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In mindestens zwei afrikanischen Ländern (Kenia, Namibia) sind BGE-Versuche angedacht oder laufen bereits, mit gutem Erfolg bei den Empfängern, deren "Wirtschaftskraft" als Kleinunternehmer und für Fortbildungen sich durch den Zuschuß erheblich verstärkt hat. Allerdings sind die Ergebnisse natürlich (wieder) nicht auf Deutschland übertragbar, weil diese Länder bisher überhaupt kein staatliches soziales Netz hatten und es die Menschen daher gewohnt sind, komplett für sich selbst zu sorgen, man kann sagen sie sind das arbeiten gewöhnt und wollen auch mit BGE gar nichts anderes, nur jetzt unter etwas einfacheren und besseren Bedingungen.
Die deutsche Faulpelz-Mentalität "Papa Staat kümmert sich doch um alles" ist in diesen Ländern noch nicht aufgeschlagen. Und da niemand weiß, wie lange diese Projekte laufen werden, tun die Menschen dort auch gut daran, nichts an ihrer Einstellung zur Erwerbstätigkeit zu ändern.
 
Man kann es nicht vergleichen und auch ein Feldversuch mit relativ wenigen Leuten sagt nichts aus. Denn wegen regionalem Mehreinkommen wird sich am Markt bezüglich Preisen natürlich nichts tun.
 
Den Job wird keiner hinschmeissen. Das zusätzliche Geld wird eher gehamstert werden da jeder weiss das dies nur eine kurzfristige Geschichte ist. Arbeitslose werden weiterhin nach jobs suchen da auch diese wissen das es die 1000 euro nicht bis zum Lebensende gibt. Langzeitarbeitslose und notorische Faulenzer wird es ebenfalls nicht tangieren da sie mit oder ohne BGE, generell nicht arbeiten wollen oder nichts finden. Auch die freuen sich über die paar Mark dann zusätzlich. Das war es aber auch schon.

Fragen die ein BGE wirklich mitbringt, würden auch in Flensburg nicht beantwortet werden.

Auch wenn es ein "echtes" BGE gibt, garantiert niemand, dass es das bis zum Lebensende gibt, selbst wenn das noch so tief in die Verfassung verankert wird. Systemwechsel gibt es im Schnitt alle 40 Jahre, d.h. es würde gerade so für ein einziges Arbeitsleben reichen. Und als Renter kann man sich dann direkt erschiessen, weil man im Glauben, dass man auch als Renter BGE bekommt, keine Rentenpunkte gesammelt hat.

Damit entbindet man den einzelnen garnicht von der Pflicht, aktiv an seinen potentiell Vermarktbare Fähigkeiten zu arbeiten. Von wegen "leben für Kunst und Kultur", damit würde ich mich komplett der Launen des Schicksals ausliefern. Sobald es wieder eine ordentliche Finanzkrise oder gar einen politischen Systemwechsel gibt, steht man als BGE-Künstler ohne Fähigkeiten die gebraucht werden mit heruntergelassenen Hosen da.

In mindestens zwei afrikanischen Ländern (Kenia, Namibia) sind BGE-Versuche angedacht oder laufen bereits, mit gutem Erfolg bei den Empfängern, deren "Wirtschaftskraft" als Kleinunternehmer und für Fortbildungen sich durch den Zuschuß erheblich verstärkt hat. Allerdings sind die Ergebnisse natürlich (wieder) nicht auf Deutschland übertragbar, weil diese Länder bisher überhaupt kein staatliches soziales Netz hatten und es die Menschen daher gewohnt sind, komplett für sich selbst zu sorgen, man kann sagen sie sind das arbeiten gewöhnt und wollen auch mit BGE gar nichts anderes, nur jetzt unter etwas einfacheren und besseren Bedingungen.
Die deutsche Faulpelz-Mentalität "Papa Staat kümmert sich doch um alles" ist in diesen Ländern noch nicht aufgeschlagen. Und da niemand weiß, wie lange diese Projekte laufen werden, tun die Menschen dort auch gut daran, nichts an ihrer Einstellung zur Erwerbstätigkeit zu ändern.

GERADE die afrikanische Mentalität ist komplett konträr zur westlichen Leistungsgesellschaft. Man arbeitet soviel, wie notwendig ist. Der große Frust der Entwicklungshelfer ist, dass viele Afrikaner die Hand für die Spenden aufhalten um dann den Tag über nichts zu tun. Dreiviertel aller Afrikanischen Entwicklungsprojekte gehen schief. Das UNICEF-Konzept "Hilfe zur Selbsthilfe" ist quasi an der Mentalität in dieser Region gescheitert. Und mit dem BGE werden die Leute es da nie lernen.
 
