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Glaubt Ihr an die Wiedergeburt?

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Die Bibel sagt wenig darüber aus, wie es nach der Wiedergeburt "im Himmel" aussehen wird. Lt. Bibel wird es kein Leid mehr geben und alle Tränen werden abgewischt. Wichtig erscheint mir die Frage zu sein, ob "ich" bei und mit Gott leben werde oder nicht.

Hallo Nordrheiner,
vorneweg: ich kann deine Einstellung nachvollziehen,
da ich als Jugendlicher auch "gläubig" war und mich
dieselben Fragen beschäftigt haben, die du hier auf-
schreibst.

Ob man zum "Geheimnis des Lebens" nun Liebe oder
Gott oder Lebensenergie oder was weiß ich sagt, ist
nach meinem heutigen Erkenntnisstand jedoch nur
teilweise egal. Denn jedes Wort zieht ja Assoziationen
nach sich und wirkt sich anders auf mich aus.

Dein obiges Zitat zeigt das beispielhaft: du lebst mit
der Vorannahme (dem "Glauben"), dass ein Buch mit
dem Titel "Bibel" irgendwelche relevanten Wahrheiten
über die "letzten Fragen" enthält und folgst den bib-
lischen Autoren in deren Annahmen, dass es wichtig
wäre, mit "Gott" im Reinen zu sein. Einen Beweis für
diese Annahmen kann dir aber niemand bieten, denn
es ist ja nicht so, dass Gott persönlich zu jedem Men-
schen kommt, ihm die "Gebrauchsanweisung fürs
Leben" überreicht und darauf hinweist, dass er sich
daran halten solle.

Aber mal theologisch formuliert: ich kann mir nicht
vorstellen, dass es einen "Ort" geben könnte, an dem
du nicht "bei Gott" bist, da ja "Gott" das ist, was dich
zu einem lebendigen Wesen macht. Die Angst, "aus
der Gemeinschaft mit Gott" zu fallen, ist von Menschen
in die Religion eingeführt worden, die damit Macht
über andere ausüben wollen und das auch schaffen,
da sie vor allem Kindern erfolgreich einreden, sie
selbst wären irgendwie "schlauer" oder wüssten mehr
über diese Fragen als andere (was mit etwas Nach-
denken als Lüge zu enttarnen ist, da ja niemand mit
Sicherheit wissen kann, was hinter der Wirklichkeit
steckt, die wir erleben).

Anders gesagt: du bist frei, dir deine eigenen Gedan-
ken zu machen und deine eigenen Schlüsse über das
Leben an sich und dein Leben zu ziehen - auch wenn
du das gerade (noch) nicht schaffst und dich lieber an
ein altes Buch hältst 😉 und es als eine Art "Götze"
verwendest.

Danke für deine Zeilen und Gruß,
Werner
 
Ich frag mich oft, warum der in manchen Teilen weiterentwickelte Affe soooo größenwahnsinnig ist. Wenn es ein Leben nach dem Leben gäbe, könnte es sich lediglich um eine Strafe handeln. Denn der Mensch gebärdet sich auf diesem Planeten schlimmer wie jedes Tier. Insofern wird nur den Geschundenen, den KZ-Hühnern, den Schweinen, ja, allen mißbrauchten Tieren sowas wie überhaupt mal ein Leben, zustehen. Wir Menschen sollten froh sein nach dem Tod in Asche zu fallen.
 
Hallo Werner,

in Deinem Beitrag Nr. 53 finde ich die Gedanken zum Ich-Konzept interessant.
Dabei kann ich mir vorstellen, dass Gott ein Ich-Konzept hat, bei dem Er ausserhalb von Raum und Zeit lebt und wir Menschen wie der Fruchtkörper zum Pilz gehört, zu Gott gehören.

