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Unglücklich verliebt mit Anfang 30

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Ich finde, du pauschalisierst viel zu sehr. Was soll die Frau denn machen, wenn sie ihn zwar mag, aber schlichtweg nicht liebt? Das passiert nunmal.

Menschen teile ich prinzipiell nicht in "wertvoll", "weniger wertvoll" und "nicht wertvoll" ein. Menschen sind keine Werte.

Und Verliebtheit ist niemals ein Stigma. Es ist kein Fehler und auch kein Handicap. Es ist menschlich und passiert. Es wird nur zum Stigma, wenn man seine Verliebtheit selbst so betrachtet oder der andere unsachlich und unfair damit umgeht.

Ich finde es bedenklich, wenn man sein Lebensglück, sein Selbstwertgefühl und seine Lebensfreude nur von einem Menschen oder einer Aussage so sehr oder ganz abhängig macht.

Natürlich ist es alles andere als schön oder einfach, wenn man einen Korb bekommt, aber man sollte deswegen nicht gleich seine gesamte Existenz hinterfragen oder seinen "Wert".

Du weißt ja nicht einmal, warum sie nicht will. Vielleicht mag sie ihn, will aber im Moment keine Beziehung? Oder sie findet ihn nett und als Freund und Arbeitskollege wichtig, aber empfindet eben nicht mehr. Vielleicht ist es seine Optik, vielleicht nicht, das kann keiner sagen. Und ich finde nicht, dass diese Frau den TE entwertet oder erniedrigt, nur weil sie seine Gefühle nicht erwidert. Das passiert einfach, dass man sich nicht in jeden verliebt und ist nur menschlich. Sie hätte ihn wesentlich gemeiner und unfairer behandeln können.
 
Nein, Nein, Nein...!

Wenn dranbleiben, dann an Dir selber und Deiner persönlichen Entwicklungen, nicht aber an ihr. Du verwechselst da Freundlichkeit mit Bereitschaft. Ich tippe eher darauf, dass sie sich geschmeichelt fühlt, sich ein bisschen verantwortlich fühlt und Dich auch mag...aber nicht so, wie Du Dir das wünschst, leider. Aber bleib bei Dir dran, das ist auf Dauer erfolgversprechend...vlllt nicht bei ihr, aber das kann nur besser werden.

Alles Gute!
Deviance

Meine Worte.
 
Ich finde, du pauschalisierst viel zu sehr. Was soll die Frau denn machen, wenn sie ihn zwar mag, aber schlichtweg nicht liebt? Das passiert nunmal.

Menschen teile ich prinzipiell nicht in "wertvoll", "weniger wertvoll" und "nicht wertvoll" ein. Menschen sind keine Werte.

Und Verliebtheit ist niemals ein Stigma. Es ist kein Fehler und auch kein Handicap. Es ist menschlich und passiert. Es wird nur zum Stigma, wenn man seine Verliebtheit selbst so betrachtet oder der andere unsachlich und unfair damit umgeht.

Ich finde es bedenklich, wenn man sein Lebensglück, sein Selbstwertgefühl und seine Lebensfreude nur von einem Menschen oder einer Aussage so sehr oder ganz abhängig macht.

Natürlich ist es alles andere als schön oder einfach, wenn man einen Korb bekommt, aber man sollte deswegen nicht gleich seine gesamte Existenz hinterfragen oder seinen "Wert".

Du weißt ja nicht einmal, warum sie nicht will. Vielleicht mag sie ihn, will aber im Moment keine Beziehung? Oder sie findet ihn nett und als Freund und Arbeitskollege wichtig, aber empfindet eben nicht mehr. Vielleicht ist es seine Optik, vielleicht nicht, das kann keiner sagen. Und ich finde nicht, dass diese Frau den TE entwertet oder erniedrigt, nur weil sie seine Gefühle nicht erwidert. Das passiert einfach, dass man sich nicht in jeden verliebt und ist nur menschlich. Sie hätte ihn wesentlich gemeiner und unfairer behandeln können.

Lieben und mögen ist ein himmelweiter Unterschied. Darum ging es nicht. Wenn unterschiedliche Gefühle füreinander empfunden werden, müssen diese in Gleichstand gebracht werden.

Das ist es auch. Deswegen müssen wir es so sehen. Du magst vielleicht glauben, dass wir das ändern können, indem wir uns nur einreden, dass es nicht so wäre. Du sagtest ja, dass ihre Zurückweisung kein Stigmata sein. Richtig wäre gewesen: Sie sollte kein Stigmata sein - wie können wir (Menschen) das ändern?

Sollte man nicht, aber man tut es, man neigt dazu, man läuft Gefahr dies zu tun. Deswegen müssen wir uns das bewusst machen und nach Wegen suchen, dies zu verändern.

