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Sind Kreationisten päpstlicher als der Papst?

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Ja, es passiert in unserer Welt sehr oft, täglich, dass Menschen von dem Willen Gottes erfahren und nicht tun wollen, was Gott will. Sie fragen nicht nach dem, was Gott will (siehe Bergpredigt, NT). Auch kann es sein, dass uns etwas nicht verständlich bzw. nachvollziehbar ist, warum Gott so oder so handelt. Die Aufgabe Gott zu vertrauen, auch wenn uns ein bestimmter Schritt falsch erscheint, ist sicherlich heute schon für jeden gegeben, auch für Dich. Dabei solltest Du nicht übersehen, dass alle diese (mir bekannten) Vertrauensschritte mit dem Gewissen und zur Gegenprüfung mit dem NT vereinbar sind. Einen Auftrag, wie Du ihn konstruiert hast, wäre weder mit meinem Gewissen noch mit dem NT vereinbar. Daher hätte ich an der Stelle immer ein Problem.

Es wäre nicht ungewöhnlich, dass Gott etwas tut, was eigentlich seinen eigenen Regeln widerspricht. "Du sollst nicht töten" galt ja schließlich auch schon vor Abraham oder nicht? Das bedeutet sein Befehl war damals auch schon unlogisch.
Wenn du im direkten Auftrag Gottes tötest, ist es dann überhaupt eine Sünde? Also als direktes Werkzeug Gottes quasi.
Zudem, wie ist es möglich, dass die Regeln des alten Testaments plötzlich nicht mehr gelten nur weil der Sohn Gottes etwas anderes sagt? Es waren schließlich die Regeln Gottes, die für alle Menschen zu allen Zeiten gelten sollten. Im Endeffekt verändert Jesus die Regeln des Unfehlbaren und Allwissenden. War das alte Testament so fehlerhaft, dass es ein Update benötigte? Wie kann das sein?

Aber ich sehe schon du versuchst dich um eine Antwort herum zu schlängeln. Einfach zu behaupten dein Gott würde so etwas niemals verlangen weil es gegen die Bibel verstößt ist ziemlich billig. Diese Regeln gelten für Gott doch gar nicht. Gott darf als Einziger Leben nehmen so viel und vor allem wie er will. Was maßt du dir als kleiner beschränkter Mensch da an beurteilen zu können was Gott dir befehlen kann und was nicht?
Gottes Wege sind schließlich unergründlich.😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wäre nicht ungewöhnlich, dass Gott etwas tut, was eigentlich seinen eigenen Regeln widerspricht. "Du sollst nicht töten" galt ja schließlich auch schon vor Abraham oder nicht? Das bedeutet sein Befehl war damals auch schon unlogisch.
Töten (i.d.Regel aus niederen Beweggründen) und Opfern sind im AT zwei verschiedene Dinge.

Wenn du im direkten Auftrag Gottes tötest, ist es dann überhaupt eine Sünde? Also als direktes Werkzeug Gottes quasi.
Zudem, wie ist es möglich, dass die Regeln des alten Testaments plötzlich nicht mehr gelten nur weil der Sohn Gottes etwas anderes sagt? Es waren schließlich die Regeln Gottes, die für alle Menschen zu allen Zeiten gelten sollten. Im Endeffekt verändert Jesus die Regeln des Unfehlbaren und Allwissenden. War das alte Testament so fehlerhaft, dass es ein Update benötigte? Wie kann das sein?
Wenn Du die Bergpredigt liest, erkennst Du, dass die alten Gesetze nicht aufgehoben wurden, sondern verfeinert. Beispiel: Matth. 5 V. 21: „Ihr wisst, dass unseren Vorfahren gesagt worden ist: Du sollt nicht morden! Wer einen Mord begeht, soll vor Gericht gestellt werden. Ich aber sage euch: Schon wer auf seinen Bruder oder Schwester zornig ist, gehört vor Gericht. Wer zu seinem Bruder oder Schwester sagt: „Du Idiot“ gehört vor das oberste Gericht. Und wer zu seinem Bruder oder Schwester sagt „Geh zum Teufel“ gehört ins Feuer der Hölle.“


Aber ich sehe schon du versuchst dich um eine Antwort herum zu schlängeln. Einfach zu behaupten dein Gott würde so etwas niemals verlangen weil es gegen die Bibel verstößt ist ziemlich billig. Diese Regeln gelten für Gott doch gar nicht. Gott darf als Einziger Leben nehmen so viel und vor allem wie er will. Was maßt du dir als kleiner beschränkter Mensch da an beurteilen zu können was Gott dir befehlen kann und was nicht?
Gottes Wege sind schließlich unergründlich.

