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Traumberuf Polizist unerreichbar!

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Hallo allerseits,
mein Traumberuf, solange ich zurückdenken kann, ist/war Polizist zu werden. Der Beruf ist spannend und abwechslungsreich. Jeder Tag ist anders, man bekommt einen reellen Blick auf die Gesellschaft und kann ihr und dem Land durch seine Tätigkeit in gewisserweise auch was zurückgeben. Zudem ist man Beamter und die Bezahlung ist recht ordentlich (gehobener Dienst).
Vor 2 Jahren absolvierte ich das Auswahlverfahren mit 2 guten Freunden von mir. Ich habe den Test und den Sporttest geschafft. Mental war ich schon Polizist, schaute zu der Zeit vermehrt Dokus, Serien und Kinofilme und stimmte mich auf meine Zukunft ein. Dann kam die ärztliche Untersuchung. Meine Freunde bestanden, ich nicht. Ein Schock. Unttauglich wegen zu starkem Heuschnupfen, ein Witz in meinen Augen, da ich kaum Sympthome habe. Widerspruch brachte auch nichts. Seit dem bin ich in einer Art Dauerdepression. Von meinen Freunden höre ich wie toll der Beruf, den ich auch gerne ausüben würde. Zudem haben Sie viele neue sehr nette Freunde gefunden, weil bei der Polizei natürlich auf Charakter und Kameradschaft viel wert gelegt wird. Ich Lebe dagegen meinen Albtraum. Mache eine Lehre zum Bürokaufmann, alles langweilig, keine neuen Freunde und blöde Kollegen. Zudem sind auch fast alle viel Älter. Wenn ich eine Sensibilisierung gegen meine Allergie machen würde, dauerte das 5 Jahre. Dann wäre ich an der Grenze vom bewerbungsfähigem Alter. Allerdings hätte ich dann keine Alternative mehr. Die Jahre würden vergehen und wenn es dann wieder nicht klappt bin ich mit Anfang 30 zu alt um nochmal in der Privatwirtschaft in eine vollkommen andere Richtung zu gehen. Aber wie kann ich mich von meinem Traumjob verabschieden ? Ich will ihn einfach ausüben. Ich will Polizist sein! Ich kann es einfach nicht warhaben wollen. Ich meine ich lebe doch nur einmal und da soll ich verdammt sein 40 Jahre ein Beruf zu machen der mir nicht gefällt, weil ein Arzt meint meine Allergie wäre zu stark....
 
Erst diese Woche hat sich eine Frau in den Polizeidienst geklagt, die mit 1,58 Körpergröße eigentlich viel zu klein war. Sie hat sich glaube ich auf den Gleichbehandlungsgrundsatz berufen.
Polizei: Kleine Bewerber dürfen nicht ausgeschlossen werden - SPIEGEL ONLINE
Vielleicht ja eine Überlegung wert.
Übrigens finde ich 30 nicht zu alt, um noch mal komplett die Richtung zu ändern. Der Jugendwahn in Deutschland wird immer schlimmer. Mit 30 kannste noch 37 Jahre arbeiten, bis zu Rente. Warum also nicht.
 
Das mit dem Charakter darf man schon bezweifeln. 🙂

Wollte ich damals auch mal werden, nach Lokführer, Frauenarzt und Kanzler. 😉

So ein Bürokaufmann hat schon was, würde ich positiv sehen.

Vorbei ist vorbei.
 
Ich meine ich lebe doch nur einmal und da soll ich verdammt sein 40 Jahre ein Beruf zu machen der mir nicht gefällt, weil ein Arzt meint meine Allergie wäre zu stark....

Ja, blöd.

Andererseits gibt es nun mal Regeln, die irgendjemand mal aus irgendwelchen Gründen aufgestellt hat.

Die Polizei macht den lieben langen Tag nichts Anderes als dafür zu sorgen das solche Regeln von der Bevölkerung unseres Staates eingehalten werden.
Und manche Regeln sind totaler Schwachsinn, wie Du am eigenen Leib erleben durftest.
Aber als aktiver Teil der Exekutive, also der "vollziehenden Gewalt", wird halt auch mit Gewalt Schwachsinn durchgesetzt, der meines Empfindens nach zuweilen die Grenze zur ethischen Korrektnes weit überschreitet.

