Das ist richtig, niemand kann erklären woher Gott stammt, Gott muss als ewig ohne Anfang und Ende gedacht werden; aber auch die Wissenschaft kann nicht erklären warum es überhaupt irgendetwas gibt, das ist eine philosophische oder theologische Frage und damit kommt die Wissenschaft an eine Grenze, sie kann die Welt nicht in Gänze erklären und deswegen muss es auch eine Wahrheit jenseits jeder Wissenschaft geben.
Einen Gott als Drücker des Startknopfes zu postulieren erklärt dir aber auch nichts. Warum hat Gott das getan? Welchen Sinn hat es für einen Gott, eine chemische Evolution anzukurbeln wonach nach ca. 3,8 Millionen Menschen dann das Wesen "Mensch" dasteht von dem Gott dann gerne hätte, dass Mensch ihn anbetet? Das ist, in meinen Augen, doch wesentlich grotesker als anzuerkennen dass Leben sich aufgrund der stetigen Veränderungen der Lebensräume anpasst und entwickelt.
Das schräge ist doch eben dass Gläubige immer auf der Regression herumkloppen - sicher zurecht - aber bei Gott hört die Regression dann natürlich urplötzlich auf. Wieso?
Welche Fische sollen das sein, die an Land gehen?
Dir sind doch bestimmt der Quastenflosser bekannt und ich denke auch der Schlammspringer gehört dazu. Und ich erinnere an einen Fisch - Name leider entfallen - der in Flüssen lebt und bei drohender Austrocknung des Flusses einfach mehrere hundert Meter zum nächsten Fluss "robbt".
Wie kommst du auf die Idee ich empfinde es als beleidigend? Ich finde die Evolutionslehre per se grotesk, dass Landtiere von Fischen abstammen noch viel mehr als dass der Mensch vom Affe abstamme - eine gewisse Ähnlichkeit existiert ja zugegebenermaßen. Menschen sind Schweinen allerdings genetisch ähnlicher als Affen soweit ich weiß.
Ich hatte einen Beitrag von dir im Nachbarthread gelesen, sinngemäß; "Wer glauben will dass er als Mensch nur ein mutierter Affe ist, soll das gerne tun." Da schwingt, für mich zumindest, irgendwie eine beleidigte Haltung mit. Was wäre denn so schlimm daran, wenn es so ist, wie es offenbar scheint?
Dass Tiere aus dem Wasser ggfs. das Land aufsuchen, ist doch tagtäglich beobachtbar und soweit ich erinnere bzw. richtig erkenne manchmal sogar auch andersherum bzw. wieder zurück - haben Wale denn nicht noch immer Reste von Beinknochen im Skelett? Haben Schlangen (oder zumindest manche Arten) denn nicht ebenso noch Reste von einer Hüfte bzw. Beinen im Körper? Gene...absolut nicht gerade mein Spezialgebiet, aber ist es nicht so dass der genetische Unterschied zwischen Mensch und Schimpanse nur 1% beträgt?
Ich frage mich halt immer, wie man die Existenz eines allmächtigen Schöpfers als weniger grotesk empfinden kann als die Annahme der natürlichen Entwicklung um uns herum, die auf stabilen Beinen steht - Genetik, Fossilien, etc.?
Der Zeitraum in der die Evolution stattgefunden haben soll, mag uns nahezu unendlich erscheinen, aber man darf dabei nicht vergessen, dass die Lebensspanne eines einzelnen Tieres trotzdem begrenzt war. Angenommen ein Fisch findet im Wasser keine Nahrung mehr und will deswegen an Land gehen, innerhalb seiner Lebenszeit wird er sich nicht an das Leben an Land anpassen können und er wird wahrscheinlich verenden, selbst wenn er schon zur Hälfte mutiert war hilft das auch nicht weiter. Damit diese Idee Sinn macht, müssten innerhalb einer Generation mindestens zwei Tiere in der selben Gegend mutiert sein die dann Nachkommen zeugten - oder mache ich hier einen Denkfehler? Wenn Tiere keine Nahrung finden ist es logischer, dass die schwächeren Exemplare verenden und die stärkeren überleben, aber nicht dass die Schwächeren zu einer anderen Art "mutieren".
Zum einen, es macht dich sympathisch dass du dir hier selbst zugestehst, womöglich einen Denkfehler gemacht zu haben. Und das meine ich nicht ironisch.
Ich sehe es so bzw. habe es so gelernt; man darf es sich nicht so vorstellen dass irgendein Fisch damals urplötzlich auf die "Idee" kam, jetzt mal urplötzlich aus heiterem Himmel an Land nach fressbaren zu suchen. Wenn die Not zum Verlassen des Wassers (bzw. des bisherigen Lebensraumes) vorhanden (also der notwendige "Druck") war, dann hat so ein Tier das Einzugsgebiet was zur Nahrungsaufnahme in Betracht kam erweitert, im Rahmen seiner Möglichkeiten - und diese Information / Fähigkeit an die nachfolgende Generation weitergegeben. Das beste Beispiel ist vielleicht der Fisch den ich oben erwähnt habe; die Fähigkeit, hunderte Meter übers Land zu "robben" kam diesem Fisch nicht urplötzlich und auch nicht irgendeinem seiner Vorfahren, es hat sich über einen langen Zeitraum so entwickelt...die nachfolgenden Generationen dieser Fischart hat die Fähigkeit, eine gewisse Strecke an Land zu "robben" immer weiter ausgedehnt...warum? Eben weil es notwendig war -> Selektionsdruck, wer sich anpasst, überlebt.
Und dass es Fische gibt die sowohl an Land als auch im Wasser atmen können, ist ja bekannt. Zwar bin ich leider kein Biologe, aber mir fallen da zumindest die Lungenfische ein:
Lungenfische
Übrigens...ich hab mal einen Bericht auf Arte gesehen; innerhalb von nur wenigen Generationen haben Akazienbäume in einer Wüste Gift entwickelt und diese dann gegen die sie ständig anknabbernden Antilopen "eingesetzt"...alle verendet...also eine ziemlich schnelle Mutation, möchte ich meinen.
Wie gesagt, ich stelle nicht in Abrede dass eine Mikroevolution gibt, z.B. dass ein Fisch immer tiefere Gewässer aufsucht und dadurch ein Gewöhnungseffekt auftritt, auch dass sich sein Äußeres evtl. ein Stück weit verändert, aber woran ich nicht glaube ist die Makroevolution, d.h. die Entwicklung einer Spezies hin zu einer anderen Art, z.B. vom Fisch zum Landtier.
Ich hatte ja oben die Beispiele mit den Knochen im Wal oder in der Schlange gebracht, da wird es aber sicher noch viel mehr geben. Vielleicht schaust du mal ob das Buch "Die Schöpfungslüge" von Dawkins deine Fragen beantwortet?
Das "Problem" scheint vielleicht eben doch die unfassbare Zeitspanne zu sein, die langwierige Prozesse der Entwicklung manchmal benötigen. Und das es eben nicht von jedem Tierchen was mal gelebt hat, ein Fossil gibt. Aber das ist im Grunde auch unnötig; wenn du einen Mord aufklären willst, genügen doch auch Indizien und Belege, oder muss es unbedingt einen Film geben der die Tat beweist?
😉