Dein Tötungsauftrag ist konstruiert, Friek. Du kennst Gott nicht. Gott ist nicht nur Allmacht, sondern „verkörpert“ Liebe. Gott kann alles befehlen – aber sich selbst nicht untreu werden. Und was unter Gottes Treue und Liebe zu verstehen ist, ergibt sich aus dem AT und NT. Daß Gott nichts tut, was gegen die Bibel ist (=gegen seine Zusagen verstößt), ist nicht billig, sondern nur logisch.

LG, Nordrheiner
 
Hallo Fe.,
das Gespräch mit Dir ist interessant.
Nochmal zu unserem Unterthema Evolution und genetischer Algorithmus:

Also wenn ich alles richtig verstanden habe, dann es geht um Probleme, die du nur lösen kannst in dem du in einer exponentiell großen Lösungsmenge suchst. Du fischst willkürlich eine mögliche Lösung aus der Lösungsmenge und kannst in polynomieller Zeit testen ob sie korrekt ist, musst dies aber für jede Lösung in der Menge tun um das Problem exakt zu lösen. Die Theorie ist nun, dass solche Probleme sich auf unseren heutigen, deterministisch arbeitenden Rechnern (sprich: das Programm kann immer nur eine oder konstant viele Berechnungen gleichzeitig durchführen) nur in exponentieller Zeit lösen lässt.


Was bedeutet das denn nun wieder? Ich hab‘ mir das so erklären lassen: Zur Lösung eines 2x2 Puzzles benötigt ein Rechner ca. 630ns. Zum Lösen eines Puzzles benötigt er ca. 1 Jahr. Bereits für die Lösung geringfügig größerer Versionen des Puzzles benötigt ein Rechner ein Vielfaches des Erdenalters (4,6 Milliarden Jahre?) an Rechenzeit. Ist das so ungefähr richtig?

Beziehen wir das mal auf die DNS (beim Menschen), haben wir es mit 3 Milliarden genetischer Buchstaben zu tun. Ich hab‘ mir sagen lassen, dass ein wissenschaftlicher Programmierer im Mittel etwa 40 Zeichen Programmcode pro Tag entwerfen kann, wenn man die Zeit von der Konzeption bis zur Systempflege mit einbezieht. Geht man nur einmal von der Menge der Zeichen im Genom des Menschen aus, so wäre nur für diese Programmieraufgabe 205.479 Programmierjahre à 365 Tage erforderlich. (Nebenbei bemerkt, kein Mensch lebt so lange.) Aber wenn ein sehr kleiner Programmierer die DNS so programmiert hätte, dass die Evolution daraus mit dem genetischen Algorithmus ein höheres Wesen „zaubern“ kann, so stellt sich mir die Frage: Reicht das Alter der wissenschaftlich vermuteten Alters des Universums als Berechnungszeit für den Algorithmus überhaupt aus? (Siehe Zeitaufwand für die Lösung eines viel kleineren Problems in Absatz 2).


Noch ein Problemchen: Ein Algorithmus ist eine Folge von Handlungsanweisungen zur Lösung eines Problems, die folgende Anforderung erfüllt: Allgemeingültigkeit, Ausführbarkeit, Eindeutigkeit, Endlichkeit. Frage: Wer gibt die Handlungsanweisungen in / für die Entstehung der Tiere, des Menschen?? Ah, ich weiß. Es ist der kleine Programmierer im vorherigen Absatz. 😀


LG, Nordrheiner

 
Also wenn ich alles richtig verstanden habe, dann es geht um Probleme, die du nur lösen kannst in dem du in einer exponentiell großen Lösungsmenge suchst. Du fischst willkürlich eine mögliche Lösung aus der Lösungsmenge und kannst in polynomieller Zeit testen ob sie korrekt ist, musst dies aber für jede Lösung in der Menge tun um das Problem exakt zu lösen. Die Theorie ist nun, dass solche Probleme sich auf unseren heutigen, deterministisch arbeitenden Rechnern (sprich: das Programm kann immer nur eine oder konstant viele Berechnungen gleichzeitig durchführen) nur in exponentieller Zeit lösen lässt.