Und dazu passen aus meiner Sicht auch Deine Frage nach dem Ursprung von Energie in Beitrag 58:

Dort schreibst Du: „Gerade an den Grenzen unserer Erkenntnisse wird es doch spannend und an Hand der Antworten, die jemand dazu bietet, lerne ich mehr über ihn, als wenn ich nur sein korrekt gelerntes Fachwissen abfrage. Wenn ich z.B. einen Physiker oder Astronomen treffe, frage ich schon mal gerne, woher denn seiner Meinung nach die ganze Energie kommt, die sich im Universum findet - denn nach dem Energieerhaltungssatz kann die ja nicht "aus Nichts" kommen ... und da dann meist Schweigen und Nachdenken folgt, schiebe ich die Idee nach, dass es sich bei der Energie (und damit der Materie) womöglich um eine umgewandelte Form von Liebe oder Bewusstsein oder Willen (oder allem zusammen) handelt - und schon haben wir ein anregendes, geistreiches Gespräch.“

Deine Idee, dass es sich bei Energie und damit der Materie womöglich um eine umgewandelte Form von Liebe oder Bewusstsein oder Willen oder allem zusammen handelt, finde ich auch sehr spannend.
Ich ordne diesem „allem zusammen“ den Begriff Gott zu. Dazu passt sehr gut der Ausspruch, dass Gott Liebe ist.

LG, Nordrheiner

Tja Nordrheiner, die Tatsache dass man einen Ursprung nicht erklären kann, beweist doch keinen Gott, es ist der Strohhalm an denen sich Leute wie du verzweifelt klammern...

Wenn man beschränktes Wissen hat kann man auch die Herkunft des Autos nicht erklären, doch hat Gott es daher erbaut?

Man kann doch eher annehmen, dass ist nach der Wahrscheinlichkeit schon angebracht, dass vielleicht eine viel höher Kultur irgendwo im Weltall mit dem Atombaukasten spielte und alles flog in die Luft... sorry ins All...

Oder was ist, wenn Materie deinen Gott schuf und nicht umgekehrt, was übrigens so sein muss, wenn die Bibel in diesem Satz stimmten sollte!

 
Die "Tatsache", dass man einen Ursprung nicht erklären kann, beweist aber auch nicht, dass es keinen Gott gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Rhenus, Little Cat: Dass es ein Universum, eine Erde
und Leben gibt, scheint mir schon Faszination genug.
Dazu braucht man das Geheimnis des Urknalls gar nicht
unbedingt - wobei ja überhaupt nicht klar ist, ob der für
den Anfang steht (wie Rhenus geschrieben hat). Unser
Universum könnte auch einfach eine Blase auf einer
Ursuppe sein, die aus einem Ur-Urknall entstanden ist.

Oder das Universum ist "schon immer" da und "atmet"
beständig zwischen Ausdehnung und Schrumpfung. Es
gibt Physiker, die das für denkbar halten. Und dann noch
die Schwarze Materie und die Schwarze Energie, dazu das
Wunder des Gehirns, vor allem des menschlichen mit den
darin enthaltenen Fähigkeiten, die alle aus einer Eizelle
und einem Spermium entstanden sind, auch die DNA ...
dagegen ist die Vorstellung einer wiederholten Verkörperung
von intelligentem Geist (also die hier diskutierte "Wieder-
geburt") fast schon eine Lapalie 🙂

Und so lange jemand "Gott" sagt oder denkt, "gibt" es ihn
bzw. sie auch, da ja das subjektive Erleben nach Karl
Popper ebenso Teil der Wirklichkeit ist wie die objektiv
erkennbaren Phänomene. Und wie Paul Watzlawick so
treffend sagte: Wirklich ist, was eine ausreichend große
Zahl von Menschen für wirklich hält.

Aber danke für die anregende Diskussion!
 
