die Familienhilfe bekommen,werden mehr oder weniger " freiwillig" vom JA oder dem Familiengericht dazu gezwungen,als letzte Chance vor der Kindesherausnahme.
Wie da die Zusammenarbeit und Kooperation zwischen Fam.Hilfe und der betreffenden Familie aussieht,kannst du dir vielleicht vorstellen..... Das erste halbe Jahr geht es erstmal nur um reinen Vertrauensaufbau,neben der eigentlichen Problematik.
4.Alle JugendsamtmitarbeiterInnen und die der Familienhilfe wissen: Am besten und erfolgreichsten kann man mit den Familien arbeiten,die sich von selbst melden!!Denn diese WOLLEN auch die Hilfe annehmen.
All die Problematiken,die du angesprochen hast,sind genau die Aufgaben der FH,diese mit dir anzugehen.
Das dein Mann( noch) nicht will,ist uns auch bestens bekannt,in den allermeisten Fällen geht es von der Frau aus....aber er wäre nicht der Erste,denn man mit ins Boot holen kann.
Nämlich wenn er merkt,FH kann wirklich was verändern,aber man muss selber aktiv dafür was tun.
Ich hoffe,ich kann dir mit meinen Worten Mut machen,wirklich morgen im JA anzurufen.....oder googel doch einfach mal,ob es eine Sozialpädagogische Familienhilfe in deiner Stadt gibt,du kannst auch dort direkt anrufen...... Keine Angst, wir beißen nicht, sondern freuen uns für jeden,der den Mut hat,um Hilfe zu bitten.

Ganz liebe Grüße von
Pantakea:blume:
 
Vielen Dank, für die ermutigenden Worte. Ja ich Zweifel sehr an mir, ich denke da spielt meine Vergangenheit eine große Rolle.
Die Angst ist einfach sehr groß, denn meine Tochter ist das beste und tollste, was mir jemals Passiert ist, genau deswegen suche ich mir Hilfe, damit sie eine Gute Zukunft hat.

Nein die Anzeigen sind wegen keinerlei Gewalt oder ähnlichem.
 
Ich finde eine FH eine sehr gute Idee um dir zu helfen den Familienalltag besser zu bewältigen.

Die haben schließlich ein Interesse daran, dass du auf lange Sicht alleine klar kommst.

Dass deine Tochter sehr auf dich fixiert ist, könnte auch damit zusammen hängen, dass sie wohl niemand anderen kennt.

Gewöhne sie langsam daran, alleine zu sein. Zuerst mal 15 Minuten. Dann setzt du sie halt auf eine Decke, gibst ihr Spielzeug/Buch und sagst "Mami möchte jetzt die Wäsche machen also bleib eine Weile hier".
Du könntest eine Uhr hinstellen und ihr erklären, dass wenn der Zeiger ganz oben ist, du wieder da bist.
Das wichtigste ist, sei konsequent. Wenn Sie vor der verabredeten Zeit zu dir kommt, dann bring sie zurück und sage "Nein, das geht jetzt nicht. Du musst jetzt für 20 Minuten alleine spielen. Hier, schau mal auf den Zeiger. Ich habe es dir erklärt, wenn er ganz oben ist, dann bin ich wieder da."
Beim ersten Mal musst du sie vielleicht 10mal zurückbringen aber das ist in der Anfangszeit normal.

Ich persönlich finde auch, dass man ein Kind nicht unbedingt sich selbst überlassen muss wenn es ausrastet. Obwohl ich dies schon nicht schlecht finde.
Noch besser wäre meiner Meinung nach dem Kind ganz bestimmt zu sagen "Jetzt ist Schluss, beruhige dich wieder". Also dem Kind quasi zu befehlen sich zu beruhigen. Aber natürlich nicht bösartig sondern nur auf mit einer festen bestimmten Stimme.
Und dann auch bei dem Kind bleiben bis es sich beruhigt hat. Das ist allerdings schon sind Stufe schwerer. Also vielleicht mal ausprobieren für den Anfang.
 
Na ja, vielleicht bin ICH hier der falsche "Ratgeber" !!???

....dennoch möchte / muss ich Dich auch "warnen" :



All das, was Du beschrieben hast, sind durchaus 'Sachen', bei denen Dich ein Familienhelfer wunderbar unterstützen, Dir helfen KANN.


KANN sage ich, weil Du mit demjenigen wirklich klarkommen musst, ...falls das NICHT der Fall sein sollte, kann man auch einen Anderen bekommen --> allerdings begibst Du Dich so freiwillig in den Fokus des Jugendamtes......was nicht unbedingt "gut gehen" muss - kommt schon auch drauf an, wie Euer Jugendamt "tickt".


Ich meine, unter Umständen, brauchst Du nur ein paar kleine "Fehler" machen, oder etwas "falsches" sagen ....Dein Kind kann schneller weg sein, als Du gucken kannst !


》das Jugendamt muss NICHTS beweisen, sollten sie eine Kindeswohlgefährdung in den Raum werfen - und man selbst KANN nichts beweisen, denn DAS interessiert dann Niemanden !!!《



Ich möchte Dir keine "Angst" machen ....nur raten, überleg Dir das wirklich gut ....vielleicht gibt es DOCH auch anderweitig Hilfe ???

...weiß nicht mehr - Caritas oder Diako - irgendwo gab es ehrenamtliche Helfer, ebenso gibt es auch "Ersatzgroßeltern" (auch ehrenamtlich)
 
Ich würde mich auch erstmal an eine andere Stelle wenden: Caritas oder Diakonie wären vermutlich meine ersten Ansprechpartner: Die können einem oft viel raten, was man sonst noch für Möglichkeiten hat. Eine Familienhilfe kann- wie oben beschrieben- eben auch ziemlich in die Hose gehen. Und wenn das JA mal auf dem Plan ist, wird es schwer, es wieder loszuwerden.
Also überleg Dir das gut und lass Dich am besten vorher mal von einer unabhängigen Stelle beraten.
 

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