Nordrheiner, im wesentlichen ist das korrekt. Eine mögliche Lösung muss zwar nicht lange auf Korrektheit getestet werden, aber die Feststellung der Länge einer Rundtour ist in Polynomzeit machbar. Und wenn man wirklich alle Lösungen durchtesten wollte (was der Genetische Algorithmus ja nicht tut), dann bräuchte man tatsächlich exponentiell viel Zeit.

Aber es ist doch sehr irritierend, wie du im einen Posting nicht mal zu wissen scheinst, was ein Algorithmus ist, und im nächsten weißt du dann schon, was in Polynomzeit ablaufende Algorithmen sind, anschließend aber stellst du genau dazu wieder Fragen, die eher auf Nicht-Wissen deuten.

Daher meine Bitte: wenn du schon irgendwas oder irgendwen zitierst (und sei es private Kommunikation mit irgendjemand anders), dann mach das doch bitte irgendwie deutlich.

Hier z.B. wird klar, dass der obige Text eben grade nicht von dir ist:

Was bedeutet das denn nun wieder? Ich hab‘ mir das so erklären lassen: Zur Lösung eines 2x2 Puzzles benötigt ein Rechner ca. 630ns. Zum Lösen eines Puzzles benötigt er ca. 1 Jahr. Bereits für die Lösung geringfügig größerer Versionen des Puzzles benötigt ein Rechner ein Vielfaches des Erdenalters (4,6 Milliarden Jahre?) an Rechenzeit. Ist das so ungefähr richtig?

Ja, genau. Für die exakte Lösung des Traveling Salesman Problems ohne Genetischen Algorithmus durch Durchprobieren aller Varianten braucht man bei 5 Orten wohl nicht einmal eine Sekunde, bei um die 20 Orten wohl schon ne halbe Ewigkeit und bei 100 Orten wird die Zeit seit dem Urknall wohl nicht ausreichen. (Hab ich jetzt nicht exakt ausgerechnet, aber so etwa in die Richtung geht es.)

Beziehen wir das mal auf die DNS (beim Menschen), haben wir es mit 3 Milliarden genetischer Buchstaben zu tun.

Könnte passen.
Ich hab‘ mir sagen lassen, dass ein wissenschaftlicher Programmierer im Mittel etwa 40 Zeichen Programmcode pro Tag entwerfen kann, wenn man die Zeit von der Konzeption bis zur Systempflege mit einbezieht.
Dann ist er aber ziemlich lahm, denke ich. Aber egal, auf 2 Größenordnungen kommts hier wohl grad nicht an.
Geht man nur einmal von der Menge der Zeichen im Genom des Menschen aus, so wäre nur für diese Programmieraufgabe 205.479 Programmierjahre à 365 Tage erforderlich. (Nebenbei bemerkt, kein Mensch lebt so lange.)
Ja. Die Natur hatte dafür aber erheblich mehr Zeit. Und da sitzt ja auch nicht ein Programmierer dran, der das sequentiell erfinden musste, sondern die Evolution hat das ja alles parallel bearbeitet.

Aber wenn ein sehr kleiner Programmierer die DNS so programmiert hätte,
???
dass die Evolution daraus mit dem genetischen Algorithmus ein höheres Wesen „zaubern“ kann, so stellt sich mir die Frage: Reicht das Alter der wissenschaftlich vermuteten Alters des Universums als Berechnungszeit für den Algorithmus überhaupt aus? (Siehe Zeitaufwand für die Lösung eines viel kleineren Problems in Absatz 2).
Ja sicher hat das gereicht. Und nein, der Vergleich mit dem exponentielle Zeit brauchenden Problem ist nicht angebracht. Auch der genetische Algorithmus braucht ja nicht so lange, denn er testet nicht jede Möglichkeit durch, die Natur tut dies ebensowenig. Ich sehe nichts, was dafür spricht, dass die Entwicklung eines Genoms mit n Genen eine Zeit in Anspruch nehmen würde, die exponentiell von n abhängt.

