Sie hats gelesen. Wird nicht antworten. Fertig.
Ich werde wohl nie verstehen, dass man nicht einfach mal klar sagen kann, was Sache ist und was nicht. Ich habe das immer so gemacht, bevor ich jemandem Hoffnung gemacht habe. Ehrlich gesagt kotzt mich dieses Verhalten an. Abhaken!
Du hast das immer so gemacht und dass es dabei häufig so hinausläuft, wie Du beschreibst, dass sie einfach klar sagen sollte, was "Sache" ist - und was nicht - lässt auf Druck von Deiner Seite schließen, ohne Dir hierbei einen Vorwurf zu machen.
Sachlich gesehen verstehe ich Dich. Gefühle jedoch kannst Du nicht einfach einschalten oder abstellen, wie es sich hier liest. Wenn sie aber auf dem Standpunkt steht, dass Gefühle zu einer Beziehung gehören und sie eigentlich erst ihre Gefühle "befragt", dann solltest Du ihr die Zeit zugestehen, die sie braucht, um sich ihrer Gefühle sicher zu sein.
Von Deiner Seite aus wurden diese eher durch das Beharren auf faktischen Argumenten in den Hintergrund verschoben? Vielleicht wartet Betreffende zudem darauf, ob sie bei Dir selber Anzeichen von emotionaler Beteiligung erkennen kann?
Eigentlich wollte ich sie links liegen lassen aber das ganze hat mich doch irgendwie leicht wütend gemacht. 😉 Also antwortete ich ihr und hab ihr klar meine Meinung gesagt. Plötzlich wollte sie sich unbedingt wieder treffen... mein "Anschiss" hätte sie wohl sehr getroffen. Mir war das in dem Moment egal.
Ich sehe hier die Betroffenheit (das Wort "getroffen" in Fettschrift) nicht im Sinne einer Einschüchterung.
Das Ganze hatte Dich verletzt und irgendwie leicht wütend gemacht und Wut ist ja ein starkes Gefühl. Das würde etwa erklären können, dass sie ein Anzeichen von Gefühlen in diesem (auch für sie "neuen") Kontakt erkannt haben könnte. Wenn Du nun weiterhin auf sachlicher Ebene agierst bzw. reagierst, ist der ganze Gewinn durch das Zeigen von "Gefühl" erst einmal wieder auf Eis gelegt.
Sie hats gelesen. Wird nicht antworten.
Sie hat es gelesen. Doch dass sie nicht antworten wird ist eine Vermutung, deren Nachweis im Zutreffen erst in der Zukunft erbracht werden kann. Wenn Du Dir dabei schon so sicher bist, dass sie Dir nicht wird antworten, dann VERHÄLTST Du Dich womöglich bereits so, als wäre geschehen, was noch
nicht "gewesen" sein kann.
Es ist eher eine Folgerung aus einer
Summe von Ereignissen/Erlebnissen mit Ursprung in der Vergangenheit, die zwar erlaubt, eine Voraussage für die Zukunft zu treffen, kann aber erst bestätigt werden, wenn diese Prophezeiung eingetreten ist (somit also sich selbst erfüllt).
😉
Ich kann von mir sagen, so ein Disput tut (mehr oder minder) weh (je nachdem) und es wäre aus meiner Sicht ein Zeichen von "Stärke" diesen aushalten zu können, was aber nicht sagt, dass ein nicht-aushalten-Können ein Zeichen von Schwäche sei (nebenbei bemerkt: gibt es auch Angebote von professioneller Seite - z.B. in Ausnahmezuständen, ich denke, das trifft hier kaum zu). Hin und wieder lese bzw. höre ich, es sei bei Männern als Zeichen von Schwäche anzusehen, Gefühle zu zeigen. Da aber "Mensch" vielerlei GEFÜHLE bescheinigt werden, ist das Verleugnen derselben meiner Ansicht einer verzerrten Wahrnehmung oder Prägung geschuldet. "Was nicht sein darf, das nicht sein kann." Hält sich als Klischee hartnäckig.
😀
Was bleibt - aber nicht einzige Alternative bedeutet-, ist womöglich:
Die Frage, die sich bei mir da stellt: Abhaken, um mich MIT "Schmerzen" von einer emotionalen Beteiligung "loszusagen" oder abhaken, weil ich WIRKLICH nichts EMPFINDE?
Nur denke ich, dass Du gefühlsmäßig wirklich sehr beteiligt bist, das zeigt ja Deine Reaktion. Eigentlich bauen sich oft unbemerkt Erwartungen auf, die ja einen Wunsch oder mehrere Wünsche und Hoffnung(en) beinhalten .
Ich denke , dass es durchaus noch einmal zu einem Treffen kommen könnte, in dem die weitere Entwicklung eben von den Aktionen und Reaktionen, die dabei zustande kommen, abhängt.
Wie wäre es, erst einmal eine oder zwei Wochen vorbeiziehen zu lassen, ohne gleich eine Entscheidung treffen zu wollen oder zu müssen - mit anderen Worten: den je auftauchenden Gefühlen "ihren Lauf" zu lassen? Vielleicht beobachtest Du mal, wie sich Deine Gefühle während dieser Zeit
verändern , ohne etwa einem dabei aufkommenden Drang nachzugeben, sie zu verändern oder zu verdrängen? Noch anders gesagt: sie
auszuhalten.