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Cousin (12 Jahre) nötigte unsere Tochter (5 Jahre) zur sexuellen Handlung

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Hallo Zusammen,
wir sind derzeit in einer relativ verzwickten Situation, in der es um eine Situation zwischen unserer Tochter und Ihrem Cousin geht.
Der Auslöser liegt ca. 3 Jahre zurück. Seinerzeit war unsere Tochter 5 Jahre alt und ihr Cousin 12. Zu diesem Zeitpunkt erzählte unser Neffe unserer Tochter, dass er im Fernsehen gesehen hat, wie sich Menschen gegenseitig oral befriedigen. Auf eine Bitte unserer Tochter, dass sie mit ihrem Cousin spielen möchte, entgegnete dieser, dass er es nur machen würde, wenn sie ihm mit der Zunge berühren würde. Im Umkehrschluss würde er es bei ihr machen.
Zu dem Zeitpunkt vor drei Jahren berichtete unsere Tochter dann, dass ein anderes Kind im Kindergarten Sie in dem Bezug angesprochen habe, ohne den Bezug zum eigenen Cousin herzustellen. Die Rede war allerdings nur von einem Gespräch. Als wir dann weiter hinterfragt haben, war es nach einigen Tagen nicht das Kind aus dem Kindergarten, sondern der eigene Cousin, welcher dieses natürlich vehement abgestritten hat. Seinerzeit sind wir davon ausgegangen, dass es eine Spinnerei von unserer Tochter ist, da sie sich in dieser Zeit oftmals wirre Geschichten ausgedacht hat. Ihr Cousin hat auch glaubhaft versichert, dass nichts an der Sache sei. Unsere Tochter hat auch nie wieder darüber gesprochen. Nicht einmal im Ansatz.
Heute ist unsere Tochter 8 Jahre als und im Rahmen des Schulunterrichts wird ein Gewalt- und Missbrauchspräventionsproramm durchgeführt. Heute plötzlich bricht es aus ihr heraus, dass damals zwischen ihr und ihrem Cousin doch etwas war. Angeblich musste sie das Geschlechtsteil Ihres Cousins mit der Zunge berühren und er hat Sie ebenfalls in dem Bereich mit der Zunge berührt. Ihre Schilderungen lassen dabei eigentlich keinen Zweifel aufkommen, dass die Geschichte wahr ist.
Die Kinder sehen sich nicht wirklich oft (max. 2-mal im Jahr für ca. 2 Wochen), aber wir wissen nicht, was wir in dieser Situation tun sollen. Zum einen ist da unsere Tochter: Wir haben heute versucht dieses Thema nicht den Tag dominieren zu lassen, auch wenn wir ihr nochmal deutlich gemacht haben, dass sie sich so etwas nicht gefallen lassen soll und es gut ist, wenn sie uns dieses entsprechend erzählt. Wir können nicht abschätzen, ob sie Spätfolgen davontragen wird. Komplett verdrängt hat sie es nicht, sonst würde sie nicht mehr davon erzählen. Sollte man mit ihr zu einem Psychologen gehen oder laufen wir Gefahr, dass es noch viel schlimmer für sie wird, weil sie das Erlebte ansonsten verdrängt und sich irgendwann nicht mehr daran erinnert.
Normalerweise erweckt sie nicht den Eindruck, dass sie gestört ist oder in irgendeiner Weise bedrückt (ganz im Gegenteil). Darauf angesprochen, warum sie es uns nicht vorher mit mehr Nachdruck erzählt hat, meinte sie nur, dass es keinen Sinn hatte, da ihr Cousin ohnehin alles abstreiten würde.

