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Johannes Paul II. wies in seiner Botschaft ausdrücklich darauf hin, dass sich das Lehramt der katholischen Kirche mit diesen Fragen bereits befasst habe, so 1950 sein Vorgänger Pius XII. in der Enzyklika Humanae generis. Im Licht des damaligen Forschungsstandes habe dieser die Doktrin des Evolutionismus als "ernstzunehmende Hypothese bewertet, die einer Erforschung und vertiefenden Reflexion würdig sei. Heute, etwa ein halbes Jahrhundert nach der Veröffentlichung der Enzyklika, bringen neue Erkenntnisse uns dazu, die Theorie der Evolution nicht mehr nur als eine reine Hypothese zu erachten", merkte Johannes Paul II. dazu an. Diese Theorie habe sich bei den Forschern schrittweise durchgesetzt. "Die weder gesuchte noch provozierte Übereinstimmung der Ergebnisse von unabhängig voneinander ausgeführten Arbeiten stellt für sich ein bedeutsames Argument zugunsten dieser Theorie dar“, schrieb Johannes Paul II. .....................................................................................................................................................................................................
 
Der natürlichen Auslese unterliegt alles. Der Mensch, Pflanzen, Tiere. "Natur" hat mit Göttern nichts zu tun. Unser Unterschied besteht darin, daß Du den Evolutionsgedanken erst gar nicht zuläßt und in diese, Dir unerklärbare, Lücke eben Deinen aktuellen Gott steckst. ( das machen andere auf der Erde mit ihren Göttern übrigens auch, auch in der Vergangenheit ), es ist sicher menschlich, immer einem Wesen Handlungen zuzuweisen - aber damit wird daraus keine Wahrheit. Und die Antwort: Natürlich muß mein Schöpfer auch einen Schöpfer haben, aber das ist für uns unergründlich ( wir erinnern uns: Gottes Wege sind....., und " es gibt Dinge zwischen Himmel...."), das sind einfach andere Dimensionen etc. etc. - ist einfach nur dummer Hokuspokus. Ich erinnere mich gerne an Heiner Geißler ( obwohl ich ihn als Generalsekretär widerlich fand ), der als ehemaliger Jesuiten-Schüler gesagt hat: Jesus hat gelebt und er hatte eine wichtige Botschaft. Aber alles was darüberhinausgeht ist - Glauben.
 
Ich stimme vollkommen zu. Natürlich gerät auch die moderne Wissenschaft irgendwann an den Punkt, wo Erklärungen für das "Davor" bisher versagen. Vor dem Urknall der Big Bounce - doch davor? Multiversen, String Theory? Es ist bis dato nicht herauszufinden. Aber deswegen automatisch dem biblischen Gottesgedanken anzuhängen ist ein Trugschluss, ein gutes Beispiel für einen nicht zulässigen Kausalschluss. Es gab im Laufe der Menschheit zig offene Fragen, die mystifiziert wurden und mit irgendwelchen paranormalen Vermutungen beantwortet wurden - bis sie sich irgendwann beantworten ließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch hier die Antwort irgendwann gefunden wird, ist gegeben. Vielleicht wird irgendwann ein solcher Katalysator entdeckt, eine Energie, die allem zugrunde liegt. Doch ob sie einem menschlichen Maßstab entspricht? Das ist eher unwahrscheinlich. Die Tatsache, dass Schöpfung sich nicht nach moralischen Bewertungssystemen richtet, spricht dagegen.

Wie gesagt, ich selbst bezeichne mich als Agnostiker. Ich kann bisher weder eine Form von Schöpferenergie (genannt Gott als unerklärliches Phänomen) widerlegen noch kann ich sie validieren. Allerdings lässt sich vieles aus der Bibel oder anderen heiligen Schriften mittlerweile falsifizieren und ist somit widerlegt. Warum? Weil die Bibel menschlichen Ursprungs ist. Und Gott, wenn er/sie/es wahrhaft so groß und mächtig ist, sicherlich nicht an menschlichem Geist zu messen ist.

