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Das Jugendamt winkt nur ab

Wenn die Polizei ihn abholt, dann nimm die Gelegenheit beim Schopf und vertraue dich mit deinen Sorgen den Beamten an. Ich habe die Erfahrung gemacht das, wenn sie so etwas hören sehr Aufgeschlossen reagieren.
Ich bin mir sicher das sie nicht deine Wohnung verlassen, ohne dir ein Paar Ratschläge gegeben zu haben.

Hast du Mal in Erwägung gezogen dich bei der Caritas oder der Diakonie zu melden?

Bei der Diakonie habe ich angerufen, etwas vor 3 Wochen. Die haben aber nur eine Suchtberatung.
Die Frau hat mich an die Erziehungsberatung geschickt.
Da war ich im letzten Februar, die meinte sofort das Kind müsse in Betreuung und das ginge dann eh nur über das Jugendamt.
Ich bin da noch sehr erschrocken.

Die Caritas schau ich mit jetzt mal an, aber wie sollen die helfen können?
 
So viel ich weis, arbeiten dort u.a. Berater welche auch auf Psychologischem Gebiet bewandert sind. Sofern sich in den letzten Jahren nichts geändert hat.
Sie können dir erstmal Unterstützung geben und dort kannst du deine Situation schildern und dann wird geschaut wie und was du ändern kannst.
Natürlich wird auch auf den Grund gegangen, warum die Situation so ist wie sie ist, ist nicht immer angenehm, aber es ist wirkungsvoll und regt zum Nachdenken an.

P.S. Bitte schau noch einmal im I.Net. nach, gerade bei euch in Bayern gibt es x Beratunstellen, das die alle nur Suchtberatung machen kann ich mir nicht vorstellen.
Die bieten, sogar wenn ich das richtig interpretiere Onlineberatungen an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bietet Euer Kinderpsychiater keine Anti-agressionstrainings an? Bei uns gibt es das.
Wieso ist Dein Sohn trotz der Tabletten so schlimm? Was sagt denn der Arzt dazu?

Also ohne Tabletten kann mein Sohn auch schon mal übel ausrasten, aber mit ist er eigentlich ganz vernünftig.

Wenn Du Deinen Sohn in eine Wohngruppe geben möchtest, dann wird wohl das Jugendamt das finanzieren müssen. Ganz ohne die geht es sicher nicht. Wir hatten auch mal über Internat nachgedacht, in Zeiten, wo mein Sohn sehr anstrengend war. Ich kenne diese Gedanken und das ist auch in Ordnung. Denn dort verteilt sich die Erziehung auf mehrere Betreuer und diese sind emotional nicht so beteiligt, wie die Familie. Ausserdem könnte Dein anderer Sohn dann auch erst mal zur Ruhe kommen.

Aber vielleicht ist die Polizei morgen schon mal ein Schock. Obwohl er das ja auch noch toll finden könnte. Hab schon solche Geschichten bei anderen Kindern gehört.

Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du bald die richtige Hilfe findest!
 
Als betroffene Mutter eines ADHS Sohnes kann ich dem nur zustimmen. Da ich selber an ADS und den Folgen, wie geringen Selbstwergefühl leide, war ich meinem Sohn gegenüber nicht konsequent genug. Ohne den Vater, der dann auf mein Bitten hin auch mal Eingegriffen hat, wäre ich heute vielleicht auch in so einer Situation wie die TE.
[...]
Heute ist mein Sohn erwachsen und viel ruhiger und vernünftiger.

Genau das meinte ich.

Ich hatte mal in der Schule, weiss ich nicht mehr in welcher Klasse das war, auch so eine Phase. Habe mich mit den anderen Jungs geprügelt, die Noten wurden schlechter usw. Nach 2 Wochen kam mein Vater von seiner Dienstreise zurück und ein strenges Gespräch reichte schon. Da wusste ich: Wenn ich so weitermache, gibt's Ärger. Und da der Vater die maskuline Rolle hatte, konnte die Mutter soft bleiben. So gab's Harmonie in der Familie.

Meinem Kind fehlt ein Vater, das weiß ich.

Ich habe schon öfters beobachtet wie er reagiert wenn andere Väter bei hren Kindern sehr harrsch sind.
Da kuckt er nur blöd und bekommt Angst und haut ab.

Da sind wir uns einig.
Die Ursache für die Misere ist klar.

Jetzt kann man sich überlegen: was tun um noch zu retten was zu retten ist?
Mit 13 ist es spät, aber vielleicht noch nicht zu spät.

Dein Sohn braucht eine maskuline Person, die er akzeptiert und auf die er hört.

Kann sein leiblicher Vater diese Rolle übernehmen? Warum hat's bisher nicht geklappt?
Kann ein Trainer, ein Verein, sonstwer diese Rolle übernehmen?
Hat dein Sohn einen Großvater?
Ein Lehrer ist heutzutage keine Person die respektkert wird, kann man also vergessen.
Einen nicht leiblichen Vater kann man auch vergessen, den wird dein Sohn mit 13 höchstwahrscheinlich nicht mehr akzeptieren.

Alles andere (Jugendamt, Polizei, Psychologen usw.) ist nur das Rumdoktern am Problem und keine grundsätzliche Lösung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meinem Kind fehlt ein Vater, das weiß ich.

