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Brexit - und dann?

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Wieso sollte ich generell gegen Gemeinschaften sein? Bei allen Vereinbarungen gilt es, Vor- u. Nachteile abzuwägen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Und was soll eigentlich die Fragerei? Versuchst du jetzt damit von dem BlackJack Thema abzulenken?

Es gibt kein "Blackjack-Thema". Er wird sich schon noch melden, wenn er was zum Thema Nazis sagen möchte.

Wenn wir aber gerade schon dabei sind, so basiert die Idee der EU eben nicht darauf, dass in dieser nur "Arier" sind, sondern sich alle gegenseitig helfen und ein Wohlstandsausgleich erfolgt.

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Oder was denkst du, wozu die EU dienen soll?
 
Ich glaube Blackjacks`s Äußerung "Dann müssten sie aus dem Staatenverbund des vereinigten Königreichs austreten. Das wäre dann ja ein Rückfall in Nationalstaatlichkeit. Ist das nicht ganz böse Nazi?*" war als Seitenhieb auf die EU Befürworter gedacht. Jede von uns, die hinter dem Brexit rechtsradikales Gedankengut sehen, aber hinter einem Austritt Schottlands wiederum nicht selbiges vermuten.

Die nationalistischen Bewegungen in Europa werden wir beide Tsunami leider nicht mit Argumenten umstimmen können. Darum ging es den Brexit Politikern nie. Sie treten jetzt reihenweise zurück, weil sie kein Konzept haben. Es ging hier immer nur um Populismus, darum, Probleme anzuprangern ohne Lösungen zu bieten. Es wird offensichtlich negatives betont "Asylbewerber kosten Geld", "EU Mitgliedschaft kostet Geld" und pauschale Ziele deklariert "Kriminalität senken" und "das Land stark machen". Ziele, denen alle Bürger so natürlich zustimmen. Heraufbeschworen wird das wonach sich Leute sehnen, nämlich die eigene Stärke und kritisiert wovor sich Leute fürchten - z.B. Fremdbestimmung. Sehr leicht so Wähler zu fangen.

Nigel Farage und co wissen auch, dass der Brexit nicht DIE Lösung ist, sondern nur die Flucht vor dem Status Quo. Die Arbeit beginnt erst. Und alle Versprechungen müssen erst mal eingelöst werden. Nur wie?
Darauf angesprochen kam bisher nur sinngemäß der Spruch, dass es die regierende Politik auch nicht besser mache. Angriff ist eben die beste Verteidigung. Darin sehe ich die große Gefahr des Populismus: Man fällt auf Leute rein, die kein Konzept haben.

Vielleicht ist der Brexit das beste, was den EU Befürwortern passieren konnte. Jetzt können die EU Kritiker mal zeigen, was sie können ... oder eben nicht können.
Was ich schade finde: Das Risiko des Experiment Brexit trägt vor allem der kleine britische Bürger, während die Brexit Politiker ihr Schäfchen längst im trockenen haben, steinreich sind und ihr Geld vermutlich längst in sichere Währungen investiert haben. So wurde der kleine Brite am Ende Opfer der Populismus-Schlacht von reichen Politikern, die als einzige SICHER vom Brexit profitiert haben.
 
Ja, das ist ( leider ) so. Die meisten Politiker drängen jetzt wirklich auf den Austritt GBs weil dann für andere Austrittswillige die gravierenden wirtschaftlichen Nachteile sichtbar werden. Hab mich ja gestern gewundert: Selbst Käptn Ahab hat gestern die Nachteile des Austritts gut benannt.
 
Am Brexit haben sich bestimmt ein paar Menschen reich verdient, andere sind arm geworden. Je nach dem, wie sie jeweils getippt haben. Der kleine Mann verliert natürlich immer.

Insgesamt war es wohl eher ein Rohrkrepierer.

Man hört zuweilen, dass Indien voll hinter England steht, aber ob das jetzt noch so viel hilft, ist fraglich.
 
Könnte es sein, dass es hier auch nicht wirklich jedem um das Wohlergehen von England/Großbritannien ging?

