Hallo Nordrheiner
Von Gott kommt keine Hilfe, warum redest du dann von Hilfe, da Gott nicht direkt in die Welt eingreift.
Doch, Gott griff zu allen Zeiten in das Geschehen direkt und indirekt ein. Viele Beispiele findest Du z.B. im Alten und Neuen Testament und einige sind historisch belegt. (Wir steuern jetzt langsam auf die Theodizee-Frage zu.) Auch heute noch erleben Menschen Gottes Wirken und erzählen davon, was von Atheisten als „Phantasie“ abgetan wird.
Wenn du meinst, es sei eine Hilfe, wenn die Menschen an Gott glauben und er so auf dieser Welt wirkt, so ist leider festzustellen, dass sich Christen und Nichtchristen ziemlich gleich verhalten, was die Rettung der Welt oder eine Verbesserung derselben angeht. Was ich übrigens den Christen hoch anrechne.
Im Übrigen gibt es bei den Leuten die an Kernkraftwerken verdienen, diese bauen oder sonst die Umwelt kaputt machen mehr Christen als Nichtchristen. Auch im Bundestag sitzen mehr Christen als Nichtchristen ........ und so weiter. Das kommt daher, dass die christliche Religion quasi Staatsreligion ist.
Bitte verwechsel nicht „Mitglied einer Landeskirche“ mit Christen.
Also ist es doch so, dass sich Christen nicht vom Glauben leiten lassen oder von Gott, sondern im praktischen Leben mehr die Interessenlage zählt. Was Gewinn bringt, das wird gemacht. Das bedeutet Gott ist selbst durch das Wirken im einzelnen Menschen selber keine Hilfe, denn es bewirkt ja keine Verhaltensänderung.
Genau damit sprichst Du das Kernstück des christlichen Glaubens an. Wenn ein Mensch lediglich die Existenz einer höheren Macht für möglich hält, diese Macht dann „Gott“ nennt, einige Seiten der Bibel „herausreißt“ weil er sie nicht versteht oder die Inhalte ihm unbequem sind, dieser Mensch dann noch Mitglied einer Landeskirche ist, konfirmiert ist, wird er im allgemeinen Sprachgebrauch „Christ“ genannt. Jedoch ich verstehe „an Gott glauben“ ein Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Gott, welches durch Verhaltensänderung auch nach außen sichtbar wird.
Du würdest es natürlich nicht tun, was ja auch okay ist, aber christliche Politiker, die sich als feste Christen wähnen, ruinieren das Sozial- und Gesundheitssystem, schicken Soldaten in die Welt und machen tausend andere Dinge. Beim berühren der Bibel müssten ihnen eigentlich die Hände abfallen.
Den Satz kann ich verstehen! Wenn ihnen die Hände nicht abfallen, dann auch evt. deshalb, weil sie die Bibel nicht lesen! Mach' Du es besser.
Die Politiker und alle anderen hier, die sagen wir mal Schlechtes tun, hat die Angst vor dem Tag an dem sie vor ihrem Richter stehen etwas geändert? Ist einer von denen dadurch netter geworden?
Ich denke, dass Menschen auf ganz verschiedene Art und Weise lernen. Manche lernen durch das Gelesene. Andere lernen durch das Gespräch oder durch das liebevolle Vorbild. Dann wieder gibt es Menschen, die erst durch Strafe oder Strafandrohung lernen wollen. Wodurch Lernen „passiert“, ist mir nicht so wichtig, Hauptsache es passiert. Und dann gibt es noch die Menschen, die einfach nicht lernen wollen. Ich schau‘ auf mich. Wichtig ist mir immer mein Lernprozess… Wodurch lernst Du am Besten?
Somit kann man sagen, das Gott für den Weltenlauf keine Hilfe ist. Sozusagen unerheblich.
Mit der Wiedergeburt ist es ähnlich, der Glaube daran hat bisher zu keiner wesentlichen Verhaltensänderung geführt.
Nicht bei allen Menschen ist das gleich. Der Glaube an Gott oder an ein Weiterleben nach dem Tod ist keine Massenbewegung, die bei jedem Menschen gleiche Auswirkungen auf das hiesige Leben hat.
Selbst die Bundeskanzlerin hat einen Amtseid geleistet der mit den Worten endet "So wahr mir Gott helfe".
Wenn sie es auch so meinte, finde ich das gut.
Mir kommt es so vor, dass Christen genauso wie Nichtchristen manchmal von Gott und allen guten Geistern verlassen worden sind. Von wegen Hilfe.