Dabei ist natürlich Glauben bis dahin ein probates Mittel, Erklärungen für sich persönlich zu finden. Religiosität gibt Halt, sie stabilisiert die Psyche. Wackelig wird sie dann, wenn sie als Flucht vor der eigenen Verantwortung genutzt wird. Glaube erfüllt eine wichtige psychologische Funktion. Das macht ihn unglaublich wertvoll, erhebt ihn aber nicht zu einer allgemeingültigen Wahrheit.

Glaube ist in der Tat nicht schlimm, für den der ihn braucht, solange er nicht... er tut es fast immer, 🙂 den Absolutismus fordert. Nämlich zu glauben!
Dabei werden soziale Unterschiede und Gegensätze kurzerhand für unerheblich erklärt.

Wenn zum Beispiel erklärt wird: "Alle Menschen sind vor Gott gleich", so stimmt das nicht, oder es sagt ein Atheist, Agnostiker... Denn der Gläubige, davon haben wir nun Beispiel genug, unterscheidet zwischen „Gläubig und Ungläubig“!

Er bricht also eigene Direktiven. 😉
 
Hallo Rhenus,
nachstehend Antworten auf Deine Fragen in Beiträgen von Dir
hier zu Nr. 213. Deine Fragen in Blau – meine Antworten in Schwarz:
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Wieso gibt es nicht unzählige Lebewesen die älter sind, als die Menschen?
Meinst Du mit Lebewesen auch z.B. Tiere – oder nur Menschen?
Es könnte sein, dass es diese gibt – wenn nicht hier auf Erde, dann evt. woanders?
Es ist eine müßige Frage.

Handeln Tiere nicht planvoll?
Hast du mal Wölfe jagen sehen?

Ja, finde ich großartig. Und wer steckt hinter den Plänen?


Und aus Beitrag Nr. 221:

Dann erkläre mir doch wie man aus einem Klumpen Lehm einen Mann macht und aus einer Rippe eine Frau.
Ich denke, dass sind Synonyme.
Und warum es überhaupt die geschlechtliche Vermehrung gibt.

Gehört alles zum planvollen Vorgehen des Planers.
Das „Warum“ müsstest Du an IHN richten. Ich bin doch nicht der Planer.

Das Leben auf der Erde wäre auch ohne Mensch denkbar. Darum auch ohne Gott.
Wenn Du Recht hättest, wäre Gott nur existent, sofern es den Menschen gibt. Diese Logik erschliesst sich mir nicht, es sei denn, Gott wäre ein menschliches Konstrukt. Und das wiederum widerspricht meiner Erfahrung.

Weil der heutige Mensch ein Anpassungsprodukt ist, andere Vorgänger, bzw. Parallelentwicklungen konnten bei sich ändernden Gegebenheiten nicht überleben. Klimaveränderungen, Naturkatastrophen, Fressfeinde, haben sich totgeschlagen, sind erfroren oder verhungert oder konnten keine sozialen Strukturen entwickeln, die den Nachwuchs schützte. Der aufrechte Gang wurde auch zum Verhängnis nicht mehr auf alte Strategien zurückgreifen zu können.
Sie waren eben nicht angepasst genug.

Du erklärst, warum Entwicklungen aussterben. Das erklärt nicht, warum nicht immer wieder neue „Anpassungsprodukte“ produziert bzw. entwickelt werden.
Wenn z.B. der aufrechte Gang zum Verhängnis wurde – stellt sich mir die Frage, warum dann das „Endprodukt“ überlebte? Nach Deiner Meinung konnte der Vorgänger nicht mehr auf alte Strategien zurückgreifen. Woher hatte das Endprodukt Mensch seine Strategien?

Ich fragte: Meinst Du, dass an dem Problem der Überbevölkerung die Gläubigen aller Religionen (oder spezieller Religionen?) schuld sind – und die Atheisten die Menschheit von dem Problem befreit haben?

Die Christliche Religion ist diesbezüglich die radikalste. Sie verfolgt sowohl den Geburtenzuwachs bis zur Selbstzerstörung wie auch die Aggression andersdenkende zu vernichten. Aber grundsätzlich verhalten sich alle totalitären Ideologien und Religionen so. Daher konnte der Nationalsozialismus u.a. so erfolgreich werden. Er hatte die Unterstützung der Kirchen.

Wenn Du anstatt „christliche Religion“ den Ausdruck „kirchliche Institutionen“ verwendest, rücken wir zusammen.