Der andere Punkt ist unser Neffe. Noch haben wir auch noch nicht mit seinen Eltern gesprochen. Laut unserer Tochter ist davor und danach nie wieder etwas vorgekommen. Dennoch habe ich meine Bedenken. Er ist mittlerweile 15 Jahre als und es kann mit keiner sagen, ob dieses letztlich ein infantiles Spiel gepaart mit Neugier war oder doch eine sexuelle Lust sein Treiben bestimmt hat. Wenn ich nun daran denke, dass die Kinder im Sommer wieder in einem Haus übernachten, so wird mir angst und bange. Bei seinen Eltern kriselt es gewaltig. Nach außen hin wird der Schein gewahrt, aber es gibt in der Familie auch ein Alkoholproblem und des Öfteren Streitigkeiten. Normalerweise agiert unser Neffe eher zurückhaltend. Ich habe auch bedenken, dass bei einer Konfrontation der Eltern mit dieser Situation, diese ihr Kind in einer Art und Weise bestrafen, was auch nicht angemessen ist. Andererseits habe ich zu unserem Neffen nicht mehr das Vertrauen, dass ich die Kinder bedenkenlos miteinander spielen lassen kann.
Insgesamt also wie eingangs geschrieben eine sehr verzwickte Situation, bei der wir im Moment überhaupt nicht wissen, wie wir uns verhalten sollen. Uns ist bewusst, dass egal wie wir handeln es am Ende falsch sein kann. Im Moment kursieren nur die wildesten Bilder in unseren Köpfen.
Vielleicht kennt irgendjemand eine ähnliche Situation und kann uns einen Rat geben.
Viele Grüße und Danke
 
Ich halte es momentan für am wichtigsten, dass du deine Tochter von ihrem Cousin fernhältst, immerhin ist sie dein Kind und du solltest sie daher vor möglichen weiteren Übergriffen schützen.

Es ist schwierig zu sagen, ob der Zwölfjährige einfach nur neugierig war oder doch mehr dahinter steckte, doch so oder so ist das, was er getan hat, nicht okay. Ein Zwölfjähriger kann, auch wenn er noch kein richtiger Erwachsener ist, sehr wohl verstehen, dass man die Grenzen anderer Menschen zu respektieren hat und dass sexuelle Handlungen mit so jungen Kindern nicht in Ordnung sind.

Es ist gut, dass eure Tochter sich euch anvertraut hat. Ihr solltet ihr auf jeden Fall das Gefühl vermitteln, dass sie, wenn sie sich deshalb schlecht fühlt, jederzeit zu euch kommen und mit euch reden kann. Ich denke auch, dass es nicht verkehrt wäre, ihr zumindest die Option anzubieten, mit einem Therapeuten, der auf Kinder spezialisiert ist, zu sprechen. Denn es ist wirklich schwer vorauszusagen, wie sich dieses Erlebnis auf die Entwicklung und das seelische Wohlbefinden eurer Tochter auswirken wird.
 
Ich denke, ihr solltet nach einer Ferienalternative suchen und eurer Tochter sehr deutlich sagen, dass ihr ihr glaubt, auch wenn der Cousin weiter alles leugnet. Auch würde ich mit den Eltern sprechen, vor allem mit dem Gedanken, woher der Junge denn nun tatsächlich auf diese Gedanken gekommen ist. Mißbrauch ist oft eine Spirale, die sich immer weiter schraubt. Vielleicht ist der Junge auch mißbraucht worden.
Auch würde ich euch empfehlen, einen Kinderpsycholpgen aufzusuchen. Der kann euch wirklich sagen, ob, wann und wie eure Tochter weitere Hilfe benötigt. Wenn sie zu Hause über das geschehene sprechen möchte, seid gute zuhörer, schweigen musste sie schon zu lange.

Liebe Grüße
Silan
 
Ich halte es momentan für am wichtigsten, dass du deine Tochter von ihrem Cousin fernhältst, immerhin ist sie dein Kind und du solltest sie daher vor möglichen weiteren Übergriffen schützen.

Es ist schwierig zu sagen, ob der Zwölfjährige einfach nur neugierig war oder doch mehr dahinter steckte, doch so oder so ist das, was er getan hat, nicht okay. Ein Zwölfjähriger kann, auch wenn er noch kein richtiger Erwachsener ist, sehr wohl verstehen, dass man die Grenzen anderer Menschen zu respektieren hat und dass sexuelle Handlungen mit so jungen Kindern nicht in Ordnung sind.

Es ist gut, dass eure Tochter sich euch anvertraut hat. Ihr solltet ihr auf jeden Fall das Gefühl vermitteln, dass sie, wenn sie sich deshalb schlecht fühlt, jederzeit zu euch kommen und mit euch reden kann. Ich denke auch, dass es nicht verkehrt wäre, ihr zumindest die Option anzubieten, mit einem Therapeuten, der auf Kinder spezialisiert ist, zu sprechen. Denn es ist wirklich schwer vorauszusagen, wie sich dieses Erlebnis auf die Entwicklung und das seelische Wohlbefinden eurer Tochter auswirken wird.

