Hat er auch gar nicht behauptet, der Zebaothling. Lies mal richtig:Alleinerziehung ist genauso gut wie Familie. Und du schreibst: Keines der Modelle kann als besser oder schlechter bezeichnet werden.
Deine Beweise für die Ergebnisse aus der Sozialwissenschaft sind auch keine Beweise, denn wie du schon geschrieben hast, gibt es Beweise nur in der Mathematik. Deine Sozialwissenschaften sind Theorien, die in der Praxis der Kindererziehung sowohl von Eltern als auch von Alleinerziehenden stark abweichen können; negativ wie positiv.
Nix als hohle Phrasen liest man hier.
Hallo, Kraeiouss,
ob ich vor die Substantive (Alleinerziehung, Familie) jeweils den Begriff "Modell" schreibe oder nicht, verändert den Sinn nicht. Und die Aussage, dass beide Modelle nicht als besser oder schlechter zu bezeichnen sind, gibt die Aussage von Zebaothling wieder.
Wie PC schon richtig mitteilt, wollen Kinder Vater und Mutter an ihrer Seite haben. Kinder wollen keine Ersatzlösung wie "Besuchsregelung" und auch keinen neuen Partner an der Seite ihrer Mutter (oder eine Partnerin an der Seite ihres Vaters).
Die Sozialwissenschaften sind nicht nur Theorien. Es gibt genügend Studien dazu, die die Richtigkeit bestätigen, dass eben Familie die für Kinder ideale soziale Gemeinschaft ist. Insofern sprechen wir nicht mehr über Theorien. Wenn auch die Formulierung von PC "der gesunde Menschenverstand sagt.." von Biddi kritisch betrachtet wird, so können wir uns über die Formulierung streiten, jedoch kaum über den Inhalt. Um Biddi entgegenzukommen: Wenn sowohl in Theorie als auch in Praxis-Studien festgestellt wird, dass Familie die für Kinder ideale Gemeinschaft ist, dann ist es naheliegend, dass das auch so im Leben ist.
Jetzt kann man noch den Einwurf von Landkaffee berücksichtigen:
Die Familie gibt es nicht.
Die Alleinerziehende gibt es nicht. Modelle sind Modelle und nie 1
🤐 in der Wirklichkeit zu finden.
Diesen Einwurf halte ich für richtig, aber nicht für relevant. Wenn in Studien z.B. 100 Familien untersucht und mit 100 Alleinerziehenden verglichen werden, so wird sich jede Familie und jede alleinerziehende Person schon alleine durch die Individualität der Personen von einander unterscheiden. Trotzdem bleiben die wesentlichen Faktoren (z.B. Geborgenheit, Stabilität, Liebe, soziales Verhalten) soweit vergleichbar. Und insofern Ergebnisse (Persönlichkeit des Kindes - und auch als Erwachsener) betrachtet werden, kann man schon Aussagen treffen, die die Familie als bestes Modell beschreiben. Es ist aus der Theorie zu entnehmen und bestätigt sich in der Praxis.
Der Einwurf, dass es auch Familien gibt, in denen nicht alles rund läuft, die nicht intakt sind - und daher Alleinerziehung vorzuziehen sind, ist auch korrekt. Da würde ich zur Erleichterung einer Beurteilung aber die Frage voranstellen: Wieweit kann sich Familie negativ verändern, damit irgendwann ein Punkt erreicht wird, an dem eine Alleinerziehung vorteilhafter für ein Kind ist?
Die Vor- und Nachteile sind nicht in Gramm abzuwiegen oder in cm messbar. Trotzdem stellen Sozialwissenschaftler fest, dass Erwachsene, die in einer Umgebung Alleinerziehung oder in einer Familie aufgewachsen sind, diese oder jene Verhaltensweisen bzw. Persönlichkeitsmerkmal mehr aufweisen, als die Personen einer anderen zum Vergleich herangezogenen Gruppe.