Und nun stelle ich mir vor alle PG's (Parteigenossen) werden wiedergeboren...
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Was sagst du dazu?
Nach dem Tode weiterleben – in welcher Form auch immer – ist für mich eine sehr realistische Vorstellung. Ich denke auch, dass amoralische Menschen nach dem Tode weiterleben – jedoch wenn ich mir das Gleichnis von dem reichen Mann und dem armen Lazarus Lukas 16, 19-31 durchlese, dann dürften diese Menschen keinen Grund haben, sich auf das Weiterleben zu freuen. Das gilt aber für alle Menschen, die Gott leugnen bzw. nicht respektieren. Gemäß Offenbarung 2, 11 und Offenbarung 20 V. 14 gibt es einen endgültigen, zweiten Tod. Demnach dürfte das Weiterleben für Menschen, die Gott leugnen bzw. nicht respektieren wollen auch nicht ewig dauern. Das mal so ganz grob.

LG, Nordrheiner

 
Es hat keinen Sinn, Evolution als Beispiel eines Wissenschaftsthemas gegen den Glauben auszuspielen.

Wissenschaft ist Wissenschaft und Glaube ist Glaube. Das darf man nicht durcheinander bringen.

Wenn ich z. B. an die Gerechtigkeit glaube, so widerspricht dies nicht meinen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, weil sich beides nicht ausschließt.

Ob es Gott gibt oder nicht ist keine Frage der Wissenschaft. Sie bringt mich hier nicht weiter. Kein seriöser Wissenschaftler beschäftigt sich noch mit der Gottesfrage. Sie klingt zwar noch in Fachartikeln an. Aber nirgendwo werden Messapparaturen oder ähnliches aufgestellt, um ihn zu beweisen oder zu widerlegen. Der moderne Naturwissenschaftler weiß, dass er nichts zur Gottesfrage beitragen kann. Glaube ist eben keine Wissenschaft sondern Glaube. Es kommt darauf an, wie es auch Werner sagte, wie man sich zu "unentscheidbaren Fragen" verhält - glaubend oder nicht glaubend. Das macht den oft spürbaren Unterschied.

Und die Bibel ist kein Wissenschaftsbuch sondern ein Glaubensbuch. Wissenschaftskriterien an die Bibel heranzutragen ist schon irgendwie naiv und verfehlt den Sinn dieser Schrift.
 
Was eher bedenklich ist, wenn von Gläubigen die Erkenntnisse der Wissenschaften in Zweifel gezogen werden, weil sie nicht in ihr Gotteskonzept zu passen scheinen!

Das finde ich auch bedenklich.

Wenn Gläubige sich gegen wissenschaftliche Aussagen auflehnen, dann treten sie in ein wissenschaftliches Gespräch. Sie verlassen damit aber die Ebene des Glaubens. Und als Nichtwissenschaftler machen sie dabei in der Regel eine schlechte Figur.

Sie begehen also eine Grenzüberschreitung. Vom Glauben zur Wissenschaft. Umgekehrt kann man auch Grenzüberschreitungen von Wissenschaftlern auf das Gebiet des Glaubens wahrnehmen. Z. B. ist es lächerlich, wenn archäologische Funde irgendetwas aussagen sollen über die Existenz Gottes.
 
Das sind dann doch meistens Wissenschaftler die den Beweis Gottes mit wissenschaftlichen Methoden antreten wollen.

Ich glaube nicht, dass es echte Wissenschaftler sind, die solche Beweise versuchen. Das sind dann eher Leute wie Däniken, die in reisserischer Weise Bücher nach dem Motto "Und die Bibel hat doch Recht" verkaufen. Das hat nichts mit Wissenschaft zu tun. Das ist billiger Kommerz. Ähnliches sieht man vielleicht noch gelegentlich in US-Dokus oder auf deren Büchermarkt.

Echte Wissenschaft beschäftigt sich heute mit Themen, die Ergebnisse zeitigen. In der Gottesfrage sind aber keine Ergebnisse zu erwarten. Dies widerspricht der ergebnisorientierten Wissenschaft. Keine Uni gibt Geld für unentscheidbaren (!) Unsinn aus.
 
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