Das Fernhalten ist durchaus problematisch. Beide Kinder wohnen sehr weit voneinander entfernt und die Zeiten, an welchen sich die Kinder begegnen sind eher Familientreffen, bei denen alle zusammenkommen.
Seit dem Vorkommnis sind schon mehrere Jahre vergangen (3). Seitdem ist nach Aussage unserer Tochter auch nichts mehr passiert. Teilweise haben die Kinder im identischen Zimmer übernachtet.
Wir werden sicherlich in der Zukunft die Kinder nicht mehr miteinander übernachten lassen. Nach jetzigem Stand macht es unserer Tochter auch keine Probleme. Wir wollen bei ihr das Thema auch nicht zu groß werden lassen, um sie letztlich auch zu schützen.

Unserer Tochter brauchen wir im Moment auch nicht mit einem Therapeuten zu kommen. Wir hatten vor ca. 1,5 Jahren die "Problematik", dass bei ihr eine Hochbegabung festgestellt worden ist. Das Ziel war es, dass unsere Tochter ggf. eine Klasse überspringt. Uns wurde dann von der Schule ein Kinderpsychologe empfohlen. Wir haben auf Grund der Empfehlung nicht auf seine Spezialisierung geachtet. Der Therapeut hat dann "versucht" einen Intelligenztest zu machen, hat allerdings die Kriterien für 9-jährige Kinder angelegt und nicht für 6-jährige, so dass der Test am Ende nicht auswertbar war. Laut "Definition" ist unsere Tochter demnach einen IQ-Punkt unterhalb einer generellen Hochbegabung und es liegt dennoch eine partielle Hochbegabung vor. Die Schule hat dann auf Grund des missglückten Tests keine weiteren Anstrengungen unternommen, wo hingegen der Psychologe plötzlich mit uns über ADHS sprechen wollte (passt nicht zu den Symptomen) und auch massiv auf unsere Tochter eingeredet hat.

Zurück zum eigentlichen: Wir haben natürlich unserer Tochter gezeigt, dass es der richtige Weg war mit uns zu sprechen. Alles was ich bis jetzt zu dem Thema gelesen habe ist sehr widersprüchlich. Egal wie wir jetzt handeln, so kann es sich am Ende als falsch herausstellen. Wir sind jetzt natürlich mega sensibilisiert und achten auf jede Kleinigkeit. Dabei versuchen wir uns gegenüber dem Kind nichts anmerken zu lassen.
Wahrscheinlich werden wir zunächst so verfahren, dass wir darauf achten, ob das Geschehene wieder ein Thema wird. Sollten wir dann Probleme feststellen, werden wir sicherlich auch einen Therapeuten einbeziehen.
 
was sagt denn eigentlich eure Tochter zu ihrem Cousin und dem Vorfall?
Ist sie verstört, hat sie angst vor ihm????
wenn nicht, würde ich es erst mal auf sich beruhen lassen.

dass ihr beunruhigt seid, ist verständlich. Wenngleich ich meine, dass dies ein "Doktorspiel" war, dass aufgrund des altersunterschiedes 6 - 12 etwas auseinander driftete.
Dennoch, eine kleine geschichte dazu: ich war damals 5-6, mein "kumpel" 10 oder 11, wir sind beide nackt durch die wohnung gehüpft, und er wollte dann, dass ich mich auf ihn lege und er hat auch die beischlafbewegungen gemacht (er muss es irgendwo gesehen haben...).
Ich hatte mich schlicht geweigert - ein paar tage lang fand ich ihn komisch und wollte nicht mehr mit ihm spielen. aber das war es dann auch.
woher der cousin seine ideen hatte, könnt ihr nur spekulieren - oder eben doch mal die eltern befragen. auch hierzu gibt es eine Kindheitsgeschichte von mir: zusammen mit meiner freundin bei ihr (allein) zu hause - haben wir natürlich die pornos ihres vaters gefunden und natürlich auch angeschaut. wir waren in der 4. klasse.
 
