Deine Tochter ist nicht faul, sondern vermutlich wahnsinnig traurig, vielleicht sogar depressiv und überfordert mit der Gesamtsituation. Kann man ihr bei diesen Zuständen auch nicht verdenken.
Du schiebst hier irgendwie den emotionalen und stützenden Aspekt einer Erziehung, einer Eltern-Kind-Beziehung, auf die Frauen ab. Du betonst ständig, dass du arbeiten gehst, aber redest du auch mit deiner Tochter? Unternimmst mit ihr Sachen? Versuchst ihr emotionalen Beistand zu geben und Mut zuzusprechen?
Du verdienst das Geld, aber Geld allein reicht nicht. Und zu sagen, du dachtest früher, alle Frauen könnten sich um Kinder kümmern, macht es nicht besser. Auch Männer, auch VÄTER können sich um ihre Kinder kümmern und am Ende des Arbeitstages fragen, wie es mit dem Referat läuft, ob das Kind mit dem Lernen hinkommt, es abfragen, oder die Hausaufgaben durchsehen. Ich kenne massig Männer, die das tun und getan haben. Ich könnte dir auf Anhieb sehr viele aufzählen.
Ich finde es sehr traurig, wie viel Verantwortung du abschiebst. Obwohl das eigentliche "Opfer" in meinen Augen eure Tochter ist. Die kann sich als Minderjährige und Teenie noch schlechter wehren als du, die hat auch noch eine andere Art von Verbindung zu ihrer Mutter, als du. Eure Tochter wurde im Stich gelassen.
Geh zu einem Anwalt und lass dich beraten, zieh eine saubere Trennung durch und schick deine Tochter zu einem Therapeuten, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr nicht weiterkommt. Die Nummer mit dem Verjagen ist einfach überzogen und kindisch, da müssen rechtliche Geschütze her, eine gute Beratung und notfalls therapeutische Betreuung. Wenn du ausgelaugt bist und selbst emotional unten bist, solltest du auch überlegen, das alles richtig aufzuarbeiten.
Dann habe ich für meine 4jährige Tochter und für meine berufliche Zukunft eine 10 Jahre ältere Frau geheiratet.
Sehr schwach. Weiß besagte Frau das? Mein Mitleid hält sich in Grenzen, wenn ich das lese. Deine Milchmädchenrechnung war wohl, dass deine Tochter eine Mutter hat, die sich emotional um das Kind kümmert und den Haushalt schmeißt und du gehst arbeiten mit einer sicheren Stelle und hast diesen gewissen Teil der Verantwortung abgedrückt. Finde ich auch als Vorbildfunktion sehr schlecht, die man nunmal immer als Vater haben wird. Und für mich schwingen da sehr versteifte Rollenbilder mit.