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GERADE die afrikanische Mentalität ist komplett konträr zur westlichen Leistungsgesellschaft. Man arbeitet soviel, wie notwendig ist. Der große Frust der Entwicklungshelfer ist, dass viele Afrikaner die Hand für die Spenden aufhalten um dann den Tag über nichts zu tun. Dreiviertel aller Afrikanischen Entwicklungsprojekte gehen schief. Das UNICEF-Konzept "Hilfe zur Selbsthilfe" ist quasi an der Mentalität in dieser Region gescheitert. Und mit dem BGE werden die Leute es da nie lernen.

Nicht "die afrikanische Mentalität" generell ist konträr, sondern die von einzelnen Völkergruppen. Afrika ist riesig, und auch dieses Land hat seine Versionen von fleißigen Deutschen und von Assi-Zigeunern. Wenn man als Entwicklungshelfer schon nicht fähig ist, ortsbezogen zu differenzieren und von vornherein nur die zu fördern, bei denen tatsächlich ein Nutzen von dieser Förderung zu erwarten ist, dann kann man als Faustregel sagen, daß eine Förderung, die Frauen zugutekommt, per se mehr Nutzen bringt als eine, die bei Männern landet, weil traditionell der Hauptanteil der Arbeit in Landwirtschaft, Kleingewerbe und Familie bei den Frauen liegt. Gescheiterte Hilfsprogramme hatten sehr häufig den Fehler, sich explizit an Männer als angebliche Macher und Familienoberhäupter zu wenden, keine Frage wo die Gelder dann landeten, nämlich nicht dort, wofür sie gedacht waren.
 
Normalerweise bin ich selbst bei der Differenzierung an vorderster Front, aber hier ist das was anderes. Ich arbeite mitunter mit Südafrikanern zusammen (Automobil Werk Südafrika) und ich kenne die Mentalität der der für dortige Verhältnisse gut bezahlten Arbeiter. Sie unterscheidet sich einfach grundlegend von unserer. Das fängt schon damit an, dass sie keine echte Bindung zum Arbeitgeber fühlen. Bei jedem kann es sein, dass er morgen nicht mehr zur Arbeit kommt, weil er genug für die nächsten Monate verdient hat. Das ist auch der Grund warum tagesweise Bezahlung dort normal ist. Es wird im heute gelebt, was in einem Jahr passiert ist noch ferne Zukunft. Südafrika ist dabei wirtschaftlich der erfolgreichste Teil des Kontinents.

Ich respektiere das im Grunde auch, denn die deutsche Leistungsgesellschaft ist nicht der Nabel der Welt. Aber zu sagen, dass Afrikaner würden auf breiter Front LIEBER als Deutsche arbeiten, obwohl sie es dank BGE nicht müssten ist einfach eine Fehlinformation.
 
...schreibst Du von rein männlichen Arbeitnehmern, oder gilt die wankelmütige Arbeitsmentalität in gleichem Maß auch für die Frauen dort?
 
In jedem Land denken ein paar Wirre über sowas nach. Die Briten aber sicher zunächst über den Ausstieg, der viele Milliarden kosten wird. ( das hat die Regierung in einem angeblich geheimen Papier unlängst festgestellt )
Und in der BRD wird es noch nichtmal dazu reichen, in wenigen Großsstädten den Nahverkehr umsonst zu machen....
 
Auch wenn es ein "echtes" BGE gibt, garantiert niemand, dass es das bis zum Lebensende gibt, selbst wenn das noch so tief in die Verfassung verankert wird.

Ich wette, jeder andere sieht schon einen mega dicken Unterschied zwischen einer einjährigen Testphase und einem eingeführten BGE ohne verlautbares Enddatum. Das sich Gesetze ändern können ist logisch. Jedoch dürfte es dann heute auch keinen geben der sich auf H4 ausruht.

Und als Renter kann man sich dann direkt erschiessen, weil man im Glauben, dass man auch als Renter BGE bekommt, keine Rentenpunkte gesammelt hat.

Also erschiesst sich heute jeder Rentner dessen Rentenauszahlung auf Grundsicherungsniveau ist?
Dann müssten wir aber so viele Schüsse täglich hören wie sonst nur an Silvester. 😉
Also: Quatsch mit Soße. ^^
 
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