Der damalige Altersunterschied und die Erpressung (ich spiele nur mit Dir, wenn...), sagen deutlich, dass es sich nicht um "Doktorspiele" sondern um einen sexuellen Übergriff gehandelt hat. Und Eure Tochter belastet es, sonst hätte es sie längst vergessen und und es "bräche" nicht im Rahmen eines Präventionsprogrammes der Schule aus ihr heraus. Wahrscheinlich ist ihr da erst klar geworden, was der Junge mit ihr gemacht hat.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es schwierig ist, das Zusammentreffen zu umgehen, wenn dort die Familie ist, die man eins-zweimal im Jahr besucht.

Du musst mit seinen Eltern und dem Jungen offen sprechen. Es der Familie erzählen, um offene Augen bitten, auch für andere Kinder. Der Übergriff damals bedeutet jetzt nicht, dass Euer Neffe ein potentieller notorischer Missbrauchstäter ist, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und er muss einen deutlichen Schuss vor den Bug bekommen, damit er lernt, dass sein Handeln Konsequenzen hat und nicht toleriert wird.

Ob Ihr Eure Tochter einem Kontakt zu ihm aussetzt, müsst Ihr abschätzen, wie es ihr damit geht und ob sie das will. Es ist wichtig, dass Ihr ihr ganz deutlich macht, dass Ihr ihr glaubt, dass der Junge nicht ungeschoren davon kommt und dass Ihr sie schützen werdet.
 
ICH meine, der Verdacht reicht... ist MEINER MEINUNG nach unverantwortlich die beiden allein ziehen zu lassen- also? Neuen Ferienplan erstellen!
 
Der damalige Altersunterschied und die Erpressung (ich spiele nur mit Dir, wenn...), sagen deutlich, dass es sich nicht um "Doktorspiele" sondern um einen sexuellen Übergriff gehandelt hat. Und Eure Tochter belastet es, sonst hätte es sie längst vergessen und und es "bräche" nicht im Rahmen eines Präventionsprogrammes der Schule aus ihr heraus. Wahrscheinlich ist ihr da erst klar geworden, was der Junge mit ihr gemacht hat.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es schwierig ist, das Zusammentreffen zu umgehen, wenn dort die Familie ist, die man eins-zweimal im Jahr besucht.

Du musst mit seinen Eltern und dem Jungen offen sprechen. Es der Familie erzählen, um offene Augen bitten, auch für andere Kinder. Der Übergriff damals bedeutet jetzt nicht, dass Euer Neffe ein potentieller notorischer Missbrauchstäter ist, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und er muss einen deutlichen Schuss vor den Bug bekommen, damit er lernt, dass sein Handeln Konsequenzen hat und nicht toleriert wird.
Ob Ihr Eure Tochter einem Kontakt zu ihm aussetzt, müsst Ihr abschätzen, wie es ihr damit geht und ob sie das will. Es ist wichtig, dass Ihr ihr ganz deutlich macht, dass Ihr ihr glaubt, dass der Junge nicht ungeschoren davon kommt und dass Ihr sie schützen werdet.


...SEIN Handeln wurde ihm doch leicht gemacht... danach Konsequenzen zu fordern sollte eher an die gerichtet sein, die Verantwortung tragen!!!
 
Bei solchen Geschehnissen ist Offenheit wichtig. Und auch der Junge muss erfahren, dass sein Tun Konsequenzen hat. Mit zwölf sollte er wissen, dass das Unrecht war, auch wenn er noch nicht strafmündig war zum Zeitpunkt der Tat.

Die Familie kann sich ja schließlich nicht aus dem Weg gehen für alle Zeiten. Zumindest wäre das der falsche Weg, der nur wieder Bitterkeit, Unverständnis und neue Verletzungen hervorruft. Wenn man nicht darüber spricht.
 
Ich denke, ihr habt beide Recht. Sowohl die Eltern, als auch der 12 jährige müssen zur Verantwortung gezogen werden und beiden muss klar gemacht werden, dass das so nicht geht.

Die Eltern haben eindeutig bei der Aufklärung versagt und hätten solche Situationen durchaus vermeiden können. Aber auch der Junge muss dies wissen. Die Folgen müssen ja nicht zwangsweise juristische sein, aber auf keinen Fall sollte er "verschont" bleiben.

Was die Kleine betrifft: Das werden wir wohl schwer einschätzen können, wie es dem Kind dabei geht. Kinderpsychologen wissen damit umzugehen und wären vielleicht ein guter Schritt. Aber elterlichen Instinkten kann man auch gut vertrauen. Wie spricht euer Kind dadrüber?
 

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