Wenn man zunächst an Götter glaubt und daraus den Schluß zieht, das es ein Leben nach dem Leben gibt, dann sollte man zumindest wissen in wessen Himmel die eigene Seele später kommt. Es kann ja wohl nicht sein, daß alle Götter ( und das sind viele ) denselben Himmel anbieten bzw. besitzen. Und was sollte z.B. meine Seele im Himmel von Allah, Odin oder Baal? Da würde ich doch sicher nur gemobbt werden. Weil ich zeitlebens entweder gar nicht an Götter oder - was ja genau so dämlich wäre - an den falschen Gott geglaubt habe.
 
Wenn man zunächst an Götter glaubt und daraus den Schluß zieht, das es ein Leben nach dem Leben gibt, dann sollte man zumindest wissen in wessen Himmel die eigene Seele später kommt. Es kann ja wohl nicht sein, daß alle Götter ( und das sind viele ) denselben Himmel anbieten bzw. besitzen. Und was sollte z.B. meine Seele im Himmel von Allah, Odin oder Baal? Da würde ich doch sicher nur gemobbt werden. Weil ich zeitlebens entweder gar nicht an Götter oder - was ja genau so dämlich wäre - an den falschen Gott geglaubt habe.

Die meisten sehen Gott als "lieben alten Mann" an, der uns Regeln gibt und uns am Ende belohnt oder in die Hölle schickt. Welch Arroganz lässt und glauben, dass Gott uns als Krone der Schöpfung eine Sonderrolle im Universum angedacht hat?

Jede noch so komplexe Existenz ist die Summe kleinerer simplerer Existenzen. Die Funktionsweise eine Ottomotors kann ich nicht erklären, aber ich weiß, dass Benzin brennbar ist und dass Dampf Maschinen antreiben kann. In der Summe kann ich also durchaus viel erklären.

Wiedergeburt ist die Versinnbildlichung unserer Arroganz an die übergeordnete und ewige von Gott behütete Existenz des Menschen glauben zu wollen.

Die Existenz des Lebens endet aber nicht mit dem Tod, das Leben, das große Ganze im Universum geht weiter, sei es durch unsere Kinder, durch unseren Einfluss auf andere Menschen, durch die Nährstoffe unseres toten Körpers oder vielleicht irgendeine Existenz nach dem Tod. An die kindliche Vorstellung einer Wiedergeburt mit Erinnerungen an das alte Leben vermag ich aber nicht zu glauben. Fortschritt und Evolution bedingen Neuschaffung und Leben erhält erst seinen Wert durch die Endlichkeit.

Wiedergeburt relativiert den Wert des Lebens, weil es ja eh immer wieder von vorn beginnt. Wie viel achtender würden manche Menschen mit dem Leben umgehen wenn sie wüssten, dass es keinen Himmel gibt? Wie viel böses hat das Versprechen auf eine Belohnung im Jenseits schon gezeugt? Reicht es nicht, gutes zu tun? Brauchen wir dafür Gottes Zuckerbrot und Peitsche damit wir uns gut verhalten?
 
Ein Zitat aus Wikipedia, Julius Cäsar über die Religion der Kelten.

"Ob aus der Religion der Kelten (in Deutschland ca 650 v. Chr bis 15 v. Chr) ein Glaube an Reinkarnation herausgelesen werden kann, ist unter Keltologen umstritten. Julius Caesar berichtet allerdings in seinem De bello gallico (Liber VI, 14):



"Der Kernpunkt ihrer Lehre ist, dass die Seele nach dem Tod nicht untergehe, sondern von einem Körper in den anderen wandere. Da so die Angst vor dem Tod bedeutungslos wird, spornt das ihrer Meinung nach die Tapferkeit ganz besonders an.""
 
Ja, auch eine gute Erklärung, ABER: Wenn meine Seele nach meinem Tod direkt in ein anderes Wesen geht, dann ( was ich verstehen kann, denn Seelen sind zwar hitzeempfindlich, suchen aber Wärme, Nähe, Gesellschaft, Wein, Weib, Gesang.... ) dann hat ja dieses Wesen zwei? Oder sucht sich die Seele immer ein Wesen das bis dahin gar keine Seele hatte? Dafür kann ich einen Otto-Motor erklären!
 
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