Niemand will keine Beziehung, wenn er wirklich verliebt ist. Und zwar so, wie ich Liebe verstehe, nämlich, dass man auch die Vertrauenswürdigkeit liebt und sich dem anderen Menschen zuliebe auch anpasst. "Ich kann nicht" heißt hier wirklich "Ich will nicht". Wenn Felix Magath das sagt, denke ich, es stimmt nicht - immerhin gibt es Leistungsgrenzen, über die auch der Wille hinaus nichts bewegen kann, außer die Grenzen zu erweitern.

Natürlich muss sich nicht jeder in jeden verlieben, aber die Liebe ist kein Würfelspiel, es gibt immer handfeste Gründe warum Liebe empfunden wird. Die mögen manchmal einleuchtend sein oder paradox erscheinen. Vergewaltigte Mädchen entwickeln später auch oft eine sehr offene Sexualität, was selten verstanden wird. Zwischen Empfinden und Verstehen lebt aber die Tatsache, dass Liebe niemals willkürlich zu Tage tritt. Das kann man sich zwar einreden, aber außerhalb der eigenen Realität, wird das dennoch niemals Tatsache.
 
Woher weißt du das alles so genau? Woher willst du wissen, dass bei dieser Frau "Ich kann nicht", "Ich will nicht" heißt? Oder wie die Dinge laufen sollten? Menschen können sehr verschieden sein, auch ihre Gefühle und wie sie diese ausleben und empfinden. Ganz abhängig davon, welche Erfahrungen sie gemacht haben. Meiner Meinung nach kann auch bei dieser Frau "Ich kann nicht" auch wirklich heißen, "Ich kann nicht". Es kann alles oder nichts sein. Du stellst hier Tatsachen auf, als würde es nichts anderes dazwischen geben.
 
Woher weißt du das alles so genau? Woher willst du wissen, dass bei dieser Frau "Ich kann nicht", "Ich will nicht" heißt? Oder wie die Dinge laufen sollten? Menschen können sehr verschieden sein, auch ihre Gefühle und wie sie diese ausleben und empfinden. Ganz abhängig davon, welche Erfahrungen sie gemacht haben. Meiner Meinung nach kann auch bei dieser Frau "Ich kann nicht" auch wirklich heißen, "Ich kann nicht". Es kann alles oder nichts sein. Du stellst hier Tatsachen auf, als würde es nichts anderes dazwischen geben.

Wenn du die kleinen Nischen benötigst, um nicht zur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit einem anderen Menschen gezwungen zu sein, dann glaube an die Dinge dazwischen. Ich werde mir keine Möglichkeiten offen halten, um den Missbrauch eines Menschen zu rechtfertigen, indem ich von Gefühlschaos spreche oder meine nicht erwiderbare Liebe auf vergangene Erfahrungen zurückführe.
 
Hallo ihr,

bitte nicht streiten 🙄

Ich fühle mich von ihr nicht herabgesetzt, als wertlos behandelt oder ähnliches. Wir sprechen fast jeden Tag miteinander (wenn auch meistens nicht über Persönliches), unser Umgang ist absolut herzlich und wie geschrieben von hoher gegenseitiger Aufmerksamkeit geprägt.

Es geht hier auch sicher nicht um mein Leben. Ich würde auch nicht sterben, wenn ich jetzt schon wüsste, in den nächsten 30 Jahren immer noch keine "Frau für's Leben" finden zu werden.

Ich stelle den Brief (ich habe ihn nun in jedem Fall schon einmal auf Papier übertragen, 5 Seiten handschriftlich) hier jetzt sicher nicht rein, aber mit diesem Text setze ich sie nicht unter Druck. Er endet sogar mit den Worten, dass ich keine wie auch immer geartete Reaktion oder Antwort erwarte. Sie soll das Geschriebene zur Kenntnis nehmen und sich Gedanken dazu machen. Ich schreibe, dass ich es aufgegeben habe, gegen meine Gefühle anzukämpfen, was ich nach ihrer Abfuhr eigentlich vor hatte. Dann lege in dem Brief größtenteils Vermutungen dar, warum sie sich so verhalten hat, wie es eben war. Dass ich dabei bin, meine Änderungspläne umzusetzen, und dass ich nicht an schnellem Sex interessiert bin sondern eben eine ernsthafte Bindung anstrebe. Und dass ich dazu auch bereit bin zu warten, falls sie diese Zeit braucht, um Vertrauen zu mir aufzubauen.

Vielleicht brauche ich einfach ein deutlicheres "Nein"... Aber dass ich mich sehr nach einer Beziehung sehne, ist vielleicht nachvollziehbar.