Noch ein Problemchen: Ein Algorithmus ist eine Folge von Handlungsanweisungen zur Lösung eines Problems, die folgende Anforderung erfüllt: Allgemeingültigkeit, Ausführbarkeit, Eindeutigkeit, Endlichkeit. Frage: Wer gibt die Handlungsanweisungen in / für die Entstehung der Tiere, des Menschen?? Ah, ich weiß. Es ist der kleine Programmierer im vorherigen Absatz. 😀

Unsinn. Die Mutation ergibt sich in der Natur von selbst, die ist nicht verhinderbar. Und die Selektion ergibt sich aus den jeweiligen Umweltbedingungen.
 

Ja. Die Natur hatte dafür aber erheblich mehr Zeit. Und da sitzt ja auch nicht ein Programmierer dran, der das sequentiell erfinden musste, sondern die Evolution hat das ja alles parallel bearbeitet.

Die Evolution ist ja ein ganz schlauer Kopf.🙂


Ja sicher hat das gereicht. Und nein, der Vergleich mit dem exponentielle Zeit brauchenden Problem ist nicht angebracht. Auch der genetische Algorithmus braucht ja nicht so lange, denn er testet nicht jede Möglichkeit durch, die Natur tut dies ebensowenig.

Man könnte das doch so ausdrücken: Weil die Natur im voraus die relevanten Möglichkeiten (er-)kennt, braucht sie nicht alle Möglichkeiten zeitaufwendig durchtesten. Ganz schön schlau.🙂



Unsinn. Die Mutation ergibt sich in der Natur von selbst, die ist nicht verhinderbar. Und die Selektion ergibt sich aus den jeweiligen Umweltbedingungen.

Biologische Information ist u.a. durch biologische Funktion gekennzeichnet. Dazu gehört bei Enzymproteinen z.B. die Fähigkeit, chemische Reaktionen zu katalysieren. Darüberhinaus müssen Proteine aber auch miteinander mit und anderen Zellkomponenten interagieren (wechselwirken). Die Gesamtheit der Interaktionen einer Zelle nennt man Interaktom. (Das wirst Du, Fe, wissen. Ich schreibe das nur für diejenigen auf, die das bisher nicht wissen.)
Nun können die Komponenten einer Zelle auf unvorstellbar viele Arten miteinander interagieren: Wenn eine Zelle nur aus 50 verschiedenen Teilen bestehen (heutige Zellen haben tausende von Komponenten), gäbe es theoretisch 10 hoch 32 paarweise Interaktionsmöglichkeiten.

Wie ich gelesen habe, ist bis heute unbekannt, wie viele für eine Funktion einer Zelle nötig sind. Ist das richtig? Sollte das richtig sein, warum weiß die schlaue Natur darüber Bescheid und nicht die seit Jahrzehnten forschenden Biologen?

Ferner las ich, dass die bloße Mischung der passenden Zahl aller chemischen Komponenten einer heutigen Zelle nicht „lebt“, wenn man sie mit einer Hülle umgibt, obwohl die Einzelteile das Potenzial für die notwendigen Interaktionen aufweisen sollten. Anders ausgedrückt: Leben kann nicht auf die Präsenz der notwendigen chem. Komponenten einer Zelle reduziert werden, diese müssen zusätzlich auf eine hochspezifische Weise im Interaktom konzentriert zusammenwirken. Das Interaktom repräsentiert demnach eine besondere Art von Information, die von einer Mutterzelle an eine Tochterzelle weitergegeben wird und die auf zahlreichen hierarchisch geordneten, energiegetriebenen und raumzeitlich gesteuerten Proteinassemblierungssystemen beruht.
Wie ich las, hat man bisher keine Hinweise darauf, dass diese Informationen einer Zelle durch zufällige Interaktionen „self-assembly“ von selbst entstehen.
Für die Entstehung eines ersten zellulären Replikators reicht es wahrscheinlich nicht aus, wenn nur dessen chemische Bestandteile (auf unbekannte Weise) entstehen und (auf ebenfalls unbekannte Weise) zusammen in ein Kompartiment gelangen. (Die Informationen hierzu sind aus: Tompa & Rose: The Levinthal paradox of the interacome. Protein Science)
Stimmst Du dem o.g. Text zu – oder hast Du eine Hypothese, die Tompa & Rose weiterhelfen würde?

