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Glaubt Ihr an die Wiedergeburt?

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Hallo Jusehr

Die Lebensdauer eines Menschen erscheint einem einzelnen Menschen als zu kurz und er versteht das warum nicht, aber das ist äußerst sinnvoll. Bei den Menschen hat sich im Laufe ihrer Entwicklung eine bestimmte Dauer des Generationenwechsels eingestellt, der sinnvoll ist um sich auf Veränderungen einzustellen, um Neues lernen zu können, kurz um mit dem sich stark verändernden Leben und Umgebungsverhältnissen klar zu kommen.

Außerdem hat sich das geboren werden und das Sterben als geeignet erwiesen, eine starke, dynamische soziale Gemeinschaft zu erzeugen. Die Menschen können nur deshalb überhaupt leben, weil sie soziale Wesen sind und gemeinschaftlich gut zusammenarbeiten können. Besonders die soziale Anpassungsfähigkeit der Menschen ist enorm. Eine Wiedergeburt ist daher nicht sinnvoll, denn die Menschen können alte und neue Erfahrungen und Fähigkeiten bestens an die nächste Generation weitergeben und sie können bestens auf Neues reagieren. Die alten wiedergeborenen Seelen braucht dabei keiner.

So verständlich der persönliche Wunsch nach Wiedergeburt und nach einem Leben nach dem Tod ist, das hat mehr mit Individualismus und eingeschränkter persönlicher Sichtweise zu tun, als mit der Wirklichkeit.

Nochmal, die beschränkte Lebensdauer der Menschen ist absolut sinnvoll. Eine Wiedergeburt ist nicht sinnvoll.
 
Nochmal, die beschränkte Lebensdauer der Menschen ist absolut sinnvoll. Eine Wiedergeburt ist nicht sinnvoll.


Nach meinem Kenntnisstand wird jedes Atom ständig
"wiedergeboren" - was heute z.B. an Kohlenstoff in
einem Apfel "lebt", existiert morgen in mir und vor
ein paar Milliarden Jahren war es noch Bestandteil
eines Sterns. Beim Wasser auf der Erde ist es doch
auch so: Sokrates pinkelt in die Ägäis und 2500 Jahre
später ist das gleiche Wasser in meinem Wasserglas 🙂

Vielleicht ist es einfach die Frage, auf welcher Ebene
sich das Bewusstsein ansiedeln kann? Wie sagte der
weise Lao-Tse so treffend: Mit dem Tode nicht sterben
heißt ewig leben ... (Tao-te-King, 33. Spruch)
 
Nochmal, die beschränkte Lebensdauer der Menschen ist absolut sinnvoll. Eine Wiedergeburt ist nicht sinnvoll.

Das sehe ich bezogen auf die Biosphäre des Planeten Erde und die diversen Arten, die Spezies Mensch eingeschlossen, auch so.

Wiedergeburt im Sinne einer oder mehrerer erneuter Inkarnationen halte ich zwar für denkbar und hilfreich, aber nicht für zwingend notwendig um die erforderlichen Erfahrungen zur Weiterentwicklung der Seele zu sammeln.
 
Werner, ich finde auch, dass man den Kreislauf sehen sollte. Ich benutze die Atome, das Wissen und die Entwicklung vergangener Zeiten und trage meinen Anteil bei. Es ist ein Kreislauf, eine Entwicklung. Warum sollte die Seele und das Bewusstsein sich mit altem Kram beschäftigen. Bewusstsein wird immer wieder neu erzeugt, indem man sich dessen bewusst wird, was gerade ist.

Sollen spätere Generationen und Lebewesen mit dem was ich hinterlassen habe etwas sinnvolles anfangen. Aber ich persönlich, werde da nicht vorkommen. Später Generationen brauchen ihre eigene sinnvolle Persönlichkeit, Bewusstheit und Seele.
 
Werner, ich finde auch, dass man den Kreislauf sehen sollte. Ich benutze die Atome, das Wissen und die Entwicklung vergangener Zeiten und trage meinen Anteil bei. Es ist ein Kreislauf, eine Entwicklung. Warum sollte die Seele und das Bewusstsein sich mit altem Kram beschäftigen. Bewusstsein wird immer wieder neu erzeugt, indem man sich dessen bewusst wird, was gerade ist.

Sollen spätere Generationen und Lebewesen mit dem was ich hinterlassen habe etwas sinnvolles anfangen. Aber ich persönlich, werde da nicht vorkommen. Später Generationen brauchen ihre eigene sinnvolle Persönlichkeit, Bewusstheit und Seele.

@ kobaldblau: Mir scheint, falls es so etwas wie
"Wiederkehr einer Seele" gibt, spielt sich diese
auf einer Ebene ab, auf der Zeit und damit auch
"neu" und "alt" keine Rolle spielen.