Ich halte mich im Übrigen für psychisch stabil genug, dass ich meine Gewichtsabnahme, Wohnungssuche etc. in jedem Fall zu Ende bringe, egal wie diese Sache hier ausgeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch eine Ergänzung:

Aber wenn du jetzt mit diesem Brief ankommst, könntest du sie unter Druck setzen oder damit überladen. Oder schlichtweg nerven, weil sie sich denkt "Ich habe ihm doch schon gesagt, dass ich im Moment nicht möchte, warum kommt er jetzt noch mit so einem langen Brief an?". Besonders, wenn du ihre Reaktion noch "zerlegst" oder "analysierst". Sorry, das kann leider echt nerven, wenn man schon seinen Standpunkt vorher klar gemacht hat.

Stimmt vollkommen, das könnte so sein. Die Möglichkeit, dass ich genau das schreibe, was sie denkt, besteht jedoch auch...

Und du läufst auch in Gefahr, dass du verletzt wirst, weil du mit diesem Brief noch einen weiteren Teil deiner Gefühle offenlegst und er Hoffnungen mit sich bringt, selbst wenn sie nur unbewusst sind.
Ohne Gefühle zu offenbaren, wird es niemals funktionieren, und das Verletzungsrisiko muss man irgendwann eingehen. Natürlich habe ich auch Angst davor, aber momentan überwiegt in mir doch eher die Hoffnung...

Versteh mich nicht falsch, ich finde es toll, wie sehr du dich bemühst und wünsche dir nur, dass du für dich eine schöne Verliebtheit erlebst, aber das ist eben nur meine Sicht der Dinge.
Danke, schon in Ordnung. Wenn ich keine Meinungen von außen hätte haben wollen, gäbs den Thread hier nicht...
 
"...Lieben und mögen ist ein himmelweiter Unterschied. Darum ging es nicht. Wenn unterschiedliche Gefühle füreinander empfunden werden, müssen diese in Gleichstand gebracht werden."

Zitat Ende.

Wie soll das praktish gehen?
Liebe lässt sich weder erzwingen noch herbeireden.
Der "Gleichstand" könnte also nur erreicht werden, wenn der Verliebte seine Gefühle runterschraubt.

Und: Eine Frau, die sagt, sie habe kein Interesse, hat kein Interesse.
 
"...Lieben und mögen ist ein himmelweiter Unterschied. Darum ging es nicht. Wenn unterschiedliche Gefühle füreinander empfunden werden, müssen diese in Gleichstand gebracht werden."

Zitat Ende.

Wie soll das praktish gehen?
Liebe lässt sich weder erzwingen noch herbeireden.
Der "Gleichstand" könnte also nur erreicht werden, wenn der Verliebte seine Gefühle runterschraubt.

Und: Eine Frau, die sagt, sie habe kein Interesse, hat kein Interesse.

Gibt es nur eine Richtung, Rose?

Wenn sie nicht liebt, muss seine Liebe im Interesse aller mit der Zeit weichen.
 
Mein Rat an den Themenautor ist deshalb gründlich zu überprüfen, ob nicht die andere Person Grund hätte sich schlecht zu fühlen, weil sie Ansprüche hat, die ihr zwar zustehen, aber in keinem Fall besonders aufrichtig und fair sind. Willst Du Themenautor dich schlimmstenfalls durch eine Frau erniedrigt fühlen, die dich womöglich wegen deines Aussehens ablehnt? Bevor du dich selbst zugrunde richtest, hinterfrage die Person, die du liebst.

Auch das muss ich noch aufgreifen.

Ich weiß selbst, dass ich deutlich zu viel wiege und fühle mich nicht sonderlich attraktiv. Natürlich kann das ein Grund sein, warum sie mich ablehnt (dieser Punkt ist auch ein Teil meines Briefs...). Das würde ich auch nicht als unaufrichtig oder unfair bezeichnen. Mir würde es ebenso gehen, wenn die auf Erden vom Charakter tollste Frau der Welt in mich verliebt wäre, sie aber 120 kg wiegt. Ich habe auch Ansprüche, sowohl auf der geistigen als auch der äußerlichen Seite muss ein bestimmtes Mindestmaß erfüllt sein, sonst finde ich eine Frau nicht attraktiv.

Ich richte mich deshalb auch keineswegs zugrunde, nur um das festzuhalten! Ich reagiere vollkommen angemessen, indem ich meinen Mangel erkannt habe und bereits mitten dabei bin, ihn abzustellen. Derzeit verliere ich pro Woche fast ein Kilo. Aber Abnehmen geht nicht über Nacht - vor allem wenn es nicht zulasten der Gesundheit gehen soll - und mein Ziel liegt noch ein paar Monate in der Zukunft. Vielleicht funkt es ja auch erst dann.
 

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