LG, Nordrheiner
 
Nicht erwähnt wird, dass mündliche Überlieferung früher eine höhere Qualität hatte, als es heute der Fall ist. Wenn Situationen und Gespräche immer und immer wieder erzählt werden, verfestigen sie sich beim Erzähler sowie bei den Zuhörern. Und da es zur Zeit der Evangelisten zuviele Zeitzeugen gab, als dass man sichUnkorrektheiten hätte erlauben können, ist die Richtigkeit – ja sogar Worttreue - anzunehmen.

Das ist eine haltlose Behauptung, die sich leicht widerlegen lässt:
- Zum einen widersprechen sich die Evangelien in ganz wesentlichen Punkten.
- Die Evangelien sind nicht gleich alt; Man sieht sehr schön, wie die die Geschichten mit der Zeit immer mehr ausgeschmückt werden. Ähnlich Ablagerungen in einer Sedimentschicht: Alle paar Jahre kommt etwas neues hinzu.
- Wie bereits erwähnt wurde, gibt es eine Vielzahl von Evangelien, die nicht die Bibel aufgenommen wurden. Weil diese jünger sind, sind sie meist auch noch viel phantasitscher. Wahrscheinlich bezeichnest du diese Evangelien selber als erfunden. Aber wer soll diese Evangelien denn erfunden haben, wenn nicht christliche Gruppen ? Denk mal darüber nach.

Wie ich bereits mehrmals erwähnt habe, will ich nicht gegen die Evengelien oder gegen die Bibel schreiben.

Die Bibel ist ein wunderbares Buch, wenn man es zu interpretieren versteht.
Ich wehre mich aber entschieden gegen eine kindische, wörtliche Interpretation der Bibel, die den historischen Kontext der Entstehung verleugnet.
 
Das ist eine haltlose Behauptung, die sich leicht widerlegen lässt:
- Zum einen widersprechen sich die Evangelien in ganz wesentlichen Punkten.
Nicht nur mir ist bekannt, dass die 4 Evangelien nicht wortgleich sind. Das lässt sich erklären, weil jeder Evangelist für sich erzählt, wie er und was er hörte und verstanden und erlebt hat. Diese Unterschiede sind daher eher ein Hinweis auf die Glaubwürdigkeit. Hätten sich die Evangelisten abgesprochen, gäbe es nur ein einziges Evangelium. Aus meiner Sicht sind die Lehren, die von den Evangelisten widergegeben werden, wichtig. Wenn es aus Deiner Sicht ganz wesentliche Punkte bzw. Widersprüche gibt, dann teile sie doch konkret mit, dann geh ich dem gerne nach.


- Die Evangelien sind nicht gleich alt; Man sieht sehr schön, wie die die Geschichten mit der Zeit immer mehr ausgeschmückt werden.
Natürlich sind die Evangelien nicht gleich alt. Könntest Du für ein Beispiel dafür nennen, dass die Geschichten mit der Zeit immer mehr ausgeschmückt wurden? Es müsste dafür eine 1. und mind. eine 2. Version des gleichen Verfassers geben, um das sagen zu können.

Ähnlich Ablagerungen in einer Sedimentschicht: Alle paar Jahre kommt etwas neues hinzu.

- Wie bereits erwähnt wurde, gibt es eine Vielzahl von Evangelien, die nicht die Bibel aufgenommen wurden. Weil diese jünger sind, sind sie meist auch noch viel phantasitscher. Wahrscheinlich bezeichnest du diese Evangelien selber als erfunden. Aber wer soll diese Evangelien denn erfunden haben, wenn nicht christliche Gruppen ? Denk mal darüber nach.

Wie ich bereits mehrmals erwähnt habe, will ich nicht gegen die Evengelien oder gegen die Bibel schreiben.

Die Bibel ist ein wunderbares Buch, wenn man es zu interpretieren versteht.
Ich wehre mich aber entschieden gegen eine kindische, wörtliche Interpretation der Bibel, die den historischen Kontext der Entstehung verleugnet.