Aus diesem Grund ist meine Einstellung zum Beruf des Polizisten auch mit erheblichem Zweifel behaftet und ich möchte nicht in der Haut eines Polizisten stecken.

Wenn Dich das Metier anspricht und Du für diesen Dienst nach den gültigen Regeln nicht tauglich bist, dann fange doch bei der Auswahl Deines Berufes einen Schritt früher an und arbeite darauf hin, Dein Lebenswert darauf auszurichten die Polizei zu entlasten, zum Beispiel in Richtung Gewaltprävention .... und werde vielleicht Jemand wie dieser Herr: Über mich | Coolness-Trainer Jürgen Berger
 
Erst diese Woche hat sich eine Frau in den Polizeidienst geklagt, die mit 1,58 Körpergröße eigentlich viel zu klein war. Sie hat sich glaube ich auf den Gleichbehandlungsgrundsatz berufen.
Polizei: Kleine Bewerber dürfen nicht ausgeschlossen werden - SPIEGEL ONLINE
Vielleicht ja eine Überlegung wert.
Übrigens finde ich 30 nicht zu alt, um noch mal komplett die Richtung zu ändern. Der Jugendwahn in Deutschland wird immer schlimmer. Mit 30 kannste noch 37 Jahre arbeiten, bis zu Rente. Warum also nicht.

In dem von dir genanntem Artikel ging es ja darum das die gennante Bewerberin erst garnicht zum Bewerbungsverfahren zugelassen wurde. Das Urteil bezieht sich ja nur auf das Auswahlverfahren, das dort jeder die Möglichkeit haben soll, sich zu bewerben. Das Auswahlverfahren hatte ich ja erfolgreich durchlaufen, ich wurde ja danach vom Amtsarzt für Unttauglich erklärt.

Ich weiß nicht, ich finde 30 Jahre schon arg grenzwertig. Ich meine ich habe mit 20 mein Abi gemacht. Ein Jahr erfolglos studiert, dann bei der Polizei beworben und nach der Ablehnung eine Ausbildung begonnen. Wie soll ich mit 30 Jahren dann erneut einen kompletten Richtungswechsel erklären? Mich würde als Alternative die Medienbranche sehr interessieren, aber gerade da kommt es aufs Alter drauf an. Zudem würde ich ja nur bis 30 warten, um es bei der Polizei nochmal zu probieren. Aber wie sollte man bei erneutem Scheitern bei der Polizei dann einem Außenstehenden erklären, der nicht weiß das man nur wegen der Allergietherapie für die Polizei solange gewartet hat, das man solange gewartet hat. Schließlich hätte ich dann schon mit 26 umschwenken können.
 
Wie schon erwähnt, kann jedes Bundesland eigene Auswahlkriterien festsetzen. Möglicherweise ist deine Allergie nicht in jeden Bundesland ein K.-o.-Kriterium.
 
Wie schon erwähnt, kann jedes Bundesland eigene Auswahlkriterien festsetzen. Möglicherweise ist deine Allergie nicht in jeden Bundesland ein K.-o.-Kriterium.
Die PDV 300, also das Gesetzesbuch mit den Vorschriften zur Tauglichkeit, gilt Bundesweit!
Nur Sporttest und Theorietest sind von Bundesland zu Bundesland anders.
 
Wenn ich eine Sensibilisierung gegen meine Allergie machen würde, dauerte das 5 Jahre. Dann wäre ich an der Grenze vom bewerbungsfähigem Alter.
Es gibt dazu ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (4 S 533/93, 1994). Entscheidend ist wohl, dass nicht nur Symptome behandelt werden können. Im oben genannten Prozess wurde die Kündigung eines Probebeamten bestätigt, obwohl ein Gutachter feststellte, dass durch Einnahme von Medikamenten behindernden Symptome nicht mehr auftreten würden. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht sondern stellte fest:

"Da das Leiden anlagebedingt ist, ist mit seinem Fortbestehen zu rechnen. Eine grundsätzliche Behandlung ist nicht möglich, die Beschwerden können durch Einnahme von Medikamenten allenfalls gelindert werden. Mit der Wiederherstellung einer uneingeschränkten Polizeidienstfähigkeit ist deshalb nicht mehr zu rechnen."

Da hilft dann nur eine Alternative suchen. Bundeswehr, Untersuchungshaftanstalt usw.
 

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