Werner
Sehr aktives Mitglied
Die Bibel sagt wenig darüber aus, wie es nach der Wiedergeburt "im Himmel" aussehen wird. Lt. Bibel wird es kein Leid mehr geben und alle Tränen werden abgewischt. Wichtig erscheint mir die Frage zu sein, ob "ich" bei und mit Gott leben werde oder nicht.
Hallo Nordrheiner,
vorneweg: ich kann deine Einstellung nachvollziehen,
da ich als Jugendlicher auch "gläubig" war und mich
dieselben Fragen beschäftigt haben, die du hier auf-
schreibst.
Ob man zum "Geheimnis des Lebens" nun Liebe oder
Gott oder Lebensenergie oder was weiß ich sagt, ist
nach meinem heutigen Erkenntnisstand jedoch nur
teilweise egal. Denn jedes Wort zieht ja Assoziationen
nach sich und wirkt sich anders auf mich aus.
Dein obiges Zitat zeigt das beispielhaft: du lebst mit
der Vorannahme (dem "Glauben"), dass ein Buch mit
dem Titel "Bibel" irgendwelche relevanten Wahrheiten
über die "letzten Fragen" enthält und folgst den bib-
lischen Autoren in deren Annahmen, dass es wichtig
wäre, mit "Gott" im Reinen zu sein. Einen Beweis für
diese Annahmen kann dir aber niemand bieten, denn
es ist ja nicht so, dass Gott persönlich zu jedem Men-
schen kommt, ihm die "Gebrauchsanweisung fürs
Leben" überreicht und darauf hinweist, dass er sich
daran halten solle.
Aber mal theologisch formuliert: ich kann mir nicht
vorstellen, dass es einen "Ort" geben könnte, an dem
du nicht "bei Gott" bist, da ja "Gott" das ist, was dich
zu einem lebendigen Wesen macht. Die Angst, "aus
der Gemeinschaft mit Gott" zu fallen, ist von Menschen
in die Religion eingeführt worden, die damit Macht
über andere ausüben wollen und das auch schaffen,
da sie vor allem Kindern erfolgreich einreden, sie
selbst wären irgendwie "schlauer" oder wüssten mehr
über diese Fragen als andere (was mit etwas Nach-
denken als Lüge zu enttarnen ist, da ja niemand mit
Sicherheit wissen kann, was hinter der Wirklichkeit
steckt, die wir erleben).
Anders gesagt: du bist frei, dir deine eigenen Gedan-
ken zu machen und deine eigenen Schlüsse über das
Leben an sich und dein Leben zu ziehen - auch wenn
du das gerade (noch) nicht schaffst und dich lieber an
ein altes Buch hältst 😉 und es als eine Art "Götze"
verwendest.
Danke für deine Zeilen und Gruß,
Werner