Ein Lerneffekt könnte ja z.B. für die "Seele von
Stalin" auch dadurch erfolgen, dass sie ein paar
Tausend Leben als Dinosaurier oder als Darm-
bakterium verbringt.

Wenn du schreibst "ich persönlich", dann meinst
du damit vermutlich ein Ich-Konzept, das alle
anderen Lebewesen ausschließt. Es wäre auch
denkbar, eines zu entwickeln, das alles andere
einschließt. Eine ähnliche Verwechslung machen
viele Leute, wenn sie sagen, sie hätten einen
Pilz gegessen/gepflückt - wo es doch nur der
Fruchtkörper des Pilzes war. Vielleicht ist unser
einzelnes Leben eher ein Fruchtkörper als ein
Pilz und der "Pilz des Lebens" lebt außerhalb von
Raum und Zeit?
 
Einen richtigen Sinn ergibt das aber alles nicht. Dazu müßte es Beweise geben. Zum Beispeil in der Form, daß ich z.B. im letzten Leben ein guter Arzt war, und ich heute sozusagen ohne es irgendwie gelernt zu haben, einfach so beim Nachbarn den Blindarm herausnehmen könnte. Kann ich nicht, ja ich kann mich an überhaupt nichst erinnern, was vor meinem jetzigen Leben war. Und wenn wir es weiterstricken, daß nämlich Seelen in allen Lebewesen wieder auftauchen: Was kann eine Blattameise später mal mit meinen herausragenden Fähigkeiten am Steuer eines Kfz anfangen? Oder ein Kanarienvogel mit meiner Fähigkeit ein Spiegelei zu braten?
 
"Ich muß in meinen früheren Leben a Reblaus gwese sein, sonst wäre die Sehnsucht nicht so groß nach dem Wein"

😀😀😀
 
"Ich muß in meinen früheren Leben a Reblaus gwese sein, sonst wäre die Sehnsucht nicht so groß nach dem Wein"

😀😀😀

Irrtum, Rebläuse mögen keinen Wein. Es sind Säugetiere, die am Rebstock herumsaugen. Bestimmt hast du deine Seele in einem früheren Leben mal für ein Glas Wein verkauft. 😀
 
Wenn du schreibst "ich persönlich", dann meinst
du damit vermutlich ein Ich-Konzept, das alle
anderen Lebewesen ausschließt. Es wäre auch
denkbar, eines zu entwickeln, das alles andere
einschließt. Eine ähnliche Verwechslung machen
viele Leute, wenn sie sagen, sie hätten einen
Pilz gegessen/gepflückt - wo es doch nur der
Fruchtkörper des Pilzes war. Vielleicht ist unser
einzelnes Leben eher ein Fruchtkörper als ein
Pilz und der "Pilz des Lebens" lebt außerhalb von
Raum und Zeit?

@ Werner

Da hast du vollkommen recht. Ein einzelnes Leben gedeiht auf den Wurzeln der gesamten menschlichen Geschichte, des gesamten menschlichen Lebens und seiner Kultur. Ein sinnvolles Ich Konzept muss die Wurzeln berücksichtigen.

Die Annahme der menschlichen Wurzeln außerhalb von Raum und Zeit ist für mich aber blanke Metaphysik.
 
Die Annahme der menschlichen Wurzeln außerhalb von Raum und Zeit ist für mich aber blanke Metaphysik.

Logisch. Darum geht es doch hier, oder? Ich habe kein
Problem mit Metaphysik, so lange man sie auch so be-
nennt und sich klarmacht, dass wir uns über unentscheid-
bare Fragen unterhalten und dabei Hypothesen und Ideen
spinnen.

Gerade an den Grenzen unserer Erkenntnisse wird es
doch spannend und an Hand der Antworten, die jemand
dazu bietet, lerne ich mehr über ihn, als wenn ich nur
sein korrekt gelerntes Fachwissen abfrage. Wenn ich
z.B. einen Physiker oder Astronomen treffe, frage ich
schon mal gerne, woher denn seiner Meinung nach die
ganze Energie kommt, die sich im Universum findet -
denn nach dem Energieerhaltungssatz kann die ja nicht
"aus Nichts" kommen ... und da dann meist Schweigen
und Nachdenken folgt, schiebe ich die Idee nach, dass
es sich bei der Energie (und damit der Materie) womög-
lich um eine umgewandelte Form von Liebe oder Be-
wusstsein oder Willen (oder allem zusammen) handelt
- und schon haben wir ein anregendes, geistreiches
Gespräch.

Ähnlich hier. Wir werden hier nie herausfinden, was
tatsächlich wirklich der Fall ist mit uns und der Seele
- aber wir finden etwas über uns selbst heraus, was
wir für möglich halten oder wie kreativ wir denken
können. Oder dass einige Leute ähnlich denken wie
wir selbst und wir nicht ganz alleine sind mit unseren
verrückten Ideen. 😉
 
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