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Weiters gefragt:

Was tut man, wenn man will, dass es allen Ländern, der gesamten Gemeinschaft und der gesamten Welt gut geht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Normalerweise haben Staaten, die sich zusammentun das Ziel, dass es ihnen besser geht und nicht der ganzen Welt. Oft geht es sogar gezielt darum die eigene Position zu stärken gegenüber anderen.

Grundsätzlich ist das nicht verwerflich finde ich. Es wird immer Gewinner und Verlierer geben. Innerhalb einer Gemeinschaft kann man aber am besten vermeiden, dass Verlierer ausgebeutet werden, zb indem man für alle verbindliche Regeln aufstellt. Jedes Miteinander benötigt Regeln.

Unabhängige Staaten unterliegen keinen Gesetzen. Sie können im Grunde tun was sie wollen ohne Strafe zu fürchten. Eine Staatengemeinschaft kann Regeln fest legen, die einzelne Staaten bestraft wenn sie zb gegen Umweltauflagen verstoßen oder soziale Regeln nicht einhalten.

Die Vorteile von Gemeinschaften sind vielfältig, aber zwischen Gleichberechtigten sind Regeln oft nur sehr schwer zu vereinbaren und haben demokratisch lange Wege.
 
Normalerweise haben Staaten, die sich zusammentun das Ziel, dass es ihnen besser geht und nicht der ganzen Welt. Oft geht es sogar gezielt darum die eigene Position zu stärken gegenüber anderen.

Grundsätzlich ist das nicht verwerflich finde ich. Es wird immer Gewinner und Verlierer geben.
Innerhalb einer Gemeinschaft kann man aber am besten vermeiden, dass Verlierer ausgebeutet werden, zb indem man für alle verbindliche Regeln aufstellt. Jedes Miteinander benötigt Regeln.

Unabhängige Staaten unterliegen keinen Gesetzen. Sie können im Grunde tun was sie wollen ohne Strafe zu fürchten. Eine Staatengemeinschaft kann Regeln fest legen, die einzelne Staaten bestraft wenn sie zb gegen Umweltauflagen verstoßen oder soziale Regeln nicht einhalten.

Die Vorteile von Gemeinschaften sind vielfältig, aber zwischen Gleichberechtigten sind Regeln oft nur sehr schwer zu vereinbaren und haben demokratisch lange Wege.

Genau das halte ich für die übelste Verhaltensweise des Menschen überhaupt.
 
Wir müssen uns auch gar nichts vormachen.

Die Leute, die hier den Brexit beklatschen oder selbst lieber aus der EU raus wären, sind nicht wirklich Menschen, die für die Gemeinschaft arbeiten, sondern lieber raus aus der Gemeinschaft sind, um zu zeigen, wie viel besser sie doch als andere sind. Das hätten sie auch innerhalb der Gemeinschaft tun können, aber gut, Reisende soll man nicht aufhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir müssen uns auch gar nichts vormachen.

Die Leute, die hier den Brexit beklatschen oder selbst lieber aus der EU raus wären, sind nicht wirklich Menschen, die für die Gemeinschaft arbeiten, sondern lieber raus aus der Gemeinschaft sind, um zu zeigen, wie viel besser sie doch als andere sind. Das hätten sie auch innerhalb der Gemeinschaft tun können, aber gut, Reisende soll man nicht aufhalten.

Was die Brexit-Propagandisten angeht, sehen wir ja gerade in den letzten Stunden, wes Geistes Kind sie sind. Erst haben sie gezündelt, und jetzt schleichen sie sich vom Acker. Ich habe dennoch die Befürchtung, dass die Geschehnisse in GB eine Steilvorlage für die AFD ist, und deren Programm macht mir mehr als Bauchschmerzen.
Und Europa stelle ich mir auch anders vor als eine riesige Bürokratie, die damit befasst ist, uns vorzuschreiben, was wir essen dürfen, welche DIN-Normen für was auch immer gelten dürfen.
Wenn die EU vor allem ein luxuriöses Altenheim für in ihren Herkunftsländern abgehalfterte Politiker/innen bleiben soll, dann ist das zu wenig, um die Begeisterung der Menschen zu wecken. Ich sah mal die europäische Idee als Weg zu mehr Demokratie, was ich inzwischen bezweifle.
Mamut-Behörden neigen wohl tendenziell zu antidemokratischen Entscheidungen.

Burbacher
 
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