Ich habe schon öfters beobachtet wie er reagiert wenn andere Väter bei hren Kindern sehr harrsch sind.
Da kuckt er nur blöd und bekommt Angst und haut ab.

Da sind wir uns einig.
Die Ursache für die Misere ist klar.

Das ist eine merkwürdige Logik, die du da hast. Wäre gleichzusetzen mit:
Ein Kind bekommt nur deshalb ADHS weil es kein Ritalin bekommt, denn mit Ritalin läuft es (zwar gedämpft, aber es läuft...) in der Bahn.
Also brauchen alle Kinder Ritalin, weil sie sonst ADHS bekommen.

@ nix.wie.weg
Ich hoffe, dass du mit deinem Sohn weiter kommst. Ich an deiner Stelle würde ihm ganz klar sagen, dass er selbst entscheidet, wie es weiter geht. Hält er an seinem derzeitigen Verhalten fest, dann ist die Konsequenz daraus... (vielleicht Internat, KJP, Pflegefamilie oder was du sir sonst so an hilfreichem vorstellen kannst.
Dafür musst du aber dem Jungen gegenüber Glaubhaft sein. Er muss lernen, dass sein Handeln Konsequenzen hat. Wenn er z.B den PC nach einer abgesprochenen Zeit nicht ausmacht, wird die Sicherung gekappt. Und das muss dann auch passieren. Ich würde zum verabredeten Zeitpunkt bescheid sagen und wenn dann nach 5 Minuten der PC noch läuft ohne weitere Ermahnung abschalten. Und ich würde ihm ganz klar sagen, wenn das in 10 Tagen mehr als 3x vorkommt, dass du die Sicherung rausnehmen musst, dann kommt der PC für einen Monat unter Verschluss.
Oder in Bezug auf das Schlagen, dass das überhaupt nicht geht. Dass auch das Konsequenzen haben muss, z.B dass er dann woanders leben muss, da du und dein anderer Sohn ein uneingeschränktes Recht auf ein gewaltfreies Leben habt.
Sag ihm, er kann sich dafür oder dagegen entscheiden. Und wenn er Hilfe braucht du das gemeinsam mit ihm anstrebst, diese auch zu finden. Aber sag ihm auch, dass er dir wichtig ist, dass du ihn liebst und dass du dir wünschst, dass ihr alle zusammenbleiben könnt. Und dass es dafür einfach auch seinen Beitrag braucht.

Vielleicht gibt es in deinen Nähe ja auch eine Beratungsstelle von SOS Kinderdorf? Diese arbeiten mit den Kindern und Jugentlichen und ich habe bislang nur gute Erfahrungen mit denen gemacht. Ausserdem sind sie wirklich für die Kinder und Jugendlichen da, versuchen zu ergründen, warum ein Kind so reagiert wie es reagiert und bieten auch Therapie und betreute Jugend-WG´s an, wenn nichts anderes geht.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr das gemeinsam in den Griff bekommt.

LG Silan
 
Kann sein leiblicher Vater diese Rolle übernehmen? Warum hat's bisher nicht geklappt?
Kann ein Trainer, ein Verein, sonstwer diese Rolle übernehmen?
Hat dein Sohn einen Großvater?

Ich bin mir ganz sicher das, wenn der leibliche Vater gewollt hätte, hätte er von Anfang an die Rolle übernommen. Leider hat er sich verdünnisiert.
Ob der Großvater welcher schon ein ziemlich beträchtliches Alter erreicht haben dürfte, die Rolle noch ausfüllen könnte weis ich nicht.



Unlimitet meinte:
Alles andere (Jugendamt, Polizei, Psychologen usw.) ist nur das Rumdoktern am Problem und keine grundsätzliche Lösung.
Dennoch, in Anbetracht der Tatsache das der leibliche Vater durch Abwesenheit glänzt und ein Anderer welcher diese Rolle Adäquat ausfüllen könnte nicht in Sicht ist, ist das halt noch die bessere Alternative.
 
@Silan
Deine Vorschläge habe ich bereits alle angewendet und hat dazu geführt das sich sein Verhalten weiter gesteigert hat. Stößt er auf Widerstand legt er noch eine Schippe drauf.
Kann ja auch sein das es nicht an ADHS liegt..könnte ja auch eine Charakterrsache sein.

Wenn du meinen Anfangsbericht gelesen hast weißt du vielleicht auch das ich nach anderen Möglichkeit suche da das Jugendamt mich nicht unterstützen will. Ich denke es gibt keine andere Lösung!
Was bringt es wenn ich meine Drohungen nicht einhalten kann da ich dann kein Heim oder Pflegeplatz bekomme !?

Auf jeden Fall war heute die Polizei da und das hat eingeschlagen wie eine Bombe.😀
 
Auf jeden Fall war heute die Polizei da und das hat eingeschlagen wie eine Bombe.😀

Ja, sowas kann schon mal Wunder wirken. Denn er sieht, dass sein Verhalten Konsequenzen hat. Sowas kann schon mal ein heilsamer Schreck sein. Vielleicht schaffst Du es jetzt, ein ruhiges Gespräch mit ihm zu suchen. Jetzt kannst Du ihm vielleicht klar machen, dass das sicher nicht seine letzte Begegnung mit der Polizei war, wenn er so weitermacht. Mach ihm klar, dass er es in der Hand hat: Es gibt Hilfe, aber die muss er auch annehmen.
 

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