Warum sich wehren???
Aus der Bibel liest der Eine die Rechtfertigung, einen Krieg zu beginnen - und der Andere wird zum Pazifisten. Für den Einen wird durch die Bibel die Judenverfolgung begründet, für den Anderen die Verfolgung der Sozialisten und Kommunisten. Der Eine sieht in der Bibel keinen Widerspruch zur Evolutionstheorie – der Andere sogar sehr deutlich.
Die Frage, die sich stellt, lautet: Wenn es Gott gibt – will Er etwas? Etwa von mir ganz persönlich? Was will Gott von mir und Dir? Gibt mir die Bibel, wie sie mir heute zur Verfügung steht, beim Verständnis meines Lebens und meiner Wegrichtung eine Hilfe – oder muss ich mir Gottes Willen selbst ausdenken?
Diese Fragen muß sich jeder selbst beantworten. Für mich steht nur fest: Ich muss für mich – mich selbst an Gott wenden und meine Fragen stellen. Meine Fragen kann mir kein Mensch aus sich selbst heraus beantworten, evt. nur eine Hilfestellung geben. Und ob eine Bibelstelle wortwörtlich oder nur „im übertragenen Sinne“ zu verstehen ist, ist für mich erstmal zweitrangig. Stichwort: Offenbarung.
Das Suchen ist für mich der richtige Weg und nicht jede Antwort, die mir unterwegs über den Weg läuft – in jedem Fall – keine, die von Atheisten gegeben wird. Meine Erfahrung ist: Habe ich für mich eine Antwort auf eine meiner Fragen, geht die Suche nach der nächsten Antwort weiter.


Ich finde es anstrengend, dieses Suchen. Bequemer ist es, die nächstliegende logisch klingende Antwort zu nehmen. Aber das Fragen und die Antworten so zu behandeln und zu entscheiden, ist nicht mein Ding. Ich will keine x-beliebige Antwort, sondern die richtige.

LG, Nordrheiner
 
Nicht nur mir ist bekannt, dass die 4 Evangelien nicht wortgleich sind. Das lässt sich erklären, weil jeder Evangelist für sich erzählt, wie er und was er hörte und verstanden und erlebt hat. Diese Unterschiede sind daher eher ein Hinweis auf die Glaubwürdigkeit. Hätten sich die Evangelisten abgesprochen, gäbe es nur ein einziges Evangelium. Aus meiner Sicht sind die Lehren, die von den Evangelisten widergegeben werden, wichtig. Wenn es aus Deiner Sicht ganz wesentliche Punkte bzw. Widersprüche gibt, dann teile sie doch konkret mit, dann geh ich dem gerne nach.


Das widerspricht aber ganz gehörig Deiner eigenen Aussage:


Nicht erwähnt wird, dass mündliche Überlieferung früher eine höhere Qualität hatte, als es heute der Fall ist. Wenn Situationen und Gespräche immer und immer wieder erzählt werden, verfestigen sie sich beim Erzähler sowie bei den Zuhörern. Und da es zur Zeit der Evangelisten zuviele Zeitzeugen gab, als dass man sichUnkorrektheiten hätte erlauben können, ist die Richtigkeit – ja sogar Worttreue - anzunehmen. Beispiel: Wenn ich meinem Enkel ein Märchen erzähle, korrigiert er mich, wenn ich von der früheren Version auch nur minimal abweiche.


Ich bin sicher, wenn Gott in der Lage ist, Himmel und Erde zu schaffen, dann läßt er sich auch nicht in die Suppe spucken, wenn jemand etwas anderes aufschreiben will, als das was ER will.




LG, Nordrheiner






Die Bibel ist ein wunderbares Buch, wenn man es zu interpretieren versteht.


Der Punkt ist nur der , dass Du es interpretierst, wie es Dir in den Kram passt.


Ich wehre mich aber entschieden gegen eine kindische, wörtliche Interpretation der Bibel, die den historischen Kontext der Entstehung verleugnet.


Auch das ist ein Widerspruch zu Deiner Aussage:


Nicht erwähnt wird, dass mündliche Überlieferung früher eine höhere Qualität hatte, als es heute der Fall ist. Wenn Situationen und Gespräche immer und immer wieder erzählt werden, verfestigen sie sich beim Erzähler sowie bei den Zuhörern. Und da es zur Zeit der Evangelisten zuviele Zeitzeugen gab, als dass man sichUnkorrektheiten hätte erlauben können, ist die Richtigkeit – ja sogar Worttreue - anzunehmen. Beispiel: Wenn ich meinem Enkel ein Märchen erzähle, korrigiert er mich, wenn ich von der früheren Version auch nur minimal abweiche.


Ich bin sicher, wenn Gott in der Lage ist, Himmel und Erde zu schaffen, dann läßt er sich auch nicht in die Suppe spucken, wenn jemand etwas anderes aufschreiben will, als das was ER will.




LG, Nordrheiner
 
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